Moyka – Backwards

Moyka – Foto: Isaak Okkenhaug

Zweite Single aus der kommenden EP „Spaces“

Ein Song über alle
Dinge, die dich zurück in 
den Schmerz ziehen.

Das nüchternen „Backwards„, mit seinen düsteren Vocals auf einen Bett blubbernder Synths, wurde in einem Hotelzimmer in Berlin geschrieben.“In diesem Song geht es um all die Dinge, die einen wieder zurück in den Schmerz ziehen obwohl man nach vorne schauen will,“ sagt Moyka. „Aber es ist gut darüber zu reden, es ist ok traurig zu sein.“  Doch im Gegensatz zum Text tischt die Musik einfach nur Tanzlust auf. Klassischer Moyka move – ein perfekter trauriger Popsongs. (Artwork Moyka Backwards @MADE Records)

Norwegische elektronische Tanzmusik

Monika Engeseth – aka Moyka -steht n der Tradition norwegischer elektronischer Tanzmusik, wie wir sie von Royksopp, Robyn oder Aurora kennen. Die 23jährige veröffentlichte2019 Monika Engeseth ihre Debüt-EP Circles und brachte sich damit als vielversprechende Künstlerin ins Gespräch. Zu erwarten war das nicht, denn sie stammte Moyka nicht aus einer musikalischen Familie. Sie wuchs als eines von acht Geschwistern, Tochter einer Putzfrau und eines Lastwagenfahrers auf, aber siehatte immer den Wunsch Musikerin zu werden. Als sie sich in Bergen für ein Musikproduktionsstudium einschrieb, tauchte sie in den Synth -Welt, so dass wir uns heute an ihren verflochtenen Songstrukturen erfreuen können.

HAIM -I Know Alone

Foto: Reto Schmid

Die kalifornische Band HAIM, bestehend aus dem Schwestern-Trio Danielle, Este und Alana Heim, veröffentlichte gestern ihre neueste Single “I Know Alone” aus dem kommenden Album “Women In Music Pt. III.

“I Know Alone” spiegelt die Gefühle der Band, nachdem sie von einer längeren Tour nach Hause zurückkehrten und auf einmal ganz alleine waren: “been a couple days since I’ve been out” und “cause nights turn into days that turn to grey” . Diese Worte bekommen gerade jetzt eine ganz neue Bedeutung, in Zeiten von “social distancing” und Home office. Die Band selbst sagt dazu: ’I Know Alone” sollte eigentlich schon die ganze Zeit schon die nächste Single werden, aber gerade jetzt ist der Song noch viel passender um das widerzugeben, was gerade in der Welt passiert. Wir hoffen, dass der Song in der Lage ist, den Leuten Hoffnung zu geben”.

Das Album “Women In Music Pt. III” soll nun doch erst im Sommer veröffentlicht werden.

Philipp Rumsch Ensemble – µ: of anxiety x discernment

Foto: Jennifer Ressel

Mit Christoph Dahlberg, Martin Kohlstedt und nun Philipp Rumsch tut sich hier gerade eine kleine Reihe auf. Die verbindenden Elemente sind, dass die drei sich experimenteller Musik widmen und dass die Künstler im Osten Deutschlands ihr Zuhause haben. Offenbar eine inspirierende Gegend für anspruchsvolle Musik. Nun ja, Leipzig war auch die Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen sowie Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Ambient, Minimal Music und Avant-pop in einem orchestralen Gewand

Philipp Rumsch, geboren 1994, ist Komponist, Pianist und Sound Designer und lebt in Leipzig. Er studierte Jazzklavier, Komposition und Sound Design an der dortigen Felix- Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule für Musik und Theater und am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen. In seinen Solowerken nutzte Philipp Rumsch akustischer sowie elektronischer Tasteninstrumente und computerbasierter
Klangmodulation für teils komponierte, teils improvisierte Werke, die erst bei der Aufführung ihre Wirkung entfalten.

Mit der Idee, die Klangsprache von Ambient, Minimal Music und Avant-pop in ein orchestrales Format zu übertragen, gründete er 2015 das Philipp Rumsch Ensemble . Die zwölfköpfige Besetzung besteht aus Musiker*innen aus Leipzig, Berlin, Dresden und Weimar. Mit diesen Ensemble veröffentlichte er 2018 das Album reflections.

Thema Angst

Mit dem Album „μ: of anxiety x discernment“ widmen sich Philipp Rumsch und sein Ensemble programmatisch dem Thema Angst. Basierend auf Recherchen, Beobachtungen und selbstgeführten Interviews entwirft er ein multiperspektivisches Bild dieses Gefühlskomplexes. Dabei wird die individuelle Erfahrung
aufgelöst und stattdessen der Versuch unternommen, sich eine kollektive Wahrnehmung dieses
Phänomens zu erschließen.

(Artwork: Andi Rueckel)

Intensives Hörerlebnis


Für die Aufnahmen wurde das Ensemble um zahlreiche Gastmusiker*innen erweitertet. Die
Sessions fanden in den renommierten Jazzanova Recording Studios in Berlin statt. Um ein
außergewöhnliches, intensives Hörerlebnis zu erreichen, wurden mithilfe von speziellen
Kunstköpfen binaurale Aufnahmen angefertigt. Das Artwork entstand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Gestalter Andi Rueckel. Für das Mastering von μ: of anxiety x discernment zeigte sich Valgeir Sigurðsson (Kollaborationen mit Björk, Sigur Ros, Ben Frost, Nico Muhly, Hildur Guðnadóttir u.a.) verantwortlich.

Mehr Infos gibt es auf der schön gestalteten Webseite von Philipp Rumsch: https://www.philipprumsch.com/philipp-rumsch/music/

Ellas – Keys

„Warum immer Songs über dysfunktionale Beziehungen schreiben, wenn es viel mehr wichtige Geschichten gibt?“ fragt Ellas und gibt auch gleich die Antwort: “ Weil es immer ein Thema bleiben wird, das uns interessiert – und weil das Schreiben von Songs darüber immer noch als eine der besten Selbsttherapien gilt.“

Der Ellas-Track „Keys“ beschreibt diesen Kosmos als eine Ballade, so unauffällig wie persönlich, mit viel Hall, Meeresgeräuschen und Mellotron-Melancholie. Kurz: ein eindringliches Stimmungslied, ideal für die melancholischen Momente im Leben.

Die aus den schweizerischen Brugg stammende Band Ellas sind

Jorina Stamm: Vocals
Sarina Schmid: Keys, Synths, Backing Vocals
Marius Meier:  Bass, Backing Vocals
Lukas Kuprecht: Drums, Backing Vocals
Simon Boss: Guitar, Synths, Backing Vocals

Hinds – Just Like Kids (Miau)

Hinds Pressefoto: Keane Shaw

Eigentlich wollten die spanischen Rockerinnen von Hinds ihr drittes Album „The Prettiest Curse“ bereits im April veröffentlichen. Aufgrund der schlimmen Pandemiesituation in Spanien haben sie den Veröffentlichungstermin auf den 05.06.2020 verschoben und hoffen das Album live im September in Deutschland vorstellen zu können – falls bis dahin die Corona-Krise überwunden sein sollte. Derzeit sind die Termine wie folgt neu angesetzt worden:

07.09. Berlin – Lido
08.09. München – Backstage
10.09. Hamburg – Molotow

Gegen Mansplaining 

‚ Die attraktiven Girls aus Madrid as Madrid machen das beste, was sie tun können. Diese Empfehlung hätte von mir sein könne, sie versüssen uns die Wartezeit mit einem neuen Song und Video. Sie haben bestimmt einen prima Marketingmanager, der ihnen sagt, wo es lang geht, denn Frauen reagieren oft zu emotional, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.‘ Gegen genau diese Sprache und diese Aussagen und gegen solche Vorurteile gegen eine weiblich besetzte Band, um am Ende des Tages deren Erfolg dann doch Männern zuzuschreiben, haben Hinds einen sarkastisch-bissigen Kommentar in Songform kreiert. Der Sound von „Just Like Kids (Miau)“ ist genau wie die Lyrics ungezähmt und leidenschaftlich – zusammengenommen ergibt dies ein Zeugnis von vier starken weiblichen Charakteren, die sich durch nichts irritieren und von ihrem selbst gewählten Weg abbringen lassen. Hinds selbst äußern sich zur neuen Single wie folgt: „Miau is a cocktail of all the comments and ‚advice‘ we’ve had to listen to during all this years in the band.  From random strangers, ‚friends‘, and  industry.  Oh wait…the guy sitting next to you in the bus probably has an opinion too!  If you wondered how does it feel to be a girl in a band, here you go.“

Njomza – Bite

Photocredit: StillVika

NJOMZA wurde als Kind von Kosovo-Albanernin Deutschland geboren. Sie wuchs in Chicago auf. NJOMZA erlangte erste Bekanntheit, als der zu jung verstorbene Mac Miller († 7. 09. 2018) auf eines ihrer selbst hochgeladenen YouTube Cover aufmerksam wurde und sie prompt für sein Label REMember Music unter Vertrag nahm. Nachdem sie sich in Los Angeles niedergelassen hatte, folgte ein Gastauftritt in Mac Millers „The Divine Feminine“. Kurz darauf, im Jahr 2017 veröffentlichte NJOMZA ihre Debüt-EP” Sad For You” . Dann unterschrieb NJOMZA ihren Deal mit Motown Records und veröffentlicht ihre zweite EP „Vacation“. Zuletzt hat NJOMZA an Songs des GRAMMY-nominierten Albums thank u, next „ von von Ariana Grande mitgeschrieben. R&B und Soul liegen ihr also im Blut. Dies hört man deutlich aktuelle Single „Bite“. Momentan befindet sie sich im Studio und arbeitet an den Aufnahmen zu ihrem Debüt-Album, worauf wir gespannt sind.

When ‚Airy Met Fairy -Inside Your Lungs Superstar

Foto: Christian Wilmes

Das Duo When ‚Airy Met Fairy (WAMF) besteht aus der Isländerin Thorunn Egilsdottir und dem Luxemburger Mike Koster. Ihr 2018 erschienenes Debütalbum „Glow“ fand viel Beifall bei Kritikern wie Clash, Line of Best Fit, The 405, Louder Than War und God is in the TV.

Zweites Album kommt am 08.05. 2020

Die brandneue Single mit Video „Inside Your Lungs Superstar“ ist ein nächster Vorbote vom Album „Esprit de corps„, das am 08.05.2020 veröffentlicht wird. Thema des Songs und des Video ist die obsessive Verwendung Sozialer Medien. Einerseits führen Facebook und Co. zu einer wahnsinnig gesteigerten weltweiten Konnektivität, paradoxerweise führen die sozialen Medien andererseits vielfach zur gesellschaftlichen Isolation des Einzelnen.

Ungeplant hat das Thema in der aktuellen Situation eine andersartige Zuspitzung erfahren. Thorunn Egilsdottir von WAMF„Wir haben das Gefühl, dass die Coronavirus-Pandemie dem Track eine neue Bedeutung verliehen hat. Obwohl sich das Lied und das Video ursprünglich mit Selbstbezogenheit und sozialen Medien befassten, thematisieren sie jetzt die  Realität unseres neuen Lebensstils: Isolation und Sehnsucht nach Verbindung.

AWOLNATION – Pacific Coast Highway (In The Movies)

Artwork – AWOLNATION- Angel Miners & The Lightning Riders- Better Noise Music

Neues Album und ein Video zum Duett mit Rivers Cuomo von Weezer

Am Freitag erschien

das neue Album von AWOLNATION namens „Angel Miners & The Lightning Riders„. Das Album enthält den Hit „The Best„, der als siebter Song in der Bandgeschichte die Top 5 der US-amerikanischen Alternative Radio-Charts knacken konnte. Im März wurde ein Feature-Duett des Songs zusammen mit Alice Merton veröffentlicht. Das Album  kann mit weiteren prominenten Gastbeiträgen aufwarten: Alex Ebert von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros ist in “Mayday!! Fiesta Fever” zu hören, während Rivers Cuomo von Weezer seinen Beitrag zum Song „Pacific Coast Highway (In The Movies)“ leistet. Zu dieser Kollaboration ist nun ein liebevoll animiertes Zeichentrick-Video erschienen. 

Aaron Bruno. der Kopf von  AWOLNATION, äußert sich zu dem Resultat wie folgt: „Es zeigt das karikaturistische Leben am Strand von LA, buchstäblich als Zeichentrickfilm. Das Versprechen des Pacific Coast Highway ist eine glamouröse und schöne offene Straße, aber in Wirklichkeit ist es eher ein langsamer Stau. Es zeigt, wann Fantasie auf das wirkliche Leben trifft. „

THE SCREENSHOTS – DIE WELT GEHT NOCH NICHT UNTER

Foto: Matthias Ko

The Screenshots, die Band um die Twitter-Stars Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel, veröffentlichen heute mit „Die Welt geht noch nicht unter“ einen neuen Song. Und sie schreiben ein kleines Stück Popkultur-Geschichte, denn das Musikvideo ist das erste einer deutschen Band, das komplett in Fortnite gedreht wurde – und damit an Aktionen internationaler Stars wie Travis Scott anknüpft.

Woodkid – Goliath

Woodkid, bei dem Namen klingelt es doch sofort. Nein es ist kein Klingeln , sondern vielmehr der Sound eines apokalyptischen Schlagwerk-Trommelfeuers begleitet von Streichern, Hörnern und Trompeten. Es ist sieben Jahre her, dass der französische Musiker Yoann Lemoine alias Woodkid mit diesem pathetischen Soundmix auf seinem ersten Album „The Golden Age“ für Furore sorgte und kommerzielle Erfolge feierte (800.000 verkaufte Exemplare weltweit, Platinzertifikate in Frankreich und Deutschland, 200 Shows auf der ganzen Welt, 2 Grammy-Nominierungen und eine Auszeichnung der französischen Musikakademie, um nur einige zu nennen). In den vergangenen sieben Jahren war Lemoine nicht untätig, sondern war in verschiedenen kreativen Bereichen sehr aktiv. Er hat u.a. für Nicolas Ghesquière die Musk Louis Vuitton Works One produziert, zusammen mit dem französischen Künstler JR komponierte er “Les Bosquets” für das NYC Ballet, ebenfalls um Ballet ging es bei der Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui , Jonas Cuaron kollaborierte er, um den Original-Soundtrack von Desierto zu schreiben.

Nun kehrt Woodkid mit dem brandneuen Titel „Goliath“ zurück, mit dem er sein lang erwartetes zweites Album ankündigt. Und wieder ist viel Pathos im Spiel. Das episches Werk ist nach dem biblischen Riesen Goliath benannt, als ein Sinnbild für die herrschenden Machtverhältnisse, die aber nicht unüberwindbar sind.

Woodkid selbst über „Goliath“: „Ich glaube, es geht hier um meine gefährliche Faszination für Macht und Größe. Um die massiven Herausforderungen, denen ich mich in den letzten Jahren stellen musste, und um das wachsende Gefühl der Unsicherheit angesichts der Last der Dinge, die ich im Laufe der Zeit aufgebaut habe. Ich habe mein erstes Album produziert, mit dem Gedanken, ich wüsste alles. Mein neues Album habe ich mit der Erkenntnis geschaffen, dass ich sehr wenig weiß. Ich komponierte diese Platte als eine Akzeptanz meiner Zerbrechlichkeit, meiner falschen Entscheidungen, um Licht zu erreichen, als ein intimes Heilmittel, irgendwie. Hier bin ich, wahrscheinlich nicht so stark, wie ich vorgab zu sein. Vielleicht geht es hier um alle Formen von Gift, um die Umwelt, vielleicht geht es um die Geschwindigkeit der Information und die Wut der Musikindustrie, vielleicht geht es darum, wie ich versuche, dadurch meinen eigenen Frieden und meine eigene Zeitlosigkeit zu finden. Es geht definitiv um die individuelle und kollektive Verantwortung bei der Schaffung des Monströsen und darum, wie man es hoffentlich besiegen kann. Hier ist das erste Lied dieses Stückes. Es bezieht sich offensichtlich auf den Mythos von David und Goliath. Ich wünschte, es würde die derzeitige Situation in der Welt nicht so stark widerspiegeln.“