THUNDERCAT-DRAGONBALL DURAG

Artwork© Brainfeeder

Heute veröffentlicht Thundercat „Dragonball Durag“, die zweite Single aus seinem kommenden Album, „It Is What It Is“, das am 3. April 2020 bei Brainfeeder erscheint. Der neue Track, produziert von Thundercat und Flying Lotus, erzählt von seiner Liebe zu Humor in Musik und seiner Leidenschaft für den japanischen Kult-Anime „Dragon Ball Z“

Thundercat erklärt, was ein Durag ist:

„Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt: den Typen mit dem Durag und den Typ, der nicht weiss, was ein Durag ist. Der Durag ist eine Superkraft, um deinen Swag aufzudrehen… er tut etwas, er verändert dich. Wenn du einen im Kleiderschrank hast, dann denke daran, ihn heute Abend zu tragen: man weiß nie, was passieren wird.“ Humor allgemein ist ein integraler Bestandteil der Persönlichkeit von Thundercat„Wenn du nicht über dieses Zeug lachen kannst, brauchst du auch gar nicht weiter hier zu sein.“, sinniert er. 

Auf das kommende Album, „It Is What It Is“ darf man sich freuen. Es wurde produziert von Flying Lotus und Thundercat, enthält auch musikalische Beiträge von Ty Dolla $ignChildish GambinoLil B, Kamasi Washington, BADBADNOTGOOD, Louis Cole und Zack Fox

Die Alben der Woche

Tame Impala- The Slow Rush

Die Band Tame Impala ist die Person Kevin Parker. Mit seinem vierten Album „The Slow Rush“ hat Kevin Parker den psychedelischen Ansatz seines Frühwerks endgültig in glitzerndem Dream-Pop verwandeltet. Man setzt den Kopfhörer auf und taucht in die verträumten und fantastischen Melodien und Soundwolken ein. Hits, die auf „The Slow Rush“ natürlich auch mehrfach gibt (Borderline, It Might Be Time, Posthumous Foregeiveness, Lost In Yesterday), braucht es gar nicht. Das Album wirkt durch seinen gesamten Flow.

ÄTNAMade By Desire

Ebenfalls konsequent in Richtung Pop geht das Duo ÄTNA mit seinem sehnlichst erwarteten Debütalbum „Made By Desire„.Zwei EPs haben die Dresdener bisher veröffentlicht und sich mit opulenten Songs und der markant-modulierten Stimme von Sängerin Inéz und der außergewöhnlichen Schlagzeugkunst von Demian festen Platz unter den vielversprechendsten deutschen Newcomern gesichert. Beide EPs waren sehr experimentell und stellten zusammen mit Videos und Mode Gesamtkunstwerke dar. An all diesen Zutaten hält „Made By Desire “ im Grunde fest . Es gibt weiterhin Hallschleifen, Effekte und Delays. Stimmverfremdungen werden eingesetzt, wirken aber wie das Gegenteil von Autotune, weil sie der beeindruckenden Stimme von Sängerin Inéz sogar noch mehr Tiefe hinzufügen und gelegentlich den Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Stimme verwischen. Geändert habe ÄTNA für das Album die Songstrukturen, sodass ein Pop-Album im positivsten Sinne entstanden ist. Neben Hundreds machen ÄTNA derzeit die beste Popmusik im Lande.

Beach Bunny – Honneymoon

Honneymoon ist das Debütalbum von Beach Bunny, der Band von Lilly Trifilio. Sie hat zuvor mit dem Song „Prom Queen“ Aufmerksamkeit erregt, in welchem sie gegen das gängige Schönheitsideal ansingt. Um diese Themen, also Unsicherheiten und Ängste, die sich ergeben, wenn man in das Erwachsenenalter eingetreten ist, aber auch um das Selbstbewusstsein, dreht sich das Album. Das wird unterlegt mit dem energetischen Power-Pop, wie wir ihn z.B von Charly Bliss lieben.

SOBI – Home One Day

Foto: Laura Scheppers

SOBIs Debüt-EP erschien am 14.02.

Für die in London aufgewachsene Singer-Songwriterin SOBI war Musik schon immer ein wichtiger Teil ihres Lebens. Musik ermöglichte es ihr, sich auszudrücken und ihre Schüchternheit zu überwinden. So begann sie im zarten Alter von 16 Jahren, eigene Songs zu schreiben und aufzuführen. Sie spielte seitdem mehrere Tourneen, um sich in Großbritannien und Deutschland einen Namen zu machen. SOBI erzählt in ihren Liedern emotionale Geschichten von Beziehungen, glückseligen und traurigen Erlebnissen, dunklen Zeiten und hoffnungsvollen Silberstreifen. Als Inspiration und Vorbilder gibt SOBI die New-Folk-Szene und Künstler wie Laura Marling und Noah and the Whale an. Wie bei Julien Baker kontrastiert ihr zarter Gesang zu der harten E- Gitarre, die sie spielt.

Seit dem 14.02. 2020 ist SOBIs Debüt-EP „Home One Day“ auf allen Plattformen anzuhören. Leitfaden der fünf Songs ist das Thema der Mental Health in aller Vielfalt. In „Devil“ und „Pull It Together“ geht es über Ängste, „Missing You“ hat den Liebeskummer im Fokus – während „Pearl“ den engen Mutterinstinkt und „Human“ die Vergebung und Empathie thematisieren. SOBI sagt dazu:

“The songs on this EP are some of the most personal songs I have written. The central theme is hope. I feel like we’re all constantly wrestling with our demons, but there’s this knowledge that something better is just beyond the horizon. That’s the hope we need to keep going. ” 

Home One Day markierte den Beginn eines neuen Kapitels für SOBI und ihre Musik. Nachdem sie ihre Songs jahrelang ganz alleine geschrieben und aufgeführt hatte, war es ein großer Schritt, das Team zu erweitern und mit dem Produzenten Helge Preuß zusammenzuarbeiten. Der größte Teil der EP wurde im Toolhouse Studio in Deutschland mit SOBIs Band aufgenommen, die seitdem ausgiebig mit ihr in ganz Deutschland tourte.

Blinker -"Wie ich bin " und "Wegen Drogen"

Zwei Tracks aus der kommenden EP

Foto: Tobias Dienst

Schon bei seinen vorangegangenen Veröffentlichungen verarbeitete der 27 Jährige aus Süddeutschland stammende Musiker persönliche Erfahrungen zu ehrlichen Texten. Seine Themen reichten von mentaler Gesundheit (Herr Doktor, 1. Single), über die Zwänge und Lügen im Familienleben ( Luft aus der Debüt-EP „Blicke“ ) bis zur Selbstfindung. Das letzte Thema verarbeitete er gekonnt in der Single „Wie ich bin“ aus seiner zweiten EP namens „Blitz„, die in diesem

Deutscher Indie -Pop mit ehrlichen Texten

Frühjahr endlich veröffentlicht wird. Inzwischen gibt es einen weiteren Track aus der kommenden EP. In „Wegen Drogen“ setzt sich der urbane Indie-Popper kritisch mit all den legalen und illegalen Substanzen auseinander, die für viele Mitglieder unserer Gesellschaft scheinbar unerlässlich sind, um an ihr teilhaben zu können: „Hab eine Freundin, bei der ich ziemlich sicher bin, dass sie nur schlafen kann, wenn sie etwas nimmt„, singt Blinker beispielsweise in seinen typischen dunklen Sprechgesang

THE SCREENSHOTS – LIEBE GRÜSSE AN ALLE

So funktioniert das. THE SCREENSHOTS sind Größen in den sozialen Medien. Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel teilen ihren anarchischen Humor und und ihre messerscharfen Realitäts-Analysen auf Twitter. Auftritte im Neomagazin Royale, Features im Fest&Flauschig Podcast und ausverkaufte Konzerte sind die Folge. Im neuen Video machen sie alles richtig. Es gibt süße Hundewelpen und einen Sportwagen wie bei Bilderbuch. In „Liebe Grüße an Alle“ wird niemand von Bedeutung vergessen. Die Angst, Die Nerven, Angela Merkel, Geld, Musik und Gott. Wer nicht gegrüßt wird, hat eben keine Bedeutung.

Für den Erfolg würde aber alles nichts nutzen, wenn der musikalische Drive fehlen würde. Fehlt aber nicht. Der Bass drückt, die Gitarren sind saftig verzerrt, das Schlagzeug hat Wumms: So geht Rockmusik im neuen Jahrzehnt.

Swutscher geben ihren Senf dazu

Foto: Jonas Albrecht

Am 14.2. erscheint die EP „Senf“ von Swutscher aus Hamburg

Entschuldigung, der Titel dieses Beitrags hat sich einfach aufgedrängt. Ich mag deutschsprachige Pop- und Rockmusik. Als nativ nur deutsch sprechender Mensch bin ich gezwungen, z.B. englische Texte zu übersetzen. Englisch habe ich so leidlich in der Schule gelernt. Bei anderen Sprachen habe ich gar keine Chance. Musik hören findet aber mit dem Herzen statt, Übersetzen mit dem Kopf, in Wirklichkeit sind es wohl unterschiedliche Hirnhälften. Das Übersetzen bleibt daher oft auf der Strecke. An diesem Dilemma kommt man bei deutschen Texten vorbei. Was ist aber, wenn man das Getuschel alter Herren wie Herbert Grönemeyer oder Udo Lindenberg trotz deutscher Texte nicht versteht, das sogenannte Songwriting von Mark Foster und Co peinlich bedeutungslos findet, oder beim Autotune-Gehabe von Bausa gleich abschalten muss? Hilft da abwarten und Tee trinken? Oder gleich Alkohol? Mitunter muss man ja 5 Jahre warten, bis Thees Uhlmann wieder singt und Sven Regener und seine Element of Crime veröffentlichen auch nicht ständig.

Senf Cover – La Pochette Surprise Records

Da hilft es , sich bei jungen alternativen deutschsprachigen Rockbands umzuschauen und stößt auf die hamburgische Band Swutscher. Während ihr Debütalbum „Wilde Deutsche Prärie“ sich nach alternativer Country-Musik mit deutsch Texten anhörte, etwa das betrunkene (und bessere) Gegenstück von Truck Stop, kann man bei bei den vier Stücken der am Freitag raus kommenden EP „Senf“ eine Erweiterung des Spektrums erfahren. „Affenkönig“ lässt Erinnerungen an Ton Steine Scherben wach werden, nicht zuletzt , weil der Text sozialkritisch verstanden werden kann. Der Affenkönig bringt die Welt an den Rand des Abgrundes. Für Affenkönig kann nach Belieben den Name eines Staatsoberhauptes, welches aus unerfindlichen Gründen gewählt wurde (Trump, Johnson, Erdoğan) oder eines ungewählten Despoten einsetzen. Oder ist der Affenkönig gar das wilde Tier, das in uns regiert und giert.

Auf Achse“ befasst sich zwar mit dem in der Countrymusik beliebten Thema „Trucker-Romantik“, wird aber hier mit einer Punk-Attitüde dargebracht, wie es seinerzeit die Nina Hagen Band (Ich Glotz TV) vermocht hatte. Die A1 ist eben nicht die Route 66, sondern Stau bei Bremen Brinkum und Sanifair-Toiletten. Im kurzen Track „Schuften“ (01:51) kehren die Jungs von Swutscher wieder die norddeutschen Countryboys heraus. Sie steigern das Bruttosozialprodukt unterlegt mit einen ordentlichen Trainbeat, wie bei einem Johnny Cash- Song.

Das schönste Stück auf der EP is zugleich das letzte. „Nimmersatt“ glänzt durch ein wunderschönes irgendwie altmodisch vertraut klingendes Gitarrenriff. Es fühlt sich wie eine staubige Veranda bei Sonnenuntergang im kalifornisch-mexikanischen Grenzgebiet an. Der Gesang von Sascha Utech könnte ebenso gut in die Fernsehserie Berlin-Babylon gehören. Das fantastische dabei ist, das alles so gut zusammenpasst.

Fazit: Swutscher ist der norddeutsche Ausdruck für jemanden, der ein liederliches Leben führt. Ihren Stiel nennen Swutscher Alkofolkpop. Auf einer EP mit nur vier Stücken so eine musikalische Bandbreite vorzulegen, zeugt nach meine Ansicht aber weniger von hohem Alkoholkonsum, sondern von vielmehr von hoher Professionalität.

Auf der Swutscher-Tour mag es sein, das sich Alkoholkonsum und hohe Professionalität einander nicht ausschließen. Gewiss schmeckt Bier (Astra?) zu der Musik vorzüglich. Deshalb hier die

Tourdaten

13.02. Hamburg – Komet (Release-Show I)
14.02. Hamburg – Komet (Release-Show II)

31.03. Köln – Bumann & Sohn
01.04. Nürnberg – MUZ Club
03.04. Stuttgart – ClubCANN
04.04. München -Heppel & Ettlich
06.04. AT-Wien – Rhiz
07.04. Dresden – GrooveStation
08.04 Leipzig – Naumanns
09.04. Würzburg – CAIRO
10.04. Solingen – Waldmeister 
11.04. Düsseldorf – Ritus

SUZAN KÖCHER'S SUPRAFON-SUPRAFON

Foto: Carsten Wohlfeld

Bereits seit dem 08.11.2019 ist das Das Album „Suprafon“ von Suzan Köcher’s Suprafon erhältlich. Anlass, an das herrlich entspannte Album zu erinnern, ist das jetzt erschienene Video zu dem Titelsong. Die Musik der Band, deren Mitglieder ihre Wurzeln in der Türkei, Indonesien und Deutschland haben ist nicht so leicht einzugrenzen. Verspielte Psychedelik, düstere Krautrock-Anleihen, melancholischer Dream Pop und dazu Suzans einprägsamen Stimme ergeben ein einzigartiges Klangbild.

Celeste – Stop This Flame

Die britische Sängerin Celeste ist  BBC Sound of 2020 und BRIT Rising Star – Gewinnerin und das völlig zurecht, denn sie begeistert mit ihrer außergewöhnlichen Soul-Stimme. Diese authentischen Powerfrau interpretiert Neo-Soul ganz eigen, mal verführerisch, mal dramatisch und immer unglaublich gefühlvoll.

Hamilton Leithauser – Here They Come

Credit Promo Glasnote Records

Der New Yorker Sänger, Songwriter und Produzent Hamilton Leithauser kehrt mit der neuen Single „Here They Come“ zurück. Bei den folkigen Song handelt es sich um echtes DIY.Leithauser schrieb und produzierte den Song und spielte jedes Instrument auf dem Titel selbst ein. Seine Frau Anna Stumpf lieferte den Background-Gesang.

Hamilton Leithauser erzählte, alle Songs auf seiner neuen Platte handelten von echte Menschen, einige seien fremd, aber viele seien Freunde. Das Lied „Here They Come“ beschreibt einen Freund, der ständig vor seinen Problemen flüchte. Wenn es schwierig wird, renne er immer weg. Das Lied handelte von dem Moment, wenn die Lichter in einem Kino angehen, in dem er sich den ganzen Tag versteckt habe. Da das Einfügen persönlicher Details in Songtexte etwas heikel sei – mann wisse nicht, wie die Leute reagieren könnten, wenn sie sich in einer bestimmten Zeile wieder erkennen, habe Leithauser das Lied seinem Schauspieler-Freund Ethan Hawvorgespielt, um seine Reaktion zu testen.

Die Reaktion ist dann hier zu sehen:

Thundercat – Black Qualls

Der amerikanische Bassist und Songwriter Stephen Lee Bruner, besser unter seinen Künstlernamen Thundercat, ist in vielen Genres zu Hause, darunter Fusion, Hip Hop und Electronica. Die Liste der Künstler, mit denen er zusammengearbeitet hat ist lang, Snoop Dogg, Stanley Clarke, John Legend,  Erykah Badu und Kendrick Lamar, auf dessen hoch gelobten Album To Pimp a Butterfly er als Bassist und Produent gewirkt hat.  Mit den Dj Flying Lotus verbindet eine langjährige musikalische Freundschaft Nun hat Thundercat die Veröffentlichung seines vierten Studioalbums angekündigt. Der Langspieler mit dem Titel „It is what it is“ soll im April erscheinen.

Die letztens vorab erschienene Lead-Single „Black Qualls“ vereint 70er-Jahre Gitarrenfunk mit zeitgemäßem R‘n‘B-Gesang und groovigen Basslines. Unterstützung erhält Thundercat auf dem neuen Track von The-Internet-Gitarrist Steve Lacy sowie von R‘n‘B-Sänger Steve Arrington.