THUNDERCAT-DRAGONBALL DURAG

Artwork© Brainfeeder

Heute veröffentlicht Thundercat „Dragonball Durag“, die zweite Single aus seinem kommenden Album, „It Is What It Is“, das am 3. April 2020 bei Brainfeeder erscheint. Der neue Track, produziert von Thundercat und Flying Lotus, erzählt von seiner Liebe zu Humor in Musik und seiner Leidenschaft für den japanischen Kult-Anime „Dragon Ball Z“

Thundercat erklärt, was ein Durag ist:

„Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt: den Typen mit dem Durag und den Typ, der nicht weiss, was ein Durag ist. Der Durag ist eine Superkraft, um deinen Swag aufzudrehen… er tut etwas, er verändert dich. Wenn du einen im Kleiderschrank hast, dann denke daran, ihn heute Abend zu tragen: man weiß nie, was passieren wird.“ Humor allgemein ist ein integraler Bestandteil der Persönlichkeit von Thundercat„Wenn du nicht über dieses Zeug lachen kannst, brauchst du auch gar nicht weiter hier zu sein.“, sinniert er. 

Auf das kommende Album, „It Is What It Is“ darf man sich freuen. Es wurde produziert von Flying Lotus und Thundercat, enthält auch musikalische Beiträge von Ty Dolla $ignChildish GambinoLil B, Kamasi Washington, BADBADNOTGOOD, Louis Cole und Zack Fox

Blinker -"Wie ich bin " und "Wegen Drogen"

Zwei Tracks aus der kommenden EP

Foto: Tobias Dienst

Schon bei seinen vorangegangenen Veröffentlichungen verarbeitete der 27 Jährige aus Süddeutschland stammende Musiker persönliche Erfahrungen zu ehrlichen Texten. Seine Themen reichten von mentaler Gesundheit (Herr Doktor, 1. Single), über die Zwänge und Lügen im Familienleben ( Luft aus der Debüt-EP „Blicke“ ) bis zur Selbstfindung. Das letzte Thema verarbeitete er gekonnt in der Single „Wie ich bin“ aus seiner zweiten EP namens „Blitz„, die in diesem

Deutscher Indie -Pop mit ehrlichen Texten

Frühjahr endlich veröffentlicht wird. Inzwischen gibt es einen weiteren Track aus der kommenden EP. In „Wegen Drogen“ setzt sich der urbane Indie-Popper kritisch mit all den legalen und illegalen Substanzen auseinander, die für viele Mitglieder unserer Gesellschaft scheinbar unerlässlich sind, um an ihr teilhaben zu können: „Hab eine Freundin, bei der ich ziemlich sicher bin, dass sie nur schlafen kann, wenn sie etwas nimmt„, singt Blinker beispielsweise in seinen typischen dunklen Sprechgesang

THE SCREENSHOTS – LIEBE GRÜSSE AN ALLE

So funktioniert das. THE SCREENSHOTS sind Größen in den sozialen Medien. Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel teilen ihren anarchischen Humor und und ihre messerscharfen Realitäts-Analysen auf Twitter. Auftritte im Neomagazin Royale, Features im Fest&Flauschig Podcast und ausverkaufte Konzerte sind die Folge. Im neuen Video machen sie alles richtig. Es gibt süße Hundewelpen und einen Sportwagen wie bei Bilderbuch. In „Liebe Grüße an Alle“ wird niemand von Bedeutung vergessen. Die Angst, Die Nerven, Angela Merkel, Geld, Musik und Gott. Wer nicht gegrüßt wird, hat eben keine Bedeutung.

Für den Erfolg würde aber alles nichts nutzen, wenn der musikalische Drive fehlen würde. Fehlt aber nicht. Der Bass drückt, die Gitarren sind saftig verzerrt, das Schlagzeug hat Wumms: So geht Rockmusik im neuen Jahrzehnt.

Celeste – Stop This Flame

Die britische Sängerin Celeste ist  BBC Sound of 2020 und BRIT Rising Star – Gewinnerin und das völlig zurecht, denn sie begeistert mit ihrer außergewöhnlichen Soul-Stimme. Diese authentischen Powerfrau interpretiert Neo-Soul ganz eigen, mal verführerisch, mal dramatisch und immer unglaublich gefühlvoll.

Hamilton Leithauser – Here They Come

Credit Promo Glasnote Records

Der New Yorker Sänger, Songwriter und Produzent Hamilton Leithauser kehrt mit der neuen Single „Here They Come“ zurück. Bei den folkigen Song handelt es sich um echtes DIY.Leithauser schrieb und produzierte den Song und spielte jedes Instrument auf dem Titel selbst ein. Seine Frau Anna Stumpf lieferte den Background-Gesang.

Hamilton Leithauser erzählte, alle Songs auf seiner neuen Platte handelten von echte Menschen, einige seien fremd, aber viele seien Freunde. Das Lied „Here They Come“ beschreibt einen Freund, der ständig vor seinen Problemen flüchte. Wenn es schwierig wird, renne er immer weg. Das Lied handelte von dem Moment, wenn die Lichter in einem Kino angehen, in dem er sich den ganzen Tag versteckt habe. Da das Einfügen persönlicher Details in Songtexte etwas heikel sei – mann wisse nicht, wie die Leute reagieren könnten, wenn sie sich in einer bestimmten Zeile wieder erkennen, habe Leithauser das Lied seinem Schauspieler-Freund Ethan Hawvorgespielt, um seine Reaktion zu testen.

Die Reaktion ist dann hier zu sehen:

Hinds – Good Bad Times

Hinds – Foto von Andrea Savall

Wenn man das heute veröffentlichte „Good Times Bad“ zum ersten mal hört, denkt man an us-amerikanischen Indie-Rock oder Power-Pop. Dann wundert man sich, dass die Sprache plötzlich von englisch in spanisch wechselt. Zu hören ist das spanische Vierergespann Amber GrimbergenAna PerroteCarlotta Cosials und Ade Martin, die zusammen die Band Hinds bilden. Die vier Damen aus Madrid kündigen parallel zur neuen Single „Good Bad Times“ ihr drittes Album „The Prettiest Curse“ an, welches am 03.April  erscheinen wird. Veränderungen tun (oft) gut. Mit der der Grammy-nominierten Produzentin Jenn Decilveo (u.a. Beth Ditto, Bat For Lashes, Albert Hammon Jr.) an den Reglern nehmen Hinds Abschied von ihrem etwas rumpelnden Sound ihrer ersten beiden Alben. Das steht ihnen gut und Stillstand taugt in dem Geschäft nicht. Das Video, in dem die Bandmitglieder zu Superheldinnen mutieren, ist auch hübsch anzusehen.

Worum es in „Good Bad Times“geht, beschreibt Carlotta Cosials mit eigenen Worten:
“You know that part in the movies when two people on a relationship are living complete opposite realities? When one thinks everything is great and the other one is about to drown? ‚Good Bad Times‘ is the struggle of communication, time difference, distance. Like the two sides of a coin. Two sides close together that can’t be separated, even though they seem to be completely different.”

Tycho – Outer Sunset

Pressefoto: Misha Vladimirskiy

Der amerikanische Musikproduzent, Komponist, Songwriter und Grafiker Scott Hansen hat sich mit seinem Musikprojekt Tycho einen Namen in der elektronischen Musik gemacht. Seit 2004 hat er 5 Studioalben mit Instrumentalmusik veröffentlicht. Sein organischer, melodiöser Ambientsound eröffnet mit warmen Synthi-Klängen und tiefen Bässen weite Klanglandschaften, die zum Chillen und Abtauchen einladen. Im 2010 erweiterte er sein Projekt durch die Musiker Zac Brown (Bass und Gitarre), Rory O’Connor (Schlagzeug) und Billy Kim (Keyboards, Gitarre und Bass) zu einer Band. Bei seinem 6. GRAMMY® Award nominierten Album „Weather“ aus dem letzten Jahr gab es eine überraschende Neuerung. Mit Hannah Cottrell, die sich Saint Sinner nennt, hat sich Scott Hansen Sängerin an Bord geholt und mit einer menschlichen Stimme seine traumhafte Klangwelt um eine Farbe erweitert. Das Album Simulcast, das am 28. Februar 2020 über Mom + Pop x Ninja Tune erscheinen wird, enthält nu instrumentale Bearbeitungen von „Weather“-Albumtiteln, die von der Singer-Songwriterin Saint Sinner gesungen wurden und schafft so eine Abstraktion des vorangegangenen Albums. Mehr dazu bei der VÖ von Simulcast Ende des Monats.

Die vorab erschiene Lead-Single „Outer Sunset“ ist nach der Strandgemeinde in San Francisco benannt, in der Scott Hansen während der Aufnahmen der LP viel Zeit verbrachte. Sie vermittelt schon eine Eindruck von den instrumentalen Klanglandschaften, die uns auf Simulcast erwarten.

Little Dragon – Hold On

Foto: Ellen Edmar

Erfreuliche Nachrichten gibt es von Little Dragon – der schwedischen Band um die charismatische Sängerin Yukimi Nagano. Am 27. März 2020 wird ihr neues Album „New Me, Same Us“ auf Ninja Tune erscheinen. Mit ihrer gestern veröffentlichten “ Hold On“ fordern sie uns in tanzbarer Form zum Durchhalten bis zum Release auf.

SOBI – Pearl

Foto, Laura Scheppers

Vor einiger Zeit hat auf die Ohren bereit von der jungen, am Anfang ihrer Kariere stehenden Sängerin SOBI berichtet (hier).  Ihre erste Single “Devil” (Oktober 2019) mit dem Schwerpunkt der inneren Zerrissenheit und dem Drang nach Katharsis, hat bereits internationale Aufmerksamkeit erregt und so SOBI auch zu einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne verholfen. Nun geht es weiter mit ihr. Schon am 24. Januar erschien ihre zweite Single Pearl. Der melodiöse Song ist eine Ode an die Mütter, die stellvertretend für all den beschützenden Instinkte dieser Welt stehen und uns auch in jenen dunklen Schatten des Lebens bei Seite stehen.

Pearl ist die zweite Single aus der am 14. Februar erscheinenden EP “Home One Day”

Kellermensch-Nothing

Foto: Michael Iversen

Ein Mann, der sich selbst als bösartig, verkommen und hässlich, aber hochgebildet bezeichnet, lebt allein in einer winzigen Kellerwohnung in St. Petersburg. Er beobachtet und analysiert von dort die Menschen und die Gesellschaft und schreibt seine polemischen Gedanken auf. Von diesem „Kellermenschen“ handelt die in Ich-Form geschriebene Erzählung „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski.

Dostojewski als Namensgeber

Dostojewskis Roman war Inspiration für den ungewöhnlichen Namen der dänischen Rockband Kellermensch. Sänger Sebastian Wolff  erzählte in einem Interview , der Kellermensch aus dem Roman sei eine Art Fahnenträger für das, was sie mit ihrer Musik rüberbringen wollten. Ein bedeutungsloser Mann, voll mit seinen Problemen, die eigentlich ziemlich unspektakulär seien, keine Mordverschwörungen oder Kriegsszenarien, der nur darum kämpfe, die Erwartungen der Gesellschaft zu erfüllen. So würden Kellermensch ihre Musik sehen.

Der Kampf mit den im Grunde unspektakulären Problemen des Alltags und das Ringen um Anerkennung könne das Leben ziemlich verdunkeln. Und die düsteren Seiten des Lebens vermitteln Kellermensch mit ihrer Kunst. Dabei schaffen es die sechs Musiker aus dem dänischen Esbjerg solch ein Spannungsfeld aufzubauen, dass man unweigerlich in die sich aufbauende Melancholie hinein gezogen wird. Die Instrumentierung ist ungewöhnlich. Zu der klassischen Besetzung einer Metal-Rockband mit Gitarre, Bass , Schlagzeug und Gesang, wobei Sänger Christian Sindermann auch so brüllt, wie es sich für einen gestandenen Metal -Sänger gehört, gesellt sich ein Kontrabass und als weitere Kotrastpunkte steuert Sänger Sebastian Wolff seinen melancholischen Gesang , sein lässiges Gitarrenspiel sowie Orgel und Klavier bei .

Wilder Genre-Mix

Vertieft man sich in die beiden bisher erschienenen Alben, das selbstbetitelte von 2011 und Goliath von 2017, stellt man fest, dass sich Kellermensch nicht auf einen bestimmten Stil festlegen lassen. Wie bei einer Achterbahnfahrt erfasst einem bei dem Mix aus aggressivem Metal, Progressive Rock, Artrock und gefühlvollem Indie-Rock ein wohliger Schwindel.

Neues Album zu Ende des Jahres

Knapp zwei Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung haben sich Kellermensch nun mit einer brandneuen Single zurückgemeldet. Der neue Song „Nothing“ ist wieder von dunkler Intensität. Er nimmt die Trennung von der Partnerin zum Anlass, um die Dunkelheit zu beschreiben, die diejenigen verschluckt, die unter Verlust leiden. Aber Nichts ist nichts und auch in der tiefster Dunkelheit findet man Etwas, nämlich Hoffnung. „From this hole I will emerge“ heißt es in einer Zeile.

„Nothing“ ist der Vorbote des am Ende des Jahres erscheinenden, dritten Studioalbums und wurde veröffentlicht über persona non grata / Motor Music.