SOKO – Are You A Magician?

Foto: Cameron McCool

Am 12. Juni wird die französische Sängerin, Songwriter und Schauspielerin SOKO ihr drittes Albums mit dem Titel „Feel Feelings“ herausbringen. Als Teaser veröffentlichte die Künstlerin – und César-nominierte Schauspielerin einen neuen Song und Video mit dem Titel „Are You A Magician?“ Der Song handelt von der Projektion der eigenen Traumvorstellung einer idealen Beziehung auf jemanden, den man kaum kennt, und natürlich von der Desillusionierung der harten Realität, die damit einhergeht.

Zusammenarbeit mit Gia Coppola

Das Video unter der Regie von Gia Coppola, der Enkelin von Francis Ford Coppola und Nichte von Sofia Coppola.Auf magische Weise erweckt SOKO darin ein Stofftier zum Leben und führt mit ihrem neuen Gefährten ein perfektes Bilderbuch-Leben, nur dass ihre Schöpfung sie schlussendlich heimlich verlässt.

(Artwork- Soko-Are You A Magician?-Because/ Babycat Records)

Wie auch schon beim letzten Video „Being Sad Is Not A Crime“ wurde SOKO von ihrem kleinen Sohn Indigo inspiriert: „Ich konnte lange Zeit nicht herausfinden, wie ich das Video dazu bringen kann, die Themen des Songs zu reflektieren, bis Gia und ich im Zimmer meines Babys saßen und das Lied ein paar Mal hörten und das Ganze erfanden Konzept beim Spielen mit Indigos Spielzeug. Das Ziel für mich war es, eine viktorianische Gothic Sailor Moon Prinzessin zu sein, die etwas zu viel Kate Bush hört.“

Foto: Jasper Rischen

Gia Coppola sagte: „Soko ist eine Inspiration! Es hat so viel Spaß gemacht, endlich mit ihr zusammenzuarbeiten. Wir hatten auch meine Freundin Alexis Zabe, eine erstaunliche Kamerafrau, am Set, die es mir ermöglichte, ein paar alte Filmtricks mit Beleuchtung anzuwenden, und meine Freundin Natalie Ziering, eine Produktionsdesignerin, die die lebensgroße Puppe kreierte und uns auch erlaubte, in ihrem Haus zu fotografieren. Ich liebte die Idee, in einer Puppenwelt zu sein.“

ORCHYDS – Storms

ORCHYDS

Was ist denn da in Hannover los? Die quirlige Metropole an der Leine stellt sich als Epizentrum gefühlvoller Indie- Pop-Musik heraus. Die aus Hannover stammende Musikerin, Songschreiberin und Sängerin ORCHYDS beschäftigt sich in ihren Songs mit zwischenmenschlichen Beziehungen, sich daraus ergebenden Herzschmerz und Ängsten, aber auch wachsender Resilienz.

Elektronischer Pop mit gefühlvollen Lyrics

Zu diese schwierigen Themen wählt ORCHYDS einen eigenen musikalische Zugang. In Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Musikproduzenten Hiskee erschafft sie zeitgenössischen elektronischen Pop, minimal produziert und doch energetisch. Ihr unverwechselbarer Gesang wird von präzisen, ​​subtilen Beats, starken Basslinien und verträumte Synthesizer untermauert.

Durch Unruhe zur Ruhe kommen

Zu ihrem heute veröffentlichten Song „Storms“ erzählt uns ORCHYDS: „Mir ist aufgefallen, dass Menschen oftmals der Auseinandersetzung mit sich selbst aus dem Weg gehen und deshalb durch Konflikte mit anderen (häufig unwissentlich) vom Wesentlichen ablenken. Durch diesen Gedanken entstand das eigentlich paradoxe sprachliche Bild „storms to calm my mind“ – durch Unruhe zur Ruhe kommen wollen. Auf eine vergangene Beziehung zurückschauend, stellt das lyrische Ich fest: Hätte ich mich selbst und auch dich richtig kennen gelernt, wäre vielleicht alles anders ausgegangen. In diesem Zusammenhang geht es auch um die Erfahrung bzw. die Angst, Menschen zu viel Vertrauen zu schenken und enttäuscht zu werden.“

Ausgebildet in klassischem Gesang

Während ihres Studiums des klassischen Gesangs und des Klaviers an der Universität wurde ORCHYDS 2013 ein aktives Mitglied der aufstrebenden Popmusikszene Hannovers. Sie trat der Kunst-Pop-Band Open Water Collective bei.

Ihre Solokarriere startete sie, um eigene musikalischen Ideen direkter zu erforschen und auszudrücken. Deshalb stieg sie auch selbst in den Bereich der Musikproduktion ein. Aus der Zusammenarbeit mit Hiskee, einem hannoverschen Toningenieur und Produzenten elektronischer Musik, ergeben sich besondere kreative Synergien. So entstanden auch die vorangegangenen Singles „Maybe“ und „Winner“

Selbstbewusst und unabhängig

Mit einem Label arbeitet ORCHYDS ich aktuell nicht zusammen. In diesem Jahr ist eine EP geplant, auf der auch „Storms“ vertreten sein wird. ORCHYDS hofft, bald Konzerte zu spielen.

Tomine Harket -Affection

Cover- Tomine – Affection- MADE Records

Runde 2 im Boxring der Beziehungssaga, die sich Tomine Harket für ihre erste EP ausgedacht hat

Tomine Harket ist 26 und kommt aus Oslo. Bisher war sie immer nur der Feature Artist. Daher kennt man ihre Stimme von Alan Walkers Hit „Darkside“. Ihren Namen kennt man auch. Das ist doch die Tochter vom Model Camilla Malmquist Harket und …Wer das A-Ha-Erlebnis haben möchte, muss jetzt selbst googlen.

Tomine Harket startet eine 5 Tracks-EP unter eigenem Namen. Die fünf Songs erzählen die Geschichte einer Beziehung. Nach Not Together, Together kommt Teil 2 Affection, ein wunderbarer R’n’B-Track.

Du magst diese Person, aber das reicht dir. Du suchst nicht nach Schutz, du willst Zuneigung. Du willst nur berührt und gewollt werden, nicht mehr, nicht weniger.

Mit „Affection“ packt Tomine ein Thema auf den Tisch, das leider immer noch für viele unangenehm ist. „Viele Frauen werden als Schlampen bezeichnet, weil sie unverbindlichen Sex haben, aber es sollte auch für uns ok sein, das zu tun. Auch wir wollen nicht nur zum Heiraten und Kinderkriegen in Beziehungen sein. Manchmal geht es einfach nur um Sex. Ich will, dass sich Frauen durch diesen Song empowered fühlen und wissen, dass sie sich nicht schämen müssen,“ sagt sie. Mit Beats wie ein Schaumbad fühlt sich „Affection“ an wie ein pinker Seidenbademantel, den man sich überstreift, während man sich ausgehfein macht. 

Gregor McEwan – Fwd: Spring

Gregor McEwan hat seine neue Single und das Video (welches mich daran erinnert, dass ich mal viel Musik von Kassetten gehört habe) mit eigenen Worten so schön vorgestellt, dass ich hier nur zitieren möchte:

In dieser verrückten Zeit erscheint heute meine neue Single Fwd: Spring!
Ein Springtime Song, in dem es – passenderweise – inhaltlich um das „im Hier und Jetzt leben“ und „aus dem Vergangenen lernen“ geht, und der musikalisch den „March“ als Monat, Befehl aber auch als Spielmannszug besingt. Fwd: Spring erscheint zusammen mit einem Lyric Video, welches in den ersten Sekunden auch einfach schon mal die nächste Single spoilert. Weiter unten findet Ihr die Tourtermine für den Herbst! Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass Ihr momentan nicht nur mir, sondern auch den Veranstalter*innen und Venues in Eurer Nähe… und auch deren Personal, einen riesigen Gefallen tun würdet, wenn Ihr Euch Konzerttickets sichert. 

Tourtermine

25/09/20 Frankfurt – Lotte Lindenberg  FB Event | Tickets
26/09/20 Lauterbach – Schloss Eisenbach  FB Event | Tickets
14/10/20 München – Milla Club  FB Event | Tickets
16/10/20 Leipzig – Horns Erben  FB Event | Tickets
17/10/20 Magdeburg – Moritzhof  FB Event | Tickets
21/10/20 Hamburg – Thalia Theater (Nachtasyl)  FB Event | Tickets
22/10/20 Göttingen – Nörgelbuff  FB Event | Tickets
23/10/20 Paderborn – Deelenhaus  FB Event | Tickets
24/10/20 Köln – Die Wohngemeinschaft  FB Event | Tickets
25/10/20 Münster – Pension Schmidt  FB Event | Tickets
28/10/20 Kassel – Kulturzentrum Schlachthof  FB Event | Tickets
29/10/20 Dortmund – subrosa  FB Event | Tickets30/10/20 Düsseldorf – Hotel Friends  FB Event | Tickets
31/10/20 Bielefeld – Bunker Ulmenwall  FB Event | Tickets01/11/20 Schermbeck – Ehemalige reformierte Kirche  FB Event | Tickets
05/11/20 Darmstadt – Künstlerkeller  FB Event | Tickets
06/11/20 Neunkirchen – Stummsche Reithalle  FB Event | Tickets
07/11/20 Bayreuth – Das Zentrum  FB Event | Tickets

Unterstützt eure Künstler

Nehmt das eingesparte Eintrittsgeld und kauft dafür die Musik eurer Lieblingskünstler z. B. bei Bandcamp

Hey Leute, das ist das was ich in meiner Heimatstadt Münster sehe, wenn ich ein Konzert in einem meiner Lieblingsclubs besuchen will.

Und das ist in allen Städten so. Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was das für den Musiker, die Band bedeutet, die ihr nun nicht auf der Bühne sehen könnt. Gerade während einer Tour haben sie kein anderes Einkommen, als die Einnahmen aus den Konzerten. Genau diese brechen ihnen jetzt weg. Heute habe ich folgenden Aufruf auf Facebook von Minni Rider gelesen, den ich unbedingt unterstützen möchte.

Kurz zu Minni Rider. Ich habe die “berlinbased” Sängerin Minni im September des letzten Jahres beim Konzert von MissinCat erleben dürfen. Sie bestritt mit Gitarenloops und Drumcomputern das Vorprogramm ( u.a. mit einem schönen Leonard-Cohen-Cover “Famous Blue Raincoat”), steuerte beim Auftritt von MissinCat mit gutem Gehör das Mischpult. Am Merch besorgte ich mir den Bandcamp-Freischaltcode für ihre EP „Dark Horse“. Sie verlangte dafür eine Spende nach meinem Belieben. Das Herunterladen von Bandcamp war kinderleicht.

Ich will keine Werbung für Bandcamp machen, sondern für die Unterstützung der Künstler Bandcamp nimmt einen Anteil von 15 % an den Verkäufen. Die Teilnahme bei Bandcamp ist kostenlos. Wenn 85 % bei den Künstlern bleibt, ist das eine vernünftige Quote. Wer eine andere Form der Unterstützung kennt, kann das eingesparte Geld für die Eintrittskarte dort investieren. Ich habe bislang nicht gehört, wie kleine Künstler, die von Auftritten leben, in dieser Zeit staatlich unterstützt werden.

Alice Phoebe Lou -Witches

Foto: Caroline Mackintosh

Paper Castles hieß das zweite Album der südafrikanischen Wahlberlinerin Alice Phoebe Lou aus dem letzten Jahr. Empowerment und Selbstbestimmung der Frauen sind ihre Themen, um die sich auch die Songs auf „Paper Castles“ drehten. Das Album wurde von der Kritik gefeiert und von den Fans geliebt. Nach dem Release ihres zweiten Albums „Paper Castles“ im vergangenen März tourte Alice auf vier Kontinenten und spielte 2019 insgesamt 102 Shows.

„I’m one of those witches babe! Just don’t try to save me! ‚cause I don’t want to be saved!“ 

– Alice Phoebe Lou – „Witches“

Das ganze Jahr über testete sie neue Songs auf der Bühne. „Witches“ war einer davon. Auch hier geht es wieder um sexuelle Selbstbestimmung, darum dass sie klar sagt und bestimmt was sie will.

Das Video zum Song ist entstanden, indem Alice während der Tour auf einer gebrauchten 8mm-Kamera filmte und so das Tourgefühl einfing.

Auch der der Aufnahmeprozess von „Witches“ ist besonders. Alice entschied sich, den Song analog mit einer 1-Zoll-Bandmaschine aufzunehmen und zwar DIY (2 Personen in einem Wohnzimmer). Sie war von der unvergleichlichen Wärme der Bandaufnahme so begeistert, dass ihr nächstes Album in der gleichen Art und Weise aufnehmen will.