GEORGIA – Feel It

Pressefoto: Sam Napper

Willkommen im Musikjahr 2020, das wieder viel gute Musik verspricht. Schon wenn man die in den nächsten Monaten geplanten Veröffentlichungen anschaut, darf man einiges erwarten. Bereits am 10.01.2020 wird das zweite Album Seeking Thrills von Georgia Barnes, bekannt einfach als Georgia, veröffentlicht werden. Die Tochter von Neil Barnes* hat sich einen Namen als Sängerin/ Songschreiberin, Musikproduzentin und Schlagzeugerin gemacht. Vorab brachte sie nun die Single „Feel It“ heraus.

„Feel It“, enthält einfachen Botschaft: „Wer auch immer du bist oder wo immer du herkommst, wir alle teilen Rhythmus und Musik und die gesteigerten Gefühle. Wenn du eine Schlagzeugerin sind, habe keine Angst, dich auszudrücken, nimm deine Stöcke und spiele“, sagt Georgia. Im Video sieht man dementsprechend verschiedene Frauen und Mädchen sowie Georgia selbst, die alles zusammentrommeln.

*Neil Barnes war Gründungsmitglied von Leftfield. Die englische Gruppe Leftfield war stilbildend für die elektronische Popmusik der 90’Jahre.

CARIBOU – Zwei Songs kündigen ein neues Album an

In der Zeit zwischen den Jahren gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter den Tisch gefallen ist.

„Home“ – Mit souligen Vibes zum Comeback

Im Oktober veröffentlichte  Dan Snaith aka Caribou seinen ersten Track seit fünf Jahren – das soulige und süchtig machende „Home“. Der Track basiert auf einem Sample des gleichnamigen Songs der Soul-Sängerin Gloria Barnes aus dem Jahr 1971. 

Sample Von Gloria Barnes

Das gelungene Comeback führte natürlich dazu, dass die Fans sich nach mehr sehnen. Snaith befriedigte diese Sehnsucht und kündigte für den 28. Februar 2020 ein neues Caribou-Album mit dem Titel Suddenly an welchesüber City Slang veröffentlicht wird.

Zweite Single „You and I“

Mit der Ankündigung erschien die neue Single „You and I„.

Dan Snaith sagte dazu, dass You and I  einer der ersten Tracks war, die er auf dem Album angefangen und einer der letzten, die er fertiggestellt habe. Dr Track habe sich während des gesamten Aufnahmeprozesses verändert und fange auch den

Caribous Album „Suddenly“ kommt am 28.02.2020

Titel des Albums ein. Ein Track ändert sich plötzlich (suddenly) und unvorhersehbar, wie eine Veränderung in Snaiths  Leben, die aus heiterem Himmel geschehen sei.

Tourdaten in Deutschland

Caribou hat auch eine ausgedehnte Tour angekündigt, die ihn im Frühjahr 2020 auch nach Deutschland führen wird.

21.04.20 Hamburg – Große Freiheit 36
22.04.20 Leipzig – Werk 2
25.04.20 München – Muffathalle
28.04.20 Köln – E-Werk
15.08.20 Berlin – Zitadelle

Dr. Ring Ding -More Reggae

Reggae, Dancehall und Ska stammen selbstverständlich von der karibischen Insel Jamaika. Genauso selbstverständlich kann man aber behaupten, dass das jamaikanischen Kulturerbe, das inzwischen in der ganzen Welt verbreitet ist, auch in der westfälischen Metropole Münster eine Heimat gefunden hat. Ganz wesentlich dazu beigetragen hat Dr. Ring Ding, der seit 1987 als vielseitiger Sänger und Instrumentalist eine der Haupttriebfedern des Reggae in Deutschland ist. Der umtriebige Doctor hat in seiner langen Karriere unzähligen Reggae und Dancehall – Alben eingespielt. Ebenso sind seine Gastauftritte bei anderen Bands unterschiedlichster Genres nicht mehr zählbar. Erinnert sei nur an das Feature mit den H-Blockx- “ Ring of Fire“

Di Doctor is back 

Nachdem sein letztes Album 2015 veröffentlicht wurde, können wir uns 2020 auf ein neuen Longplayer freuen. Als erster Vorbote ist auf Bandcamp die Single More Reggae zu erhalten. Außerdem gibst am Freitag, den 13. März 2020 ein Konzert im Gleis 22 in Münster, angekündigt als Pflichttermin für alle Freunde des gehobenen karibischen Entertainments – und ganz ohne Krankenschein…

Fernsehen mit "Auf die Ohren" Carnival Row – Prime video

Carnival Row ist eine US-amerikanische Fantasyserie von Travis Beacham und René Echevarria (Star Trek: The Next Generation), deren erste Staffel in der deutschen Fassung seit dem 22. November 2019 auf Prime Video verfügbar ist. Gemeinsam mit René Echeverria und Travis Beacham schrieb Regisseur und Executive Producer Guillermo del Toro  das Drehbuch zur Serie. Die Mitwirkung von del Toro, der allerdings aufgrund von anderen Projekten die Produktion von Carnival Row verließ, merkt man der Serie an. Del Toro setzt gerne übernatürliche Handlungselemente metaphorisch ein, um beklagenswerte Zustände der Gesellschaft zu beschreiben. So sind unter seiner Regie besondere Filme entstanden, wie Pans Labyrinth, die Geschichte eines Mädchens, das sich vor den Schrecken des Post-Bürgerkrieg-Spaniens von 1944 in eine märchenhafte Traumwelt flüchtet, oder der Oskar-ausgezeichnete Film The Shape of Water, der sich gegen Ausgrenzung und für Diversität ausspricht.

So vereint auch Carnival Row vordergründig die Handlung eines Kriminalfilms mit Fantasy-Elementen. In einer fantastischen Welt treffen Menschen auf Fabelwesen, insbesondere auf Feen und Faune. Ohne zu viel zu spoilern, kann man verraten, dass das Zentrum der Spannungen der soziale Brennpunkt rund um die namensgebende Straße „Carnival Row“ ist. Hier versucht Inspektor Rycroft Philostrate (Orlando Bloom), eine brutale Mordserie aufzuklären.

Eine Parabel über den Faschismus

Eigentlich ist die Serie eine Parabel, wie schnell Faschismus entsteht, wenn eigennützige Ziele verfolgt werden und  zur Machterhaltung oder -ergreifung verhängnisvolle Entscheidungen getroffen werden. Die Fabelwesen, von den Menschen abwertend Kreas (Kreaturen) genannt sind nämlich überaus menschlich. Die Feen haben zwar Flügel und können fliegen. Die Faune haben Hufe, statt Füße und Hörner am Kopf (Der griechische Gott Pan ist ein Faun s.o.). Jedoch haben sie Verstand und Sprache gleich den Menschen. Vor Allem haben sie menschliche Gefühle, sie lieben und sie hassen. Kreas und Menschen verlieben sich auch ineinander und können gemeinsame Kinder zeugen. Die Menschen sind nur insoweit mächtiger, als sie technologisch über bessere Mittel verfügen. Sie stehen am Beginn der Industrialisierung, verfügen über Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Dampfschiffe, Zeppeline und Schusswaffen. Sie führen gegeneinander imperialistische, skrupellose Kriege in den Heimatländern der Kreas.

Parallelen zur Realität

Diese flüchten vor der brutalen Gewalt der Besatzer.  Als Migranten müssen sie sich bei den Menschen als Arbeitssklaven verdingen. Schnell heißt es, sie nehmen den Menschen die Arbeitsplätze weg. Der aufkommenden Fremdenhass der Menschen wird von deren Politikern populistisch genutzt, um die Macht zu erringen. Die Parallelen zur Realität sind somit unübersehbar.

Spannend erzählt

Die Folgen vereinen mehrere spannende Handlungsstränge. Was ist der Grund für die Morde? Was haben die politischen Entwicklungen damit zu tun? Kann unter den Umständen die Liebe zwischen Philostrate und der Fee Vignette Stonemoss oder die Beziehung zwischen dem empor gekommenen  Faun Agreus und der Dame aus der oberen Menschengesellschaft Imogen Spurnrose Bestand haben. Die Darstellungen von Gewalt und Sex sind dabei nicht zimperlich. Die sich ergebenden Wendungen der Handlung werden zügig erzählt, sodass keine Längen aufkommen. Die Szenenbilder sind fantastisch gelungen und sehen aus wie zu viktorianischer Zeit.

Cara Delevingne und Orlando Bloom

Die Schauspieler machen einen guten Job. Orlando Bloom gibt dem  Rycroft Philostrate einen härteren Charakter als seinem Legolas in Herr der Ringe. Cara Delevingne, die normalerweise auf dem Laufsteg zu Hause ist, verleiht mit ihrer immer etwas mürrischen Art der Vignette Stonemoss die passende Persönlichkeit. Hervor stechen auch Tamzin Merchant (Stolz und Vorurtei, Jane Eyre) als Imogen Spurnrose, David Gyasi als Agreus sowie Caroline Ford als intrigante Politikerin Sophie Longerbane.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit der schon geplanten 2. Staffel weitergeht.

AnnenMayKantereit + Parcels -Can’t Get You out of My Head, Kylie Minogue Cover

Dass Christopher Annen, Henning Mai, Severin Kantereit und Malte Huck, der es leider nicht in den Bandnamen geschafft AnnenMayKantereit geschafft hat, 80’Jahre Disko-Pop zum Besten geben, kann man sich eigentlich nicht so recht vorstellen. Sie haben es dennoch getan und imSommer bei ihrem „AnnenMayKantereit und Freunde“-Konzert  „Can’t get you out of my head“ von Kylie Minogue gecovert. Für das Disko-Feeling haben sie sich allerdings die absolut passende Hilfe geholt. Der Disco-Vibe der fünf australischen Wahlberliner von den Parcels ist absolut makellos, der Sound mindestens so Retro wie ihre Klamotten. Das im Tropenhaus Berlin aufgenommene Video macht daher Spass, auch wenn Henning Mai wohl eher zu der Fraktion zählt, die in der Disko an der Bar und nicht auf der Tanzfläche zu finden ist.

KOKO – Freak

In der Zeit vor Weihnachten gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. Die Musikindustrie überlässt das Feld den Weihnachtsplatten von Robbie Williams oder Helene Fischer oder (Grusel) beiden zusammen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter den Tisch gefallen ist.

KOKO ist ein ein junges Trio aus Bristol, bestehend Oliver Garland (vocals) Harry Dobson (bass, synth) and Ashley C (synths, lead guitar) . Ihre Debütsingle „Freak“ ist ein düsteres, funkelndes Stück elektronischer Popmusik. Es geht darum, ab und an den Freak aus dir rauszulassen und dich nur an deine eigenen Regeln zuhalten. „We’re telling you to be whoever, or whatever, you want. Embrace individuality.“ erklären KOKO.

„Auf die Ohren“ wünscht allen eine friedliche Weihnacht

Sinéad O’Connor – Silent Night

Phoebe Bridgers (featuring Fiona Apple and Matt Berninger) – 7 O’Clock News / Silent Night

Trentemøller: Silent Night

Tom Waits _ Silent Night

Silent Night – Stevie Nicks

Fifth Harmony – ’Silent Night’

Mariah Carey – Silent Night (Live at St. John The Divine)

The Kills – Silent Night

Lea Porcelain – Sink Into The Night

Foto: Peter Kaaden

Um Lea Porcelain ins rechte Licht zu setzen, lohnt sich ein kleiner Ausflug in die Radiowelt Amerikas. Dort gibt es über 800 freie und hörerfinanzierte Radiosender. Die Finanzierung über Spenden und Förderbeiträge garantiert Unabhängigkeit und hat innovative Radioformate hervorgebracht. Einer der interessantesten Sender ist KEXP, die Radiostation der University of Washington  in Seattle. KEXP ist als Livestream im Internet zu empfangen in stellt sowohl in sehenswerten Live-Sessions, als auch in verschiedenen Podcasts neue Künstler und Bandprojekt vor, die nach Ansicht von KEXP Musik von Bedeutung machen (Music That Matters). Was bei KEXP vorgestellt wird, hat wirklich Extraklasse.

Dem Duo Julien Bracht und Markus Nicolaus, die zusammen als Lea Porcelain ihre Musik in ihrem Studio im Berliner Funkhaus produzieren, widmete KEXP seit dem erscheinen ihres Debütalbums „Hymns to the Night“ schon vier Beiträge, zuletzt über „I Am OK“ aus der in diesem Frühjahr veröffentlichten EP „Love Is Not An Empire“.

Lea Porcelain überzeugen die Perlensucher von  KEXP

Kein Wunder, denn Lea Porcelain überzeugen jeden Indie-Pop-Fan mit ihrem warmen melancholischen Sound aus wabernde Gitarren, Elektronik und Synthesizern und dem hypnotischen Gesang von Markus Nicolaus
Einen ersten Vorgeschmack auf Leas zweites Album zwei bietet nun die erste Single „Sink Into The Night“. dazugehörige Video  wurde in schwarz-weiß auf 16mm Film in Warschau gedreht. 

Lily Moore – Better Than Me

In der Zeit vor Weihnachten gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. Die Musikindustrie überlässt das Feld den Weihnachtsplatten von Robbie Williams oder Helene Fischer oder (Grusel) beiden zusammen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter en Tisch gefallen ist.

Schon am 26.11.2019 erschien Better Than Me von Lily Moore. Ihre zeitlose Art der Musikdarbietung erinnert an Amy Winehouse und zeigt, dass sie sehr viel Musik im Blut hat. Das Talent hat sie wohl von ihrem Vater, dem Blues-Gitarristen Gary Moore geerbt.


Billie Eilish – everything i wanted

In der Zeit vor Weihnachten gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. Die Musikindustrie überlässt das Feld den Weihnachtsplatten von Robbie Williams oder Helene Fischer oder (Grusel) beiden zusammen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter en Tisch gefallen ist. 2019 war das musikalische Jahr der Billie Eilish. Das Album der 17-jährigen „WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?“ kann als Referenz für viele junge DIY-Künstler*innen herhalten, die ihre Musik im Schlafzimmer auf den I-Pad herstellen. Das Album war so erfolgreich, dass es auf Anhieb den Mainstream erreicht hat.

Der Billie Eilish Track everything i wanted, der mir besonders gut gefällt, is aber nicht auf WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO? , sondern als Single am 14.11.2019 erschienen. Die Melodie und die gehauchte Stimme von Billie gehen besonders gut zusammen.