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Kylie Minogue – Magic

Kylie Minogue macht das, was sie am besten kann: Discobeats. Mit denen ist sie in den 80Jahren berühmt geworden und es klingt bei ihr gut. Das beweist sie mit ihrer brandneue Single „Magic“, welche mit einem Kylietypischen Tanzviedo in der letzten Woche erschienen ist. Mit seinen packenden Piano- und Bläser-Elementen gipfelt der Track in einem melodischen Feelgood-Refrain.Die Retro-Pop-Nummer ist die zweite Singleauskopplung aus dem kommenden Longplayer mit dem passenden Namen „Disco“.

DAS ALBUM “DISCO” ERSCHEINT AM 6. NOVEMBER

Nicht nur die englische Presse freut sich über das Comeback der australischen Pop-Ikone.

Kylies Disco-Revival ist genau das, was die Nation jetzt braucht

The Telegraph

Kylie ist (wieder) gelandet und sie ist einfach wunderbar – und trifft den Nerv der Zeit

The Guardian

Auch Auf die Ohren schwelgt in nostalgischen Gefühlen.

Album 1: Pam Pam Ida – Frei

Die sechs Bandmitglieder von Pam Pam Ida stammen aus Sandersdorf in Oberbayern. Sänger Andreas Eckert bietet seinen Gesang in Mundart, also Bairisch dar. Es kommen Instrumente zum Einsatz, wie Blockföte, Handtrommel und Blasinstrumente. (Foto: Maria Bayer)

Was uns zum Glück, bei diesen Ingredienzen, nicht erwartet ist volkstümliche Musik. Dass uns Pamm Pam Ida mit etwas völlig anderem beglüchen, haben wir ja schon bei den Singles „Hoaßer Droht“ und „Anderer Stern“ erleben dürfen. Vielmehr ergibt nämlich die Kombination der traditionellen Instumente mit Synthezisern, angezerrten funky Gitarren wie bei Prince und Streichern wie in der 70er Disko und coolen Gesang, gern auch mehrstimmig, eine unvergleichliche Mischung aus Indie, Funk, Soul, Emo und sogar Rap (zusammen mit dem Mundart-Rapper Bbou). Die Texte sind durchaus (selbst)ironisch lustig, sparen aber auch ein so ernstes Thema wie Kindesmißbrauch nicht aus („Die Nacht“).

Einen Tag vor erscheinen des Albums „Frei“ haben Pam Pam Ida noch schnell ein Video zur Single „No ned soweit“ herausgebracht, mit Engelschor.

Album 2: SoeckersKopfkarussell

Um Lokalkolorit geht es auch beim zweiten Album der Woche. Die Indiepopband Soeckers ist in Münster beheimatet, bzw Ahaus nahe bei Münster. In der Studentenstadt Münster wird gern gefeiert. Wenn es, wie zur Zeit, im Club nicht geht, dann gerne auch unter freiem Himmel mit mitgebrachtem Bier am Aasee oder in der Altstadt, etwa in der von den Soeckers besungene Jüddefelder-Straße. (Foto. Luis Engels)

„Kopfkarussell“ ist roher, direkter, mitreißender Garagenpop ein bisschen Libertines und Strokes, eine Prise Arctic Monkeys, aber mit deutschen Texten. Damit liefern Soeckers die perfekte Mucke zum ausgelassenen Feiern, bis die Polizei kommt, wie das Video zu „Gute alte Zeit“ zeigt.

Album 3: Marie Davidson & L’Œil NuRENEGADE BREAKDOWN

Apropos Club und Clubmusik. Für diese ist die Kanadierin Marie Davidson bekannt und ausgezeichnet (mit dem Polaris-Award) und hat die Schattenseiten der Szene-die u.a. Schlaflosigkeit, Desorientierung und weitere Auswirkungen auf die Gesundheit,  am eigenen Leib erlebt. (Foto: Madison Dinelle)

Einen Absprung vom Club will Marie mit mit einem neuen Album, einer neuen Band und einem  neuen Sound erreichen. „Renegade Breakdown“ trägt musikalischen Einflüssen von Fleetwood Mac über Kraftwerk bis hin zu Jazzklassikern wie Billie Holiday und Chet Baker und will ein breiteres Publikum erreichen. Es ist aber immer noch elektronisch und tanzbar genug.

MINNEAPOLIS -Pieces

Es gibt Bands, die aufgrund ihres Namen schwer zu googlen sind. Einen solchen Bandnamen hat sich der deutsche Keyboarder, Produzent und Songschreiber Konrad Betcher ausgesucht und sein Ein-Mann-Projekt so wie die Haptstadt des US-Bundesstaates Minnesota „Minneapolis“ genannt. Bechter ist kein Unbekannter. Er gehört zur Live-Band von Casper und hat sich als Produzent z.B. von Dagobert einen Namen gemacht.

Mit seinen vorangegangen Veröffentlichungen, der Debüt-Single „The Park“ und „Presidential Love“ hat sich Minneapolis seinen Signatursound geschaffen. Eine leicht melancholische Stimme verbindet sich mit intensiven Beats und einer im Ohr bleibenden Hook. Das Diffus-Magazin schreibt:

„Die bisher veröffentlichten Songs haben Indie-Hit-Potenzial“

Diffus

Die neue Single „Pieces“ schließt unmittelbar daran an.

ZAYN – Better

Manchmal gehen aus diesen gecasteten Boygroups richtig gute Solo-Künstler hervor. Das gilt z.B. für Justin Timberlake. Früher bei Insync, hat er sich zu einer musikalischen Persölichkeit entwickelt. Ähnliches passiert bei der in Auflösung befindlichen Boygroup One Direction, au der ebenfalls ein starker Solokünstler hervorgeht. Gemeint ist nicht Harry Styles, sondern Zayn Malik. Zayn kann R&B, wie man bei seiner neuesten Single „Better“ hören kann.

Und hier noch ein wenig Gossip: Zayn ist mit dem bekannten Model Gigi Hadid vereiratet. Die beiden sind vor zwei Tagen zum ersten Mal Eltern einer Tochter geworden.

Better Person – Close To You

Better Person wurde hier schon ausführlich vorgestellt, als er kürzlich mit der Single „Something to Lose sein gleichnamiges Album ankündigte. An diesem Wochenende hat er die zweite Single-Auskoppelung herausgebracht. Sie heißt Close to You und handelt genau davon, nämlich dem Wunsch, der geliebten Person nahe zu sein. Die Sehnsucht wurde umgesetzt in sanfte Synth-Pop-Klänge. Ben Goldwasser von MGMT gab dem Song den letzten Schliff, inklusive House-y Keyboard.

Prominente Unterstützung von Ben Goldwasser

Better Person hat zum Song auch eine Geschichte zu erzählen: „Ich zwang mich, abends noch rauszugehen, trank eine Menge Alkohol und verschwendete zu viel Zeit, mich mit irgendwelchen Leuten zu unterhalten. Alles was ich aber wirklich wollte, war einen ruhigen Abend mit einer Person zu verbringen, die mir wirklich etwas bedeutete.

Ironischerweise ist es aber jetzt so, dass meine Partnerin und ich uns beide mit Covid-19 infizierten und uns seit Monaten noch nicht vollständig erholt haben. Wir stecken seit Monaten zu Hause fest und sind krank und erschöpft – nun träume ich davon ganz normal wieder auszugehen ohne mir Gedanken über meine Gesundheit zu machen. Der Song soll das Gefühl das Ausgehens einfangen. Ich denke da vor allem an die breiten, leeren Straßen Berlins nach Mitternacht, volle Bars und Taxifahrten. Vielleicht kann dieser Song den Hörer*innen ja auch wieder ein bisschen das Gefühl an diese Zeiten wiedergeben.“

Auszeichnung für Mansions and Millions

Übrigens ist Better Person bei Mansions and Millions unter Vertrag und die haben in diesem Jahr auf dem Reeperbahn Festival den VIA Award für das Beste Label gewonnen. Herzlchen Glückwunsch.

Everything And Everybody – Lifequake

Everything And Everybody sind eine  Berliner Art-Pop/Funk-Band  bestehend aus Anton Feist (Ex-Bodi Bill, Ex-The/Das und Ex-Romano), Nikolas Tillmann (Le Very, NIAS) und der Kostümbildnerin Josephin Thomas, die den Gesangspart inne hat. (Bild oben: Katia Wik) Mit ihrer aktuellen Single „Lifequake“ und dem dazugehörenden Video nehmen sich die Drei mit einer wohltuenden Leichtigkeit sowohl textlich als auch visuell eines doch komplexen und immer noch relevanten Themas an. Everything And Everybody über ihr neuestes Werk: „Lifequake reiht stereotype Bilder von Frau und Mann aneinander, sowohl vermeintlich typisch weibliche, als auch vermeintlich typisch männliche. Aufgezählt werden medial reproduzierte Klischees. Das einer passiven Frau, die romantisch verklärt und emotional aufgewühlt ihren Selbstwert an der Bestätigung von Männern festmacht. Und das eines aktiven Mannes, der sich einsam, kühl und verschlossen durch sein Leben schlägt und in allem einen Wettkampf sieht, aus dem er als der Gewinner hervorgehen muss, um nicht schwach zu erscheinen. Jedes Bild endet mit der Frage „Are you a girl?“ / „Are you a boy?“. Ohne Wertung, ohne Appell. Es geht eher um das Hinterfragen von sogenannten weiblichen und männlichen Verhaltensmustern, die bewusst oder unbewusst, in jedem Fall unhinterfragt akzeptiert und weiter gegeben werden. Der Refrain plädiert für das Ausleben des eigenen Charakters, ohne sich hinter dem typisch Weiblichen / Männlichen zu verstecken bzw. darauf reduziert zu werden.“

Martin Kohlstedt -XEO

Wer war denn in diesem Corona-Sommer in den Ferien auf einer nordfriesischen Insel, anstatt auf Mallorca, in Italien oder Frankreich und anschließend in Quarantäne? Wer, sagen wir mal, auf Sylt war, der weiß, wie unvergleichlich schön das nordische Licht ist. Martin Kohlstedt schafft es, dieses Licht in Musik zu übersetzen.

Martin Kohlstedt veröffentlichte heute mit XEO die zweite Auskopplung aus seinem neuen Album FLUR, das am 27.11.2020 erscheinen wird

Martin Kohlstedt , der sonst  mit Elektronika und Chören arbeitet, will mit FLUR einen anderen Weg gehen und legt ein reines Klavieralbum vor. Aber das Konzept ist besonders. Er geht mit seinem Instrument nicht ins Studio, sondern  in natürliche Resonanzräume und schafft für die Musik neue Kontexte im Dialog mit der Umgebung. Zuletzt sahen wir ihn mit dem Stück PAN auf dem Balkon seiner Wohnung in Weimar und und nun in einer Düne an der Nordsee.

Martin Kohlstedt sagt, was XEO ausgezeichnet, um auf als erstes auf  das neue Album zu kommen: “Die klare Architektur des Stückes im Verlauf in fließendes Licht zu transformieren, ganz bewusst und mit Sicherheit eine Tür zu öffnen und hindurchzugehen, alle anderen Optionen aufzugeben. Und eben nicht zum Beginn des Stückes zurückzukehren,sondern der Neugierde Raum zu geben.”

Ghetto Royal – Persona Non Grata

Gleich mit ihre ersten Single, dem eher düster-schweren Song „IRGENDWAS IST IMMER“ aus dem Jahr 2019 weckte Ghetto Royal große Erwartungen. So schrieb die Süddeutschen Zeitung über den Kopf und Gründer der Band, Michael Ammon: “Wer solche Textzeilen in wütende Rockmusik verpacken kann, gehört auf die große Bühne”.

Die Passauer Kombo Ghetto Royal veröffentlicht heute ihr Debüt-Album „Persona Non Grata“

Durch die Vielschichtigkeit, Authentizität und Energie der insgesamt 9 Songs auf „PERSONA NON GRATA“ können Amon und seine drei Mitstreiter die hochgesteckten Erwartungen erfüllen. Die beiden bereits hier besprochenen weiteren Singles Gute Laune Müsli und „Hyänen machten schon klar, die Texte befassen sich nicht mit irgend einem beliebigen Zeugs, sondern gehen ernste Themen an, wie etwa Mobbing, das man leider in allen möglichen gesellschaftlichen Kontexten antrifft. Auch vor den Prolemen der psychischen Gesundheit, die viele betreffen, wird sich nicht weggeduckt. Die Lyrics sind ein Pfund auf dem Debüt. Gefühle wie Kummer und Trauer gehören zum Leben. Ghetto Royal blendet sie deshalb nicht aus, sondern verarbeitet sie in den Song „WO DIE WEIDEN TRAUER TRAGEN“. Haltung und kritische Auseinanderseetzung zieht sich durch das Erstlingswerk. Der Track „HALLELUJAH“ etwa tritt allen religiösen Institutionen kräftig vors Schienbein: „Wir feiern unser Sein auch ohne Heiligenschein – Wir sind so dreckig, aber mit uns im Rein‘ “. „BERG & TAL“ setzt sich mit dem Selbstoptimierungswahn auseinander, den so macher an den Tag legt.

Die Musik auf „Persona Non Grata“ ist dreckig und laut, richtig schöner Punk-Rock halt, auch gerne mit Mitschrei-Refrain. Mein Anspieltipp hierzu ist das großschnäuzige „ACHILLES“. Aber bei aller mächtiger und krachender Punk-Attitüde haben Ghetto Royal (dennoch) ein einabwechslungsreiches Album geschaffen. Es gibt genügend melodiöse Momente und eingängige Hooks. Und mal ganz ehrlich, Songs von einer Punk-Band, die nur noch in Melodie schwelgen, so dass sie auf CDU- Parteitagen mitgesungen werden können, die kann doch keiner wirklich wollen.

Tracklist

GHETTOMOND

HYÄNEN

ACHILLES

GUTE LAUNE MÜSLI

HALLELUJAH

KOMPLETT IM ARSCH

IRGENDWAS IST IMMER

WO DIE WEIDEN TRAUER TRAGEN

BERG & TAL

Sunflower Bean – Moment In The Sun

Sunflower Bean ist ein Trio aus New York bestehend aus aus Julia Cumming (Bass- und Lead-Gesang), Nick Kivlen (Lead-Gitarre und Gesang) und Jacob Faber (Schlagzeug). Sie machen ganz selbstbewust quitschbunten Psychedelia, gemischt mit einem Hauch von jangly Post Punk / New Wave und wogenden Gitarrentexturen.

Ich brauche kein Geld
Ich muss nicht cool sein
Ich würde es für einen Moment in der Sonne mit Dir tauschen

Am 17.09. feierte die neue Single . „Moment In The Sun“ ihre Premiere in der Radio-Show „Hottest Record in the World“ von Annie Mac bei BBC Radio 1. Zu dem Gute-Laune-Liebeslied haben sich Sunflower Bean selbst wie folgt geäußert: „Moment In The Sun“ handelt davon, endlich zu erkennen, was im eigenen Leben wichtig ist, mit welchen Menschen du es verbringen möchtest. All diese Dinge lenken uns ab, das unendliche Klettern auf der Karriereleiter, das Streben nach finanziellem Erfolg und die Hoffnung, dass du nach all den Bemühungen endlich cool werden könntest. All das ist bedeutungslos im Vergleich zu einem großartigen Tag, einer Stunde oder einem Moment mit jemandem, den du wirklich liebst. “