WIN: Alice Phoebe Lou „Paper Castles“

E1NEN HAB ICH NOCH

Nach den Sternen zu greifen bedeutet im Fall von Alice Phoebe Lou, den Blick gen Himmel zu richten und Antworten auf drängende Fragen am Firmament statt im eigenen Mikrokosmos zu suchen. Auf „Paper Castles“ tritt die 25-Jährige erneut als bedachte, fast schon weise, Songschreiberin in Erscheinung.

Alice Phoebe Lous Welt reicht von der Bordsteinkante der Warschauer Straße in Berlin bis zu den fernsten Galaxien, die sie immer wieder gern als Metaphern in ihren Songs verbaut. Als eine der spannendsten Ausnahmekünstlerin überhaupt hat es die Straßenmusikerin rund um den Globus, und mit ihrer Soundtrackarbeit zum Dokumentarfilm „Geniale Göttin: Die Geschichte von Hedy Lamarr“ sogar bis auf die Shortlist der Oscars, geschafft. Doch was macht den Reiz der Alice Phoebe Lou aus? Authentizität, Echtheit und der Wille, sich nicht verbiegen lassen zu wollen, das sind auf jeden Fall Zutaten ihres Erfolgsrezepts. Lou macht schlichtweg, was sich richtig für sie anfühlt. Und…

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The Japanese House – We Talk All The Time

Japanese House nennt sich das Projekt der jungen Britin Amber Bain. Auf keinen Fall zu verwechseln mit Japanese Breakfast, denn mit Michelle Zauners Indie-Pop hat die Musik von Amber Bain nur wenig gemeinsam. Bei ihrem am 01. März erschienenen Debüt-Album Good At Falling handelt es sich um sauber produzierten Hochglanz-Dream-Pop (ohne Punk-Attitude, wie bei Zauner). Verantwortlich für die Produktion ist BJ Burton, der z.B. auch beim Longplayer „Bambi“ der hier besprochenen Hippo Campus an den Reglern stand. Der Titel Good At Falling steht für Bains Erfahrungen mit gescheiterten Beziehungen. Als Beispiel habe ich den Song We Talk All The Time ausgewählt.

Mit expliziten Worte wird beschrieben, worum es geht, eben nicht um das Reden: „We don’t fuck any more but we talk all the time, so it’s fine.“

Der musikexpress schreibt: „Klasse, wie sich Amber Bain als The Japanese House mit Hilfe dieser Synthie-Pop-Songs ihr Leben zurückholt: Musik genau auf der Schwelle zwischen Melancholie und Aufbruch.“ Dem Urteil schließ ich mich an.

The Slow Show – Sharp Scratch

Es gibt Bands, da ist die Stimme mehr als nur ein Bestandteil des Ganzen, sondern das wichtigste und prägendste Instrument. Man denke da nur an die Editors mit Tom Smith oder The National mit Matt Berninger. In diese Reihe gehört auch The Slow Show aus Manchester, für die der Bariton von Rob Goodwin von zentraler Bedeutung ist. Mir ist noch der tolle Song Ordinary Lives aus dem Jahr 2016 im Ohr, danach war die Band allerdings vom Schirm.

Nun tauchen The Slow Show mit dem beeindruckenden Comeback-Track Sharp Scratch wieder auf. Und es gibt immer noch die Stimme Robert Goodwins, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt. The Slow Show wissen, wie man ein Lied spannend aufbaut. Sharp Scratch beginnt recht langsam und steuert dann auf den Höhepunkt zu, um sanft auszuklingen.

2019 soll ein Album erscheinen.

Emily King – Remind Me

Remind me erinnert an die 80′ Jahre, RnB- Musik, evtl. von Michael Jackson laut aufgedreht. Im ersten eigenen Auto durch die Strassen cruisen. So ähnlich beschreibt Emily King die Situation, die zum Song „Remind me“ geführt hat. Nur das sie erst mitten in den 80′ geboren wurde und damals noch kein Auto fahren konnte. Dennoch, das mit dem Auto stimmt. Der kleine Nissan, war das erste eigene. Es wurde für den Umzug aus New York und der elterlichen Wohnung in ein Haus in den Catkill-Mountains benötigt. Das Gefühl ist das Abschütteln der Enge der Stadt und der Auseinandersetzungen mit der Mutter und der Schritt in die Unabhängigkeit.

In dem Haus in den Catkills lebt und arbeitet sie mit dem Produzenten Jeremy Most. King und Most sind Perfektionisten. Das Album Scenery (VÖ 01.02.2019), dessen Opener Remind me ist, ist eine präzise und doch fließende Mischung aus Pop und Rock der 80er Jahre, zeitgenössischem R & B und leichten Jazz-Akzenten. Emily King singt auf den Punkt, teils auch geflüstert, sodass man an Michael Jackson denkt.

Dermot Kennedy – Lost

Es läuft gerade gut für den 25 jährigen Iren Dermot Kennedy. Folgt man seiner Biografie, dann begann der Lauf damit, dass er Glen Hansard auf der Strasse kennengelernt hatte. Hansard beann seine musikalische Karriere als Straßenmusiker in Dublin.und ist inzwischen auch als Songwriter für Kinofilme bekannt (z. B. Die Tribute von Panem – The Hunger Games). Einige Jahre später , als Kennedy seine ersten Aufnahmen machte, erinnerte er sich an Hansard und lud ihn ins Studio ein. Daraus wurde zwar nichts, aber Hansrd bot ihm an, zehn Minuten auf der Bühne mit Hansards bei seiner ausverkauften Weihnachtsshow zu spielen. Kennedy nutzte seine Zeit im Rampenlicht und spielte eine beeindruckende Version seiner 2016er-Single „After Rain“. Von der BBC gelobt und von der Irish Times als „woodsy romantic folk pop,“ gepriesen, sammelte der Track auf Spotify unglaubliche 19 Millionen Streams. Aufbauend auf die Popularität foigte die EP ‚Doves & Ravens‘. Dabei mischte er seine akustische Gitarre mit dem programmierten Sound des Schlagzeugs. Zusammen mit seiner zerrissenen Stimme entwickelte er daraus seine düsteren Sound. 2018 nahm in der npr-Reihe tiny-desk-concert eine unglaublich schöne Live- Performance auf, bei der er sich extra einen Gospel-Chor hinzu holte ( hier zu sehen). Ende des Jahres folgte die Hit-Single „Power Over Me„.

Lost ist die nächste Auskopplung aus dem noch folgenden Album DK1.   Dermot Kennedy sagt selbst zu den Lyrics, dass schlimme Dinge passieren könnten, und wenn dies der Fall sei, seiest du die Liebe und den Schutz zugetaner Menschen angewiesen , um dich aufzufangen und durch dich den Sturm zu führen., in dem du dich befindest. Es gehe darum, sich gegenseitig in schlechte Zeiten zu stützen.

Alice Phoebe Lou -Galaxies

Alice Phoebe Lou
veröffentlicht neuen Song „Galaxies“ mit träumerischem Video

Alice Phoebe Lou  hat heute im Vorgriff auf ihr kommendes Album „Paper Castles“ ein neues Video „Galaxies“veröffentlicht . Darin singt sie von fremden Galaxien und Sternen und es scheint, als schwebe sie manchmal über den Dingen. Das Video zeigt Alice in einer surrealen, träumerischen Landschaft verbunden mit animierten Designs von Hagen Schönfeld.

Die Regisseurinnen Chloë Lewer und Andrea Ariel stellen im Video Alice Phoebe Lou als gefallenen Stern dar, der ein normales Leben auf der Erde führt. Es sei nicht zu leugnen, dass Themen und galaktische Träume von außerhalb dieser Welt in Alice und ihrer Musik verankert seien. Das Video solle die Höhen und Tiefen einer solchen Reise vom Sternenhimmel zur Erde darstellen.

Ich freue mich durch diese Video- Arbeit eine weitere Seite von Chloë Lewer kennen zu lernen, die zusammen mit Elliott McKee unzer dem Bandnamen Charity Children zwei tolle Alben herausgebracht hat (The Autumn Came, Fabel)

Der besondere Gesang, der das Ende der Zeilen anhebt und ihr jazzig angehauchtes Gitarrenspiel ergeben den Signaturesound von Alice Phoebe Lou

„Galaxies“ ist die dritte Single aus Alice Phoebe Lous neuem Album und schürt die Erwartungen auf „Paper Castles“, das am 8. März erscheinen wird. 

Highlights der Grammy-Verleihung 2019

Den Grammy für den besten Rock-Song bekam St. Vincent zusammen mit dem Produzenten Jack Antonoff für den Titelsong ihres Albums MASSEDUCTION .


„Ich möchte mich hier bei meinem Freund Jack Antonoff herzlich bedanken“, sagte Annie Clark, als sie den Preis entgegennahm. „Wir haben zusammen eine Platte gemacht, auf die ich so stolz bin. Ich denke, es ist das erste Mal, dass ich eine Dankesrede gehalten habe.“

Später in der Show brachte Annie Clark „Masseduction“ auf die Grammy-Bühne und spielte eine abgespeckte Version des Songs mit Gitarre in der Hand. Dua Lipa trat hinter sie und sah aus wie Clarks Doppelgänger, um eine sehr sinnliche Interpretation von Lipas Calvin Harris-Produzent „One Kiss“ zu machen. Sie zollten Aretha Franklin Tribut, indem sie während ihrer Performance den Refrain von „Respect“ hinzufügten. Wenig später gewann Lipa den begehrten Best New Artist Award.St. Vincent wurde ebenfalls für das beste alternative Musikalbum nominiert, verlor jedoch gegen Becks „Colors“. MASSEDUCTION gewann auch das Best Recording Package. Nach der Zeremonie gestern Abend hat St. Vincent ein neues apokalyptisches Video für „Masseduction“ enthüllt.

„This Is America“ waren im letzten Sommer der Song und das Video, welche die meiste Aufmerksamkeit erregten. Insbesondere das Video setzt sich explizit mit Rassismus und Waffengewalt auseinander. Donald Glover, der sich als Musiker den Namen Childish Gambino gegeben hat, gewann damit insgesamt vier Preise, darunter Song of the Year und Record of the Year. „This Is America“wurde der erste Rap-Song, der einen der beiden Preise gewann. Der Song wurde auch für das beste Musikvideo und die beste Rap- / Sung-Performance ausgezeichnet . Glover lehnte Berichten zufolge eine Einladung ab und nahm nicht an der Veranstaltung teil.

Während Janelle Monáe es nicht geschafft hat, mit den beiden Preisen, für die sie nominiert wurde, nach Hause zu kommen, hat sie mit ihrem Auftritt von „Make Me Feel“ von Dirty Computer aus dem letzten Jahr einen ordentlich Aufsehen erregt. Monae verwandelte den Song in ein Gemisch aus Tracks, darunter „Pynk“ und „Django Jane“. Monáe wurde für das beste Musikvideo für „Pynk“ und das beste Album für Dirty Computer nominiert.

Die Country-Sängerin Kacey Musgraves gewann die Best Country Solo Performance für den Song „Butterflies“ und den Best Country Song für „Space Cowboy“, beide aus ihrem vierten Studioalbum Golden Hour, das mit dem Best Country Album und dem Award of All Awards das Album des Jahres gewann.
Kacey Musgraves hat sich mehrfach gegen Homophobie in der Country-Musik geäußert und wir deshalb von einigen Radiostationen boykottiert. This is America too. Gut das die Grammy-Jury mit der Auszeichnung ein Zeichen gesetzt hat.