Egokills – Dormant

2020 ist für viele klar geworden, wie sich Isolation anfühlt. Allerdings ist das Leben in Isolation kaum eine neue Sache. Für einige von uns ist die fehlende Verbindung von Dauer. Manche Menschen entscheiden sich dafür, allein zu leben, Andere enden einfach so. So oder so, die Einsamkeit gibt Depressionen und Sucht viel Raum. (Beitragsfoto. Vesa Holmala)

Finnische Hardrocker macen Puppe zum Star ihres Videos

Dormant, der neue Song von Egokills, den Metal-Hippies aus dem finnischen Tampere, handelt von der Isolation. Das Lied ist dem Thema entsprechend bemerkenswert düster. Es ist hauptsächlich von dem Bassisten Mika Pusa komponiert und der lyrische Input stammt von Sänger Janne Selo und Schlagzeuger Vilho Rajala. Die Gitarristen Niko Viita-aho und Pasi Viitala stellen ihr Können auf einer breiten Skala, von donnernden Metal-Riffs über gefühlvolle Soli bis hin zu akustischen Parts unter beweis.


Das zu Dormant gehörende Video ist ein eigenes Kunstwerk. Star des Videos ist eine Handpuppe, die von Alma Rajala gespielt wurde. Alle Bewegungen der Puppe wurden live abgefilmt. Alma Rajala ist die Schwester des Schlagzeugers. Sie ist Puppentheaterprofi und Vorstandsmitglied im Puppentheaternetzwerk Aura of Puppets. 

GHETTO ROYAL–GUTE LAUNE MÜSLI

Eingängige Riffe, pop-infizierte Hooks und energiegeladene Mitsingparts – ganz im Stil der 90er Jahre

Mit urbanem Rock und deutschen Texten erspielt sich die vierköpfige Band GHETTO ROYAL aus Passau eine immer größer werdende Fanbase und erzählen Geschichten, die das Leben schreibt -mit oder ohne Happy End.

Das Debutalbum „PERSONA NON GRATA“, erscheint am 28.09.2020

So schreibt unter anderem die Süddeutsche Zeitung: „Wer solche Textzeilen in wütende Rockmusik verpacken kann, gehört auf eine Konzertbühne!” und schwärmt weiter von der „überzeugenden Bühnenpräsenz und wuchtigen Blueseinflüssen“.

"Mein Herz ist so schwer, ich weißt nicht mehr warum" 

„Gute Laune Müsli“ ist ein Song über Depressionen und beschreibt das Gefühl, schon so lange traurig zu sein, dass man nicht mal mehr den Grund dafür weiß. Der Sturz in den Alkohol und die dunklen Gedanken an die Vergangenheit sind die perfekten Zutaten für das (ANTI)-Gute Laune Müsli.

THE ANIMEN -Same Sun / Different Light

Cover: The Animen – Same Sun / Different Light – Label: Two Gentlemen

Das neue Album der Rock’n’Roller aus Genf befriedigt das Bedürfnis nach guter Gitarrenmucke

Mit Hilfe eines PC oder Mac oder mit eine Laptop gelingt es heute, als Solo-Künstler*in sehr gute und hörenswerte Musik zu produzieren. Dafür gibt es zur Zeit viele, sehr gute Beispiele, insbesondre von jungen Frauen. Das diese Musik elektro-lastig ausfällt, ist aufgrund der technischen Gegebenheiten klar. Wie das Leben so spielt, gibt es aber auch den Pendelausschlag in die Gegenrichtung. Offenbar gibt es wieder ein verstärktes Bedürfnis nach E-Gitarren und Rockmusik und Bands wie die Strokes oder Mando Diao tauchen wieder auf.

Foto: Mehdi Benkler

Wer Lust auf elegante Gitarrenverzierungen, elastische Basslinien, robuste rhythmische Reliefs hat, der wird von den Schweizer THE ANIMEN aufs Beste bedient. Die vier Jungs sind nach hunderten von Konzerten robuste Pfeiler der europäischen Rockszene.

Ihr Album trägt den passenden Titel „Same Sun / Different Light“. Zwar bestrahlt die universellen Sonne des Rock’n’Roll alle die 11 Tracks gleich, doch wie ein Prisma reflektieren sie das Licht in unterschiedlichen (Musik-)Farben. Da ist der bissige Enthusiasmus auf The Absence, die Psychedelika von Greetings from El Matador, der herrliche Lo-Fi des nonchalanten Mourning Sun oder das taumelnde, ausgemergelte Kabarett von Woe Is Me und die Stones-haften Refrains in Two-Armed River, das bluesige From Thr Get-Go

sowie das kraftvolle Kill Your Darlings.

THE ANIMEN schaffen es, den guten alten Rock’n’Roll zeitgemäß leuchten zu lassen.