Lust auf einen Gastbeitrag ?

Dein Herz brennt für eine begnadete Singer/Songwriterin, für eine coole Slacker-Band, einen grandiosen Indie-Sänger. Das Internet weiß alles, aber über diese/n Künstler*in viel zu wenig und Du könntest es der Welt mitteilen, etwa über das famose Konzert berichten, dass Du (hoffentlich) bald besuchen wirst.

Wenn du Lust hast, über neue Musik aus den Bereichen Indie, Folk, elektronische Musik zu schreiben, dann wende Dich über das Kontaktformular an uns.

Was bekommst Du dafür?

Schreiben macht Spaß. Du wirst als Gastautor*in genannt und erhältst Anerkennung von Deiner Community. Du kannst Deinen Gastbeitrag in Deinem sozialen Netzwerk teilen. Ein Honorar können wir nicht zahlen. Wir verdienen mit diesen Blog auch nichts. Es geht um Freude und Ehre. Wenn Du es mal versuchen willst, melde Dich.

Holly Humberstone performt “Overkill” & “Falling Asleep at the Wheel” in der Jimmy Kimmel Show

Morgen veröffentlicht Holly Humberstone ihre Debüt-EP „Falling Asleep At The Wheel“. Letzte Woche war sie sogar mit zwei Songs in der amerikanischen Late Night Show von Jimmy Kimmel zu Gast, um ihre Songs “Overkill” und “Falling Asleep at the Wheel” darzubieten. Dabei ist ein sehr schönes Video entstanden.

BÄRENSPRUNG – Thinking of sunday

Rainer Bärensprung, der seit einigen Jahren in Bielefeld das Studioprojekt BÄRENSPRUNG betreibt, ist ein Spezialist für elektronische Musik. BÄRENSPRUNG hat heute seine neue Single „Thinking of sunday“ vorgelegt. Der Song hat eine geradezu hypnotische Wirkung. Er beginnt mit dem rhythmischen, einfachen Grundthema und gewinnt immer mehr an Volumen. Beim dann einsetzenden Gesang werden die zwei Zeilen der Lyrics wie ein Mantra wiederholt. Wenn man von Rhythmus schließlich eingefangen ist, kommt- bevor die Trance endgültig einsetzt – ein jeher Schluss. Schnipp, zurück in die Realität! Wie immer bei BÄRENSPRUNG, wird der Song von einem außergewöhnlichen Video begleitet. Das Auge weiß nicht worauf es sich konzentrieren soll. Flamen , Landschaft, schemenhafte Personen? Auch hier wieder die Wiederholung, das Mantra. Schaut es euch an.

Future Islands – Thrill

Future Island kommen aus Batimore im US-Staat Maryland. Die Bandmitglieder Samuel Herring, William Cashion und Gerrit Welmers kennen sich schon seit ihrer gemeinsamen Studienzeit an der East Carolina University, wo sie 2006 Future Island gründeten. Seit mehreren Wechseln an den Drums ist nunmehr Live- und Session-Schlagzeuger Michael Lowry festes Mitglied der Band. Wenn man Sänger Samuel Herring so sieht, dann wirkt er so bieder, wie ich (womit ihr euch jetzt auch ein Bild von Schreiber dieser Zeilen machen könnt). Auf der Bühne ist Herring jedoch eine wahre Furie, mit einem -wie ich finde -wahnsinnigen Gesangsstil, der alle Gefühle regelrecht herauspresst. In Thrill besingt Herring ein Alptraum-Szenario. Es ist, nach „For Sure“ die zweite Single aus dem im Oktober kommenden Album „The Far Field“, welches Future Island selbst produziert haben.

Beim Video zu ihrer neuen Single „Thrill“ hat Samuel Herring auch selbst Regie geführt. Es zeigt den Frontmann von Future Islands bei einer einfachen, aber emotionale Aufführung der Ballade. Es ist eine komplette 180° Wende zum actiongeladenen Clip von „For Sure„, der Anfang Juli veröffentlicht wurde.

Balcony DC – Convinced

Balcony DC (Foto: Frédéric Duval) ist keine typische Synth-Wave-Band mit schwerem Sound und weinerlichen Stimmen, aber mit einem witzigen Sinn für Humor und beruhigenden verspielten Melodien. (Selbstbeschreibung auf Spotify). Das Duo ist der Dreh- und Angelpunkt der neuen Indie-Szene in Leipzig, und sollte deswegen im Auge behalten werden. Außerdem ist die Single der erste Release auf dem brandneuen Label aus dem Berliner Internet Explorer-Umfeld, welches sich INTRNT EXPLRR schreibt. 

Die neue Single “Convinced” der Leipziger Pop-Visionäre dreht sich voll und ganz um die Liebe. Mit absoluter Dringlichkeit verschreibt sich das lockige Duo dem Thema, rennt im dazugehörigen Video (von Frédéric Duval) nicht grundlos dem überwältigenden Gefühl entgegen, entschlossen diesem nicht nur emotional, sondern auch ästhetisch seine wunderschönste Form zu verpassen. Diesem Pressetext ist nichts hinzuzufügen, außer das ich die Leichtigkeit sehr mag. Außerdem gefällt die Selbstironie.


 

Meine Zeit – Lawine

Daniel Gilberg (Gesang, Gitarre), Tilo Hellmann (Schlagzeug), Sebastian Kuck (Keyboard) und Moritz Hippich (Bass) haben mit ihrer Band Meine Zeit mit über 100 gespielten Konzerten in Deutschland, der Niederlande und Großbritannien schon viel Live-Erfahrung gesammelt. Mit Supportshows für namenhafte Größen wie Andreas Bourani, Jupiter Jones, Mando Diao oder Alice Merton sowie zwei Deutschlandtouren mit den Killerpilzen hat sich die hat sich die Band auf großen Bühnen bewährt. Ihr Metier ist der Indie-Rock, wie man auf ihre beiden EP aus 2017 und 2018 gut nach hören kann. Nun ist die Zeit für Veränderungen gekommen. Die letzten zwei Jahre hat die Band genutzt, um an ihrem neuen Sound zu feilen. Mit Lawine ist dabei eine leidenschaftliche Pop-Nummer heraus gekommen, die seit diesem Wochenende auf allen Streaming-Plattformen zu hören ist.

Das Video zu Lawine kommt am 14.08.2020

Hier schon mal das Audio.

Clueso- Flugmodus

Cluesos Sommerhit im Corona-Sommer

Was ist eigentlich besonders an Clueso? Sein Erfolg rührt daher, dass er sein persönlichen Stil gefunden hat. Seine Art zu singen hat Wiedererkennungswert. Dies erlaubt es ihm, mit allen möglichen Künstlern zusammen zu arbeiten. Ohne weiteres kann er neben Udo Lindenberg oder den FantaVier bestehen. Deutsch-Rap von Capital Bra erfährt durch seine Gesangseinlage eine Aufwertung. Die Musik des hat einen gewissen Flow und eine Leichtigkeit, die es ihm erlaubt, auch schwierige Themen in seinen Songs zu verarbeiten. Die Texte sind nie ohne Substanz, selbst wenn es ein Sommerhit werden soll.

„Ich wollte den Leuten etwas aus meinem Leben geben, das wirklich passiert ist, einen Sommersong mit ein bisschen Hirnschmalz, nicht nur Jetski und los.

Clueso über Flugmodus

Der Song Flugmodus beschreibt seine Gefühlswelt als viel beschäftigter Künstler und Musikproduzent. Neue Songs, tausend Pläne, zig Projekte, immer unter Strom, immer unterwegs – Flugmodus als Dauerzustand. Dann ein wenig Auszeit, man kann sich Los Angeles leiste. Plötzlich keine Termine. Gleichzeitig war da die Tristesse, das Surreale, das diese Stadt bisweilen ausstrahlt. Als er dann nachts alleine auf einer dieser absurden »California King Size«-Matratzen lag, wie es in »Flugmodus« heißt, kam alles zusammen: Euphorie und tiefe Sehnsucht, Jetlag und dieser ganz besondere Adrenalin-Kick, der sich aus chronischer Übermüdung ergibt.

Cooles Ibiza-Video

Das Video vermittelt Sommer. Ein Buddy-Filmchen, mit Teddy Teclebrhan. Ibiza, Sonne Meer, Yacht, Pool, Bikini-Mädchen und einen neuen Tanzstil. Es wird auch Jesus gekidnappt. Bitte nicht nachmachen.

CATT – Moon (Acoustics Tunes)

Die Wahl-Berlinerin sorgte mit ihrer Debüt-EP „Moon“ 2019 für große Furore und landete auch direkt bei RadioEins, DLF Kultur oder NDR2 in den Rotationen der Radiosender. Auf die Ohren schrieb damals zu der packenden Symbiose aus Jazz und Pop: Achtung, jetzt hören – wird groß!

Die Acoustics Tunes des Knust präsentieren CATT

Über den Song Moon sagt CATT: „’Moon‘ war ursprünglich ein Song für einen sehr traurigen Freund: In manchen Situationen kann ein Perspektivwechsel wahre Wunder bewirken. Genauso wie der Mond durch seine natürlichen Phasen läuft, gehst auch DU durch deine persönlchen Prozesse. ‚Moon‘ soll Mut machen, auf diese ursprünglichen und natürlichen Zyklen zu vertrauen. Irgendwann merkte ich, wie der Song plötzlich zu mir sprach. Es war das erste Lied, das ich mich traute, zu veröffentlichen und so begann mein Weg als CATT. „

Seit gestern gibt es eine hinreißende Akustikversion in der Reihe Acoustics Tunes

Über Acoustics Tunes

Das Knust ist ein traditionsreicher Musikclub in Hamburg-St. Pauli. Seit 2011 werden die Knust Acoustics als Open Air Veranstaltung auf einer kleinen Bühne direkt vor dem Knust veranstaltet. Hier traten schon  Alice Merton, Lilly Among Clouds, Fil Bo Riva oder Jupiter Jones auf, um nur einige zu nennen.

Nun wandeln die Acoustics auch auf digitalen Pfaden und veröffentlichen handverlesene Singles von einer Vielzahl an Artists, die die Acoustics über die Jahre hinweg geprägt und begleitet haben: die Acoustics Tunes. Jede Woche freuen wir uns über eine Single-Veröffentlichung, die im akustischen Gewand daher kommt und den Zuhörern eine neue Facette der Musiker zeigt – ganz wie die Acoustics selber eben. Bislang beteiligten sich schon F*CK ART LET’S DANCE, Lemony Rug, Sarah Lesch, Lukas Droese und mehr. CATT ist nun die achte Künstlerin bei den Acoustics Tunes.

Acoustics Tunes bei Spotify

Annie’s Style – Damn Right

Annie’s Style aus Münster bringen einen neuen Song + Tanz-Video

Mit ihrem nagelneuen Song Damm Right zeigen die fünf Münsteraner, dass sie den verdammt richtigen Groove drauf haben. Mit einer funky Basslinie und Handclapping fordert der Song zum Tanzen heraus. Dazu gibt es seit heute ein prima Video, das wieder – wie auch schon das Video zu „Our Castles„, mit einer gelungenen Choreographie versehen ist. Insgesamt also wieder ein stimmiges Gesamtkonzept. ( Beitragsfoto: Annie’s Style)

Videopremiere: Woodship – Faces and Voices

Das Video zum neuen Song geht heute online

Woodship (Foto: Saha Kaiser) ist ein junges Trio aus Unna , bestehend aus Leon Radix (Gitarre / Gesang), Philipp Kaminsky (Backing Vocals / Bass) und Timo Quast (Schlagzeug). Sie haben in massiven Gitarren- und Bassriffs und großen Refrains ihre Ausdrucksform gefunden und mit sich mit Biffy Clyro und Muse wahrlich nicht die schlechtesten Vorbilder ausgesucht. Heile Welt ist nicht ihr Thema. Vielmehr ist ihr dystopischer Riff-Rock ein Ventil für ihre Frustration über die Klimakrise und die Missstände in der Gesellschaft.

Was ist , wenn man in den Gesichtern andere Menschen Ablehnung liest, fremde Stimmen bedrohlich findet. Man muss keine psychische Erkrankung oder eine Sozialphobie haben, um die Bedrohlichkeit nachzuempfinden. Das ist das Thema des Songs Faces and Voices und des Videos, das heute um 18:00 Uhr online geht.

„Helgen“ singt über das Scheitern, den Tod und die Apokalypse

Morgen erscheint „Die Bredouille“, das zweite Album des  Hamburger Indie-Rock-Trios

Ich muss zugeben, dass ich beim Debüt „Halb Oder Gar Nicht“ die Qualität von Helgen nicht erkannt habe. Gut, bei einer deutsch singenden Indie- Band aus Hamburg erwartet man verkopfte Texte und hört deshalb vielleicht nicht hin und steckt dann in der Bredouille, etwas Gutes verpasst zu haben. Wie gut sie sind beweisen Sänger und Gitarrist Helge Schulz (noch Fragen, wo der Bandname herkommt?), Bassist Niklas Beck und Schlagzeuger Timon Schempp (Foto: Josef Ruben Heicks) mit ihrem neuen Langspieler, der morgen, am 07.08. erscheint. Die Texte sind nicht nur intelligent, sondern auch mit ganz eigenem Humor angereichert. So heißt das Rezept beim Scheitern an de Ansprüchen der Leistungsgesellschaft schlicht,“Lass es lieber sein“ („Woran Hat es Gelegen“).

Schwarzer Humor inlusive

Regelrecht makaber wird es in „Tschüss“, wenn alle möglichen Arten, plötzlich vom Leben abzutreten, besungen werden, das arme Unfallopfer aber aufgefordert wird, vor dem jähen Tod noch anzurufen und sich zu verabschieden.

Fridays For Future: Echt nicht vergessen

Im Halse stecken bleiben kann einem das Lachen bei dem umwelt-satirischen Song „Die Geigerzähler geigen“, welcher das durchaus denkbare Ende unsere Zivilisation beschreibt. In den Lyrics heißt da: „Und die Geigerzähler geigen auf dem Gipfel der Atommüllkippe. Sag mal, musst du etwa weinen, oder ist das saurer Regen auf deiner Oberlippe?“ Hier ist die textliche Reminiszenz an eine norddeutsche Band vom Ende des letzten Jahrhunderts Echt gut untergebracht.

10 von den 11 Liedern auf dem Album zeigen gekonntes und gewitztes Songwriting mit viel Sympathie für die Spinner („Wie gut, dass du spinnst“) und die Verpeilten, die sich gerne in jede Bredouille reiten. Mir gefällt an dem Album „Die Bredouille“ besonders, des man den Sänger Helge Schulz so deutlich verstehen kann, zumal die Texte so aussagekräftig sind. Das liegt zum einen sicher daran, dass er so akzentuiert singen kann, zum anderen mag es aber auch an der der Produktion liegen, für die Olaf Opal (u.a. The Notwist, Die Sterne, Sportfreunde Stiller) verantwortlich zeichnet.

Nicht nur textlich, sondern auch musikalisch mach das neue Album Spaß. Mit Gitarrenklänge und Synthies kommt alles sehr melodisch und leichtfüßig daher. Das funktioniert so gut ,hier kommen wir zu der Auflösung, was mit dem 11. Stück ist, dass Helgen mit Trick Track ein leicht jazzig angehauchtes Instrumentalstück aufgenommen haben, das ich mir sehr gut als Opener für ein Live-Konzert vorstellen kann.