Scandinavien Ladies

Neues von Sängerinnen aus Skandinavien

Sigrid – Mirror

Letztes Jahr war Sigrid in LA, um an neuen Songs zu arbeiten., die an den Erfolg ihres 2019 erschienenen Debütalbums „Sucker Punch” anknüpfen sollen. „Sucker Punch” war2018 zurecht ein Überraschungserfolg. Die Festival-Hymne „Strangers“ ist uns noch gut in Erinnerung. Doch als die Pandemie ausbrach, musste Sigrid nach Norwegen zurückkehren. Auf dem Flug nach Hause kam Sigrid die Idee zu ihrer neuen , wiederum sehr tanzbaren Single „Mirror

So wurde Mirror”  in Dänemark produziert. In dieser Zeit entstand die enge Freundschaft zu Songwriterin und Produzentin Emily Warren , die zuvor. ebenfalls in LA gelebt hatte und nun zurück in ihre Heimat Skandinavien kehrte. Auch Songwriterin Caroline Ailin (Dua Lipa, Julia Michaels) und Produzent Sly (Jonas Brothers, Dua Lipa) arbeiteten mit Sigrid an der Fertigstellung des Songs, der – wie alle Songs von Sigrid – am Klavier komponiert wurde.

MØ – Live To Survie

Die dänische Sängerin Karen Marie Aagaard Ørsted ist besser unter dem Namen bekannt. Ihr Herz schlägt für Electro-Pop. Weltweite Bekanntheit erlangte MØ mit dem Song „Lean On“, einer Kollaboration mit Major Lazer und DJ Snake. “Live to Survive” ist die erste Single  des Dänischen Popstars seit ihrem Album Forever Neverland aus dem Jahr 2018. Produziert wurde die Single von dem Upcoming Prouzenten-Star SG Lewis (Dua Lipa, Victoria Monet, Robyn) and co-written von Caroline Ailin (Dua Lipa, Katy Perry, Ellie Goulding).

„In dem Song geht es darum, eine schreckliche Zeit zu überstehen und auf der anderen Seite gestärkt herauszukommen“, erklärt MØ. „Aber er handelt auch davon, sich Fehler zu verzeihen. Das wird uns allen noch ein paar Mal im Leben passieren, deshalb ist es wichtig, sich wieder aufs Pferd zu setzen.“

Vaarin – Imaginary Movies

Sehr viel softer geht es bei der Norwegerin Vaarin zu. Vaarin die hat ruhigen Monate des letzten Jahres genutzt, um Soundtracks zu 4imaginären Filmen zu schreiben. Entstanden ist die EP „Imaginary Movies„. Vaarin hat ein Gespür für klassische Melodien.

Diese Stärken zeigt beispielhaft die Single „Lighthouse„.

Gregor McEwan – Summer Breeze

Die Vier ist eine magische Zahl. 2+2 =4, 2×2=4 und somit ist ebenfalls 2² =4. Das geht mit keiner anderen Zahl. Die alten Griechen philosophierten genauso leidenschaftlich über die Natur und ihre vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft), wie heute Fussballtrainer über den Sinn der Viererkette. Wir kennen die vier Himmelsrichtungen. Wir lieben die vier Jahreszeiten, wenn wir eine Pizza quattro stagioni bei Lieferando ordern oder das Violinkonzert von Antonio Vivaldi genießen und jeder hat seine Lieblingssaison bei den regelmäßigen vier klimatischen Wechsel im Jahresverlauf.

Damit sind wir endlich bei Gregor McEwan. Der sympathisch Musiker aus Berlin scheint sich von der magischen Vier angezogen zu fühlen. Er widmet eine ganze EP-Serie, nein nicht der Viererkette, obwohl das zu dem ausgewiesenen Fußballfan gepasst hätte, sondern den vier Jahreszeiten. D.h. vier EPs mit jeweils vier Songs (sic!).

Dabei nimmt Greg sich die künstlerische Freiheit und hält sich nicht an den vorgegeben Verlauf, vielmehr liegen die EPs Spring Forward und Autumn Falls schon vor. Jetzt kommt mit mit der Single „Summer Breeze“ der Sommer. „Summer Breeze“ ist eine fröhliche Indie-Pop Nummer, die mit einer Portion Surfsound Sommergefühle aufkommen lässt.

Videopremiere: Cassia -Vitamins

Heute um 11:00 Uhr stellen Cassia  ihren brandneuen Track „Vitamins“ vor. Das animierte Lyric-Video dazu ist besonders gut gelungen. Rob Ellis, der Leadsänger, erzählt uns, was dahinter steckt: „Durch die Band sind wir an so viele unterschiedliche Orte gelangt und haben unzählige Momente mit ganz erstaunlichen Menschen erlebt, dass wir all das – und vor allem die Augenblicke, die von besonderer Bedeutung waren – in diesem Video festhalten wollten: angefangen von Venues in Macclesfield, wo wir unsere allerersten Gigs gespielt haben, über Erinnerungen auf der Tournee und natürlich finden sich darin auch einige unserer Lieblingsplätze in Berlin (wo wir jetzt leben). Wir hoffen, dass alle Leute, die uns auf unserem Weg begleitet haben, etwas davon mitnehmen können.“
 

Cassia ist ein Trio aus Macclesfield (Rob Ellis – Gesang/Gitarre, Lou Cotterill – Bass und Jake Leff – Schlagzeug) , das jetzt in Berlin lebt. Annie Mac von BBC- Radio 1 lobt Cassia: “Love all of the vibes of their songs. They make indie but with an edge.” Dem schließe ich mich gerne an.

Charity Children -Kills Me

Nach langer Pause hat das sympathische Alt-Pop-Duo „Charity Children“ aus Berlin nach „We Loved“ jetzt schon die zweite Single mit dem Titel „Kills Me“ herausgebracht, dies närt natürlich die Hoffnung, das bald ein ganzes Album kommt. Der neue Song unterstreicht die Vielseitigkeit von Chloë Lewer und Elliott McKee. Während das als Duett performte „We Loved“ ein moderner Indie-Popsong ist, klingt das von Elliott gesungene „Kills Me“ wie ein Klassiker aus den 70er Jahren. So wie einst Gilbert O’Sullivan an seinem Piano.

Kills Me“ behandelt voller Empathie ein ernstes Thema. Wie geht man mit einem Menschen um, den man mag, ihn aber in dessen Depression nicht erreichen kann?

“So, I’Il always answer your call, ‘cause we have been through the darkest days and somehow survived, in spite of all, but watching you fall kills me.”, singt Elliott.

Das dazu gehörende Video kommt als trippige, fluoreszierende Farbexplosion daher.

Oneohtrix Point Never & ROSALÍA – Nothing’s Special

Einen weiteren Track für die Electronica-Playlist „Auf die Ohren-Bassline“ schenkt uns der Soundtüftler Oneohtrix Point Never aus Brooklyn. Der Track „Nothing’s Special“ erschien zuerst als Schlusstrack auf dem selbsbetitelten Magic Oneohtrix Point Never Album im Oktober 2020. An diesem Wochenende erschien der Song nochmal, aber mit der spanischen Sängerin ROSALÍA. ROSALÍA kennen wir . Zuletzt kam ihr „Lo Vas a Olvidarmit Billie Eilish sehr gut an.

Myd – We Found It (feat. Bakar)

Es ist an der Zeit, die Playlist „Auf die Ohren-Bassline“ ein wenig aufzufrischen und wer sollte sich dazu besser eignen, als der sympathische Underdog Myd. Der in Lille geborene DJ und Produzent hat Anfang des Monats beim französischen Kult-Label Ed Banger Records sein Debütalbum „Born A Loser“ veröffentlicht. Mit dem Titel bleibt er seinen Image als liebenswerter Verlierer. Chef von Ed Banger Records ist übrigens der französische Electro-House-DJ, Produzent und Manager Pedro Winter, besser bekannt als Busy P. Busy P war von 1996 bis 2008 Manager von Daft Punk.

Myd begeistert immer wieder mit einer lässigen Mischung aus Electronica und akustischen Elementen des Indie- und Psych-Rock. Der Track „We Found It“ ist ein Feature mit dem britischer Sänger Bakar. Dessen Gesang ergießt sich über französische Discoklänge und Vogelstimmen. 

Chaos Ark – Fire

CHAOS ARK ist eine neue Band mit Musikern, die aus der Schweiz, Liechtenstein und Österreich kommen. Michael Schatzmann, Roger Szedalik und Karin Ospelt haben ihr musikalisches Talent in schon verschieden Bands und Kollaborationen eingebracht.  Die Bandbreite geht vom  exzentrischen Pop der Ankathie Koi über  House, Disco und Funk bei Wavetest oder AEIOU bis zu romantischem Americana- Folk bei Suzie Candell. 

Bei CHAOS ARK beteiligen sich alle drei am Schreiben und Produzieren und verbinden so ihre unterschiedlichen Einflüsse. Herausgekommen ist mit der Single “Fire” ein  Crossover, das sommerleichten Neo-Soul mit schmeichelnden jazzigen Vocals und dem sanften Flow des frühen Hip Hops zu einem geschmeidigen Hörvergnügen mischt. Der Soundtrack für die kommende Jahreszeit.

ALEX MAYR – Margaritas

Von Alex Mayr  kann man nicht genug bekommen. Sie schreibt so herrliche Texte, die voll aus dem Leben gegriffen sind. Zuviele  MARGARITAS machen eben Kopfschmerzen. Aber wenn es schön war, ist es den Kater wert. Der sommerliche Sound passt ausgezeichnet. Ich freue mich auf das Konzeptalbum „PARK“ (VÖ 09.07.21).

„Ich wollte endlich einen Song schreiben, der einfach nur leicht ist. Ein Song, der das Gefühl einfängt, wenn man sich verkatert an einen perfekten Abend erinnert und ihn am liebsten noch mal erleben würde. Meine Sehnsucht in Zeiten der Pandemie, einen solchen unbeschwerten Abend wieder erleben zu dürfen, spielte hier natürlich mit hinein.“, sagt ALEX MAYR zum neuen Song.

(Foto oben: Sahra Ungan)

James Vincent McMorrow – Paradise

Der irische Singer / Songwriter James Vincent McMorrow hat eine abwechslungsreiche musikalische Entwicklung vollzogen. Ursprünglich begann er als Drummer in einer Heavy Metal Band. Dann machte er sich einen Namen mit gefühlvollem Indie-Folk. Bekanntheit erlangte er durch seine Interpretationen von „Wicked Game„, ursprünglich von Chris Isaak, und „Higher Love„. Die letztgenannte so so eindringlich, dass manch einer den Song eher ihm zuordnet, als Steve Winwood. Jetzt  ist  James Vincent McMorrow bei üppigen Pop mit R&B-Anleihen angelangt. Der neue Sound passt ausgezeichnet zu seiner hohen Stimmlage und lässt auch das Tanzbein nicht still stehen.

McMorrows fünftes Studioalbum „Grapefruit Season“ soll am am 16. Juli erscheinen. Heute veröffentlichte er mit mit „Paradise“ die letzte Single-Auskopplung vor dem Albumrelease. (Foto oben:: Evan Doherty)

NOVAA -„She’s A Rose“

Die in Berlin lebende Alt-Pop-Singer-Songwriterin NOVAA hat kürzlich einen weiteren Song aus ihrem kommenden Album veröffentlicht. „She’s A Rose“ sanftes Lied , das langsam intensiver wird. Novaa beschreibt die Idee zum Track:

„An dem Tag, an dem ich „She’s A Rose“ geschrieben habe, bin ich aufgewacht und hatte bereits eine Melodie im Kopf. Ich erinnere mich noch, wie ich mich morgens im Badezimmerspiegel betrachtet habe und mir die allererste Zeile des Songs vorgesungen habe. Nachdem ich diese aufgenommen und etwas bearbeitet hatte, fügte sich alles andere sehr schnell und natürlich zusammen. Es fühlt sich irgendwie so an, als hätte ich mich nicht dazu entschieden, diesen Song zu schreiben, es fühlt sich eher so an, als wollte der Song an diesem Tag einfach, dass ich meinen Raum mit ihm teile. Dieser Song handelt von all den Frauen, zu denen ich aufschaue, die ihre Energie, ihre Zeit, ihre Freude und ihren Schmerz mit mir teilen. Wir alle teilen unseren Raum mit denen, die vor uns kamen.“She’s A Rose“ ist ein Moment, indem man sie sieht und anerkennt und ihnen dankt.“

(Foto oben: Rebecca Kraemer)