Auf die Ohren – Playlists

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Indie Love

Öffentlich-rechtliche und private Radiostationen unterscheiden sich in ihrer Musikauswahl so gut wie gar nicht. In der Rotation wiederholen sich nur Hits der Majorlabels. Hier kannst du andere Musik von Alternative-Rock bis Indie-Pop genießen. „Indie Love

Ohrwurm

Abseits des Mainstreams gibt sehr viel gute deutsch gesungene Musik. Viel Vergnügen mit “Ohrwurm”. Hier gibt es ständig aktuelle Musik von Deutsch-Pop bis zu deutschem Hip-Hop.

Bassline

Gib mir Bass. Bass schont den Gehörgang, den er wird mit dem ganzen Körper gehört. „Bassline“ bietet alles von Electronia bis R&B. Haptsache der Bass groovt.

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Alessia Cara & The Warning – Enter Sandman

The Warning ist ein Schwesterntrio aus Monterrey, Mexiko bestehend aus Daniela „Dany“ (Gitarre, Leadgesang, Klavier), Paulina „Pau“ (Schlagzeug, Gesang, Klavier) und Alejandra „Ale“ Villarreal (Bass, Klavier, Hintergrundgesang). Kennzeichen: atemberaubende Riffs, unvorhersehbare Rhythmen, Beats in Stadiongröße und steiler Gesang, unverkennbar Hardrock erster Güte. Für ihre Interpretation von Metallicas “Enter Sandman” haben sich die Hardrock-Schwestern mit Alessia Cara, die sonst im R´n´B und Pop zuhause ist, zusammengetan. Das Ergebnis ist ein interessantes Crossover. Der Song ist auf dem Album „The Metallica Blacklist“ vertreten, der Neuauflage zum 30-jährigen Jubiläum von Metallicas legendärem, selbstbenanntem fünften Album, auch bekannt als „The Black Album“. 

(Beitragsbild: Chino Zenteno)

Alice Merton – Hero

Seit heute ist Alice Merton wieder mit einer neuen Single am Start. Mit der  von Jonny Coffer (Beyoncé, Ellie Goulding, Panic! at the Disco, Rag‘n’Bone man)  produzierten Single beweist die deutsch-irische Sängerin ihre musikalische Wandlungsfähigkeit. Wie schon die Vorgänger-Single „Vertigo“ beinhaltet „Hero“ das Versprechen, dass das erwartete nächste Album keine Kopie des Erfolgs-Debüt „MINT“ sein wird.

„Hero“ beginnt mit einer eingängigen und unkonventionellen Melodie und den Zeilen: „Sometimes I wish I was the hero of your story. I would save you from yourself”  Alice sagt: “Alles, was ich letztes Jahr empfunden habe, wird in diesen zwei Sätzen zusammengefasst. Es geht dabei um das Dilemma etwas so sehr zu wollen, aber einfach nicht mehr die Kraft aufbringen zu können, dafür zu kämpfen. Es handelt von der skurrilen Situation jemandes ein und alles sein zu wollen, sich jedoch gleichermaßen wünscht dieselbe Person würde einem gar nichts bedeuten.“ 

(Alle Fotos: Tobi Holzweiler)

BUBE -Easy Touch

In Zeiten von Musik-Streaming kann sich kaum noch jemand daran erinnern, dass man mal CDs selbst gebrannt hat, um die Musik in seiner Sammlung zu haben, die man heiß geliebt hat. Nur irgendwo mussten die Files herkommen, die man auf den Silberling gezogen hat. CD vom Freund kopieren oder Filesharing war alles illegal. Das so ein (längst verjährter) Rechtsbruch trotzdem auch der Keim für was Grandiose sein kann, zeigen uns aktuell die Brüder Julian und Mathis Rathke aka Jay Q und Mat Q. Die beiden entdeckten für sich im zarten Kindesalter Soul, Funk und Blues. Auf ihren selbst gebrannten CDs fand man Musik von von Tower of Power, Stevie Wonder und John Mayer. So geprägt, führte ihr Weg schnurstracks ans Music College in Leipzig. Dort trafen die beiden Soulbrüder auf Gleichgesinnte, nämlich Tjark Schönball und Niklas alias TJ und Joe und fertig war das Line Up für BUBE.

BUBE haben gerade heute ihre zweite Single: Easy Touch raus gebracht. Es ist richtig schöner Discofunk. Der Song hat mit knapp sechseinhalb Minuten Überlänge, was einem wahnsinnig funky Outro geschuldet ist. Wenn ihr das coole Video eimal eingeschaltet habt, werdet ihr sowieso bis zum Schluss dran bleiben, es lohnt sich. Die Jungs vergleichen ihrem Retro-Pop selbst mit den Parcels oder Rikas und das zurecht. Der Weg nach oben ist damit vorgezeichnet.

MUNA – Silk Chiffon feat. Phoebe Bridgers

Phoebe Bridgers ist für mich eine der großartigsten jungen Musikerinnen im derzeitigen Indie- Rock -Geschäft. Angefangen bei ihrem melancholischen Debütalbum „Strangers in the Alps“ und der Abrechnung mit Ryan Adams im Song „Motion Sickness“, über die Zusammenarbeit mit Julien Baker und Lucy Dacus als weibliche Supergroup „boygenius“ und die geniale Kollaboration mit Conor Oberst als „Better Oblivion Community Center“ bis zum schwarzhumorigen Langspieler „Punischer„, alles, was sie anpackt, ist einfach genial. Jetzt hat Phoebe Bridgers ihr eigenes Plattenlabel „Saddest Factory Records“ gegründet.

Dort hat nun das Trio MUNA aus Los Angeles unterschrieben . Bei der Single “Silk Chiffon” wird MUNA von der Label-Chefin persönlich unterstützt. MUNAs Pop-Hooks und Bridgers‘ Rockgitarrenriffs ergeben eine eingängige, queere Indie-Pop-Hymne. Produzentin und Gitarristin der Band Naomi McPherson erklärt dabei, dass “Silk Chiffon” “a song for kids to have their first gay kiss to” sei.

Im Doppelpack: Die Freunde Simon Frontzek und Rudi Maier produzieren gegenseitig ihre neuen Alben und veröffentlichen gleichzeitig

Burkini Beach – Best Western/ Sir Simon – Repeat Until Funny

Der Urlaub ist nun vorbei. Die Hoffnung,im Urlaub mehr Zeit um Schreiben im Blog zu finden, hat sich nicht erfüllt. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen gibt es einiges nachzuholen. So wurde am 27.08.2021 bei Thees Uhlmanns Label Grand Hotel van Cleef zur gleichen Zeit die Alben Best Western von Burkini Beach und Repeat Until Funny von Sir Simon veröffentlicht. Und das nicht ohne Gründe.

Die beiden Musiker, Songwriter und Produzenten Simon Frontzek (aka Sir Simon) und Rudi Maier (Burkini Beach) haben gemeinsam das letzte Thees Uhlmann Album „Junkies und Scientologen“ co-produzierten und mitgeschrieben. Die beide sind auch Mitglieder in Uhlmanns Liveband. Darüber hinaus gibt es vom Humor bis zur Kreativität jede Menge Gemeinsamkeiten. So beschlossen beide Musikerfreunde, gegenseitig ihre Soloalben zu produzieren. Das Ergebnis sind zwei wundervolle, behutsame Indie-Rock-Platten die so gar nicht deutsch klingen. Vielmehr fühlt man sich an Musiker*innen aus den USA oder Kanada erinnert.

Burkini Beach – Best Western

Mein absoluter Lieblingssong auf “ Best Western “ ist „Crying At The Soundcheck“. Er beschreibt mit drastischen Woten die Leiden des Musikers während des Tourlebens. Im Kontrast zum negativen Text klingt die Gitarrenmelodie herlich nach cruisen auf einer amerikanischen Küstenstraße. Der Gesang könnte von Conor Oberst mit Phoebe Bridgers oder gar Lindsey Bucckigham mit Stevie Nicks kommen. Die zweite Stimme neben Rudi Maier stammt von der wunderbaren schwedischen Sängerin Emma Elisabeth. Überhaupt klingt das ganze Album wie eine fette Produktion aus einem Monsterstudio in L.A. und nicht nach einem Kreuzberger Hinterhofstudio.

Sir Simon – Repeat Until Funny

Auch bei Sir Simons Album möchte ich gleich auf einen meiner Lieblingstracks hinweisen. Der Song „A Little Less Bored“ macht gleich zu Beginn deutlich, wo der Hase lang läuft. Es erwartet uns bester Indie Pop/Rock mit weiten offenen Melodien. Die Song sind teils sehr flott, zum Teil aber auch durchaus romantisch arrangiert. Als Beispiel für das letztere mag mein weiteres Highlight „Say No“ gelten. Zusammen mit der zweiten Stimme von Maria Taylor schafft Sir Simons Gesang den perfekten  Death Cab For Cutie-Einschlag.

Gemeinsamer Song

Ein Beleg für die Freundschaft der beiden Künstler und die gemeinsame Arbeit ist der gemeinsame Song „Not Coming Home“, der sich jeweils als letzter auf beiden Platten befindet. Der Harmoniegesang von Rudi Maier und Simon Frontzek zu Akustikgitarren fügt sich wunderbar in die jeweiligen Werke ein.

Resi Reiner – Ich will nach Italien

Der Urlaub ist nun vorbei. Die Hoffnung,im Urlaub mehr Zeit zum Schreiben im Blog zu finden, hat sich nicht erfüllt. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen gibt es vieles nach zuholen.

Apropos Urlaub. Regelmäßig wird die Urlaubszeit von einem Sommerhit begleitet. Im Mainstream ist der große Sommerhit in diesem Jahr ausgeblieben. Die schafft Platz für einen kleinen Sommerhit aus dem Indie-Bereich. Diesen liefert uns uns Resi Reiner aus Österreich mit Hilfe der Musiker ( und Journalisten) Robert Treichler und Gunther Müller (The Mauvais Garçons). Für ihr Sehnsuchtslied „Ich will nach Italien“ bedient sie sich des Genres Indie-Schlager und das kam nach ihren Worten so:

“Gunther Müller, Robert Treichler und ich sind herumgesessen und haben dann irgendwie einfach ein Lied gemacht. Also jetzt nicht so an einem Abend. Wir haben herumprobiert und über alles mögliche gesprochen, dann über Italien und darüber wie toll Schlager sein kann”.

Florian Sievers, bekannt unter dem Künstlernamen Das Paradies, arrangierte “Ich will nach Italien” mit minimalistischer Leichtigkeit.

Luis Ake – Blumen

Der Urlaub ist nun vorbei. Die Hoffnung,im Urlaub mehr Zeit zum Schreiben im Blog zu finden, hat sich nicht erfüllt. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen gibt es vieles nach zuholen.

Eine sehr lyrischer Song kam von Luis Ake aus Stuttgart (Fotos: Alex Theis). Seine neue Single „Blumen“ hat er schon am 20.08. veröffentlicht. Ake, der mit großen Pathos der deutschsprachigen Popmusik das Gefühl  für das Dandytum à la Oscar Wilde spendet, sagt zu seinem  Song:

In diesem Lied gehts um Liebe im Sinnbild der Blume. Die Blumen blühen auch im Winter d. h. die Liebe ist auch in schwierigen Zeiten da solange man ihre fragile Natur zu pflegen weiß. Leider muss Luis Ake dann fort, lässt seiner großen Liebe aber seine Lieblingsblume da, um sie daran zu erinnern. Ich freue mich sehr, dass meine Mutter diesen wunderschönen Sprechpart übernommen hat. Innerhalb der Logik des Albums ist das Reich der Blumen ein Ort an dem sich die Leute verlieben um anschließend als weiße Taube verwandelt ins Glück zu fliegen. Das Reich der Blumen gleicht einem gut gepflegtem Stadtpark einer reichen Kleinstadt. Das Cover wurde in Begleitung einer weißen Taube im Stadtpark Baden-Badens fotografiert. Die Taube wurde anschließend freigelassen.


ARIONCE – Conversation

Man kann Arionce aus Berlin noch als Insidertipp bezeichnen, obwohl die Band 2018 schon zwei Achtungserfolge mit ihren EPs „Warrior“ und „Deep Ocean Grey“ verzeichnen konnte und als Support Ten Fé (UK), Milburn (UK), The Lemon Twigs (US), Palace (UK) und The Holy (FIN) unterwegs war. Mit ihrem ihrem Debütalbum, das im Frühjahr 2022 erscheinen soll, konnte sie das nächste große Ding werden. Dies deutet schon ihre neuen Single „Conversation“ an. Es geht in dem Song um Gefühle, die jedem vertraut sein könnten. Um eine Beziehung, die nur noch von einer Seite geschätzt und wahrgenommen wird, Liebe ohne wahre Gegenliebe. Diese herzzerreißenden Emotionen vermittelt Arionce gekonnt mit raumgreifenden Gitarrenmelodien und einem Gänsehaut befördernden Gesang. Dazu gibt es ein brillantes HD-Video (Beitragsfoto: Jim Kroft)

PHOAM mit animiertem Video zu „Justice“

Die Formation Phoam zieht uns mit kühlen und düster wirkende Klänge in den Bann. Der Track „Justice“ zieht sein Spannung daraus, dass bei aller Coolness die Melodie und der Gesang durchaus poppig und der Rhythmus tanzbar sind. Das ist aber längst nicht alles, was das neueste Werk der vierköpfige Band aus Basel auszeichnet. Wie schon der Vorgänger ”Cold Blood” wird auch „Justice“ von einem bemerkenswerten Video begleitet, dass eine Animation in monochromen Weiß zeigt und so die mysteriöse Anmutung des Songs unterstreicht.

BANKS – Skinnydipped

Powerfrau II

Anfang des Jahres begann BANKS mit „The Devil“ eine für sie neue Ära, in der sie  zum ersten Mal Musik unabhängig (über AWAL) veröffentlicht und jeden Track mit produziert.  Mit „Skinnydipped“ erschien nun der Nachfolger. Auch die neue Single wurde von BANKS selbst geschrieben und co-produziert und wird von einem offiziellen Musikvideo begleitet, bei dem BANKS und Michael Stine gemeinsam Regie geführt haben.

Das „Nacktbaden“ verbindet BANKS mit ihrer eigenen Philosophie und Verknüpfung zur homerschen Sagenwelt (wobei man die amerikanische Prüderie im Hinterkopf haben muss) . „Skinnydipped ist ein Song darüber, endlich etwas loszulassen, zu dem man schon oft zurückgekehrt ist. Es geht darum, seinen Wert zu erkennen und sich seiner Haut zu entledigen. Das Video soll Frauen als göttliche Kreaturen darstellen, wild in ihrem natürlichen Lebensraum, unberührt von den Konstrukten der Gesellschaft. “ sagt sie.

(Foto: Williams + Hirakawa)

Und weiter: „Die Sirenen sind magisch, kraftvoll, in Frieden und miteinander verbunden. Sie zelebrieren Schwesternschaft und Frauen in allen Stadien. Es war ein ganz besonderer Moment für mich, dieses Video mit all meinen besten Freundinnen zu drehen, die die Göttinnen darstellen, die ich in ihnen sehe. Meine Freundin Jaclynn, die eine der Sirenen spielt, hat vor kurzem entbunden. Dass sie in diesem Video ihre wunderschöne Tochter Benny im Arm hält, ist ein Geschenk. In dem Video geht es darum, sich selbst zu erkennen zu geben, wer man ist, die Vergangenheit loszulassen und sich stolz in seiner reinsten Form zu fühlen, nackt und in der Natur.“