Grimes – Pretty Dark

Ebenfalls lange hat man musikalisch nichts von Claire Boucher aka Grimes gehört. Vielmehr befassten sich die Schlagzeilen mit ihrer Beziehung zu Elon Musk (Zeit online: Grimes und Elon Musk Über Beziehungen in Zeiten von Trump). Ihr letztes AlbumArt Angels erschien bereits 2015. Nun aber steht ein neues Album in den Startlöchern. Es soll Miss_Anthropecene heißen.

Der Titel ist ein interessantes Wortspiel aus Misanthrop, also Menschenhasser, und Anthropozän, der Bezeichnung für das Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Das neue Werk der Kanadierin soll ein Konzeptalbum über den Klimawandel werden.

Den neuen Sonng Pretty Dark , der das Album ankündigt, bezeichnet Grimes nicht als Single, sondern als Demo. Es ist ein sehr schöner, eingängiger und hoffnungsvoller Popsong geworden.

Chromatics – Time Rider

Von dem Chromaticcs gibt es seit gestern ein neues Video. Auf ihrer Webseite sagen sie dazu,: „Die Metapher eines Motorrads wird als eine Art interdimensionales Fahrzeug zwischen der Zukunft und der Vergangenheit verwendet. In diesem Traum spiegelt der Motorradfahrer den Mythos des Sensenmanns wider, als Ruth Radelet unheimlich fragt: „Kann ich deine Hand nehmen? Ich möchte mit dir in den Sturm reiten. “Leben nach dem Tod. Zukünftige Vergangenheit“

Der elektronische Sound der Chromatics wid gerne für Filme, Fernsehserien und Werbespots verwendet. Ihr pulsierenden Track „Tick Of The Clock“ aus den Album Nightdrive wurde für die Eröffnungssequenz des Films Driver von Nicolas Winding Refn verwendet.Im Jahr 2015 wurde ihr Cover von Cindy Lauper’s Song „Girls Just wanna have fun“ für einen Werbespot der Modekette „Mango“ eingesetzt, in dem Cara Delevinge und Kate Moss als Darstellerinnen zu sehen sind.

2017 kam ihr Titel Shadow in der 2. Episode der dritten Staffel der Fernsehserie Twin Peaks von David Lynch und Mark Frost vor.

Anna Of The North – Leaning On Myself

Manchmal muss man selbst für sich sorgen und sich von Menschen trennen, die man zwar liebt, die einem aber nicht gut tun. Diese Erkenntnis liegt nach Anna Lotteruds eigener Aussage dem Song „Leaning On MyselF“ zugrunde.

Mit ihrem neuen Song und dem neuen Viedeo schließt die Norwegerin an ihre Debüt-LP aus dem Jahr 2017 an. Mir ist immer noch die Single „Oslo“ aus dem letzten Jahr im Ohr (wg Oslo -Marathon).

The Japanese House – Lilo

Auf diesen Act bin ich durch den empfehlenswerten Blog Bedroomdisco aufmerksam geworden. Danke dafür.

Es geht um die Band The Japanese House und ihren Kopf, die noch junge Amber Bain. Bedroomdisco schreiben:

„Doch während sich die mittlerweile 23-jährige Londonerin seit langem einer aufstrebenden Karriere erfreuen kann, entstand und thematisiert ihr am 1.3. via Caroline International erscheinendes Debüt  Good At Falling eher dunkle private Momente der Musikerin. So geht es schon in der ersten Single Lilo um den Zerfall ihrer Beziehung zur Musik-Kollegin Marika Hackmann, die auch im Video zu sehen ist. Bain beschreibt es so: ‚To me, her every movement – paired with her approach to life – seemed as serene as the image of a lilo floating across a swimming pool…I seem quite helpless in the lyrics. I could definitely tell that I was losing her. I knew, I just knew, that something was ending.‘

Doch aus dem Ende der Beziehung hat Bain zumindest ein kraftvolles Werk geschaffen, dass noch mal neuen Schwung in ihr Schaffen bringt  – wir sind gespannt auf dieses Debütalbum und sagen: Behaltet The Japanese House in 2019 unbedingt auf dem Radar!“

Dem schließe ich mich gerne an.

Maggie Rogers – Burning

Es ist schon 2 Jahre her (Oktober 2016), dass man auf Maggie Rogers durch den Song „Alaska“ aufmerksam wurde.  Pharrell Williams kürte das Stück bei einem Uni-Vortrag zum Prototypen eines zeitgemäßen Popsongs, seitdem ist Maggie Rogers auf dem Weg zum Star. Sie hat drei Millionen Streams pro Monat auf Spotify gesammelt, gut besuchte Live-Shows gespielt , Fernsehauftritte u. a. bei Jimmy Fallon und bei Saturday Night Live absolviert und einen Vertrag bei Universal.

Nunmehr ist ihr Debütalbum „Heard In A Past LIfe“ erschienen. Für die Aufnahme ist Universal auf Nummer Sicher gegangen und hat Greg Kurstin als Produzenten an die Regler gesetzt. Greg Kurstin ist derjenige, der u.a. das Erfolgsalbum „25“ von Adele produziert hat. Dementsprechend glatt ist dann auch (leider) im Großen und Ganzen die Produktion von „Heard In A Past LIfe“ ausgefallen. Hörenswert bleibt das Album dennoch wegen Maggie Rogers warmherziger, eigenwilliger Stimme und ihrem ausgeprägten Umgang mit Melodien, die durch Loop-Samples und unerwartete Beats weniger konventionell ausfallen. An „Alaska“ können aus meiner Sicht „Light On“ und eben Burning am besten anschließen.

Lieblingsstück : Haim -Right Now

Haim, das sind die den Schwestern Danielle, Alana und Este Haim. Man kann sie als Rock-Pop-Band bezeichnen oder in die Schubladen Synthie-Indie-Pop oder Alternative Country stecken. Wer, so wie ich, die Eagels mochte, der mag auch Haim. Bei der BBC-Prognose Sound of 2013 wurde ihnen zutreffend der Durchbruch für das folgende Jahr vorhergesagt. Am 30. September veröffentlichten sie  ihr erstes äußerst erfolgreiches Album „Days Are Gone“ mit dem Überhit „The Wire“ der auch etwas an
Heartache Tonight von den Eagels erinnert.

Mein Lieblingsstück stammt aus dem nicht minder erfolgreichen zweiten Album „Something To Tell You“ aus dem Jahr 2017. „Right Now„. Das Video dazu ist faszinierend, denn…

es zeigt Haim live im Studio bei der Aufnahme des Songs. Es wurde prominent von Regisseur Paul Thomas Anderson („The Master“, „There Will Be Blood“, „Magnolia“) gedreht. 

Twin Shadow – Broken Horses, Saturdays

Es ist nicht einfach, in der letzten Woche des Jahres noch etwas für die Rubrik neu & gut zu finden. Stattdessen hätte ich noch so viele Lieblingsstücke, über die ich noch berichten könnte, etwa von den musizierenden Schwestern Haim. Da trifft es sich gut, dass uns Twin Shadow mit seiner brandneuen EP „Broken Horses“ eine kleine Überraschung nach Weihnachten beschert. Schöner, an die 80’Jahre erinnernder Synth-Pop. Die Steeldrums erzeugen einen fröhlichen Rhythmus in dieser dunklen Jahres Zeit.

Twin Shadow (bürgerlich: George Lewis Jr., * 1983 in der Dominikanischen Republik) ist ein US-amerikanischer Synthie-Pop-Musiker.Das letzte Album von Twin Shadow (VÖ  27. April 2018) war Caer. Im Oktober kündigte Twin Shadow an, dass er eine Reihe von Tracks veröffentlichen werde,  die es nicht auf das Album geschafft haben. Den Anfang machte das auch hörenswerte „Hollow Days“ . Nun gibt es nur zwei Monate nach der Veröffentlichung von „Hollow Days“ mit der EP „Broken Horses“ einen weiteren Shadow-Release. 

Das Album Caer ist auch meine Verbindung zu Haim. Haim ist eine amerikanische Pop-Rock-Band bestehend aus den Schwestern Danielle, Alana und Este Haim. Wie Twin Shadow lieben auch Haim die Synthie-Pop-Hymnen der späten 1980er und frühen 90er Jahre. So kam es, dass er „Ready for You“ aus dem letztjährigen sehr erfolgreich Haim-Album „Something to Tell You“ für die Schwestern komponiert hat. Haim revanchierten sich, indem sie bei „Saturdays“, der Single aus dem Twin Shadow-Album „Caer“, mitwirkten und diese durch ihren Gesang in der letzten Strophe aufwerteten. Also Video ganz bis zum Ende ansehen oder bis zu Minute 2:37 „vorspulen“, wie wir in den 80′ gesagt haben.