Close Talker – Demnächst erscheint das Album “How Do We Stay Here?”

Als  Close Talker bezeichnet man in der englischen Sprache  eine Person, die einem beim Sprechen unangenehm auf die Pelle rückt. Mit diesem Begriff verbindet man also eigentlich keine schöne Vorstellung Ganz anders bei der kanadischen Band Close Talker. Bei ihr geht es um höchst angenehmen eleganten Indierock mit einem sensationell weichen Shoegaze Vibe.

Close Talker- Arm’s Length

Ende dieses Monats  wird Close Talkers Album How Do We Stay Here? via sinnbus erscheinen. Darauf befindet sich Arm’s Length, wovon die Band sagt, es sei ihr „favourite song we’ve ever written.“

Außerdem gibt es ein Video zum Song Pace

Gedreht wurde das Video in Florence Bay, British-Columbia. Geplagt von alljährlichen Hitzewellen im Frühjahr und Sommer ist so ein im Regen gedrehtes Filmchen nett anzusehen.

Auf die Ohren hat ja schon mehrmals über Close Talker berichtet (Close Talker-Half Past Nine; Close Talker – The Change It Brings). Im Herbst kommen sie für einige Konzerte nach Deutschland. Vielleicht gelingt damit der verdiente Durchbruch hierzulande.

CLOSE TALKER -Tourdaten

15.10.2019 – DE – Berlin, Intrnt Explrr

17.10.2019 – FR – Paris, Pop Up Du Label

19.10.2019 – DE – Darmstadt , Bedroomdisco

20.10.2019 – DE – Bochum, Jahrhunderthalle/Dampfgebläsehaus 

21.10.2019 – DE – Köln, Subway

22.10.2019 – DE – Dortmund, FZW

23.10.2019 – NL – Utrecht, TivoliVredenburg

24.10.2019 – DE – Hamburg, Nochtwache

25.10.2019 – NL – Zwolle, Hedon

Long Beard – Sweetheart

Foto Nathan Bajar

Die New Jersey stammende Singer-Songwriter Leslie Bear hat sich als Künstlerin den gar nicht passenden Namen Long Beard gegeben. Ihre Musik hat so gar nichts mit der Rockmusik langbärtiger Männer, wie etwa ZZ-Top zu tun. Ihre Musik passt vielmehr in die Kategorie Dreampop, melancholisch, etwas Shoegaze. Für ihr zweites Album Means To Me, welches für den 13. September angekündigt ist. Als Co-Produzenten hat sie sich Craig Hendrix ins Boot geholt, der sich Produzent für den Sound von  Japanese Breakfast verantwortlich ist und sich mit solcher Musik auskennt. Die vorab veröffentlichte veröffentlichte Lead-Single Sweetheart,  ist ein bittersüßer Indie-Pop-Song, in dem sich Leslie Bear an eine vergangene Liebe erinnert.

Desperate Journalist am Samstag, 11. Mai 2019 im Gleis 22 in Münster

Die britische Postpunk-Indie-Shoegaze-Band Desperate Journalist um die Sängerin Jo Bevan veröffentlichte am 22. Februar 2019 ihr drittes Album und promotet dieses auf einer Club-Tour. Das Album trägt den Titel In Search of the Miraculous. Jo Bevan hat sich dabei von dem Künstler Bas Jan Ader inspirieren lassen, dessen Werk sich mit der Schwerkraft und dem Fallen beschäftigte. Seine letze Performance im Jahr 1975 mit dem Titel „In search of the miraculous (songs for north Atlantic)“ endete tragisch. Der 33-Jährige versuchte mit einem sehr kleinen Segelboot, das nicht für Langstrecken-Fahrten gebaut war, eine künstlerisch motivierte, performative Atlantiküberquerung. Etwa 10 Monate nach seiner Abreise wurde das leere Boot vor der Küste Irlands angetrieben. Jan Bas Aders Leiche wurde nie gefunden.

Entsprechend tiefgründig ist die von Jo Bevans Stimme und dem Gitarrenspiel von Rob Hardy geprägte Musik.

Cedars aus dem AlbumIn Search of the Miraculous

Ich freue mich schon auf das Konzert am 11. Mai in Münsters bestem Live-Club, zumal die Leute vom Gleis 22 den passenden Support ausgesucht haben und ankündigen:“Vorab die beiden fantastischen und vom Gleis-Booking geliebten russischen Shoegazer-Formationen Blankenberge und Life On Venus, die sich stilistisch zwischen Slowdive, My Bloody Valentine und Cocteau Twins bewegen. Tipp!“

Life on Venus – May

Blankenberge – Disappear

Ort des Geschehens: Gleis 22 Hafenstraße 34 48153 Münster am11.05.2019

Wy – Pavements

Wy sind das Duo Ebba Ågren und Michel Gustafsson aus Schweden. Mit dem Album Okay haben sie 2017 ein schönes Dreampop-Album geliefert, womit sie in einer Liga mit Slowdive oder Cigarettes After Sex spielen.

Die jetzt nachfolgende Single namens Pavements ist recht kampflustig. Ebba Ågren sagte zum Song und zum Video:“ Ich denke, das Boxen fängt das Gefühl des Songs perfekt ein, besonders weil ich nicht wirklich boxen kann. Es gibt dem eine Eigentümlichkeit, die ich mag.“

Slowdive-Sugar for the Pill

Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger entwickelte sich in Großbritannien eine neue Stilrichtung, Shoegazing – also „auf die Schuhe starren“ – genannt. Der Blick war aber natürlich nicht nach unten gerichtet, um die neuer Sneakers zu bewundern . Vielmehr  wird der Sound von verzerrte Gitarrenwände  dominiert und macht  deshalb ständig einen Blick auf die Effektgeräte auf dem Boden erforderlich. Shoegazing ist sehr schwelgerische Musik, wobei der  Reiz darin besteht, dass melodische Gitarrenwände mit ruhigeren Passagen wechseln, bei denen weniger auf Verzerrungen als auf Hall- und Feedback-Effekte zurückgegriffen wird.

Benannt nach einer Siouxsie & The Banshees-Single, gründet sich die Shoegaze-Band Slowdive um die Teenager Neil Halstead, Rachel Goswell, Christian Savill, Adrian Sell und Nick Chaplin 1989 im englischen Reading. Da Shoegaze zu der Zeit noch boomte, bekamen sie einen Vertrag bei Creation Records, die auch weitere erfolgreiche Shoegazer, wie „My Bloody Valentine“ und „Jesus And Mary Chain“ gesignt hatten.  Das Debüt-Album „Just For A Day“erschien  im September 1991  und erreichte die Top 10 der UK-Indie-Charts , obwohl es im Zuge des abflauenden Shoegaze-Trends weitestgehend negativ rezensiert wurde. Wie es häufig passiert, wurde das zweite Album „Souvlaki“ von der führenden Musikpresse schwer zerrissen, was dann meist den Untergang einleitet. 1995 erscheint das vorerst letzte Album „Pygmalion, welches vom Label nur noch halbherzig promotet wurde. Kurz nach der der Veröffentlichung kündigte Creation die Zusammenarbeit auf und Slowdive lösten sich auf. 

Dann 2014 spielte Slowdive  wieder unter anderem auf dem spanischen Primavera Sound Festival und dem Roskilde. Im Januar 2017 unterschreiben sie einen Vertrag beim Independent-Plattenlabel Dead Oceans. Bei Dead Oceans sind u.a Japanese Breakfast  und Mitski unter Vertrag. Japanese Breakfast betrachten Slowdive als Vorbilder.

Sugar for the Pill ist die erste Single auf dem selbst betitelten Comeback-Album von Slowdive. Es handelt sich um schönsten Dreampop.