Evelinn Trouble – Just Wanna Vibe

Nomen est Omen.

Evelinn Trouble (sprich: Evelinn in Schwierigkeiten) ist eine Sängerin, Songschreiberin, Produzentin und bildende Künstlerin. Sie wurde in Zürich geboren. Musik gehörte zu ihrer Kindheit; ihre Mutter ist eine professionelle Jazzsängerin und Gesangslehrerin. Trotzdem: In der Hausbesetzerszene Zürichs war Evelinn als Sängerin in lauten Industrial-Rock-Bands unterwegs, mit fatalen Folgen für ihre Stimme, die nach einem Jahrzehnt intensiven musikalischen Outputs ( 5 Alben und 3 EPs) zerstört und auf ein Flüstern reduziert war. Es dauerte insgesamt zwei Jahre, um die Stimme mit Achtsamkeit und der richtigen Technik und wieder aufzubauen. Dies war aber nicht der einzige Trouble, in den sie sich hineinmanövrierte. Am nach einem Konzert am 8. Juli 2012 sprang Evelinn im Bahnhof Zürich auf das Dach eines einfahrenden Zuges und geriet in einen 10.000 Volt Lichtbogen, der sich zwischen ihrem Körper und der Fahrleitung bildete. Die Verbrennungen hat sie heute gut überstanden. Evelinn lebte und arbeitete in London , dann in Berlin, wobei jede dieser Städte einen deutlichen Einfluss auf ihre Arbeit hatte. Sie ist derzeit wieder in Zürich zu Hause.

Foto: Kat Huber

Just Wanna Vibe“ ist die dritte Single des kommenden Albums „Longing Fever“ von Evelinn Trouble. Der Song mit seinen kleinen fliegenden Synth-Noten, wackeligen Percussions und einer schimmernden Hook nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Das Intro wird bald von einem verzerrten Shuffle-Beat zerquetscht, während die Lyrics ein Szenario mit zwei Liebende erstellen, die in einem Katz-und-Maus-Spiel gefangen sind. „Ich will deine Eltern nicht kennenlernen, ich will nicht wissen, was für ein Sternbild du bist, ich will nur Vibe“ – singt Evelinn schelmisch.


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CoppiCat- „In der Coppistraße“ und „Unsere Alte Liebe“

Zwei Songs zum Thema Gentrifizierung

Um den richtigen Zugang der gerade erschienenen Single „Unsere Alte Liebe“ zu finden, es ist die zweite von CoppiCat, müssen wir uns zunächst mit seiner ersten “In der Coppistraße” befassen. Hinter CoppiCat (Foto: Sophie Euler, die immer die Videos für den FluxFM-Channel dreht) steckt der Berliner Singer & Songwriter Rafael Triebel. Er war bereits in mehreren Bands aktiv, schreibt Filmmusiken und macht Remixe für befreundete Musiker*innen. Im Musik-Interviews-Podcast von radioeins erzählte er, dass in der Coppistraße in Berlin-Lichtenberg einmal sein Proberaum war, der aber der Gentrifizierung zum Opfer fiel. Es gebe kaum noch bezahlbare Freiräume für Künstler*innen in Berlin, beklagt der Musiker völlig zu recht. Dieses traumatische Erlebnis hat CoppiCat in dem Song “In der Coppistraße” verarbeitet.

Mit „Unsere alte Liebe“ beackert CoppiCat im Prinzip das gleiche Thema -Gentrifizierung des Kiezes- und er zieht eine Verbindung zu seinem Lebenslauf. Während in seinem Kiez die Gehwege neu gepflastert und alte Clubs zu teuren Apartments umgebaut werden, die metallisch-perkussiven Klänge vermitteln förmlich den ständigen Baulärm in Berlin,  verändert sich auch seine Beziehung. Beides passiert schleichend und eines Tages stellt er fest, dass er nicht nur seinen Kiez nicht mehr wiedererkennt,  sondern sich auch der Mensch an seiner Seite nach so vielen gemeinsamen Jahren verändert hat. 

„Unsere alte Liebe“ ist die zweite Single aus der am 26.03. erscheinenden Debüt EP, die von Tom Hessler, Produzent und Sänger der Band Fotos, produziert wurde. Ich bin gespannt auf den dritten Berlin-Song.

Emma McGrath stellt mit ihrerneue EP „Settled In Motion“ ihre Silent Minds- Trilogie fertig

2014 war die Britin Emma McGrath gerade mal 15 Jahre, als die Sendung ‚BBC Introducing‚ machte ihren  Song “Sit With Me” gleich zweimal zum “Track of the Week” machte. Dies war für die musikalisch hoch talentierte aber introvertierte Teenagerin, ihr Comming Out sorgte für eine verwirrende Jugend,sicher ein großartiger Durchbruch. 

2018 folgte die Silent Minds EP und eröffnete  eine EP-Trilogie in der Emma  in selbst geschriebenen Songs persönliche Erlebnisse verarbeitet. 2020 folgten die EP „Keep Your Eyes Open“ („Silent Minds Pt. 2“) und eine Akustik-Session davon, in der Emma McGarths dunkles Timbre besonders gut zur Geltung kommt.  Mit Settled In Motion (Silent Minds, Pt.3)“ komplettiert sie ihre Trilogie der „Silent Minds“ EPs. Die trilogie eröffnet die Möglichkeit, die Entwicklung der Künstlerin zu betrachten. Ihre stimme ist reifer geworden, die neuen Songs sind komplex produziert und haben Hit-Qualität, insbesondere meine Favoriten “Mad About It”  und “Stand By”. Die Klavierballaden “Say Something” und “Getaway Train” sind hymnisch . dennoch und gerade bei den Balladen hat sich Emma eine Intimität bewahrt, die sie uns Hörern vermittelt. 

Video zur neuen Single “Paradise” gewährt private  Einblicke

Die neue Single „Paradise“ ist ein weiterer Beweis ihres ehrlichen und überaus direkten Songwritings. Der Song erzählt vom schmalen Balanceakt zwischen ihrer Liebe für die Musik und ihrem Privatleben. Emma sagt dazu: „Über die Zeit habe ich ein Mindset entwickelt, indem die Musik oft zwischen mir und Freundschaften stand. Ich habe ständig Parties, Geburtstage, etc. verpasst und so den Kontakt zu einigen Leuten verloren. ‚Paradise‘ handelt davon sich zu verlieben, aber direkt die Angst zu spüren, dass es nicht funktionieren kann und du eh weißt wie es enden wird.“
Im Video zum Song gewährt Emma  ebenso tiefe Einblicke. Gedreht mit ihrer Freundin während des erneuten Lockdowns, zeigt es den inneren Kampf auf intime und sehr persönliche Weise.

Alben der Woche (Teil 2)

Stella Sommer – Northern Dancer

Seit nunmehr 10 Jahren bereichern Stella Sommer und ihr Projekt “Die Heiterkeit “ die hiesige Musiklandschaft durch ihr Schaffen irgendwo zwischen Folk, Chanson und orchestralen Pop. Ein Album schöner als das andere, jedes eine Welt für sich.  Das letzte Meisterwerk war 2019 das Die Heiterkeit-Album “Was Passiert Ist” . Nunmehr kommt mit “Northern Dancer” Stella Sommers zweites englischsprachiges Album , nach “13 Kinds of Happiness”, ihr sechstes Album insgesamt. Darauf zehn Songs, zauberhafte Geschichten aus ihrer eigenen  Welt, in die sie uns mitnimmt. Produziert wurde „Northern Dancer“ von Max Rieger. Stella Sommer hat die Stücke geschrieben, arrangiert, gesungen sowie Gitarre, Klavier und Synthesizer eingespielt.  Die Musik fließt von düster zu hell, von ruhig zu dynamisch, von stark zu zerbrechlich. “Northern Dancer” klingt als hätte Marianne Faithfull  eine Leonard Cohen Platte eingesungen.

Julien Baker – „Faith Healer“

Julien Baker, eine meiner Lieblingssongschreiberinnen, hat ihr neues Album angekündigt (Foto: Alysse Gafkjen). Der Nachfolger von „Turn Out the Lights“ aus dem Jahr 2017 heißt „Little Oblivions“ und wird am 26. Februar erscheinen. Der erste Vorgeschmack auf das neue Album ist ein Song namens „Faith Healer“, der mit einem Video daher kommt. Baker sagte über das neue Lied:

„Am einfachsten ausgedrückt denke ich, dass „Faith Healer“ ein Lied über Laster ist, sowohl die offensichtlichen als auch die heimtückischeren Arten, wie sie sich in der menschlichen Erfahrung zeigen. Ich habe vor 2 Jahren angefangen, dieses Lied zu schreiben, und es begann als eine sehr wörtliche Untersuchung der Sucht. Für eine Weile hatte ich nur den ersten Vers, der nur eine wirklich offene Konfrontation der kognitiven Dissonanz ist, die eine Person, die mit Drogenmissbrauch zu kämpfen hat, fühlen kann – der überwältigende Beweis, dass diese Substanz dir schadet, und das kontraintuitive, aber sehr reale Verlangen nach dem Erleichterung bietet es. Als ich das Lied noch einmal hörte, begann ich über die Parallelen zwischen dem Eskapismus des Drogenmissbrauchs und den anderen verschiedenen Mitteln des Eskapismus nachzudenken, die einen ähnlichen, wenn auch weniger leicht identifizierbaren Raum in meiner Psyche eingenommen hatten.

Es gibt so viele Kanäle und Verhaltensweisen, die wir verwenden, um Beschwerden ungesund zu mildern, die außerhalb der formalen Definition von Sucht existieren. Ich (und so viele andere Menschen) sind bereit zu glauben, wem auch immer – einem politischen Experten, einem Prediger, einem Drogendealer, einem Energieheiler – wenn sie Heilung zu versprechen, auch wenn diese Bereitschaft, so echt sie auch sein mag, die Heilung tatsächlich behindern könnte.“

Gregor McEwan vervollständigt mit “ Ode To Oh“ seine EP „Autumn Falls“

“Wenn der Herbst hereinbricht”, also “As Autumn falls” ist ein schönes Wortspiel, weil „autumn“ und „fall“ im Englischen  synonyme Wörter für die Jahreszeit zwischen Sommer  und Winter sind. Der trickreiche Titel zeigt an, dass wir hier die Herbst EP des Wahlberliners Gregor McEwan vorliegen haben. Gregor McEwan ist nicht zu verwechseln mit Obi Wan Kenobi aus Star Wars Episode I. Obi Wan hatte jede Menge  Ärger mit Darth Vader, er ist aber nicht, wie Gregor McEwan,  am Rande des Ruhrgebiets aufgewachsen und musste sich also nicht entscheiden, ob er zu Dortmund oder zu Schalke hält.

Der Schalke-Fan : ) Gregor McEwan hat nun mehr mit dem Song “Ode To Oh” seine Herbst-EP vollendet und schließt damit an die zu Anfang des Jahres erschienene Frühjahrs- EP “Spring Forward” an. Wir erkennen das ausgeklügelte Konzept.

Auf der EP “Autumn Falls” befinden sich die Singles “Halloween Costume”, “Autumn Falls”, “Forever Ago” und der brandneue Song “Ode To Oh”. 

Olli Schulz empfahl Gregor McEwan in seinem Podcast fest & flauschig mit der Worten: „Der ist auf alle Fälle ein guter Musiker“. Recht hat der gute Olli. Denn wer so schöne, melodiöse Songs Schreiben und emotional darbieten kann, der ist auf alle Fälle ein guter Musiker.

PS.: Das Beitragsbild ist von Kati von Schwerin. Ich empfehle diesen Namen auch mal in das Suchfenster des Lieblingsstreamingdienstes einzugeben

May – Islands and Waves

Mit dem kathartische Song “Islands and Waves“, in dem es darum geht, die Einsamkeit zu überwinden, kündigt die in Berlin lebende Sängerin und Songwriterin May ihre Debüt-EP „When Mercury Fades“ an. Dazu gibt es ein in Berlin gedrehten Musikvideo (Foto: Tim Klein).

Die Sängerin , deren Mutter Deutsche mit dänischen Wurzeln und ihr Vater ein afro-amerikanischer GI ist, erzählt über sich: „Ich bin in einer Kaserne zur Welt gekommen, in Bad Nauheim. Getrennt haben sich meine Eltern, als ich ein Jahr alt war. Mit fünf sind wir dann nach Belgien gezogen, in den deutsch-französischsprachigen Teil“, so May, in deren Ausweis der Name Désirée Dorothy Mishoe steht. „Man könnte also sagen, dass ich so gut wie überall hingehöre – überall und nirgendwo.“

Die Debüt-EP „When Mercury Fades“ erscheint am 27. November.

Der Liedermacher Pohlmann ist mit einem sehr persönliches Album wieder da

falschgoldrichtig“ erscheint am 11.09.

Im Jahr 2006 feierte Ingo Pohlmann, der als Künstler kurz und knapp nur seinen Nachnamen benutzt, seinen Durchbruch mit dem fröhlich tanzbaren Hit „Wenn jetzt Sommer wär“. 34 Jahre war er jung, als er damals perfekt den Surfer-Sound à la Jack Johnson ins Deutsche adaptierte. Nun ist Pohlmann 48 Jahren alt und hat einiges an Lebenserfahrung gewonnen. Ganz und gar Liedermacher, der er nunmal geblieben ist, teilt er seine Erlebnisse und Gedanken mit seinen Zuhörern. Mit „falschgoldrichtig“  legt er ein eindringliches und sehr persönliches Album vor. Sehr authentisch verarbeitet er darin den Tod seines Bruders, der vor 23 Jahren verstarb, ebenso wie das Ende seiner langjährige Beziehung zu seiner Freundin, die wegen eines gemeinsamen Kindes aber nie wirklich enden kann. Auch blitzt nochmal der ganz junge (Jack Johnson-) Pohlmann auf, wenn er von seiner Jugendliebe auf dem Schulweg singt. Das ist es , was Pohlmann sympathisch bleiben lässt. Er hat sich nicht zum harten Kerl gewandelt. Vielmehr geht es in seinen Songs um Schwächen zeigen, Verletzlichkeit zulassen und emotionale Erinnerungen teilen. Den Weg über die persönlichen Emotionen nutz Pohlmann dann, um seine seine Gedanken und seine Meinung den Zustand der Welt, sei es die Zerstörung der Umwelt, die Ausbeutung arbeitender Menschen oder das Leid der geflüchteten Menschen zu teilen, und zwar immer mit einer Ich-Botschaft („Ich sitze im Glashaus und werfe doch den ersten Stein“) oder als persönliches Erlebnis verarbeitet. Der Song „Taxischein“ über die Begegnung mit einem geflüchteten Menschen ist ganz stark. Bei all den teils nicht so schönen Erfahrungen, über die Pohlmann singt, ist „falschgoldrichtig“ alles andere als eine verbitterte Abrechnung mit dem Leben geworden. Im Gegenteil Pohlmann tanzt immer noch durch das Leben. Seine Texte haben viel Wortwitz und die optimistischen Melodien, wie auch die ausgewogenen Kompositionen stimmen positiv und hoffnungsvoll.

Als Anspieltipp habe ich „Unterwasser Atmen“ ausgesucht. Hier erzählt – im Sinne des Wortes – Pohlmann, wie es ihm in der Situation als frisch getrennter Mann geht.

SOPHIE HUNGER nimmt ihr Album „Halluzinationen“ in den legendären Abbey Road Studios auf (VÖ 04.09.)

Sophie Hunger hat ihr immerhin schon siebtes Album Halluzinationen in den legendären Abbey Road Studios London aufgenommen. Die Studios haben natürlich eine besondere Atmosphere, weil dort verschiedenste Künstler, vom Glenn Miller Orchester über natürlich die Beatles und Pink Floyd bis zu Oasis den Sound ihrer Zeit geprägt haben. Dies führt zu dem Mythos, dass in den Abbey Road Studios nur gute Musik entsteht. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an das neue Album von Sophie Hunger.

Diese Erwartungen erfüllen Sophie Hunger und ihr Produzent Dan Carey, mit dem die Wahlberlinerin schon bei dem zwei Jahren veröffentlichten Vorgängeralbum „Molecules“ zusammen gearbeitet hatte. Sophie berichtet, sie seien „volles Risiko“ gegangen und hätten das komplette Album in nur zwei Tagen eingespielt, wobei – und hier zeigt sich die Professionalität der Küstlerin, sämtliche Songs live und in einem Take aufgenommen wurden.

Der Lohn ist eine besondere Intensität der Tracks, was besonders bei dem ernergetischen und rockigen „Alpha Venom“ förmlich zu spüren ist.

Auf ihrer Platte singt sie – wie auch schon zuvor immer wieder – auf Deutsch und Englisch. Dem Deutschlandfunk Kulturradio verriet sie, welche Sprache, das entscheide sich meist schon ganz am Anfang, wenn ein Song entsteht. „Meistens habe ich am Anfang ein paar Worte, die ich gerne mag“. Dazu gehöre auch das Wort „Halluzinationen“, weil es so schwer sei. „Wenn man es fertig gesagt hat, ist man sofort ein bisschen stolz auf sich, als würde man einen Salto machen – gestanden.“

Neben der Zweisprachigkeit zeichnet zeichnet sich „Halluzinationen“ duch eine ungemeine musikalische Vielfältigigkeit aus . Außer rockigen Stücken gibt es auch eine dunkele Moritat „Rote Beete aus Arsen„, aber auch luftig swingende Stücke, wie „Everything Is Good“ die gute Laune verbreiten.

Man kann das Album ganz oft durchhören und entdeckt trotzdem immer wieder was neues. Die Rhythmen sind tricky, mal ist die Gitarre im Vordergrund, mal das Piano. Das Album geht mit vielen Electronica-Elemente deutlich in eine elektronischere Richtung, als frühere Alben von Sophie Hunger.

Fazit: Die geplante VÖ musste mehrfach verschoben werden. Das warten auf den 04.09.2020 lohnt sich.

Gregor McEwan – Halloween Costume

Gregor McEwan hat eine brandneue Single und dazu ein Video veröffentlicht, in welchem er lauter Superheld*innen und Superschurken aus dem Marvel-Kosmos einen auftreten lässt. Von Gregor erwartet man ja folkige Songs. Das besondere an diesem ist der wirklich grandiose Schluss.

„… Während sich Halloween Costume immer weiter steigert und aufbaut… um nicht zu sagen aufbäumt, mit immer neuen Instrumenten und Klangfarben versehen seinem dramatischen Ende entgegen schreitet, ereilt das Audi(o)torium dann irgendwann mitten im hymnischen Refrain die Erkenntnis, dass Flügelhörner tatsächlich einen fantastischen Klang und eine dramaturgische Daseinsberechtigung haben und dass Auto-Tune sparsam und sinnvoll eingesetzt auch richtig cool sein kann. Und nachdem all dies schlussendlich die Hände von der Gurgel genommen hat und man die Gänsehaut entdeckt, die sich beinahe unbemerkt gebildet hat, fällt alles wieder in sich zusammen… die Muskeln im Ohr entspannen sich schlagartig und man bekommt eine Middle 8 lang die Zeit zugestanden, sich an The Mountain Goats und Okkervil River erinnert zu fühlen, ehe ein Metallica meets Van Halen Staccato/Tapping/Double Bass-Part das Finale Furioso einleitet und der Song fast schon überraschend endet. Aber wirklich nur fast! Denn wenn ich das alles noch mal Revue passieren lasse, frage ich mich sowieso, wie dieser Typ all diese Feelings in nur knapp über 3 Minuten gepackt bekommt…“sagt Jörkk Mechenbier

Also, das Video geniesen und unbedingt de Schlussakkord abwarten.