Olympia – Shoot To Forget

„Auf die Ohren“ liebt es , wenn ein Musikvideo genau das visualisiert, was der Song aussagt. Genau das ist bei Shoot To Forget umgesetzt worden. Die Singer-Songwriterin und Gitarristin Olivia Bartley, alias Olympia, setzt sich mit der Idee auseinander, dass wir unser wahres Selbst vor der Welt verstecken. Die Video-Regisseurin Leilani Croucher sagt zu ihrem Werk: „ The film is a performance piece, exploring the different characters and personality types that live inside Olympia, and us all.“

So wird Olympia im Video zur Meisterin der Verkleidung.Von Braut zu Vamp, zu Trauernder, zur Eiskunstläuferin und zu weniger definierbaren Charakteren.

Wieder einmal kommt eine starke Indie-Rockerin aus Australien. Mit einer anderen starken Frau aus Australien, Julia Jacklin, ist Olympia zur Zeit auf Europa Tournee. Shoot To Forget ist eine Vorab-Single aus dem kommenden Album Star City.

Tiny Ruins- Holograms

Der zweite Track vom anderen Ende der Welt, in diesem Fall Neuseeland, ist etwas ruhiger. Hinter Tiny Ruins steckt die neuseeländische Sängerin und Songschreiberin Hollie Fullbrook. David Lynch und Lorde sind Fans von ihr. Jetzt wird ihr drittes Album Olympic Girls auf Courtney Barnetts Lable Milk erscheinen. Die ausgewählte Single Holograms ist ein luftiger Track, der auf Fullbrooks Gesang basiert. Das Video zeigt ein Mädchen, das versucht, Laternen-Satelliten aufzustellen. Es wurde von Kate Bushs „Cloudbusting“ -Video inspiriert, das ähnliche Einstellungen eines Mannes zeigt, der versucht, einen „Cloudbuster“ zu bauen.

 

 

Fullbrook erklärte das Lied und das Video wie fogt: 

Holograms steht für die Idee, dass Technologie uns immer mehr verbindet. Dass wir nicht nur emotional oder mental miteinander verbunden sind, sondern dass unsere Körper physische und sterbliche Grenzen durch Technologie überschreiten. Dass wir jemanden zurückbringen können. Für das Video wollte ich ein Gefühl der Sehnsucht nach diesem funkelnden, farbenfrohen anderen Bereich, in dem alle miteinander verbunden sind, in Einheit. Der Regisseur Martin Sagadin und ich begannen, uns darüber zu unterhalten, das das Lied ein Gefühl für Science-Fiction fordert, was zu der Idee führte, dass einen Sateliten aus Laternen zu bauen, um durchTechnologie mit einem anderen Bereich der Existenz zu kommunizieren. Aber die Technologie sollte ein bisschen alt sein und nicht ganz „dieser Zeit“ – wir wurden von Kate Bushs „Cloudbusting“ -Video dahingehend inspiriert, dass Technologie nicht mehr funktioniert. Es gibt eine Zeitlosigkeit oder einen Mangel an Spezifität bezüglich der Zeit. Die Idee des Videos ist, dass ich eine Vision von diesem Ort habe, den ich erreichen möchte … Ich sammle bestimmte Objekte, von denen ich glaube, dass sie mich mit diesem Ort verbinden. Aber am Ende ist es vergeblich – ich versuche mit all meiner aufgefahrenen Technologie den Planeten zu erreichen, der durch die Mauer scheint, und … alles bricht vor mir zusammen.

Julia Jacklin – Head Alone

Die nächsten beiden Beiträge führen uns an das andere Ende der Welt. Zunächst nach Australien. Es wird ja die Auffassung vertreten, dass Gitarre spielende Frauen mit ihren relevanten Themen die Rettung des Indie-Rocks sind. Rockende Männer mag angeblich keiner mehr hören. Ob die These stimmt, weiß ich nicht. Ich kann nur feststellen, dass zur Zeit einfach guter Gitarren-Rock von Frauen gespielt wird . Beispiele dafür sind Sharon van Etten oder die aus Australien stammende Courtney Barnett.

Ebenfalls aus Sidney stammt Julia Jacklin, deren schon drittes Album Crushing für den 22. Februar angekündigt ist. Im Song Head Alone geht es um sexuelle Selbstbestimmung.