Der Wiener Rapper Edwin veröffentlicht sein Debütalbum „SLEBEN“

Edwin – Foto: Katrin Schmirler

Um den Trap von Edwin einordnen zu können, muss man seine Wurzeln kennen. Er ist geboren und aufgewachsen im 21. Wiener Gemeindebezirk. Die Stadt prägt sein kreatives Schaffen. Nach Edwins ersten EP 2017 mit der Homage an seine Heimatstadt „In dir“ folgte 2018 das „Bahoe Tape“ und brachte die Single „Schmäh Olé“ in die FM4-Rotation. Fruchtbar war auch die Kollaboration „Allegro“ mit Freund und Labelkollegen (FutureFuture) Jugo Ürdens, der ebenfalls in Wien aufwuchs.

Auf seinen am 05.06. erschienenen Debüt-Album SLeben rappt Edwin über die schleppenden Rhythmen und tiefen  808 Bassdrums des Produzententeams Food 4 Thoughts mit viel Wiener Schmäh und lässig eingestreuten Anglizismen. So wie s Leben ist, gehts um Substanzen, langer Nächte und filmreife Rendezvous.

Neues Video: LASS SIE REDEN feat. HUNNEY PIMP

Neben der Ende 2019 veröffentlichten Single „6 Gänge Menü“ und der von Anfang 2020 „Aquarium“,  enthält SLeben die grandiose Zusammenarbeit mit der Dialekt-Rapperin und Wahl-Wienerin HUNNEY PIMP. Das Video zu „Lass sie reden“ ist seit den 04.06. auf Youtube zu bestaunen .

Love Machine – Liebesdrama

Love Machine Foto von Jens Vetter

Love Machine singt zum ersten Mal auf Deutsch und selbstverständlich von der Liebe. Es ist auch auf Deutsch die Mischung aus Garage Rock, Indie und Dream Pop, die wir so lieben.

Die neue Single von Love Machine mit dem Titel Liebesdrama handelt von verpassten Gelegenheiten. Nirgendwo sonst versagen wir so großartig in uns selbst wie in der großen Liebe. Weil es so schön ist, gibt Love Machine dem Misserfolg eine weitere Chance.

Im dazugehörigen Video präsentieren sich die sechs Jungs aus Düsseldorf und ihre Freunde in einer farbenfrohen Kaugummi-Welt. Alle Darsteller wurden gebeten, Gegenstände mitzubringen, mit denen sie sich identifizieren und die ihnen täglich Momente des Glücks geben. Die Botschaft ist sehr klar: Liebe dich selbst!

CATT – Again

CATT in der Villa Willemsen – Foto: Tran Chau

CATT wächst in einem niedersächsischen Drei-Häuser-Dorf in einem musikalischen Umfeld auf, das vor allem ihren klassischen Zugang zur Musik fördert. Ihre ersten Erfahrungen sammelt sie im Posaunenchor der Kirchengemeinde, spielt und singt, bevor sie sprechen kann. Pop und Jazz bringt sie sich selbst auf diversen Instrumenten bei. 2014 wagt sie den Sprung ins kalte Wasser und zieht nach Berlin, um Musik zu machen und Musikproduktion zu studieren.

Vom kleinen Dorf in Niedersachen in die Hauptstadt

Bereits nach kurzer Zeit wird sie als Musikerin und Songwriterin von verschiedensten Künstlern engagiert. Sie arbeitet mit Judith Holofernes, Sarah Connor, Niels Frevert, Kat Frankie, Balbina, dem Filmorchester Babelsberg und vielen weiteren zusammen. Mit ihrem ersten Song „Moon“ entschließt sich die damals 23-jährige Multiinstrumentalistin, ihre eigene Musik unter dem Namen CATT selbst zu veröffentlichen. 

„Again“ ist der erste Vorbote für ein neues Album

Mit ersten fragilen Klavieranschlägen knüpft CATTs „Again“ dort an, wo der letzte Ton ihrer Erstveröffentlichung „Moon“ im Sommer 2019 verklungen ist. Nach den ersten Takten entwickelt der song jedoch neue Klangfarben: Organische Beats pulsieren verspielt um die schwebende Klavier-Linie, die Trompete hält sich im Hintergrund. CATTs Stimme ist dabei getragen von neuer Sicherheit, neuem Selbstbewusstsein, aber noch immer auf der Suche: „Again my mind is not like books I put in order in a shelf“.

(Bild: CATT-Again-Artwork-Listenrecords)

Zur Entstehung von „Again“ in der Villa Willemsen schreibt CATT in ihren Newsletter:

Anfang diesen Jahres durfte ich im Mare-Künstlerhaus, der wunderschönen Villa Willemsen bei Hamburg sechs Wochen lang wohnen, schreiben und mich komplett auf meine Musik fokussieren – das erste mal in meinem Leben. Habe mich stets viel in den Projekten anderer eingebracht, letztes Jahr zwar meine erste EP »Moon« rausgebracht. Aber ich musste mich erstmal an den Gedanken gewöhnen, dass ich wirklich MEINE Musik machen möchte und dass das Raum und Zeit braucht. Und in diesem wunderschönen Haus, das ich euch unten noch in ein paar Bildern zeige, durfte ich jeden Morgen am Flügel beginnen. Mir im Gartenhaus mein
(Foto: Tran Chau)

kleines Tonstudio einrichten. Auch mal Tage lang durch die Büchersammlung Roger Willemsens stöbern (seine Freunde haben nach seinem Tod mit seinem Einverständnis sein Haus übrigens zu dieser Stiftung gemacht, die nun junge Künstler unterstützt). Es ist ganz ganz viel Musik entstanden, ich war selbst verwundert, wie viel mir plötzlich einfiel. „

Infos zur Roger Willemsen Stiftung: https://rwstiftung.de/

CATT LIVE (Ersatztermine!)
 

04.02. Hamburg, Hebebühne
07.02. Münster, Pension Schmidt
18.02. München, Heppel & Ettlich
27.02. Leipzig, Horns Erben
28.02. Berlin, Frannz Club
07.04. Lüneburg, Cafe Klatsch
10.04. Hannover, Tonstudio Tessmar
11.04. Köln, Die Wohngemeinschaft
19.04. Laufen, zumOXN
Weitere Termine tba.


CATT

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JAYDA G -BOTH OF US

Jayda G -both of us- Cover -Ninja Tunes

Fast hätte ich es übergangen. Zum Glück führt dieser geile Piano-House-Track von Jayda G die Spotify Off Pop Playlist an und ist somit wieder ins Blickfeld geraten. „Both Of Us“ ist ein optimistischer Throwback auf die Dancefloors der Vergangenheit.  Jaydas zeigt damit ihre Liebe zu klassischempositivemuplifting House.  „Ich wollte einen fröhlichen House-Song machen.“, erklärt sie, „Der erhebende Gesang, der langsame Breakdown, die Rückkehr zum ursprünglichen Tempo – das sind die wichtigsten Bestandteile so vieler klassischer House-Tracks, die ich im Laufe der Jahre entdeckt habe, und ich wollte unbedingt das Gefühl nachahmen, das ich dabei habe.“

Die Alben der Woche

The Howl & The Hum -Human Contact

Human Contact ist das Debütalbum des aus dem britischen York stammenden jungen Indie-Quartetts The Howl & The Hum um Frontmann Sam Griffiths. Sam Griffiths zeigt in den in den insgesamt 13 Tracks Gespür für epische Pop-Melodien und ein Faible für den Post-Punk der Achtzigerjahre. Es geht um Einsamkeit und Entfremdung im digitalen Zeitalter. Zusammen mit dem Album ist auch ein Video zur Single „Hostages“ erschienen, ein dynamischer und opulent arrangierter Trennungssong. Das Video ist ganz frisch, wie man an der letzten Szene erkennen kann.

Velvet Volume – Ego’s Need

Velvet Volume Foto: Chris Calmer

Ein Stück weiter sind die dänischen Zwillingsschwestern Noa und Naomi, die zusammen mit ihrer Schwester  Nataja die Rockband Velvet Volume bilden .Die Lachmi-Schwestern veröffentlichen mit mit „Ego’s Need“ bereits ihr zweites Album. Auf die Ohren gibt es 10 gitarrenlastige Tracks, die durch des Wechselgesang der Zwillingsschwestern einen besonderen Drive bekommen.

Pauls Jets – Highlights zum Einschlafen

Mit ihrem zweiten Album „Highlights zum Einschlafen“ führen uns Paul Buschnegg und seine Mitstreiter Romy Park und Xavier Plus in eine Stadt am Meer, überall hin, wo LKW fahren und zusammen mit Reinhold Messner in einen lebensgefährlichen Blizzard. Die Texte der Österreicher sind nie eindeutig, die zwischen Indie-Rock, Synth-Pop und Shoegaze changierende Musik trägt eindeutig as Prädikat „sehr gut“

Jules Ahoi – Somebody feat. Luna Morgenstern

„Somebody“ heißt der locker leichte Sommerhit aus dem neuen Album „Dear ____“.
von Jules Ahoi. Der Wahl-Kölner schrieb das Lied an einem einzigen Tag gemeinsam mit der deutsch-niederländischen Sängerin Luna Morgenstern. Es geht um die Frage der Identität — und die Sehnsucht danach, wirklich jemand zu sein, in sich zu ruhen und zu wissen, wer man eigentlich ist. „Dear ____“ erscheint am 12. Juni 2020.

Everything Everything – Arch Enemy

Foto: Everything Everything

Everything Everything Annie Macs Hottest Record

In der traditionsreichen BBC ist Radio 1 der hippe coole Sender, der sich an die Zielgruppe der bis 29jährigen wendet. Der Abend gehört alternativen Genres, einschließlich Electronica, Dance, Hip Hop und Indie. Eine Kultsendung läuft täglich ab 19:00 Uhr:

Radio 1’s Future Sound with Annie Mac„. DJane Annie Mac präsentiert „The best new music, sessions and interviews – plus the Hottest Record in the World.“ Die „Hottest Record“ erzielt jede Menge Credits. Die Auszeichnung wird garantiert in jeder Review erwähnt (sic). Am 13. Mai. war es für die britische Indie-Rock-Band Everything Everything zum wiederholten mal soweit (schon die vorherige Single „In Birdsong“ war Hottest Record). Annie Mac interviewte Frontmann Jonathan Higgs und stellte die aktuellen Single „Arch Enemy“ vor.

Spektakuläres Video

Arch Enemy“ hat diese Auszeichnung ohne wenn und aber verdient, denn die synth-gestützte Melodie und Harmonieführung macht den Song zu einem wuchtigen Stück Rockpop. Inhaltlich setzt sich der belesene Jonathan Higgs mit dem Zeitgeist auseinander. Dies erfolgt aber nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch visuell. Zusammen mit mit seinem alten Schulfreund  Alex Johnson hat Jonathan Higgs  nämlich ein spektakulär animiertes Video erstellt. Er fasst den Inhalt des audiovisuellen Meisterwerks so zusammen: „‚Arch Enemy‘ sieht einen modernen Protagonisten auf der Suche nach einem bedeutungsvollen Gott. Er findet nur eine Ansammlung von Gier, Toxizität und Verschwendung in Form eines empfindungsfähigen Fettbergs, der im Abwasserkanal angebetet wird, und der sich bereit macht, die dekadente Welt zu säubern, die ihn geschaffen hat. Dieser wachsende Fettberg ist eine merkwürdige Gegenüberstellung von Moderne und Antike; ein brandneues Beispiel für archaisches Elend. “

Everything Everything veröffentlichen neues Album „Re-Animator“ im August (VÖ 21.08.2020)

Einem Statement Jonathan Higggs zur folge, wurde „Re-Animator“ von den Theorien des Psychologen Julian Jaynes beeinflusst. Dieser hat die These aufgestellt, dass zu Beginn der menschlichen Evolution beide Gehirnhälften zunächst unabhängig voneinander agierten. Die eine Gehirnhälfte habe Anweisungen der anderen in Form einer körperlosen Stimme gehört. „Diese Idee des geteilten Selbst hat mich gefesselt “, sagt Higgs und er präzisiert: „Jaynes sieht dies als Ursprung der Götter an. Menschen, die diese Stimme, in ihrem Kopf hören konnten, hätten ihr den Status einer Gottheit zugeschrieben. All dies hat mich umgehauen und ich begann darüber nachzudenken, wie ich dies zu einem zentralen Konzept machen könnte. “

Passenderweise entstand auch das kommende Album „Re-Animator“ in zwei Phasen: Nach einem Jahr des Songwritings und des Aufnehmens von Demos schlossen sich im vergangenen Dezember zwei Wochen an, in denen die Band zusammen mit dem für seine Tätigkeiten mit Künstlern wie St. VincentSharon Van EttenAngel Olsen und Future Islands bekannten Produzenten John Cogleton das Album aufnahm.

Auf dem Album wird natürlich auch die Single „I Birdsong“ zu finden sein, von dem es ebenfalls ein Video mit aufwändig animierten Fantasiewelten gibt.