Thom and the Wolves – Ordinary Life

Cover-Bild: Sandro Kopp

Beseelt von dem Wunsch, Musiker zu werden, brachte sich Thom Bewernick als Junge autodidaktisch das Gitarrenspiel bei, um in der Band seines Bruders (Daniel Green) zu spielen. Schließlich folgte er dem Ruf seines Herzens, verließ Bad Seegeberg und reiste als Straßenmusiker durch Europa und die Vereinigten Staaten.  Besonders seine Zeit in Los Angeles inspirierte ihn zum Schreiben seiner ersten eigenen EP. Und langsam stellte sich der Erfolg ein. Sein Song “Come On Over”wurde u.a. in Tom Robinson’s BBC Introducing Radio Show gefeatured.

Musiker von ganzem Herzen

Zurück in Deutschland zog es Thom in das kreative Berlin. Bei einem seiner dortigen Auftritte lernte er den als Almost Charlie bekannten Musiker und Produzenten Dirk Homuth kennen, mit dessen Unterstützung schließlich sein erstes Solo Album „The Gold In Everything“ entstand. Sein hübscher Song  „The Art Of Being Alone“ lief im Rahmen einer Kooperation für einen Werbespot zwischen Sennheiser und den Eisbären Berlin vor jedem Heimspiel in der Mercedes Benz Arena. 

Werbespot für Sennheiser und die Berliner Eisbären

Für die Schaffung seines neues Album mit dem Titel „Thom & The Wolves“ nahmen sich Thom und seine Band über 2 Jahre Zeit . Als Arrangeur gewannen sie Matteo Pavesi, den Produzenten von Alice Phoebe Lou. Mit „Ordinary Life“ veröffentlichen Thom and the Wolves die erste Single aus dem kommenden Album und ein sehr gut gemachte Lyrik-Video.

Thom and the Wolves  sind Thom Bewernick (guitar, vocals), Dirk Homuth (guitar), Carl Albrecht (bass), und David Guy (drums)

BALBINA – PUNKT.

Foto: Christoph Kassette

Balbina veröffentlichte am 10. Januar 2020 ihr neues Studioalbum „Punkt.“

Die Tochter polnischer Einwanderer nutzt ihre durch die Gründung des eigenen Labels Polkadot gewonnen Freiheit, um eine neue musikalische Vielfältigkeit zu präsentieren. Balbinas Alleinstellungsmerkmale in der deutschen Musiklandschaft sind zum einen ihre besondere Stimme mit dem dunklen Timbre, die aber auch in höhere Gefilde aufschwingen kann. Diese besondere Art des Gesang ist wohl der Grund , dass Rezensoren sie mit Björk vergleichen (Spiegel). Das andere Merkmal sind ihre lyrischen Texte, die für ihr letztes Studioalbum „Fragen über Fragen“ den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Text Pop“ eingebracht haben. Auch auf dem neuen Werk sind die Texte schon etwas Besonderes. Wenn sie etwa zum Ende der Platte hin in den Songs „Punkt.“ und „kein Ende“ (dessen Rhythmus im Gegensatz zum Titel unaufhaltsam zum endlichen Schlussakkord treibt) über das Ende des Satzes, der Gegenwart, des Lebens und über die Sterblichkeit philosophiert, hat dies schon was Existenzialistischen. Zudem nutzt Balbina die Worte und die Sprache um die Melodien zu unterstützen. Richtigerweise muss man diesmal den Plural verwenden, denn Balbina wechselt spielerisch zwischen deutsch und englisch, wenn es der Klang erfordert. Die Vielfalt , in die sich Balbina freigeschwommen hat, zeigt sich auf Punkt. aber im Musikalischen. Balbina wechselt zwischen den Genres und lässt sich nicht festlegen. Eröffnet wird mit dem gothicartigen Track „Hinter der Welt“, was sehr gut zu ihren schwarzen Outfit auf dem Plattencover und ihrer dunklen Stimme passt. Gothic ist auch das Rammstein-Cover „Sonne“.

In Balbinas Interpretation wird klar, dass der Sonnenaufgang für Wesen der Nacht sehr bedrohlich ist. Es geht aber auch anders . Bei „Weit weg“, in dem Balbina ihre insichgekehrte Gefühlswelt beschreibt, bestimmen tief pochende Synthesizer den Rhythmus. Zum Ende gibt es eine Rap-Einlage von Ebow. „Wanderlust“ ist ein astreines Soulstück mit Temptation-Sampels. Balbina singt, als hätte sie dies in einen Gospelchor gelernt. „Blue Note“ ist klassischer Soul-Jazz, bei dem sie sich eben dieser Blue Notes bedient. In „Langeweile“ singt Balbina die Tonleiter hoch, dass es alles andere als langweilig wird. Zum Schluss gibt es mit „Machen“ noch etwas Dance-Hall . In den Song steigt ein deutscher Sänger ein, den man ebenfalls sofort an seiner Stimme und seinen vertrackten Texten erkennt. Herbert Grönemeyer singt mit, zum Glück ohne den Song dominieren zu wollen, was bei Balbinas stimmliche Präsenz auch schwer fallen würde. An ganz vielen Stellen entwickelt die Komposition auf Punkt. eine orchestrale Wucht, dass man sich vorstellen kann, wie gut dies zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg klingen wird. Eine solche Aufführung gibt es am 24. April 2020, wenn Balbina mit ihrer Band und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg das neue Album „Punkt.“ live im Admiralspalast in Berlin aufführen wird.

Celeste – Stop This Flame

Cover (Universal)

Die britisch-jamaikanische Sängerin Celeste wurde von einer Jury aus 170 Kritiker, DJs, Radio- und Fernsehproduzenten , Streaming-Experten, Festival-Booker und Künstler wie Billie Eilish und Lewis Capaldi. zur Gewinnerin der BBC Music Sound Of 2020-Umfrage gekürt.
Zur Feier des Sieges gibt es ein neues Lied von ihr. Ein eingängiges und vage jazzbeeinflusstes, schnelles R & B-Stück namens „Stop This Flame“.

Douglas Dare – The Joy In Sarah's Eyes

Der junge Londoner Songschreiber Douglas Dare wird am 21.02.20 sein drittes Studioalbum „Milkteeth“ veröffentlichen . Daraus ist jetzt nach  Silly Games  die zweite Single „The Joy In Sarah’s Eyes“ erschienen.

Inspiration für „The Joy In Sarah’s Eyes“ war, die die Unschuld und Einfachheit der eigenen Kindheit zu erforschen. „Mir ist jetzt klar, dass Sarah das Kind in mir ist. Sie ist die unschuldige und reine Freude, die wir alle als Kinder haben und die oft mit dem Alter verloren geht. Wenn du dich an diese Freude erinnerst und sie bei dir behältst, kannst du dich buchstäblich am Leben erhalten, dich vital halten. “ sagt Douglas

Mit dem Autoharp komponiert – eine Neuentdeckung für den Multi-Instrumentalisten – greift der Track auf Indie- und Folk-Einflüsse zurück. Douglas Dares Art, zu singen in Verbindung mit dem Saiteninstrument lässt Erinnerungen an Jeff Buckley wach werden.

Douglas Dare von Ahmed Furmann fotografiert

Ätna – Made By Desire

Demian , der Virtuose am Schlagzeug, schlägt die Drums an, wie einst Drew Schulz von den legendären Funkbrothers. Dazu bringt Inéz ihre sonst dunkele Stimme in ungeahnte Höhen. . Das ganze wir ungemein funky dargebracht. Man fühlt sich in die Vergangenheit versetzt, als hätte man eine Soulplatte der Motown-Studios aufgelegt . Made By Desire zeigt, wie wandelbar Ätna ist. Ich freue mich auf die LP, die am 14.02. erscheint.

Soko – Being Sad Is Not a Crime

Single Artwok

Die französische in LA ansässige Künstlerin und César-nominierte Schauspielerin Stéphanie Alexandra Mina Sokolinski, die sich schlicht Soko nennt, hat heute „Being Sad Is Not A Crime“ veröffentlicht. Zudem gibt es ein Musikvideo. Unter der Regie von Schauspieler und Filmregisseur Gilbert Trejo wurde der Clip im historischen Bob Baker Marionette Theater in Downtown Los Angeles gedreht. 

In dem emotionalen Video, ist der Sokos kleiner Sohn zu sehen. Wie schon Titel verrät, geht es in dem Song um den gesellschaftlichen und sozialen Druck, immer strahlendes Glück vorspielen zu müssen zu müssen.  “Why should we have to pretend smile and put filters on everything?” fragt Soko. “You shouldn’t have to apologize for having emotions. As long as you’re not hurting anyone, all emotions should always be welcome. I wrote the song feeling very hopeless, but wanting the music to sound very happy and comforting.” 

Antilopen Gang – Bang Bang

Wenn ein Rap-Track Bang Bang heißt, dann weiß man gleich worum es geht. Sex ist im Rap meistens genau wie Geld oder Ruhm nur ein weiteres Instrument, die eigene Krassheit unter Beweis zu stellen oder andere zu erniedrigen. Zwar das ist nicht nur im Rap so, sondern eigentlich überall. Für so machen männlichen Rapper zieht aber, dass man sich als hypermaskuline, perfekt funktionierende Potenzmaschine inszenieren kann.

Außerdem kann man so schön politisch unkorrekt texten. Je häufiger man als sexistisch gebrandmarkt wird, umso besser. Ganz nach dem Motto, viel Feind viel Ehre. Rapper schaffen somit einen eigenen Frame, in dem das gesellschaftlich nicht (mehr) Tolerierte (oder Kaschierte) zur Norm erhoben und von den Fans gutgeheißen wird. Zum Glück gibt es da auch Gegenbewegungen sowie viele starke Frauen, die auch die Rap-Szene immer stärker bestimmen. Auf die eigene Weise unkorrekt gegen den den beschriebenen Rap-Codex verhalten sich die Rapper der Antilopen Gang. Die neue Antilopen Gang-Single „Bang Bang“ berichtet lässig, aber überraschend und explizit von

Antilopen Gang schwimmt gegen den Strom

den Problemen und Unsicherheiten, die sich aus dem komplexen Geflecht erster sexueller Erfahrungen, Geschlechterrollen und den Erwartungshaltungen in der Clique zwangsläufig ergeben.

Die heute erschienene Single Bang Bang ist die nächste starke Auskoppelung, mit der die Antilopen ihr kommendes Album teasen. Das neue Antilopen Gang-Album „Abbruch Abbruch“ erscheint am 24. Januar 2020.

ANTILOPEN GANG – DER RUF IST RUINIERT

Wie man ein kostengünstigstes Musikvideo herstellt, zeigt uns die Antilopen Gang. Für das Video zum neuen Song „Der Ruf ist ruiniert“ kaufte die Gang zwar kostspieliges Equipment bei Saturn ein, hat aber zum Glück den Kassenzettel aufbewahrt. Geiz ist geil.

Das neue Album „Abbruch Abbruch“ erscheint am 24. Januar 2020.

Georgia – 24 Hours

Photo credit: Joseph Connor

Wie erwartet, geht das Jahr 2020 mit großartigen Alben, Songs und Videos gut los. GEORGIA hat im letzten Jahr mit starken Tracks auf sich aufmerksam gemacht. Started out,  About Work The Dancefloor und Never Let You Go sind absolut für den Dancefloor geschaffen. Die Songs sind so gut, dass sie ihr eine Nominierung in der BBC Sounds of 2020-Liste einbrachten. Die Stücke, wie auch das gleich zu Anfang des Jahres erschienene Feel It stammen allesamt aus ihrem neuen Album Seeking Thrills, welches jetzt  am Freitag (10. Januar 2020) auf Domino das Licht der Musikwelt erblicken wird. Mehr zum Album könnt ihr hier am Freitag erfahren.

Schlag auf Schlag zum Neuen Album „Seeking Thrills

Kurz vor dem Album kam heute noch ein Video heraus. „24 Hours“, ihr bisher poppigster Track, ist inspiriert von Georgias Erfahrungen in der Berliner Partyszene und fängt die Euphorie und den Nervenkitzel einer berauschenden Nacht in der europäischen Hauptstadt der elektronischen Tanzmusik ein. Das Video entstand unter der Regie von Joseph Connor. Georgia ist am Schlagzeug zu sehen.

Röyksopp – Were You Ever Wanted? (feat. Lykke Li)

Röyksopp sind Svein Berge und Torbjørn Brundtland aus Tromsø/Norwegen. Das Duo hat erheblichen Einfluss auf die elektronischen Musik Norwegens und im Prinzip der ganzen Welt. Röyksopp haben mit vielen skandinavischen Sänger*innen zusammengearbeitet, z.B.  sehr erfolgreich mit Robyn.

Zusammenarbeit mit Lykke Li

Were You Ever Wanted?“ ist eine Zusammenarbeit mit der schwedischen Sängerin Lykke Li. (Ihr bekanntester Song ist I Follow Rivers). Es entstand 2008 für das Album „Junior“ , schaffte es aber nicht, darin aufgenommen zu werden. Röyksopp haben den Track gelegentlich mit Lykke Li auch live aufgeführt. Die nun vorliegende Version ist jedoch die erste / originale, die im Studio aufgenommen wurde. „Were You Ever Wanted?“ wurde bisher nur in Japan veröffentlicht.

Interessanterweise bekommt man „Were You Ever Wanted?“ nicht in physischer Form, sondern nur als Stream in der Playlist “ Lost Tapes“. Röyksopp erklären:

„Bei der Renovierung unseres arktischen Schlosses hier im trostlosen Norden stießen wir auf eine alte Seekiste mit einer Fülle seltener B-Seiten, exklusiver und sogar bisher unveröffentlichter Spuren. Wir dachten, das einzig richtige wäre, diese „schwer zu

„Lost Tapes“ nur als Stream

findenden“ Tracks für diejenigen unter euch verfügbar zu machen, die es vorziehen, Musik zu streamen. Aus diesem Grund haben wir eine Wiedergabeliste mit dem Namen „Lost Tapes“ erstellt. Die Wiedergabeliste wird aktualisiert, stellen Sie sicher, dass Sie sie abonnieren. Alle dunklen Spuren werden irgendwann das Licht der Welt erblicken.“