Empress of – When I’m With Him

Heute morgen habe ich auf dem Weg zur Arbeit den Podcast Song Exploder von Hrishikesh Hirway gehört, welcher sehr zu empfehlen ist. In der zweiwöchentliche Show sprechen Musiker über den kreativen Prozess hinter einem Song, während sie den Song in seine Einzelteile zerlegen.

In der  heutigen Folge ging es um den Song „When I’m With Him“ von Lorely Rodriguez. Sie ist Sängerin, Songwriterin  und Producerin und nennt sich Empress Of. Sie hat bereits zwei Alben veröffentlicht und mit Khalid, Blood Orange und Dirty Projectors auf Tracks gesungen. Ihr erstes Album „Me“ hat sie alleine produziert. Aber ihr zweites Album,“ Us„, enthält eine Reihe von Kollaborationen. Den Song „When  I’m With Him“ produzierte sie gemeinsam mit Jim-E Stack und Dan Nigro. Lorely hat ihre Wurzeln in Honduras. Beim Schreiben ihrer Songs nutzt sie die englische Sprache, aber auch spanisch, weil der Gesang dann einen anderen Rhythmus bekommt.

Qeer: Hayley Kiyoko -Curious

Wenn man sich die 80′ und 90′ Jahre im Hinblick auf queere Künstler anschaut, fällt eine Dominanz von Männern auf. Das ändert sich derzeit.

Die japanischstämmige Schauspielerin Hayley stammt aus Los Angeles. In Amerika wurde sie schon in jungen Jahren durch Fernsehproduktionen bekannt. Seit 2013 ist sie auch Sägerin und hat 3 EPs, sowie 2018 das Album Expectations veröffentlicht. In ihren Texten und Videos bringt die LGBT-Aktivistin offen ihrer Homosexualität zum Ausdruck.

Qeer: St. Vincent- Fast Slow Disco

Wenn man sich die 80′ und 90′ Jahre im Hinblick auf queere Künstler anschaut, fällt eine Dominanz von Männern auf. Das ändert sich derzeit.

Die US-amerikanische Multiinstrumentalistin, Sängerin und Songwriterin Anni Clark tritt unter dem Namen St Vincent auf. Mit dem Ex-Talking Head David Byrne  veröffentlichte sie das Album Love This Giant

Ihre Beziehung mit dem Model Cara Delevigne und später mit der Schauspielerin Kristen Stewart wurden in der Klatschpresse ausgeschlachtet. Obwohl Clark eine sehr private Person ist, betont sie in Interviews, dass sie ihre Sexualität nicht kategorisiert. Sie identifiziere sich nicht mit Begriffen wie homo- oder heterosexuell. Vielmehr glaube sie an sexuelle und genderbezogene Fluidität.

Auf ihrem Album Masseducation gibt es den langsamen Track Slow Disco. Für die Party besser geeignet ist die schnelle 2018-Version Fast Slow Disco. Das Video zu Fast Slow Disco zeigt sie tanzend in einem Schwulen-Club zwischen leicht bekleideten und schwitzenden Männern. Mir gefällt die Performance  bei Later… with Jools Holland auf BBC Two besser-

 

Queerness in der Popmusik

Das Wort  queer wurde oder wird immer noch im englischen Sprachraum – ebenso wie das Wort schwul im deutschen – als Schimpfwort gebraucht. Im Laufe der 1980er und 1990er Jahre gelang es jeddoch, den Begriff politisch positiv zu besetzen. Queer steht heute für die Betonung der eigenen, von der Heteronormativität abweichenden Geschlechterrolle, Geschlechtsidentität bzw. Lebensweise. Zur queeren Bewegung zählen nicht nur Schwule und Lesben, sondern auch bisexuelle, intersexuelle, Transgender-, pansexuelle, asexuellen  und auch heterosexuelle Menschen, welche Polyamorie praktizieren. Alle verbindet die Forderung, dass der angenommene Zwang zur Heteronormativität aufgelöst werden muss und alle Menschen ihr Leben mit unterschiedlichen Vorstellungen, sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentitäten in Frieden leben zu dürfen. In dem öffentlichen Diskurs hat die Popmusik von je her eine bedeutende Rolle gespielt, indem Künstler  ihre  abweichende  sexuelle Identität offenbarten oder sich mit einer solchen darstellten. Denkt man an  Beispiele aus den 80′ und 90′ Jahren zurück, fällt einem die Androgynität von David Bowie, Annie Lennox, Grace Jones oder Boy George ein oder der das gegen alle gesellschaftlichen Widerstände Bekennen zur Homosexualität von Jimmy Summerville (Cry Boy, Cry), den Petshop-Boys oder Marc Almond. Ebenso das bewusste zur Schau stellen der Homosexualität, wie bei Frankie Goes to Hollywoods oder den Village People. Jedenfalls bietet die Popmusik solchen Künstlern die  ideale Projektionsfläche und hilft damit auf dem Weg zur gesellschaftlichen Akzeptanz. Andersherum braucht die Popmusik offenbar nicht nur das Musikalische, sondern Persönlichkeiten, die sich von der Lebensweise der Normalbürger abheben.(Von einem Normalo im Paillettenjacket erwartet man allenfalls Schlager à la Roland Kaiser.) Diese Facetten des Leben können queere Künstler eben neben guter Musik bieten. Es mag zwar, wie Macklemore & Ryan Lewis meinen, „The Same Love „sein, aber alles andere Leben ist anders.

Nouvelle Vague -Dance with Me

Nouvelle Vague wurde im Jahr 2003 von den beiden Produzenten Marc Collin und Olivier Libaux. gegründet. Sie arbeiteten mit unterschiedliche Sängerinnen – unter anderem Camille,  Mélanie Pain, und Phoebe Killdeer zusammen. Sie wurden damit berühmt, Klassiker der Achtziger Jahre  im Bossa-Nova-Stil neu zu interpretieren.Bossa Nova heißt aus dem Portugiesischen übersetzt  neue Welle, so wie der Name der Band aus dem Französischen. Nouvelle Vague   ist auch eine Stilrichtung des französischen Films. Einer der prägenden Filme dieser Stilrichtung ist „Bande à part“, (Die Außenseiterbande) von Jean-Luc Godard aus dem Jahr 1964. Darin gibt es folgende Tanzszene

Hier schließt sich der Kreis. Denn das im Jahr 2006 von Nouvelle Vague veröffentliche Album „Bande à part“  enthält als dritten Track der Song „Dance with Me“ gesungen von Mélanie Pain und dazu gibt es dieses schöne Video.

Das Original geht übrigens so

Zwei starke Stimmen: Cat Power zusammen mit Lana Del Rey

Charlyn Marie „Chan“ Marshall ist besser bekannt als Cat Power. Nach 6 Jahren Pause, in der Zeit hat sie Krankheiten, Alkoholprobleme und schwierige Beziehungen verarbeitet und ein Kind bekommen, hat die Singer/Songwriterin ein neues Album „Wanderer“ veröffentlicht. Darauf befindet sich der Track „Woman“ . Chens Freundin  Lana Del Rey hilft dabei als Backgroundsängerin aus, auch wenn man sie im Video nicht sieht.. Die Stimmen passen gut zueinander

Aurora – Queendom

Running With The Wolves“ kann man aus dem TV-Spot  des Telekom-Konzerns kennen. Aurora Aksnes heißt  die Sängerin, die unter ihrem Vornamen auftritt. Sie stammt aus Bergen in Norwegen. „Aurora weckt mit ihrem teils zarten, teils kraftvollen Gesang die Vorstellung von norwegischen Wäldern, Fjorden und Naturschauspielen zum Leben“(laut.de).

Anna of the North – Oslo

Electro-Pop-aus Norwegen. Als wir mit Freunden im letzten Jahr beim Oslo-Marathon gestartet sind, war uns Annas Song über ihre wunderschöne Stadt ein musikalischer Begleiter.

Anna Lotterud geboren in Gjøvik, wo immer das in Norwegen liegen mag, nennt sich Anna of the North. Sie lebt in der norwegischen Hauptstadt. Während eines Studiums in Melbourne (Australien) lernte den neuseeländischen Produzenten Brady Daniell-Smith  kennen und nahm  mit ihm über Skype ihre erste Single „Sway“ auf. So funktioniert Pop-Musik in Zeiten des Internets.