Auf die Ohren – Playlists

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Indie Love

Öffentlich-rechtliche und private Radiostationen unterscheiden sich in ihrer Musikauswahl so gut wie gar nicht. In der Rotation wiederholen sich nur Hits der Majorlabels. Hier kannst du andere Musik von Alternative-Rock bis Indie-Pop genießen. „Indie Love

Ohrwurm

Abseits des Mainstreams gibt sehr viel gute deutsch gesungene Musik. Viel Vergnügen mit “Ohrwurm”. Hier gibt es ständig aktuelle Musik von Deutsch-Pop bis zu deutschem Hip-Hop.

Bassline

Gib mir Bass. Bass schont den Gehörgang, den er wird mit dem ganzen Körper gehört. „Bassline“ bietet alles von Electronia bis R&B. Haptsache der Bass groovt.

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Dein Herz brennt für eine begnadete Singer/Songwriterin, für eine coole Slacker-Band, einen grandiosen Indie-Sänger. Das Internet weiß alles, aber über diese/n Künstler*in viel zu wenig und Du könntest es der Welt mitteilen, etwa über das famose Konzert berichten, dass Du (hoffentlich) bald besuchen wirst.

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Schreiben macht Spaß. Du wirst als Gastautor*in genannt und erhältst Anerkennung von Deiner Community. Du kannst Deinen Gastbeitrag in Deinem sozialen Netzwerk teilen. Ein Honorar können wir nicht zahlen. Wir verdienen mit diesen Blog auch nichts. Es geht um Freude und Ehre. Wenn Du es mal versuchen willst, melde Dich.

Gregor McEwan – The Beat Of Your Drum

Bei Gregor McEwan geht es Schlag auf Schlag weiter in Richtung Sommer-EP. „Beat Of Your Drum“ ist eine lockere, sommerliche Indie-Folk Nummer, welche als recht luftiger Folk Song beginnt, aber gegen Ende vom einsetzenden Drum-Beat und der E-Gitarre mehr und mehr übernommen wird. The Beat Of Your Drum erscheint zusammen mit einem wunderbaren Lyric Video. 

ALEX MAYR – Zeit

ALEX MAYR gelingt eine überaus interessante Mischung. Das Chansonhafte ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Darbietung. In ihrem neusten Song „Zeit“ konfrontiert sie uns z. B. mit den Zeilen: „Was am Ende bleibt ist nicht die Ewigkeit. Was am Ende fehlt ist nur verlorene Zeit“. Diese schlichte Wahrheit wird rüber gebracht mit verzerrte Dreampop-Gitarren, einer Wand aus Streichern und Bläsern, abgehangenen Drums, einem verlorenen Mellotron und jede Menge Percussion, dass das Zuhören eine wahre Freude ist. Hinzu kommt noch ein elegantes Video, wodurch der cineastischen Gesamteindruck komplettiert wird.

(Foto oben: Sarah Ungang)

„Zeit“ ist nach „EINGANG“ und „MARGARITAS“ nun die dritte Single  aus dem bald erscheinenden Album „PARK“(VÖ 09.07.21).

BANKS -The Devil

BANKS veröffentlicht zum ersten Mal unabhängig Musik und produziert jeden Track selbst mit. Dabei fällt die Single „The Devil“, als erster Vorgeschmack auf ihr in diesem Jahr erscheinendes Album, überraschend poppig aus, denn bislang verbindet man BANKS mit eher düstererem Synth-Pop mit Hang zu Emo und Goth.

Auch das Video von BANKS mit produzierte Video ist bunt. Visuell inspiriert von Francis Ford Coppolas Dracula dominieren die Farben Schwarz und Rot. Die Verrenkungen der Tänzerinnen erinnern an den schwarzen Komödienklassiker  “ Der Tod steht ihr gut“. Das Video drückt ein neues Selbstbewusstsein der Künstlerin nach einer traumatischen Trennung  aus.

“BANKS erklärt das Konzept: „Dieses Video repräsentiert die verdrehte, surreale und verspielte Welt, in der ich als Teufel existiere. Kein Dämon kann mich berühren, da ich nicht seinem Charme erliegen werde. Gib mir eine Rose und ich werde sie essen. In dieser Welt hypnotisiere ich jeden Dämon und stopfe ihn in eine Kiste, während ich mit meinen Teufelsschwestern tanze, fliege und spiele.“ Weiter verrät sie: „Bei ‚The Devil‘ geht es darum, stärker zu sein als die Dämonen, die dich verfolgen. Über Wiedergeburt und Verwandlung in die Naturgewalten, zu denen wir geboren wurden.

glu: – No Tears

glu: ist Lautschrift und bedeutet Leim. glu: nennt sich das Leipziger Quartett um die Sängerin Charlotte , Max Schäfer (Git/Synth), Tim Schönherr (Bass) und Philipp Berger (Drums), welches sich erst 2020 gründet hat. Der Leim, der die musikalischen Ideen zusammenhält, heißt Pop. Über die zweite Single Single „Circle“ schrieb „Auf die Ohren“: „Dabei gelingt es glu: super, den Synthsound der 80er und 90er Jahre in die heutige Zeit zu transferieren“

Nun veröffentlichte glu: mit gleicher Virtuosität einen neuen bitter-süßen Song. „No Tears“ ist ein ein langsames Stück voller Melancholie. Dazu gibt es ein sehr schönes in Handwerker:innen-Manier von ihnen selbst gemachtes Video mit dem vielleicht letzten Schnee des Jahres 2021.

glu: haben für den Sommer ihre erste EP angekündigt, worauf wir uns sehr freuen.

Parcels – Free

Die Parcels sind fünf Jungs aus Byron Bay, Australien, Louie Swain (Gesang, Keys), Patrick Hetherington (Gesang, Keys, Gitarre), Noah Hill (Gesang, Bass), Anatole „Toto“ Serret (Gesang, Drums), Jules Crommelin (Gesang, Gitarre). Sie leben jetzt in Berlin und haben auch gute Kontakte nach Paris, denn sie pflegen eine künstlerische Freundschaft zu Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, den Ex-Daft Punks. Daft Punk produzierten in Paris Parcels  Single „Overnight“ aus dem Jahr 2017. Typisch für die Parcels sind Harmoniegesang, ein perkussiv geprägter Rhythmus und tighte Funk-Gitarren . All das vereint die neue Single „Free“, die sich so anhört, als seien die Bee Gees aus den 70ern in die Moderne gebeamt worden und im Studio von Daft Punk gelandet. (Foto oben: Mia Rankin)

Novaa -I’m Hungry

Antonia Rug ist eine Electropop-Sängerin, Songwriterin und Produzentin aus Berlin. Als Künstlerin nennt sie sich Novaa. Mit   ihrer neuer Single „I’m Hungry“ gibt die junge Künstlerin Einblick in ihr Seelenleben und thematisiert ein leidvolles Problem vieler junger Mädchen. Hier Novaas eigenen Worte: „Oft gibt es ein Bild von Essstörungen, das einen schädlichen und falschen Glamour in sich birgt. Zum Beispiel Schilderungen, dass Menschen eine Essstörung haben, weil sie dünn sein wollen, weil sie einem bestimmten Stereotyp entsprechen wollen, was der Fall sein kann, aber meistens steckt sehr viel mehr dahinter. Als ich etwa 14 oder 15 war, entwickelte ich eine Essstörung. Ich habe lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass ich diese habe, und noch länger, um zu entscheiden, dass ich mich davon heilen will. Manchmal, wenn wir Dinge nicht verstehen, uns selbst, das Leben, die Art und Weise, wie die Menschen mit uns und der Welt umgehen, wenn wir das Gefühl haben, keine Kontrolle über sie zu haben, neigen wir dazu, einfache Lösungen zu suchen. Lösungen, die uns das Gefühl geben, die Kontrolle zu haben. Ich habe die Kontrolle darin gefunden, meinen Körper, mich selbst so zu behandeln, wie ich es wollte, auf eine Weise, die schädlich war. Das war offensichtlich eine Illusion, aber zu dieser Zeit eine sehr überzeugende für mich. Ich bin noch immer und ständig dabei, daraus zu lernen und davon heilen, und ‚I’m Hungry‘ ist ein Teil meines Lern-, meines Heilungsprozesses. Wenn Du mit etwas Ähnlichem kämpfst – ich sehe dich, ich fühle mit dir, you got this.“

Klangkarussell – Home

Klangkarussell veröffentlicht ihr neues Video zu ihrer aktuellen Single „Home“

Das österreichische DJ-Duo „Klangkarussell“ begeistert uns seit ihrem Track Sonnentanz“, der vor einigen Jahren einigen Jahren zum weltweiten Chart-Hit wurde. So ein Charterfolg hat den Nachteil, dass – insbesondere wenn die Künstler*innen vertraglich an ein Musiklabel gebunden sind – ein Recycling des erfolgreichen Produkts erwartet wird und die eigenen Visionen und Entwicklungen hinten angestellt werden müssen. Die beiden langjährigen Schulfreunde haben daraus ihre Konsequenzen gezogen und die Zügel mit ihrem eigenen Label „Bias Beach“ selbst in die Hand genommen. Das funktioniert durchaus erfolgreich, wie z.B. die Singles Ghostkeeper feat. GIVVENsowie fünf weitere Veröffentlichungen seit September 2019 zeigen

.(Foto oben: Bella Lieberberg)

Zu ihrem neuesten Track „Home“ gibt jetzt ein Video von Regisseur Rupert Höller (Leyya, Oehl, Lisa Pac). Höller ist bekannt dafür, dass er die Emotionen des Songs in minimalistischen, aber ergreifenden Bildern umsetzt.

„Home“ handelt davon, dass  auch wenn wir viel unterwegs und frei sein wollen, trotzdem der Wunsch in uns wohnt, die eine besondere Person finden will, für die man alles aufgeben würden. Der Song handelt von dem Augenblick in dem man genau das erstmals realisiert.

Oehl – 300.000

Das isländisch-österreichische Duo Oehl wird t am 02. Juli mit „100% Hoffnung“ das  Mini-Album „100% Hoffnung“ vorlegen. Es ist als Konzeptalbum angelegt, das sich mit den Auswüchsen des Kapitalismus auseinandersetzt. Es geht um Arbeit ohne Freude, Kaufen ohne Sinn, Alltag ohne Perspektive. Die zweite Single, die Oehl nach “Arbeit” aus dem Mini-Album veröffentlichte, heißt 300.000. Darin wird die Geschichte eines österreichischen Finanzskandals im vergangenen Jahr rund um die regionale Commerzialbank im österreichischen Burgenland erzählt. Hier wurden über Nacht rund 14.000 Privat- und Geschäftskonten eingefroren, nachdem herauskam, dass die Bank ca. 705 Millionen Euro veruntreut hatte. Oehl erzählt diese Geschichte anhand einer Jungfamilie, deren Traum vom eigenen Haus mit dem Skandal platzte. Wie eine Hymne wird in „300.000″ ein bittersüßes Zitat besungen: „Es ist nur Geld“. 

Ariel Oehl meint: „Wenn man sich mal mit der globalen Finanzwirtschaft und der Arbeitswelt auseinandersetzt, muss man eigentlich zum Marxisten werden.“

(Foto oben: Tim Cavadini)

Balbina – Hallo

Die Berliner Musikerin ist mit einer epochalen Acht-Minuten -Single wieder da

Balbina stammt aus Warschau und kam als Dreijährige nach Berlin. Sie ist eine extravagante Erscheinung in der Berliner Musikszene. Ihr Outfit, ihre Texte und ihr Gesang sind eigenwillig. Um ihrer Musik die sie auszeichnende Opulenz zu verleihen, arbeitet sie bei ihren Studioaufnahmen und bei Live-Auftritten gerne mit dem renommierten Deutschen Filmorchester Babelsberg zusammen.

Entgegen aller modernen Marktgesetze erreicht ihr neues Lied beinahe die 8 Minuten-Marke. Aber es dauert eben auch so lange, dass sich „Hallo“ voll entfaltet. Der Song klingt wie eine Hommage an das Disco-Zeitalter. Wie so üblich spielt bei Balbina aber auch stets ein Funken Melancholie mit.

„Hallo“ wurde von Balbina selbst produziert. Die Streicher stammen auch hierbei vom Deutschen Filmorchester Babelsberg. (Foto: Manuela Reut)

Kings of Convenience -Rocky Trail

Wenn sich ein Duo selbst als Könige der Bequemlichkeit bezeichnet, darf es sich durchaus 12 Jahre Zeit nehmen, um ein neues Album zu veröffentlichen. Kings of Convenience sind  Eirik Glambek Bøe und Erlend Øye aus dem norwegischen Bergen, die schon als Teenager zusammen Musik gemacht haben. Das Indie-Folk Duo wird geschätzt für ihren sanften Akustikgitarren-Sound. Das sie sich über ein Jahrzehnt dem süßen Nichtstun hingegeben haben, stimmt natürlich nicht. Eirik ist als Schriftsteller in Bergen geblieben und war auch musikalisch mit der Band Kommode unterwegs. Erlend war zunächst in Bergen als Produzent unter anderem für die Indie-Pop-Band Kakkmaddafakka aktiv. Er zog nach Berlin und war Mitglied der der Berliner Band The Whitest Boy Alive, bevor es ihn nach Syrakus/Sizilien verschlug. Jetzt gingen Øye und Bøe für ihr viertes Album zusammen ins Studio. Da die beiden Perfektionisten sind, hat der Aufnahmeprozess für „PEACE OR LOVE“ (VÖ 18.06.) auf fünf Jahre gestreckt . Das Album ist in fünf verschiedene Städte entstanden. Vorab gibt es schon mal die Single „Rocky Trail„.

Das Video ist ein Genuss, nicht nur für Freunde des melodischen Harmonie-Gesangs und akustischen Gitarrenklängen, sondern auch für Liebhaber des skandinavischen Wohnstils.