Japanese Breakfast – Posing In Bondage

In der Rubrik neu & gut geht es diesmal  ausschließlich um  Songs aus Frauenhand, die just am  heutigen Freitag erschienen sind. Nicht etwa, weil heute Weltfrauentag wäre oder sowas, sondern weil heute zufällig mehrere  starke Neuerscheinungen von Sängerinnen auf dem Redaktionstisch gelandet sind.

Jetzt mogel ich ein wenig, weil der Song aus der letzten Woche stammt. Er ist aber saustark und soll nicht unerwähnt bleiben. Japanese Breakfast, das musikalische Projekt der vielseitig beschäftigten Michelle Zauner, veröffentlichte -wie gesagt schon letzten Freitag- mit “Posing In Bondage” einen weiteren Vorgeschmack auf ihr neues Album “Jubilee” (VÖ: 04.06. ) – für das zugehörige Musikvideo führte Zauner selbst Regie. Als Ballade über Einsamkeit und Sehnsucht erzählt “Posing In Bondage” von zwei Menschen, die trotz aller Mühe und Willen es nicht schaffen, eine Verbindung zueinander aufzubauen. “No place felt lonelier than an empty grocery at 1 AM“ erzählt Zauner. „The video is actually an epilogue to the one that will accompany our next single, here presented out of order.”

Bae.con -Wouldn’t Know

In der Rubrik neu & gut geht es diesmal  ausschließlich um  Songs aus Frauenhand, die just am  heutigen Freitag erschienen sind. Nicht etwa, weil heute Weltfrauentag wäre oder sowas, sondern weil heute zufällig mehrere  starke Neuerscheinungen von Sängerinnen auf dem Redaktionstisch gelandet sind.

“Why you wanna act like you know me? I don’t even know myself,” singt die Berliner Künstlerin Bae.con im Refrain ihrer neue Single “Wouldn’t Know”. Sie wehrt sich gegen voreilige Urteile, die sie durch ihr unverwechselbares Auftreten provoziert. Der stechend scharfe Sound, der sich aus Trap-, Pop- und Alternative-Elementen zusammensetzt, ist ein bedrohlich wirkender Mix aus depressiver Melancholie und eiskalter Coolness. 

Alex Mayr – EINGANG

In der Rubrik neu & gut geht es diesmal  ausschließlich um  Songs aus Frauenhand, die just am  heutigen Freitag erschienen sind. Nicht etwa, weil heute Weltfrauentag wäre oder sowas, sondern weil heute zufällig mehrere  starke Neuerscheinungen von Sängerinnen auf dem Redaktionstisch gelandet sind.

Alex Mayr (Foto: Sarah Ungan) könnte man  aus dem Fernsehen kennen durch einen Auftritt bei Ina’s Nacht kennen. Dort hat sie im bewährten Team mit ihrem Lebens- und musikalischen  Weggefährten Konrad Henkelüdeke (Schlagzeug) ihren Song Deine Schuhe dargeboten. Einmal gehört, hat man die Melodie tagelang im Ohr. Bis zu solchen Fernsehauftritten und Airplays z. B. bei FluxFM  war es ein langer Weg, auf dem sie ihre musikalische Qualitäten trainiert hat. In einer musikbegabten Familie in Bremen aufgewachsen, lernt sie mit sieben Jahren Geige spielen, bringt sich selbst Klavier und Gitarre bei, entwickelt ein Talent zum Songwriting und studiert an der Popakademie Mannheim.

Nach dem Studium folgen Auftritte nur  zu zweit (Konrad Henkelüdeke: Schlagzeug, Percussion, Ableton; Alex Mayr: Gesang, Keys, E-Gitarre, Synths). Zudem wirkt Alex mit Gesang und Klavier an Platten von Casper, Dagobert und Get Well Soon mit und tourt mit Get Well Soon mehrfach durch Europa. Konstantin Gropper von Get Well Soon wird Co-Produzent des Debütalbums „Wann fangen wir an?“ mit cineastische Arrangements und eine breite Palette an Emotionen und Themen.

Mit der neuen Single „EINGANG“ und einem phantastischen Tanzvideo kündigt Alex Mayr ihr im Sommer erscheinenden Album „PARK„.

Novaa – This Ain’t Your Home

In der Rubrik neu & gut geht es diesmal  ausschließlich um  Songs aus Frauenhand, die just am  heutigen Freitag erschienen sind. Nicht etwa, weil heute Weltfrauentag wäre oder sowas, sondern weil heute zufällig mehrere  starke Neuerscheinungen von Sängerinnen auf dem Redaktionstisch gelandet sind.

Die Karriere der 24-jährigen Berliner Pop Singer-Songwriterin und Produzentin Novaa (Foto: Lukas Drude) ist auf dem Vormarsch Dies zeigen  ihr aktuelles Album „The Futurist (2020) und ihr selbstbetiteltes Debüt (2019).

Bei ihrer neuen Single „This Ain’t Your Home“ verschmelzen  zarte, elektronische Sounds mit ihrem  eindringlichen, ruhigen Gesang.  Novaa beschreibt den schrecklichen Hintergrund  ihres Songs detailliert: „This Ain’t Your Home entstand, als mir bewusst wurde, dass ich sexuell missbraucht worden war. Es ist bizarr, dass man den Missbrauch, der einem angetan wurde, oft erst dann realisiert, wenn man von einer Person eben nicht missbräuchlich behandelt wird. In unserer Gesellschaft gibt es eine Menge Ungleichheiten, eine Menge Ungerechtigkeiten, eine davon ist Sexismus.”

Eloise – Intertwined

In der Rubrik neu & gut geht es diesmal  ausschließlich um  Songs aus Frauenhand, die just am  heutigen Freitag erschienen sind. Nicht etwa, weil heute Weltfrauentag wäre oder sowas, sondern weil zufällig heute mehrere  starke Neuerscheinungen von Sängerinnen auf dem Redaktionstisch gelandet sind.

Die 21 jährige Londoner Künstlerin Eloise legte 2019 mit „This Thing Called Living“ ihre erste EP vor: Locker-ausgelassener Akustik-Soul mit einem Hauch von Jazz, einer bezaubernden Stimme und viel Gefühl. Heute stellt Eloise „Intertwined“ vor. Begleitet von einem sanften verträumten Gitarrenriff besingt Eloise  erloschene Liebe: „our time’s been and gone, but my heart won’t move on from you“. In Eloises eigenen Worten: „‚Intertwined‘ ist ein Liebesbrief an diejenige, die weg ist. Es geht darum, über all die Dinge nachzudenken, die man hätte tun oder nicht tun oder sagen sollen… und ein unangemessenes Maß an Glauben daran zu haben, dass alles noch gut wird.“ (Foto links: Charlotte Patmore , Foto oben: Mia King)

Tim Schou – Mad Love

Ein richtig schöner Pop Song kommt von unseren nördlichen Nachbarn, aus Dänemark. Tim Schou (Fotos: Bjarne Hyldgaard) lebt, jetzt wieder, in Kopenhagen. Den Ohrwurm ” hat er zusammen mit der englischen Sängerin und Songschreiberin Ella Henderson komponiert und mit der der dänischen Sängerin SOWFY im Duett eingesungen. Im Video ist das dänische Model Saba Lykke Oehlenschlæger zu sehen.

7 Jahre als reisender Sänger, Vagabund, Couchsurfer und Songwriter münden in dem Debütalbum „HERO/LOSER“

Der Song stammt aus Tims  Debüt-Album Hero/Loser. Zu dem Album gibt es eine Entstehungsgeschichte. Tim erzählt: „2014 verkaufte ich meine Wohnung in Kopenhagen und zog in die Welt hinaus, um alles in meinen Traum zu investieren, von meiner Musik leben zu können, in der Hoffnung, mir eines Tages wieder meine eigene Wohnung kaufen zu können, dann aber zu 100 % finanziert durch meine eigene Musik. Das war der Traum. Das war das Ziel. In den letzten 7 Jahren habe ich die Nächte auf so ziemlich jedem Untergrund verbracht, von einem Fußboden in einem Einkaufszentrum bis zu einer kalten Bank in Chicago – und nicht zuletzt auf verdammt vielen Sofas in euren Wohnungen.

Alles mit dem Ziel, meine eigene Musik zu erschaffen, zu schreiben und aufzunehmen, die eines Tages veröffentlicht und obendrein gut genug sein würde, um daraus eine professionelle Musikkarriere zu formen. Jetzt spulen wir ins Jahr 2021 vor. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in meiner neuen kleinen Wohnung in Kopenhagen. und bezahlt von meinem eigenen Geld, angespart über die letzten 7 Jahre als Couchsurfer, auftretender Musiker und Songwriter. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, an einem Ort zu bleiben und dort glücklich zu sein, während meine Kreativität weiter sprießt und gedeiht. Ihr alle habt mir geholfen, an diesen Punkt zu kommen und ich will einfach nur ‚Danke’ sagen! An alle, die das Gefühl haben, Teil meiner Reise gewesen zu sein: Danke für eure Geduld, danke für euren Support und danke für die Liebe entlang des Weges.“ 

AEIOU – Boomer

AEIOU, die Synthie Pop Band aus Bern verbringt den Lockdown im Studio und released mit „Boomer“ nach „Trigger“ bereits die zweite  Single in dieser speziellen Zeit. „Boomer“ ist ein tanzbarer Synth-Pop-Song, inspiriert vom „Ok Boomer“-Meme. Eine 80er-Synth-Melodie, ein tanzender Afro-Beat, ein  schreiender Babychor. „Boomer“ kommt lieblich daher, ist aber eine  Kritik am Lebensstil der Baby-Boomer-Generation. Der Song hält der  Generation mit ihren Einfamilienhäusern und den perfekt geschnittenen  
Hecken den Spiegel vor. 

ELEPHANTS ON TAPE – ELECTRONS

Aus Leipzig kommt die Indietronica/Dreampop-Band ELEPHANTS ON TAPE. Am 23.04. 2021 erwarten wir ihr zweites Album “Every Structure’s Dislocated« der Sound-Architekt*innen, die sich mit einfachen Songstrukturen nicht zufrieden geben. Ihre Tracks entwickeln sich immer zu komplexen Gebilden, die einerseits sehr technisch daherkommen, aber andererseits voller tiefer Emotionen stecken. Als zweiter Vorbote auf das Album erschien jüngst die zweite Single ELECTRONS. 

Das zweite Elephants On Tape Album Every Structure´s Dislocated kommt am 23.04.

Electrons“,so die Band-Info zu der neuen Single, “findet Parallelen zwischen dem physikalischen Phänomen der Magnetisierung und zwischenmenschlicher Anziehung. Der Text beschreibt eine plötzliche Veränderung der eigenen Realität, ausgelöst durch eine andere Person. Electrons spiegelt den Zeitgeist der digitalen Müdigkeit wider, gekleidet in Synthie-Muster und unprätentiöse Indie-Gitarren.” 

Dazu gibt es seit heute (12.04.) ein großartiges Musikvideo, das den Schauspieler Hagen Ritschel inmitten von Exponaten der letzten digitalen Jahrzehnte im Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda zwischen Realität und Wahnsinn taumeln lässt. 

Das zweite Elephants On Tape Album Every Structure´s Dislocated kommt am 23.04. digital und auf Vinyl beim bandeigenen Label Schatulle Bömm und als limitierte Tape-Edition über ALLMYGHOSTS

Beholder – Disaster Movies

Schweizer Musikerin Daniela Weinmann steht hinter dem Electronica/Art Pop-Projekt Odd Beholder. In ihren Werken setzt setzt sich Weimann grundlegenden Themen von gesellschaftspolitischer Relevanz auseinander. Odd Beholders Debütalbum „All Reality Is Virtual“ drehte sich um die Digitalisierung. Mit  ihrem nun anstehenden  Zweitling „Sunny Bay“ beschäftigt sie sich  mit der Natur bzw. mit den romantischen Vorstellungen und der existenziellen Angst, die die Natur in uns auslöst. Die erste Single „Disaster Movies“  aus dem kommenden Album ist Weinmanns künstlerische Weiterführung ihres politischen Aktivismuses. Seit ihrem Debütalbum hat sie den Schweizer Ableger der internationalen Klimaschutz-Organisation „Music Declares Emergency“ mitbegründet. 

Weinmann über „Disaster Movies“: „Zwei Protagonist*innen erinnern sich an ihre pubertäre Nonchalance und daran, wie sie hofften, dass diese verdammte Kleinstadt endlich niederbrennen würde – während sie am  Schauplatz einer realen Katastrophe stehen. Jetzt, wo eine monströse Flut die ganze Stadt     verschluckt hat, fühlen sie keinen Funken Häme.Sie     ankern mit ihrem Boot vor den Ruinen des Stadthauses, als ob sie sich an ein System zu erinnern versuchten, das so gut zu funktionieren schien, bis es versagte. Es kommt ihnen plötzlich so vor, als fänden sie mitten in einem jener Apokalypse filmen wieder, die sie früher so oft geschaut hatten. Allerdings fühlt nichts daran sich heroisch an. Es ist öde und unpraktisch – und ziemlich beängstigend.

Kafka Kaya -As We Were Silent in the Dark (EP)

Kafka Kaya sind  Schweizer, die es nach Berlin verschlagen hat. Sie beschreiben sich in ihrer elektronischen Pressemappe so: leicht größenwahnsinnig und chronisch unterfinanziert, weswegen wir nicht nur unsere Musik, sondern auch alles darum herum selber machen – Musikvideos, Artworks, Promotion – mit tatkräftiger Unterstützung eines unbeirrbaren Freundeskreises.  Das hört sich sich erstmal sehr unabhängig und sehr sympatisch an. Ankommen muss dann allerdings die Musik … und die die überzeugt mit abwechslungsreichen elektronischen Klängen, pochendem Schlagzeug, verstärkenden Basslines und durchaus tanzbaren Rhythmen. Dazu werden in bester Singer/Songwriter Manier Geschichten erzählt. Der Falsettgesang erinnert vielleicht an Bon Iver. So kann man die fünf Tracks der brandneuen EP “As We Were Silent in the Dark” ohne weiteres in einer Reihe mit Songs von Bon Iver, Alt-J, Jamie XX oder Interpol abspielen.

Anpieltipp: Kyrie Eleison