Sharon Van Etten teilt neues Video – No One’s Easy To Love

Das neueste Video von Sharon Van Etten zeigt die Singer-Songwriterin, wie sie allein mit ihren Gedanken über einen menschenleeren Platz zwischen gewaltigen Hochhäusen streift, während sie über Liebe, Vergebung und die universelle Fehlbarkeit des Menschen nachdenkt. „No one’s easy to love“, singt sie unruhig in die Kamera. „Don’t look down, my dear, don’t be surprised.“

Das Video zu „No one’s easy to love“ wurde am Empire State Plaza igedreht. Der auch „The South Mall“ genannte Gebäudekomplex beheimatet mehrere Regierungsgebäude im Stadtzentrum von Albany, New York State.
Das Video fängt sowohl die Architektur gelungen ein und setzt auch Sharon Van Etten perfekt in Szene. Es wurde von Katherine Dieckmann gedreht, die auch das das Cover für Van Ettens letztes Album „Remind Me Tomorrow“ fotografiert hat. Van Etten sagt in einer Pressemitteilung, das Video sei „krass, einfach, roh. [ Katherine Dieckmann] hat mir erlaubt, ich selbst zu sein.“

Die Höchste Eisenbahn – Aufregend und neu

Im Jahr 2011 gründeten die Berliner Songwritern Francesco Wilking ,auch bei der Band Tele,(Gesang, Texte, Gitarre, Klavier/Synthies) und Moritz Krämer (Gesang, Texte, Gitarre, Klavier/Synthies), zunächst als reines Liveprojekt mit wechselnden Gästen, z.B. Judith Holofernes und Gisbert zu Knyphausen, die Band Die Höchste Eisenbahn.  2012 wurde aus dem Projekt eine feste Band mit  Felix Weigt, u.a. auch Kid Kopphausen und Spaceman Spiff (Bass, Klavier/Synthies, Klanglabor)  und Max Schröder , Der Hund Marie und Tomte (Schlagzeug, Percussion) . laut.de beschreibt den Muskstil der Band treffend wie folgt: Melancholische Texte, die viel Wahrheit und persönliche Erfahrung enthalten, gesungen von Männern mit Bärten.

Für ihr neues Album Ich glaub dir alles (VÖ 16. August 2019) haben sich Die Höchste Eisenbahn mit dem Erfolgsproduzenten Moses Schneider (u.a. Annenmaykanntereit, Tocotronic, Dendemann)  ins Studio begeben. Man hört, dass er sie ”gezwungen” habe, die Songs live einzuspielen,  was ihnen eine energetische Frische verleiht. Vorab gibt es seit heute die zweite Single und das Video Aufregend und neu aus dem kommenden Album. Zu Beginn hört man eine Frau kantonesisch sprechen Sie sagt: „Hallo. Wie geht es dir? Ich wünsche dir Frieden, Gesundheit und Glück“

Mister Me – Pink und Blau

Mädchen lieben Pink und Jungs interessieren sich für Action und Abenteuer. Allerdings sind diese Interessen nicht von Geburt an festgelegt. Kinder wollen auch nicht nur die Hälfte des Angebots nutzen. Allerdings will ein Kind sich identifizieren und sich einer Gruppe zugehörig fühlen. Deren Merkmale, Farbcodes oder oft stereotypes Verhalten bestimmen Kinder nicht selbst, sondern sie reproduzieren ein Bild, das von außen an sie herangetragen wurde. Kinder wachsen in die Regelwelt der Erwachsenen hinein und übernehmen deren Zuordnungen.

Nachdenkliche Texte als Markenzeichen

Themen, wie die oben beschriebene Hellblau-Rosa-Falle, werden in der aktuellen deutschsprachigen Popmusik kaum behandelt. Ganz anders geht jedoch Mister Me, alias Micha Meißner, in seinen Songs die Sache an. Herzschmerz-Lyrik und  Wohlfühlromantik  sind sein Ding nicht. Stattdessen fasst er gesellschaftlich relevanten Themen an. Schon sein Vorab-Song Null drehte sich um  um die Frage, ob wir all diese materiellen Dinge, den Stress und den Hass brauchen, mit denen wir unser Zusammenleben belasten.

In Pink und Blau appelliert Mister Me, die genannten etablierte Identitätskonstrukte zu hinterfragen und anstelle des binären Schwarz/Weiß- oder Pink/Blau-Denkens mehr gedankliche und soziale Farbschattierungen zuzulassen – für eine bessere, buntere Welt.“Als wärn‘ es immer Farben, die wir bleiben / Die, die ‚gleich‘ und ‚gleich sein‘ unterscheiden / Alle tragen Stempel auf der Haut / In pink und blau“ heißt es im Refrain von Pink und Blau unter Bezug auf die traditionelle farbliche Kennzeichnung von Jungen und Mädchen.

Pink und Blau ist der zweite Vorab-Song aus dem geplanten zweiten Album von Mister Me, das derzeit durch eine Crowdfunding-Kampagne ermöglicht werden kann und im Herbst erscheinen soll.

Projekt unterstützen

Tourdaten:

Mister Me auch bis in den Winter des nächsten Jahres hinein rund dreißig Städte auf seiner Tournee ansteuern:

19.11.2019 Münster -Sputnik Café

20.11.2019 Bochum – Dampfgebläsehaus

21.11.2019 Köln – Club Volta

22.11.2019 Weinheim – Café Central

23.11.2019 AT-Lustenau –  Carini Saal

25.11.2019 AT-Wien – B72

27.11.2019 Rostock – M.A.U. Club

28.11.2019 Berlin – Lido

29.11.2019 Cottbus – Bebel

30.11.2019 Göttingen – Musa

01.12.2019 Leipzig – Naumanns

03.12.2019 Marburg – KFZ

04.12.2019 Hannover – Musikzentrum

05.12.2019 Koblenz – Circus Maximus

15.01.2020 Dresden – Groovestation

16.01.2020 Braunschweig – Eulenglück

17.01.2020 Lübeck – Riders Café

18.01.2020 Magdeburg – Moritzhof

19.01.2020 Langenberg – KGB

21.01.2020 Bremen – Tower

22.01.2020 Hamburg – Knust

24.01.2020 Nürnberg – Club Stereo

25.01.2020 München – Backstage Club

26.01.2020 Stuttgart – clubCANN

28.01.2020 Biberach – Abdera

29.01.2020 Wiesbaden – Schlachthof

30.01.2020 Karlsruhe, Substage Café

31.01.2020 Erfurt, Museumskeller

01.02.2020 Annaberg-Buchholz, Alte Brauerei

Kate Davis – rbbts

Seventeen von Sharon van Etten ist wohl einer der Songs aus dem Jahr 2019, die im Gedächtnis haften bleiben werden. Sharon hat den Song zusammen mit Kate Davis geschrieben. Kate Davis lernte mit fünf Jahren  Geige und mit dreizehn Bass. In frühester Jugend war sie Mitglied der Portland Youth Philharmonic und des Grammy Jazz Ensembles. Kate entwickelte sichvon der Jazzerin, die mit Herbie Hancock, Ben Folds und Alison Krauss auf die Bühne stand, zur Songwriterin, Spezialgebiet  – kathartische Indierockmusik. Jetzt 28 Jahre alt und hörbar gereift, wird sie ihre erste LP heraus bringen. Die Trophy wird im 8. November 2019 auf Solitaire Recordings veröffentlicht. Vorab gibt es die Single und das Video rbbts. Der Songtitel in der seltsamen Schreibweise rührt von Studentenkneipe, die so hieß und  in der sie sich mit ihrer ersten Liebe traf. Schlicht davon handelt der schöne Song.

Andi Fins – Stan’s Copycat

Sie bat um eine Zigarette und sagte: “Versteh mich bitte nicht falsch, aber schriftlich kommst du besser rüber,  als von Angesicht zu Angesicht mit dir zu reden”

Gleich die ersten Zeilen des Songs Stan’s Copycat haben mich persönlich abgeholt. Das ist doch genau das, was einen Blog-Schreiber wie mich erwartet, wenn er sich  mal hinter seinem Laptop weg wagt, sich hinaus traut und dann im Club auf seinen Schwarm trifft. Wenn man es vermasselt, fühlt man sich wie die Kopie eines Stalkers und Fans (Stan)

Der Anti-Held ist zurück

Foto_katja aujesky

Der hier aus der Erfahrung eines geplatzten Dates einen perfekten Popsong fabriziert hat, heißt Andi Fins. Sein nagelneuer Song Stan’s Copycat wird wird auf seinem neuen Album zu hören sein, dessen VÖ für September 2019 geplant ist. Es scheint so, als wolle er seine Erzählung fortschreiben, die er mit den Vorgänger “Dreamer” (VÖ 2016) und dem noch aktuellen Album “How will our Hero get out of this one? (VÖ 2018)” begonnen hat. In der mit Moritz Krämer ( Die höchste Eisenbahn) produzierten Video-Trilogie „Out of Sight“, „Walk away“ und „Stay on top“ stellte er sich als Trenchcoat tragender, tapsiger Antiheld dar.Man darf  gespannt sein, wie es weiter geht.

Musikalisch ist Andi Fins alles andere als ein Underdog. Der passionierte Keyborder arbeitet u.a. mit Moritz Krämer, Max Prosa, Philipp Dittberner, Boy, Mark Forster, Elif, Super 700, Martin Gallop, Anna F.,Nico Suave, Tim Neuhaus und Clueso zusammen. Aktuell gehört er zu der Band, die mit Moritz Kremer auf Tour ist.

Sein eigene Musik lässt Erinnerungen an den melancholischen Pop der 80’Jahre und 90’Jahre wach werden. Man hat Prefab Sprout oder  The Style Council im Ohr. Damit liegt Andi Fins hoch im Trend. Seine Mitmusiker sind Alexander Binder (Gitarren und Bass), Hanno Stick (Drums),und Larissa Pesch (Backingvocals). Andi Fins bedient die Keyboard und war zusammen mit Alexander Binder Produzent. Alexander Binder und Hanno Stick spielen auch bei Moritz Krämer und bei Judith Holofernes. Larissa Pesch war bis vor einem Jahr Mitglied der Soul-Pop Girlband Laing.

Das neue Album finanziert Andi Fins durch Crowdfounding . Es soll, wie gesagt, im Herbst 2019 erscheinen. Wer möchte, kann das Projekt hier unterstützen.

Projekt unterstützen

Moritz Krämer + Band in der Pension Schmidt in Münster

Der Berliner Sänger und Songwriter Moritz Krämer kommt heute Abend nach Münster in die Pension Schmidt. Mal klingt seine Musk zurückgelehnt wie Whitney oder Andy Shauf, wenn ein trockener Beat (Hanno Stick am Schlagzeug) unter warmen Streichern begraben wird, mal wie Kevin Morby, Wilco oder Courtney Barnett, mal erinnern die Arrangements mit Bongos, Motownstreichern und dem Beatlesbass von Alex Binder an Hymnen von Curtis Mayfield oder Gladys Knight, durch Andi Fins’ Klavierspiel an Randy Newman oder Todd Rundgren. Am Ende ist es immer Krämers Stimme und seine Art zu singen, die den Sound der Platte ausmachen, die die deutsche Sprache so leicht und melodisch klingen lassen. Das ist jedenfalls das Versprechen, das gegeben wird. Und genau deswegen gehe ich dahin.

Konzertankündigung: MissinCat am 30.09.2019 in der Pension Schmidt in Münster

In Zeiten von Spotify & Co. kauft man selbst nur noch selten CDs. Ich kaufe meine CDs auf Konzerten beim Merch, weil ich damit die Künstler direkt unterstützen will. In meiner CD Sammlung steht aber auch eine CD von MissinCat mit einem Autogramm von der Künstlerin, die bei einer Verlosung des Musik-Blogs E1hin gewonnen habe. Die CD „Wirewalker“, insbesondere die Songs „Pirates“ und „Ten Lines“, gefällt mir so gut, dass ich Fan von MissinCat geworden bin.

Hinter Missincat steckt die in Berlin lebende Italienerin Caterina Barbieri . Sie hat gerade eine wunderschöne Single in italienischer Sprache mit dem Titel „Oggi No“ heraus gebracht. Dazu hat sie heute über Facebook eine Deutschland-Tour angekündigt. Es trifft sich gut, dass sie dabei in Münster in der kleinen aber feinen Location Pension Schmidt auftreten wird. Ich denke, dass ihre Musik sehr gut in den kleinen Club passt. Ich freue mich jedenfalls riesig auf das Konzert.

Das Konzert findet am Montag den 30.9.2019 in der Pension Schmidt, Alter Steinweg 37, 48143 Münster statt.

Daten der übrigen Tour

Olympia – Shoot To Forget

„Auf die Ohren“ liebt es , wenn ein Musikvideo genau das visualisiert, was der Song aussagt. Genau das ist bei Shoot To Forget umgesetzt worden. Die Singer-Songwriterin und Gitarristin Olivia Bartley, alias Olympia, setzt sich mit der Idee auseinander, dass wir unser wahres Selbst vor der Welt verstecken. Die Video-Regisseurin Leilani Croucher sagt zu ihrem Werk: „ The film is a performance piece, exploring the different characters and personality types that live inside Olympia, and us all.“

So wird Olympia im Video zur Meisterin der Verkleidung.Von Braut zu Vamp, zu Trauernder, zur Eiskunstläuferin und zu weniger definierbaren Charakteren.

Wieder einmal kommt eine starke Indie-Rockerin aus Australien. Mit einer anderen starken Frau aus Australien, Julia Jacklin, ist Olympia zur Zeit auf Europa Tournee. Shoot To Forget ist eine Vorab-Single aus dem kommenden Album Star City.

MissinCat – Oggi no

Pressefoto: David Benham

Zur Abwechslung ein Song in italienischer Sprache. In Oggi no geht es um die Probleme einer Beziehung, wenn unterschiedlicher Charaktere sich aneinander reiben. Die wunderschöne Ballade stammt von Caterina Barbieri. Die seit einigen Jahren in Berlin ansässige Italienerin nennt sich als Musikerin MissinCat. Sie kann mit ihren Alben „Back On My Feet“ (2009), „WOW“ (2011) und „Wirewalker“ (2015) bereits auf eine beachtliche Veröffentlichungs- und Erfolgsgeschichte in Deutschland zurückschauen. Ihr warmer Sound und ihre eingängigen, dennoch künstlerisch anspruchsvollen Songs haben ihr über die Jahre eine breite Fanbase verschafft, was nicht nur zu erfolgreichen Touren in Deutschland, sondern auch zu Shows in den USA, Australien, UK und natürlich auch Italien führte.

Oggi no die erste Single von ihrem im Herbst bei Listenrecords erscheinenden Album.

Einar Stray Orchestra – Hot Salted Wind

Pressefoto Christian Zervos

Eine Lieblingskategorie bei „Auf die Ohren“ ist „Musik aus Skandinavien“. Warum? Weil es die Skandinavier draufhaben, gute Musik zu produzieren. So habe ich heute die bei Sinnbus frisch erschienene Melodie Hot Salted Wind von EINAR STRAY ORCHESTRA hören dürfen.

Einar Stray Orchestra ist eine Indie-Pop- und Post-Rock-Band aus Skandvika, einer kleinen Gemeinde südwestlich von Oslo, die – wie gesagt- bei Berliner Label Sinnbus unter Vertrag ist. Sie nennen sich nicht von ungefähr Einar Stray Orchestra, denn unverwechselbaren ist ihr orchesterhafter Sound. Der Name geht auf den Gründer Einar Stray (p, git, voc) zurück, die weitreren Mitglieder sind Ofelia Østrem Ossum (clo, p, voc), Maja Gravermoen Toresen (vl, voc), Lars Fremmerlid (dr, voc), Steinar Glas (b, git, voc),