Hinds – Good Bad Times

Hinds – Foto von Andrea Savall

Wenn man das heute veröffentlichte „Good Times Bad“ zum ersten mal hört, denkt man an us-amerikanischen Indie-Rock oder Power-Pop. Dann wundert man sich, dass die Sprache plötzlich von englisch in spanisch wechselt. Zu hören ist das spanische Vierergespann Amber GrimbergenAna PerroteCarlotta Cosials und Ade Martin, die zusammen die Band Hinds bilden. Die vier Damen aus Madrid kündigen parallel zur neuen Single „Good Bad Times“ ihr drittes Album „The Prettiest Curse“ an, welches am 03.April  erscheinen wird. Veränderungen tun (oft) gut. Mit der der Grammy-nominierten Produzentin Jenn Decilveo (u.a. Beth Ditto, Bat For Lashes, Albert Hammon Jr.) an den Reglern nehmen Hinds Abschied von ihrem etwas rumpelnden Sound ihrer ersten beiden Alben. Das steht ihnen gut und Stillstand taugt in dem Geschäft nicht. Das Video, in dem die Bandmitglieder zu Superheldinnen mutieren, ist auch hübsch anzusehen.

Worum es in „Good Bad Times“geht, beschreibt Carlotta Cosials mit eigenen Worten:
“You know that part in the movies when two people on a relationship are living complete opposite realities? When one thinks everything is great and the other one is about to drown? ‚Good Bad Times‘ is the struggle of communication, time difference, distance. Like the two sides of a coin. Two sides close together that can’t be separated, even though they seem to be completely different.”

Tycho – Outer Sunset

Pressefoto: Misha Vladimirskiy

Der amerikanische Musikproduzent, Komponist, Songwriter und Grafiker Scott Hansen hat sich mit seinem Musikprojekt Tycho einen Namen in der elektronischen Musik gemacht. Seit 2004 hat er 5 Studioalben mit Instrumentalmusik veröffentlicht. Sein organischer, melodiöser Ambientsound eröffnet mit warmen Synthi-Klängen und tiefen Bässen weite Klanglandschaften, die zum Chillen und Abtauchen einladen. Im 2010 erweiterte er sein Projekt durch die Musiker Zac Brown (Bass und Gitarre), Rory O’Connor (Schlagzeug) und Billy Kim (Keyboards, Gitarre und Bass) zu einer Band. Bei seinem 6. GRAMMY® Award nominierten Album „Weather“ aus dem letzten Jahr gab es eine überraschende Neuerung. Mit Hannah Cottrell, die sich Saint Sinner nennt, hat sich Scott Hansen Sängerin an Bord geholt und mit einer menschlichen Stimme seine traumhafte Klangwelt um eine Farbe erweitert. Das Album Simulcast, das am 28. Februar 2020 über Mom + Pop x Ninja Tune erscheinen wird, enthält nu instrumentale Bearbeitungen von „Weather“-Albumtiteln, die von der Singer-Songwriterin Saint Sinner gesungen wurden und schafft so eine Abstraktion des vorangegangenen Albums. Mehr dazu bei der VÖ von Simulcast Ende des Monats.

Die vorab erschiene Lead-Single „Outer Sunset“ ist nach der Strandgemeinde in San Francisco benannt, in der Scott Hansen während der Aufnahmen der LP viel Zeit verbrachte. Sie vermittelt schon eine Eindruck von den instrumentalen Klanglandschaften, die uns auf Simulcast erwarten.

Mit dem Kopf in den Wolken

Ein Konzertbericht

(Fotos: Ulrich Hesselkamp, Thomas Wolff)
Credits: Ulrich Hesselkamp

LILLY AMONG CLOUDS am 02.02.2020 in der Pension Schmidt in Münster

Für den Berichterstatter und den diesmal begleitenden Fotografen war es gar nicht so einfach, Plätze nahe an der Bühne zu ergattern. Obwohl der Sonntagabend ein ungünstiger Konzerttermin ist, hatte sich bereits geraume Zeit vor dem Beginn eine lange Schlange gebildet und wartete auf den Einlass in die Pension Schmidt. Elisabeth Brüchner hat sich als Lilly Among Clouds einen Namen gemacht. Sie war schon vor zwei Jahren zu einem Konzert hier in der Domstadt und vielen in guter Erinnerung geblieben. Ihre Teilnahme an der Vorentscheidung zum letztjährigen ESC und ihr starker Fernsehauftritt damals mögen zu der Popularität beigetragen haben. Da das Publikum in der Pension Schmidt bei Konzerten zwar sehr bequem gepolsterte Sitzplätze erhält, damit der Fotograf jedoch darauf angewiesen ist, einen solchen in Bühnennähe zu ergattern, schwand am Ende der Schlange stehend, die Chance auf gute Fotos. Glücklicherweise hatten die Wartenden ein Einsehen und ließen uns vor.

Lilly Among Clouds in der Pension Schmidt, Münster

Dringliche Themen

Wichtig war ihr z.B. der Song „Unbeneath The Surface“ als Dank an alle Menschen, die sich, um hilfebedürftige Mitmenschen kümmern und dabei oft selbst mit ihren Bedürfnissen zu kurz kommen. Auch die dringlichen Themen Umwelt- und Klimaschutz, die sie im ihrem Song “ Look At The Earth“ verarbeitet, liegen ihr sehr am Herzen. Musikalisch steht Lilly Among Clouds aber fest und präzise mit beiden Füßen auf dem Boden (außer wenn sie tanzt, was an dem Abend häufig der Fall war). Ich meine damit, dass ihre Darbietung – und die der Band, bestehend aus einem Gitarristen, einer Keyboarderin und einem Schlagzeuger – sehr professionell war. Jeder Ton saß. Gleich beim ersten Stück bewies sie, dass sie nicht nur die Tasteninstrumente beherrscht, sondern auch Bass spielen kann. Wenn sie in den unteren Tonlagen singt, ist ihre Stimme leicht angekratzt. Das ist genau ihre Signatur und war

Die Erwartungen des Publikums in dem ausverkauften Haus wurden nicht enttäuscht. Das englische Idiom „to have one’s head in the cloud“ bedeutet soviel, wie mit den Gedanken ganz woanders sein. Diese Spruch war die Inspiration für Elisabeths Künstlernamen Lilly Among Clouds. Auf sympathische Weise traf dies auf ihre Ansagen zu, wenn zu sie einem Lied mit einer wichtigen Botschaft unbedingt etwas erzählen musste und sich gleichzeitig von ihren spontanen Wahrnehmungen, Einfällen und Gefühlen aus dem Text bringen ließ

Lilly Among Clouds in der Pension Schmidt, Münster

wunderbar bei „Surprise“ zu genießen. Den ESC-Song, der im Fernsehen ein großes Orchester hatte, bot sie hier in einer Soloversion am E-Piano dar und zeigte, dass sie allein ihrer Stimme Gefühle im Wallung bringen kann. Solch gefühlvollenBalladen wechselten sich mit äußerst tanzbarer Popmusik ab, sodass es das begeisterte Publikum letztlich nicht in den Sesseln hielt (Setlist siehe unten).

Credits: Ulrich Hesselkamp

Support von Hello Emerson

Die Vorgruppe Hello Emerson war durchaus bemerkenswert. Der Sänger und Songwriter und Gitarrist Sam Bodary und seine beiden Mitstreiter am Keyboard und an den Drums hatten den weiten Weg von Columbia/Ohio zurückgelegt um mit politischen oder sehr persönlichen Folksongs zu gefallen, Dabei macht der Absolvent einer Literatur – Hochschule deutlich, dass im Midwest nicht nur Trump-Anhänger leben, die dann aber unter den derzeitigen politischen Gegebenheiten sehr leiden. Er erinnerte daran, das es auch hier in Deutschland wieder ein Nazi-Problem gibt.

Credits: Ulrich Hesselkamp

Robert Glasper-Fuck Yo Feelings

Robert Glasper hatte als Sohn einer Jazz- und Blues-Sängerin und Kirchenchorleiterin schon seit frühester Kindheit eine Verbindung zu Jazz, Blues und Gospel. Er studierte Jazz an einem Konservatorium in New-York und spielte als Jazz-Pianist mit verschiedenen Jazz-Größen zusammen. 2015 war er zudem als Produzent, Komponist und Arrangeur an dem 2015 erschienen Miles Davis-Biopic „Miles Ahead“ beteiligt.

Am 07.02. erscheint Robert Glasper „Fuck Yo Feelings“ in physische Version (CD/LP)

Schon während des Studium in New -York, durch die Freundschaft zum Neo-Soul-Sänger Bilal, kam Robert Glasper mit der HipHop-Szene in Kontakt. Daraus resultierten ein Netzwerk und zahlreiche Kollaborationen mit namhaften MusikerInnen des Genres, darunter Mos Def, Kendrick Lamar, Jay-Z, Kanye West und Talib Kweli. (Fotos rechts und unten links: Samantha J.)

Feat. – Yasiin Bey, Herbie Hancock, Andra Day, YBN Cordae, Terrace Martin, Baby Rose, Bilal, Buddy, Denzel Curry, Mick Jenicks, SiR, Rapsody uvm.

In dem derzeitig gesellschaftlich angespannten Klima in den USA, in dem People of Color wieder verstärkt um ihre Rechte kämpfen müssen, fühlte sich Glasper aufgerufen, sein Netzwerk zu nutzen, um ein Zeichen zu setzen. Ende Mai 2019 buchte Glasper für zwei Tage die Henson Studios in Los Angeles. Er rief Drummer Chris Dave, Bassist Derrick Hodge und DJ Jahi Sundance an, vorbeizuschauen und zu jammen, lud Fotografen, Freunde, Familie, Musiker, Sänger, Rapper und Dichter ein, um abzuhängen und zu sehen, was passiert. Durch die Zusammenarbeit mit diesen verschiedenen gleichgesinnten Künstlern entstand in der kurzen Zeit ein Kunstwerk kreativer Improvisation.  Fuck Yo Feelings Mixtape musste nur fertig gemischt werden. Im Oktober letzten Jahres erschien die digitale Version des Mixtapes von Robert Glasper, nun folgen die physischen Versionen.

Robert Glasper – Fuck Yo Feelings Trailer

Glasper beschreibt die Entstehung der Mixtapes so. Er habe sein Netzwerk als Plattform nutzen wollen, um therapeutisch Frustration durch Kunst zu kanalisieren. Während sie jammten, habe SiR Songs geschrieben, andere hätten etwas ergänzt, einen bestimmten Groove. Er habe etwas dazu geschrieben.

Es sei wirklich unglaublich gewesen, wie alles passierte sei. Affion Crocket habe sofort das Intro mit dem gesprochenen Worten verfasst. Der Jazz-Gigant Herbie Hancock habe mehrere Songs gespielt, darunter einen mit YBN Cordae (der Rapper habe, während er an der Bar im Studio saß, zuhörte und seinen Drink nippte, seinen Vers geschrieben). West Memphis-Sängerin Yebba sei in der Gegend gewesen und habe schließlich am Titelsong mitgearbeitet, und die Multiinstrumentalistin Terrace Martin habe Synthesizer für „This Changes Everything“ gespielt. Endergebnis, das auch Beiträge von Bilal, der Dichterin Staceyann Chin, Yasiin Bey, Andra Day, Denzel Curry und vielem mehr enthalte, sei kein Jazz-Album – es gebe Elemente von R&B, Hip-Hop und experimenteller Musik – und doch verkörpere es den reinsten Geist des Jazz. Es fühle sich unmittelbar, tiefgründig, lebendig und wichtig an.

Bei der Herstellung von Fuck Yo Feelings wurden keine Gefühle gefährdeter Schildkröten verletzt

Weiter sagt er: “I always say I feel like black music is a big house, and I just like to go room to room. I’m gracious and I’m honored that so many amazing artists rock with me.”uck Yo Feelings is really just an acknowledgement of the struggle that’s not yours, and putting your feelings aside. It’s like, this is what I’m going through. Fuck your feelings, this is real. And fuck your feelings, this is real for us.” (And from the lawyers: No endangered turtle’s feelings were hurt in the making of Fuck Yo Feelings.)

Robert Glasper – F*ck Yo Feelings (feat. Yebba)

Little Dragon – Hold On

Foto: Ellen Edmar

Erfreuliche Nachrichten gibt es von Little Dragon – der schwedischen Band um die charismatische Sängerin Yukimi Nagano. Am 27. März 2020 wird ihr neues Album „New Me, Same Us“ auf Ninja Tune erscheinen. Mit ihrer gestern veröffentlichten “ Hold On“ fordern sie uns in tanzbarer Form zum Durchhalten bis zum Release auf.

SOBI – Pearl

Foto, Laura Scheppers

Vor einiger Zeit hat auf die Ohren bereit von der jungen, am Anfang ihrer Kariere stehenden Sängerin SOBI berichtet (hier).  Ihre erste Single “Devil” (Oktober 2019) mit dem Schwerpunkt der inneren Zerrissenheit und dem Drang nach Katharsis, hat bereits internationale Aufmerksamkeit erregt und so SOBI auch zu einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne verholfen. Nun geht es weiter mit ihr. Schon am 24. Januar erschien ihre zweite Single Pearl. Der melodiöse Song ist eine Ode an die Mütter, die stellvertretend für all den beschützenden Instinkte dieser Welt stehen und uns auch in jenen dunklen Schatten des Lebens bei Seite stehen.

Pearl ist die zweite Single aus der am 14. Februar erscheinenden EP “Home One Day”

Kellermensch-Nothing

Foto: Michael Iversen

Ein Mann, der sich selbst als bösartig, verkommen und hässlich, aber hochgebildet bezeichnet, lebt allein in einer winzigen Kellerwohnung in St. Petersburg. Er beobachtet und analysiert von dort die Menschen und die Gesellschaft und schreibt seine polemischen Gedanken auf. Von diesem „Kellermenschen“ handelt die in Ich-Form geschriebene Erzählung „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski.

Dostojewski als Namensgeber

Dostojewskis Roman war Inspiration für den ungewöhnlichen Namen der dänischen Rockband Kellermensch. Sänger Sebastian Wolff  erzählte in einem Interview , der Kellermensch aus dem Roman sei eine Art Fahnenträger für das, was sie mit ihrer Musik rüberbringen wollten. Ein bedeutungsloser Mann, voll mit seinen Problemen, die eigentlich ziemlich unspektakulär seien, keine Mordverschwörungen oder Kriegsszenarien, der nur darum kämpfe, die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen. So würden Kellermensch ihre Musik sehen.

Der Kampf mit den im Grunde unspektakulären Problemen des Alltags und das Ringen um Anerkennung könne das Leben ziemlich verdunkeln. Und die düsteren Seiten des Lebens vermitteln Kellermensch mit ihrer Kunst. Dabei schaffen es die sechs Musiker aus dem dänischen Esbjerg solch ein Spannungsfeld aufzubauen, dass man unweigerlich in die sich aufbauende Melancholie hinein gezogen wird. Die Instrumentierung ist ungewöhnlich. Zu der klassischen Besetzung einer Metal-Rockband mit Gitarre, Bass , Schlagzeug und Gesang, wobei Sänger Christian Sindermann auch so brüllt, wie es sich für einen gestandenen Metal -Sänger gehört, gesellt sich ein Kontrabass und als weitere Kotrastpunkte steuert Sänger Sebastian Wolff seinen melancholischen Gesang , sein lässiges Gitarrenspiel sowie Orgel und Klavier bei .

Wilder Genre-Mix

Vertieft man sich in die beiden bisher erschienenen Alben, das selbstbetitelte von 2011 und Goliath von 2017, stellt man fest, dass sich Kellermensch nicht auf einen bestimmten Stil festlegen lassen. Wie bei einer Achterbahnfahrt erfasst einem bei dem Mix aus aggressivem Metal, Progressive Rock, Artrock und gefühlvollem Indie-Rock ein wohliger Schwindel.

Neues Album zu Ende des Jahres

Knapp zwei Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung haben sich Kellermensch nun mit einer brandneuen Single zurückgemeldet. Der neue Song „Nothing“ ist wieder von dunkler Intensität. Er nimmt die Trennung von der Partnerin zum Anlass, um die Dunkelheit zu beschreiben, die diejenigen verschluckt, die unter Verlust leiden. Aber Nichts ist nichts und auch in der tiefster Dunkelheit findet man Etwas, nämlich Hoffnung. „From this hole I will emerge“ heißt es in einer Zeile.

„Nothing“ ist der Vorbote des am Ende des Jahres erscheinenden, dritten Studioalbums und wurde veröffentlicht über persona non grata / Motor Music. 

Alben der Woche

Oehl- Über Nacht

Foto: Alexander Gotter

Austro-Pop von besonderer Qualität präsentieren der Wiener Liedermacher Ariel Oehl und der isländische Multiinstrumentalist Hjörtur Hjörleifsson. Ariel singt seine poetischen Texte so melancholisch, wie es eben nur ein Wiener kann. Dies funktioniert fantastisch mit den trockene Beats, den eingängige Bass-Riffs und den dreamy Synths von Hjörtur. „Eine Mischung aus Tocotronic und Tame Impala“, sagt Caspar und hat damit nicht ganz so unrecht. „Eigenständig, klug und künstlerisch besonders“, nennt Herbert Grönemeyer seine Label-Schützlinge. „Auf die Ohren“ meint, unbedingt Zeit zum Anhören nehmen.

Lola Marsh – Someday Tomorrow Maybe

Die Songs von Yael Shoshana Cohen und Gil Landau auf Someday Tomorrow Maybe entwickeln den Flair von staubigen B-Movie, deren Charme man sich nicht entziehen kann. Schon bei dem ersten Stück Echoes meint man, dass es aus einem Sound-Track des Meisters der B-Movies Quentin Tarantino entsprungen ist. Den dennoch zeitgemäßen Popsongs von Israels coolstem Pop-Export lausch man gerne.

WE ARE THE CITY – RIP

Foto. Kirsten Huculiac

Das wilde kanadische Trio hat mit „RIP“ ein eingängiges und hoch emotionales Werk abgeliefert. Mehr Infos hier.

Thom and the Wolves – Ordinary Life

Cover-Bild: Sandro Kopp

Beseelt von dem Wunsch, Musiker zu werden, brachte sich Thom Bewernick als Junge autodidaktisch das Gitarrenspiel bei, um in der Band seines Bruders (Daniel Green) zu spielen. Schließlich folgte er dem Ruf seines Herzens, verließ Bad Seegeberg und reiste als Straßenmusiker durch Europa und die Vereinigten Staaten.  Besonders seine Zeit in Los Angeles inspirierte ihn zum Schreiben seiner ersten eigenen EP. Und langsam stellte sich der Erfolg ein. Sein Song “Come On Over”wurde u.a. in Tom Robinson’s BBC Introducing Radio Show gefeatured.

Musiker von ganzem Herzen

Zurück in Deutschland zog es Thom in das kreative Berlin. Bei einem seiner dortigen Auftritte lernte er den als Almost Charlie bekannten Musiker und Produzenten Dirk Homuth kennen, mit dessen Unterstützung schließlich sein erstes Solo Album „The Gold In Everything“ entstand. Sein hübscher Song  „The Art Of Being Alone“ lief im Rahmen einer Kooperation für einen Werbespot zwischen Sennheiser und den Eisbären Berlin vor jedem Heimspiel in der Mercedes Benz Arena. 

Werbespot für Sennheiser und die Berliner Eisbären

Für die Schaffung seines neues Album mit dem Titel „Thom & The Wolves“ nahmen sich Thom und seine Band über 2 Jahre Zeit . Als Arrangeur gewannen sie Matteo Pavesi, den Produzenten von Alice Phoebe Lou. Mit „Ordinary Life“ veröffentlichen Thom and the Wolves die erste Single aus dem kommenden Album und ein sehr gut gemachte Lyrik-Video.

Thom and the Wolves  sind Thom Bewernick (guitar, vocals), Dirk Homuth (guitar), Carl Albrecht (bass), und David Guy (drums)

WE ARE THE CITY – RIP

Album Cover (sinnbus)

Das kanadische Art Rock Trio WE ARE THE CITY hat mit „RIP“ heute sein neues, inzwischen fünftes Album veröffentlicht. „RIP“ ist ein emotionales Prog-Pop-Opus voller Hymnen, wie auch intime Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit geworden.

„RIP“ Hymnisches Album von WE ARE THE CITY erschien heute

Der Titel des Albums ist eine Reminiszenz an Kyle Tubbs von der Band Fields of Green, einem gemeinsamen Freund aus Kindertagen. Zu der Zeit der Arbeit am Album verstarb Kyle Tubbs plötzlich. Sein früher Tod beeinflusste insgesamt die Arbeit – wann immer We Are The City Musik schrieben, fragten sie sich: „Was würde Kyle tun?“

Der schmerzende Titeltrack RIP ist eine so bittersüße Reflextion über die verlorene Freundschaft, auf dem eine improvisierte One-Take-Aufnahme von Sänger Cayne McKenzie zu hören ist, nur wenige Tage nach Bekanntwerden des plötzlichen Todes seines Freundes.

„Was würde Kyle tun?“

Letztendlich hat die Emotionalität den Aufnahmen gut getan. Mehr als seine Vorgänger ist „RIP“ ein eingängiges Album geworden. Der Opener „Killer B-Side Music“ kontrastiert den Elektrosoul der Strophen mit aggressiven Gitarren im Refrain, die Vorabsingle „Song in my Head“ bekennt sich vorbehaltlos zu ihrer Hookline, „You’re so clean“ klingt wie ein Blur-Klassiker in zeitgemäß, und bei „Me + Me“ lassen sie sich von atmosphärischem HipHop inspirieren.

Bandinfo:
Sänger und Keyboarder Cayne McKenzie, Schlagzeuger Andrew Huculiak und Gitarrist David Menzel gründeten We Are The City schon als Teenager und im folgenden Jahrzehnt nutzen sie das Projekt als Ventil für ihre wildesten, kreativen Launen. Sie haben sich maskierte Alter-Egos geschaffen (High School EP 2011), ein Album mit dazugehörigem norwegischsprachigen Spielfilm (Violent 2013) produziert und einen falschen Live-Stream ihrer Aufnahmesessions inszeniert (Above Club 2015). „Ash“, ein neuer Spielfilm, wiederum unter der Regie von Huculiak, feierte gerade seine Weltpremiere auf dem Vancouver International Film Festival. Obwohl „Ash“ nicht direkt mit „RIP“ in der gleichen Art und Weise verbunden ist, wie es „Violent“ war, verfolgt er ähnlich unnachgiebig die Auseinandersetzung mit moralischen Ambiguitäten und menschlichen Fehlern. Er wurde in der Region Okanagan in British Columbia während der verheerenden Waldbrände von 2017 gedreht und enthält wiederum einen Original-Soundtrack von Cayne McKenzie.


Tourdatem:

19.02.2020 – DE – Dresden – Ostpol
20.02.2020 – AT – Wien – B72
21.02.2020 – AT – Steyr – Roeda
22.02.2020 – AT – Weyer – Bertholdsaal
24.02.2020 – DE – München – Milla
26.02.2020 – CZ – Praha – Palác Akropolis
28.02.2020 – CH – Baden – Werkk
29.02.2020 – DE – Mainz – Schon Schön
01.03.2020 – NL – Utrecht – Club 9
02.03.2020 – UK – London – The Grace
04.03.2020 – BE – Antwerpen – Trix
05.03.2020 – DE – Dortmund – Tyde Studios
06.03.2020 – DE – Hamburg – Hafenklang
07.03.2020 – DK – Kopenhagen – Vega
08.03.2020 – DE – Berlin – Musik & Frieden