Neu & Gut: Ex:Re- Romance

Einer der erfolgreichsten Songs des Jahres 2013 kam von Daft Punk zusammen mit Pharrell Williams und hieß „Get Lucky“. Ähnlich wie das ebenfalls 2013 von Pharrell Williams gesungene „Happy“ verbreitete der Song ordentlich gute Laune. Soviel Glückseligkeit und Fröhlichkeit kann einem auch ganz schön auf den Keks gehen, dachten offensichtlich „Daughter“ und brachten kurz nach Daft Punk eine wesentlich dunklere Coverversion von Get Lucky heraus.

Elena Tonra, die Sängerin von Daughter, kündigte Ende November mit der Single „Romance“ ein Album als Solokünstlerin an. Sie gibt sich dabei den Künstlernamen ex:re und betitelt so auch ihr Werk. Es geht also um Ex-Relationship, also um eine vergangene Beziehung.

„Romance is dead and done“ singt sie in diesem“wahrscheinlich traurigsten Dance-Track“ des Jahres (laut.de). Dabei können wir ihr zu einem unaufdringlichen Beat in das rote Licht eines Clubs folgen.

Damit findet die ohnehin sehr melancholisch angehaucht Dezember Playlist ihren würdigen Abschluss. Es sollte mich wundern, wenn es Silvester noch eine gute Neuveröffentlichung geben sollte.

Lieblingsstück : Haim -Right Now

Haim, das sind die den Schwestern Danielle, Alana und Este Haim. Man kann sie als Rock-Pop-Band bezeichnen oder in die Schubladen Synthie-Indie-Pop oder Alternative Country stecken. Wer, so wie ich, die Eagels mochte, der mag auch Haim. Bei der BBC-Prognose Sound of 2013 wurde ihnen zutreffend der Durchbruch für das folgende Jahr vorhergesagt. Am 30. September veröffentlichten sie  ihr erstes äußerst erfolgreiches Album „Days Are Gone“ mit dem Überhit „The Wire“ der auch etwas an
Heartache Tonight von den Eagels erinnert.

Mein Lieblingsstück stammt aus dem nicht minder erfolgreichen zweiten Album „Something To Tell You“ aus dem Jahr 2017. „Right Now„. Das Video dazu ist faszinierend, denn…

es zeigt Haim live im Studio bei der Aufnahme des Songs. Es wurde prominent von Regisseur Paul Thomas Anderson („The Master“, „There Will Be Blood“, „Magnolia“) gedreht. 

Twin Shadow – Broken Horses, Saturdays

Es ist nicht einfach, in der letzten Woche des Jahres noch etwas für die Rubrik neu & gut zu finden. Stattdessen hätte ich noch so viele Lieblingsstücke, über die ich noch berichten könnte, etwa von den musizierenden Schwestern Haim. Da trifft es sich gut, dass uns Twin Shadow mit seiner brandneuen EP „Broken Horses“ eine kleine Überraschung nach Weihnachten beschert. Schöner, an die 80’Jahre erinnernder Synth-Pop. Die Steeldrums erzeugen einen fröhlichen Rhythmus in dieser dunklen Jahres Zeit.

Twin Shadow (bürgerlich: George Lewis Jr., * 1983 in der Dominikanischen Republik) ist ein US-amerikanischer Synthie-Pop-Musiker.Das letzte Album von Twin Shadow (VÖ  27. April 2018) war Caer. Im Oktober kündigte Twin Shadow an, dass er eine Reihe von Tracks veröffentlichen werde,  die es nicht auf das Album geschafft haben. Den Anfang machte das auch hörenswerte „Hollow Days“ . Nun gibt es nur zwei Monate nach der Veröffentlichung von „Hollow Days“ mit der EP „Broken Horses“ einen weiteren Shadow-Release. 

Das Album Caer ist auch meine Verbindung zu Haim. Haim ist eine amerikanische Pop-Rock-Band bestehend aus den Schwestern Danielle, Alana und Este Haim. Wie Twin Shadow lieben auch Haim die Synthie-Pop-Hymnen der späten 1980er und frühen 90er Jahre. So kam es, dass er „Ready for You“ aus dem letztjährigen sehr erfolgreich Haim-Album „Something to Tell You“ für die Schwestern komponiert hat. Haim revanchierten sich, indem sie bei „Saturdays“, der Single aus dem Twin Shadow-Album „Caer“, mitwirkten und diese durch ihren Gesang in der letzten Strophe aufwerteten. Also Video ganz bis zum Ende ansehen oder bis zu Minute 2:37 „vorspulen“, wie wir in den 80′ gesagt haben.

Lieblingsstück: Arcade Fire-Everything Now

Die Erfolgsgeschichte von Arcade Fire begann, als Bandgründer, Mastermind, Sänger und Gitarrist Win Butler 2002 in Montreal auf die Multi-Instrumentalistin Régine Chassagne traf, die später auch seine Frau wurde. Er stammt aus Texas. Ihre  familiäre Wurzeln liegen auf Haiti. Ihre Eltern flohen in den 60er Jahren vor dem Regime von Diktator Duvalier über Chicago nach Montreal, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Québec. 

Zusammen legten sie Win Buttlers bis dahin erfolgloses Bandprojekt Arcade Fire neu auf, indem sie neue Mitspieler suchten. Das Kollektiv wuchs für Live -Auftritte auf bis zu sieben Musiker einschließlich einer Violinistin und eines Violinisten an, um für die nötige Klangfülle zu sorgen. Seit ihrem Debüt-Album „Funeral“ im Jahr 2004 hat die Band inzwischen 5 Alben veröffentlicht. Man kann die Musik dem Indie-Rock zuordnen. Bei einzelnen Songs stehen aber auch für diese Genres eigentlich eher unübliche Instrumente wie Kirchenorgel, Akkordeon oder Bläser im Vordergrund. Prägend ist der Gesang von Win Butler, der oftmals durch Backgroundchöre oder die Stimme von Régine Chassagne ergänzt wird. 

Mein Lieblingsstück, die Titel-Single aus dem Album „Everything Now„, kam nach dem Release 2017 im Arcade Fire-Fanlager nicht so gut an (LAUT.DE: Catchy Plattitüden am laufenden Band)

Der von  Thomas Bangalter (Daft Punk) produzierte Song klingt  in der Tat mit der eingängigen Klaviermelodie wie einst ABBAs Dancingqueen. Auch das Flöten-Sample am Schluss bleibt im Ohr (hier das Original, aus dem das Sample stammt https://soundcloud.com/meditations/francis-bebey-bissau.) Aber was ist dagegen einzuwenden, wenn man einen Song im Auto bei voll aufgedrehter Anlage laut Mitsingen kann. Viel Spaß dabei.

„A girl’s best friend is equal pay“ – Miley Cyrus gibt „Santa Baby“ ein feministisches Update

„A girl’s best friend is equal pay“ – Miley Cyrus gibt „Santa Baby“ ein feministisches Update

„A girl’s best friend is equal pay“ – Miley Cyrus gibt „Santa Baby“ ein feministisches Update


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Editors: Smokers Outside the Hospital Doors

Das Jahr 2005 war das Jahr der Indie-Gitarenbands wie Franz Ferdinand,  Maximo Park, Bloc Party und Kaiser Chiefs. So machte sich das englische Indie-Label Kitchenware Records auf die Suche nach vergleichbaren Nachwuchs und wurden bei Tom Smith und seinen Studienkollegen Chris Urbanowicz, Russell Leetch, Geraint Owen und Ed Lay fündig, die ihr Musikstudium der Staffordshire University gerade beendet und unter diversen Bandnamen während des Studiums gemeinsam musiziert hatten.

Am 25. Juli 2005 veröffentlichten sie unter ihrem jetzigen Namen Editors ihr erstes Album „The Back Room„, welches auf Anhieb sehr erfolgreich war. Bis 2018 erschienen inzwischen 6 Alben. Der Sound der Editors hat sich ab dem dritten Album  „In This Light And On This Evening“ gewandelt ( sonst wären sie auch schon weg vom Fenster). Anstelle von Gitarren dominieren immer mehr Synthesiser. Zum Wandel hat weiter beigetragen, dass  Gitarrist Chris Urbanowicz  2015 ausgestiegen ist und durch zwei neue Mitglieder Justin Lockey (Gitarre) und Elliott Williams (Keys) ersetzt wurde, die sich perfekt in die Band einfügten.

Markenzeichen der Band ist die eher düstere Stimmung, zu der perfekt der Bariton von Tom Smith passt. Mein Lieblingsstück stammt aus den zweiten Album „An End Has A Start“ aus dem Jahr 2007. Der Sterbende im Krankenhaus ist verzweifelt, weil er keine Chance zum Neuanfang hat. Das Traurigste, was er je gesehen hat, sind die Raucher vor der Tür. (Weil diese ihre Chancen in Rauch aufgehen lassen?)

Smokers Outside the Hospital Doors

Laura Marling – Rambling Man

Laura Marlin war 2006, mit 16 Jahren , eine Mitbegründerin der Folkrock-Formation Noah And The Whale. Dort spielte sie verschiedene Instrumente und wer als Sängerin tätig. Schon 2007, kurz vor Erscheinen des Debüt-Albums „Peaceful The World Lays Me Down„, verließ sie die Band, weil ihre Liason mit dem Leadsänger Charlie Fink beendet war. Auf dem Album hört man sie in den Song „5 Years Time“ als Backgroundsängerin.

Laura Marling ist bestrebt, ihre künstlerische Tätigkeit soviel wie möglich selbst zu gestalten. Sie is Multi-Instrumentalistin. Schreibt ihre poetischen Texte selbst. Seit 2008 hat sie 6 Alben bisher produziert, die jeweils eine musikalische Weiterentwicklung zeigten.

Mein Lieblingssong „Rambling Man“ stammt aus dem 2010 erschienenen Album „I Speak Because I Can“ und erinnert im besten Sinne an Bob Dylan.