A Perfect Circel – So Long, And Thanks For All The Fish

Ein genialer Sänger der aussieht, wie Riff Raff aus der Rocky Horror Picture Show. Der mindestens drei musikalische Projekte laufen hat, sich aber lieber mit anderen Dingen beschäftigt, sodass alle sehnsüchtig auf die nächste Platte warten. Ein Song, der so heißt, wie der Titel des vierten Bands der fünfteiligen Romanserie „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Das sind die Zutaten für So Long, And Thanks For All The Fish von A Perfect Circle.

Der Sänger mit der eindringlichen Stimme ist der Exzentriker, Sänger, Schauspieler und passionierte Winzer Maynard James Keenan. Mit Adam Jones, Danny Carey und Paul D’Amour, der später von Justin Chancellor ersetzt wird, fand der quirlige Keenan Gleichgesinnte und gründet im Jahr 1990 die Band Tool. Jedes Bandmitglied hat außer Tool auch Nebenprojekte, sodass seit 2006 einfach kein Tool-Album mehr erschienen ist. Keenan beschäftigte sich mit Weinanbau und gründete mit dem Tool-Gitarristen und Tontechniker Billy Howerdel A Perfect Circel.

Der Song So Long, And Thanks For All The Fish stammt aus dem 2018 erschienenen Album „Eat The Elephant“. Der Song und das morbide Video befassen sich mit nichts geringerem als dem Untergang dieser Welt im atomaren Feuer. Eine gehetzte Welt (Time is money and money’s time), in der dekadent jeder zweite Cent für unnütz für Anwälte, Computer(-Apps), Nationalismus (Flaggen) und Schönheits-Operationen ausgegeben wird. Unsere Helden Gene Wilder (Willy Wonka), David Bowie ( Major Tom), Muhamed Ali, Carrie Fisher ( Prinzessin Leah) und Prince sind schon von der Welt gegangen. Die Delphine sind auch schon weg. Mit der Zeile :

„All the dolphins have moved on
Signaling the final curtain call in all its atomic pageantry“


bezieht sich der Song auf den Klassiker von Douglas Adams In der Geschichte „Macht’s gut und danke für den Fisch“ kehrt der Held Arthur Dent auf die eigentlich explodierte Erde zurück, um herauszufinden, ob es noch dieselbe wie vorher ist. Sie ist es, allerdings sind die Delphine verschwunden. Dafür findet Arthur in seinem Haus ein rätselhaftes Glasgefäß, auf dem die Worte eingraviert sind: „Macht’s gut und danke“.