Biffy Clyro – The Myth of the Happily Ever After

Das schottische Trio veröffentlichen am 22. Oktober 2021 sein neues Album

Die drei Herren von Biffy Clyro überraschen uns mit einem neuen Album. „The Myth of the Happily Ever After erscheint nur rund 14 Monate nach ihrem letzten Langspieler „A Celebration Of Endings„. Die Band versteht ihr neues Werk als quasi geerdetes Gegenstück zum Vorgänger. „Es ist ganz klar unsere Reaktion auf A Celebration of Endings“, kommentiert Simon Neil (Gesang, Gitarre). „In dem neuen Album steckt eine richtige Reise: All die Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die wir in den letzten 18 Monaten hatten, kollidieren in diesen Stücken. A Celebration hatte diese innere Kraft, aber dieses Mal geht es uns vielmehr um Verletzlichkeit: wie verwundbar wir als Band und als Menschen doch sind in dieser schrägen Phase unseres Lebens. Sogar der Titel ist das exakte Gegenteil. Darin steckt die Frage: Legen wir uns diese Narrative einfach nur selbst zurecht, um uns etwas sicherer zu fühlen – obwohl ja doch keiner von uns sagen kann, was uns letzten Endes erwartet?“ Die Selbstbesinnung hängt vielleicht auch damit zusammen, dass Biffy Clyro das Album aufgrund des Lockdowns zwangsläufig ihrer der Heimat an der rauen schottischen Westküste aufnehmen mussten. Das Studio in Los Angeles, wo „A Celebration…“ entstand, war unerreichbar. So bauten die Brüder James (Bass) und Ben Johnston (Schlagzeug) in bester DIY-Manier ein altes Bauernhaus zum Studio um.

Auf The Myth…“ finden einige experimentelle Songs, die mir sehr gut gefallen. Zu nennen ist der der empfindsamen Slowburner „Existed“, mit dem die Biffys ihre Selbstzweifel vertonen. Größtenteils aus soften Synthesizer-Samples (basierend auf Simons Gesangsstimme) gestrickt, markiert „DumDum“ einen Bruch mit dem Biffy Clyro Rock. „Slurpy Slurpy Sleep Sleep“ kommt als Schlusstitel ziemlich durchgeknallt daher. Der klassische Biffy-Rocksound kommt aber nicht zu kurz. So wird das wütende „A Hunger In Your Haunt“, das stadiongroße „Errors In The History Of God“ oder das unglaublich eingängige „Witch’s Cup“ den Fans gefallen. Das epische sechs Minuten lange „Unknown Male 01“ ist vollgepackt mit Biffy Clyro Trademarksound.

Zu „Unknown Male 01“ und „A Hunger In Your Haunt“ gibt es ein über 10minütigen opulenten Doppel-Musikvideo hier zu sehen.

Interview mit der Liedermacherin Isa Jansen

Isa Jansen hat ihre Debüt- EP „Federkleid“ veröffentlicht. Anlass sie kennenzulernen

Isa Jansen steht für handgemachte Singer/Songwriter-Musik. In ihren Liedern erzählt sie Geschichten, die das Leben schreibt. Dabei wechseln ihre niemals einschichtigen Texte zwischen Poesie und direkten. kritischen Statements. Die musikalische Vielfalt reicht von klassischen Strophenliedern bis hin zu kleinen dramatischen Epen, in denen es gezielt auf eine abwechslungsreiche, verträumte und gleich darauf wieder energische und tänzerische Instrumentierung ankommt. Im Interview erzählt sie uns über ihren Weg zur Musik und gibt interessante Einblicke in die Entstehung von „Federkleid“.

Isa Jansens Debüt EP „Federkleid“ erschien am 27.08.2021. Dazu hat sie sich ausgewählte Musiker mit ins Boot geholt. Pianist Thomas Krüger, RnB-Gitarrist Lars Kutschke und die Jazzmusiker Schlagzeuger Johannes Hamm und Bassist Johannes Engelhardt geben den Songs Tiefe und Dynamik. Die russische Saxophonistin Olga Amelchenko hat bei drei Songs für eine zusätzliche jazzige Veredelung gesorgt.

Spotify- Link zur EP Federkleid

Interview mit Isa Jansen

Jetzt ist das Video zum Titelsong „Federkleid“ erschienen (siehe unten). Aus diesen Anlass konnte ich Isa Jansen ein paar Fragen stellen.

Hallo Isa, du hast am 27.08.2021 deine erste Musikproduktion veröffentlicht, die EP „Federkleid“. Wer ist Isa  Jansen? Wo lebst du und wie bist du zur Musik gekommen? 

Genau! Es handelt sich um eine erste EP mit vier Songs. Geboren bin ich in der hübschen kleinen  Küstenstadt Greifswald und habe dort Musikwissenschaft und Wirtschaft studiert. Danach bin ich  nach Brandenburg gegangen, habe im Kulturmanagement gearbeitet, eine mobile Musikschule  gegründet und lebe jetzt in Potsdam. Mit sieben Jahren habe ich mit klassischer Gitarre begonnen und dieses Instrument immer sehr geliebt. Später kamen Klavier und Gesang dazu. Für eine  Schülerband hatte ich bereits Texte und Musik geschrieben. Den Entschluss dazu, mit meiner eigenen Arbeit endlich auf die Bühne zu gehen, habe ich im März 2020 gefasst, kurz vor Beginn der  Pandemie. Das war natürlich ein großer Dämpfer. Trotzdem habe ich in dem folgenden Sommer ein  paar Konzerte gespielt und muss zugeben, dass auch ich von der großen übergreifenden  Demotivation in der Branche, die dann im Herbst 2020 folgte, betroffen war. Zum Ende des Jahres  habe ich mich aber aufgerafft und entschieden, dann erst einmal ins Studio zu gehen!  

Alle Songs auf dem Album “Federkleid” sind in deutsch eingesungen. Einerseits ist es vielleicht  einfacher Texte in der Muttersprache zu schreiben und zu singen, andererseits würden  floskelhafte, inhaltsleere Plattitüden sofort unangenehm auffallen, in unseren Ohren eher als in  einer Fremdsprache. Deine Texte sind sehr lyrisch und vielschichtig, Warum hast du dich  entschieden, deutsch zu singen? Welche Themen bewegen dich? 

Da hast du Recht! Ich kann mir vorstellen, dass wenn man verkopft an einen Text ran gehen würde,  es sehr schnell in Floskeln mündet. Es müssen Themen sein, die mich wirklich bewegen. Mein  Songwriting ist sehr intuitiv. Als großer Musikliebhaber, insbesondere deutschsprachiger Musik,  lasse ich mich sehr gern inspirieren. Erst einmal sauge ich alles auf wie ein Schwamm. Mich  beeindrucken aktuell Künstlerinnen wie Dota Kehr oder auch die Band Keimzeit, während ich mich allerdings mit dem Werk von Joni Mitchell beispielsweise auch gern befasse. Allerdings, wenn ich  einen Text schreibe, dann passiert dies einfach völlig frei aus dem Bauch heraus. Ich habe einen  Satz in einem bestimmten Metrum im Kopf, dann den nächsten, der sich reimt, und schreibe  plötzlich einen ganzen Text über ein Thema, das sich in meinem Unterbewusstsein befindet. Man  könnte also sagen, ich schließe damit automatisch die Beschäftigung mit einem Thema für mich ab,  indem ein Stückchen Kunst dabei raus kommt. Es liegen so viele Texte bei mir zu Hause, dass ich  mit dem Komponieren gar nicht mehr hinterher komme. Dabei muss ich mir nämlich etwas mehr  theoretische Gedanken machen, aber ich finde meist die Melodien, welche das Gefühl oder die  philosophische Aussage treffen, bzw. dazu dienen, es den Menschen nahe bringen zu können.  Meine ersten Lieder, die nun erscheinen, handeln zum Beispiel von persönlichen Dilemmata. Ich  finde es total spannend, wenn mir verschiedene Menschen ihre ganz eigene Interpretation zu einem meiner Texte erzählen, da es meist etwas völlig anderer ist als mein eigener Gedanke. Aber das  abstrahierte Gefühl ist dasselbe. Beim Titelsong Federkleid gehe ich allerdings ein wenig raus aus  meinem eigenen Innenleben und bearbeite damit eine empfundene wachsende Oberflächlichkeit in  der Gesellschaft. Entstanden ist der Text, nachdem ich ein Konzert inklusive Aftershowparty in  Berlin besucht habe. Auch wenn es ein sehr schöner Abend war, hat mich so ein leeres  Gesamtgefühl erfasst. „Buntes Glitzern, goldenes Glänzen“ – jeder möchte den anderen  beeindrucken – „lockere Umtriebigkeit“ – man zieht von einem zum anderen und findet keine Erfüllung. Ich habe das ganze in das Bild des von innerer Leere geplagten Bühnendarstellers  gepackt. Im Moment bewegen mich sehr viele weitere Themen, eher gesellschaftlich als privat. Genügend Missstände gibt es ja. Mein Stil ist es aber nicht direkt und offen zu monieren – was ich  toll finde. Sarah Lesch hat beispielsweise ein sehr treffendes neues feministisches Lied geschrieben.  Aber ich gehe immer in die noch nachdenklichere Metaebene. Ich habe schon so viele neue Lieder  und könnte jetzt ausholen, aber hier geht es ja um die ersten vier. 

Wie entstehen deine Songs? Schreibst du Musik und Texte selbst? Entstehen Sie im stillen  Kämmerlein oder regen Austausch mit anderen Musikern? 

Ja Text und Melodie stammen von mir und dann kommen die Musiker hinzu, um ihre Einflüsse rein  zu geben. Das ist dann ein sehr spannender kreativer Gesamtprozess. 

Deine EP “Federkleid” würde ich als groovigen Indierock, veredelt mit einem Touch 80-Jahre Saxophon, bezeichnen. Du hast dir dafür eine geniale Band zusammengestellt. Wie habt ihr  zusammengefunden? 

Wenn ein Song fertig geschrieben ist, dann habe ich gleich eine ziemlich genaue Vorstellung von  der Instrumentierung. „Der Tanz“ habe ich eigentlich von vornherein so geschrieben, dass viel Raum für ein Saxophon da ist. In „Federkleid“ ist die Pianospur essentiell sowie die E-Gitarre am  Ende. Und mit diesen Visionen habe ich mich dann umgeschaut. Olga Amelchenko ist eine  herausragende Saxophnistin mit einem tollen eigenen Stil. Bei den „Vollblutjazzmusikern“ haben  wir dann in der Zusammenarbeit eine Mitte gefunden und du hast Recht! Ich habe mir genau diesen  80er Jahre-Stil gewünscht, wie beispielsweise in „The Latest Trick“ von den Dire Straits. Lars  Kutschke habe ich entdeckt, da er auch für Keimzeit arbeitet, fand die ruhige blusige Art seines  eigenen Repertoires toll und dachte den Songs damit eine „Lässigkeit“ geben zu können. Dem  entgegen steht Thomas Krüger, der in der Popmusik angesiedelt ist und irgendwie immer weiß,  welche Töne gerade passen. Bei zwei Songs spielt eine Freundin von mir, Marta Gvardiyan, die  früher kurzzeitig als klassische Pianistin unterwegs war. Von ihr stammt das wunderschöne Solo in  „Nur eine andere Art zu sterben“. An den Drums habe ich einen alten Freund, den Jazzdrummer  Johannes Hamm, mit dem ich schon in einer Schülerband zusammen gespielt habe und ich wusste, dass es einfach passt! Den Bassisten Johannes Engelhardt hat er mitgebracht, da die beiden schon  viel zusammen gearbeitet haben.  

Schließlich eine letzte Frage: Für Musiker:innen sind die Möglichkeiten weggebrochen, Einnahmen  zu generieren. Konzerte sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich, CDs werden kaum  verkauft und Spotify und Co zahlen für die Streams viel zu wenig. Wie gehst du damit um? 

Ich habe das Glück mir (noch) keine Gedanken darüber machen zu müssen, da ich vorher unter  anderem ein Einkommen durch die Musikschule hatte. Aber nun ist das Budget tatsächlich langsam  aufgebraucht, sodass ich hoffe, dass man sich ganz langsam ein Standbein über Livekonzerte und  andere Musikprojekte mit aufbauen kann.

Herzlichen Dank für deine aufschlussreichen Antworten.

Greta Isaac – „5’1“

Greta Isaac ist eine versierte Geschichtenerzählerin. Dabei fällt ihr Selbstironie nicht schwer. Der Songtitel 5’1 spielt auf ihre Körpergröße an (1, 55 m ). Die kleine Frau mit dem großen Gefühl für Ohrwurmmelodien zeigt uns, dass es auf die Körpergröße, so wie generell auf das Aussehen einer Person, nicht ankommt. 

Über ihre neue Single sagt Greta folgendes: „‚5’1′ ist das sture, wütende Kind in mir, das keinen Bock hat, Kompromisse einzugehen oder die andere Seite zu verstehen, wenn es mal ein Problem gibt. Der Song ist entstanden, als ich in einer Beziehung war und keine Lust mehr hatte, sie zu retten. Es geht darum, dass ich dazu neige, mich zurückzuziehen, wenn mir etwas zu groß oder zu überwältigend scheint. Ich denk dann, ich schaff das nicht.“



„5’1“ ist der erste Vorgeschmack auf den Nachfolger von Gretas Debüt-EP PESSIMIST.

Manchester Orchestra – Telepath (Dirty Projectors Remix)

Manchester Orchestra ist eine Indie-Rock-Band aus…..Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Mir ist Manchester Orchestra erstmals als Mitwirkende beim Cover Album „Tiny Changes“ aufgefallen. Welche tragischen Geschichten hinter diesem besonderen Album stecken, könnt ihr hier nachlesen.

(Photo Credit: Shervin Lainez)

Sänger Andy Hull und Gitarrist Robert McDowell sind die Songwriter der Band. Die Songs sind meist autobiographisch geprägt, werden sehr persönlichen Erlebnissen beeinflusst und eher düster. In diesem Jahr hat Manchester Orchestra das Konzeptalbum „The Million Masks of God“ veröffentlicht. Das Album ist wie ein Episodenfilm konzipiert. Angesicht des Todesengels blitzen Erinnerungen eines Mannes auf. Wieder sehr persönlich, werden die Krebserkrankung und der Tod von McDowells Vater verarbeitet. Zum Beispiel ist da der Song „Telepath„. „Bei ‚Telepath‘ geht es letztendlich um das Auf und Ab der lebenslangen Bindung an eine andere Person. Erkennen, dass selbst die besten Beziehungen in unserem Leben extreme Höhen und Tiefen haben können,“ erklärt Hull. Das Zugehörige Video ist unten zu sehen.

Dirty Projectors, das Projekt des US-amerikanischen Sängers, Songschreibers und Gitarristen David Longstreth hat von „Telepath“ einen Remix gezaubert, der dem traurig schönen Song durch flirrende digitaler Artefakte eine völlig neue Aura gegeben, sodass der Remix als eigenständiges Werk neben dem Original bestehen kann.

…und hier das Original

Mitski – Working for the Knife

Erinnert ihr euch noch an Mitski. Das wunderschön gemachte Video zum Song „A Pearl“ kann man nicht vergessen. Jetzt liefert Mitski  mit ihrer neuen Single “Working for the Knife” samt Musikvideo eine Wucht von Comeback. Ein synkopischer Beat und Synthies treffen in “Working for the Knife” auf Mitskis typischen Tenor und die Produktion von Langzeit-Kollaborator Patrick Hyland. „Es geht darum, von einem Kind mit einem Traum zu einem Erwachsenen mit einem Job zu werden und das Gefühl zu haben, dass man irgendwo auf dem Weg verlorengegangen ist. Du bist mit einer Welt konfrontiert, die deine Menschlichkeit nicht zu erkennen scheint und du siehst keinen Ausweg.“ erklärt Mitski den Song. 

Foto: Ebru Yildiz

Das zugehörige Video wurde in The Egg in Albany, New York – einem Veranstaltungsort für darstellende Künste – unter der Regie von Zia Anger in Zusammenarbeit mit Kamerafrau Ashley Conner gedreht und zeigt Mitski in einmaliger hingebungsvoller Performance.

Kate Louisa – Marie

Kate Louisa hat eine schöne Stimme. Sie weiß mit dieser auch umzugehen und hat Musik im Blut. Das zeigt ihr Werdegang. Mit zwölf schreibt Kate erste Songs und singt mit Rolf Zuckowski im Hamburger Stadtpark. Später studiert sie Popmusik und nimmt am Popkurs der Hochschule für Musik und Theater teil. Die ersten professionellen Engagements als Sängerin folgen, unter anderem am St. Pauli Theater Hamburg, sowie Aufträge als Sprecherin für Werbeclips von Opel, Tchibo, Nivea oder O2. Kate unterschreibt einen Plattenvertrag beim Major Label Warner Music und arbeitet in den folgenden Jahren mit renommierten Produzenten und Songschreibern zusammen. Diesen nicht selbstbestimmten Weg will sie allerdings nicht weitergehen, denn so kann sie ihre eigene musikalischen Identität nicht finden. Die Wendung kommt 2017, indem sie mit neuen Weggefährten (Produzent/Bassist Jo Varain und Songwriter/Gitarrist Malte Lehnung) eine Band und schließlich ihr eigenes Label »Großstadtmusik« gründet. In den dann folgenden Singles und der  EP „Fühlt sich gut an“ verarbeitet Kate viel Autobiographisches und schafft so authentische Lieder. Sie hat ihren Weg gefunden.

Foto oben: David Goltz

Kennzeichnend für Kate Louisa ist, dass ihr authentischer Deutschpop immer etwas Positives und Mutmachendes ausstrahlt. So ist es auch bei der neuen Single „Marie„, die Kates erstes Album ankündigt. Es geht um die Vorstellung, einen Neustart hinzulegen und seine Träume zu leben. Zum Song gibt es ein fröhliches Video.

Bube -Die Beichte

BUBE veröffentlicht die vorerst letzte Single vor ihrem Debütalbum „Pipa“(VÖ 01.10.2021)

Abseits vom Mainstream haben sich Bands zusammengefunden, die das Thema Boyband auf ein neues, angenehm hör- und tanzbares Level gehievt haben. Ich denke dabei nicht nur an die überaus erfolgreichen Bilderbuch sondern auch an Bands wie Rikas, Jeremias oder die inzwischen in Berlin ansässigen Parcels. Nun muss man auch BUBE hinzuzählen. Wenn die vier Jungs aus Leipzig mit ihrem Discofunk loslegen, können die Füße nicht stillhalten.

Nach den Singles „Satellit“, und „Easy Touch“  ist “ Die Beichte“ die dritte Single aus ihren kommenden Debütalbum „PIPA“. Mit ihrem typischen trockenen Humor beichten die Jungs von ihren kleinen Sünden (Joints, Kippen, Dates und Alkohol) und kriegen mit  gerappten Text, elektronischen Beats und Posaune einen sehr lässigen Sound hin.

Am 02.10.2021 beginnt die Album Release Tour

Für das Album hat Bube mit dem Produzenten Sascha Hünermund aus Leipzig zusammengearbeitet. Neben den energetischen Dance-Tracks wie „Easy Touch“, „Satellit“ und „Minna“ überzeugt der Langspieler auch mit ruhigeren Stücken, wie die zärtliche Soul-Ballade „Emily“ oder das entspannte „Beach Life“. Das Album kommt am 01.10.2021 raus. Ich freue mich besonders, dass die Release-Tour zum Album am 02.10.2021 hier in meiner Heimatstadt Münster beginnt.

PIPA-Album Release Tour

2.10. Münster-Café 19 sieben (freier Eintritt)

4.10. Magdeburg-Basta

5.10. Hamburg-Freundlich & Kompetent (freier Eintritt)

6.10 . Meldorf-Bornholdt (freier Eintritt)

7.10. Bremen-TAU

8.10. Oldenburg-Die Flänzburch

9.10. Leipzig-Horns Erben

Besetzung:

Julian Rathke: Main Vocals, Synthesizer, Guitar

Mathis Rathke: Guitar

Tjark Schönball: Bass, Vocals

Johannes Niklas: Drums, Vocals

Links:

https://bubeband.com/
https://www.instagram.com/bubeband/
https://www.facebook.com/bubeband
https://open.spotify.com/artist/4bNL0SKfELaXHN3zsmUMfN?si=Iy59UyFlSGizq79jBgg-dA

Wet Leg – Wet Dream

Rhian Teasdale und Hester Chambers (Foto: Hollie Fernando) sind auf der Isle of Wight zu Hause Die Jungen Frauen haben eine übersprudelnde Fantasie und einer gemeinsamen Liebe zu französische Disco und Idole von den Ronettes und Jane Birkin bis hin zu Ty Segall und Bjork. Außerdem haben sie den Mut, selbst Musik aufzunehmen und lustige Video-Clips dazu zu drehen. Im Juni veröffentlichte das Duo unter dem namen“Wet Leg“ seine Debütsingle  “Chaise Longue”. Seitdem hat der Song und die Band hohe Wellen geschlagen. “Wet Leg have made our favourite debut single of the year so far”  sagte BBC6Music’s Steve Lamacq und die New York Times schrieb:“They’re one of those new bands whose sound and aesthetic seem to have arrived fully formed, promising exciting if totally unpredictable things to come.” 

Jetzt veröffentlichen die beiden ihre nächste Single „Wet Dream„. Ein zweieinhalbminütiges Stück Ausgelassenheit, das genauso unvergesslich und beschwingt ist wie „Chaise Longue“ und sie als eine der aufregendsten Bands des Jahres auszeichnet.

Rhian Teasdale erklärt die Ursprünge des Songs: „Wet Dream ist ein Trennungssong; er entstand, als einer meiner Ex-Freunde mir nach unserer Trennung eine SMS schickte, in der er mir mitteilte, dass ‚er von mir geträumt hat‘.“ Man kann ja mal versuchen, das Video. das unter der Regie von Rhian Teasdale entstanden ist, mit dieser Info in Verbindung zu bringen.

Black Sea Dahu – Transience

Transience“ erzählt vom Mysterium der Zeit und einer verlorenen Liebe. Black Sea Dahu waren seit ihrem Erfolgsalbum „White Creatures„, abgesehen von den Zeiten des Lockdowns, dauernd auf Tour und sind es jetzt wieder. Janine Cathrein singt darüber, wie sich das Leben dadurch verändert kann: die Sehnsucht nach Intimität, die Isolation, wie es sich anfühlt, den Kontakt zum Selbst und den Orten und Menschen , die deine Wurzeln sind, zu verlieren, zwischen Realität und Traum. Während Gitarre und Harmonium hypnotisch schwingen und das Klavier fast filmmusikalische Zwischenspiele spielt, wird Janines Gesang von einem Orchester umarmt und bis zum Ende getragen. Der Song ist umrahmt von  Tonbandgeräuschen, sodass das Gefühl entsteht, als würde sich die Zeit ausdehnen. Klasse bei den Dahus ist, das die Musik angenehm ein Oktave tiefer als üblich spielt. Das ist sehr angenehm auf den Ohren.

Das Kölner Duo SALVAGE ART veröffentlich am 01.10.2021 sein Debütalbum »non« digital und als Vinyl

Tilmann Hesselkamp durfte das Vinyl vorab hören – Ein Gastbeitrag

Salvage Art –– das ist das neu gegründete Musikprojekt von Thomas Mersch (Bass, Gitarre, Gesang) und Roger van Lunteren (Beats, Synths & Electronics). Das Kölner Duo veröffentlicht am ersten Oktober sein Debutalbum >>non<< auf dem Label Sitzer Records. Mit diesem ersten Album verbinden die beiden Musiker ihre bisherigen musikalischen Wege: Während Roger van Lunteren sich zuvor nur Elektronisches komponierte und produzierte, ist Thomas Mersch (Mitglied der Kölner Band Kratzen) in der Welt des Krautwave zuhause. Zusammen haben die Beiden diese Musikrichtungen kombiniert und gekonnt auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Das Ergebnis ist >>non<<.

(Foto oben: Marcel Heym)

Das Albumcover zeigt das Werk „Edelkönigskinder“ (2009) der Kölner Künstlerin Dermietzel und ist eine Referenz per exellence auf den Namen des Duos Salvage Art: Salvage Art heißt auf Deutsch so viel wie „Abwrack-Kunst“ (der Begriff steht ursprünglich für beschädigte Kunstwerke, die von ihren Schöpfern sogar teils durch das Auskratzen der Signatur entwertet werden). Das Kunstwerk „Edelkönigskinder“ ist versehentlich zerstört worden und nur noch als Foto vorhanden.

Der erste Titel auf dem Album („Wer macht die Arbeit“) ist gleichzeitig der erste gemeinsame Song von Salvage Art.  Aus einem verworfenen Gitarren-Song wurde zunächst ein brachialer Elektrotitel im Detroitstil, bevor er schließlich mit Anspielungen an DAF seine finale Form fand. „Wer macht die Arbeit“, einer der stärksten Songs des Albums, erinnert mit seinem fast avantgardistisch-elektronischen Stil an Kraftwerk und kann auch durch den provokanten Songtext überzeugen. „Wie fühlst du dich“ geht nach einem mystischen Beginn der an eine sommerliche Waldlichtung erinnert mit dem einsetzen der Gitarre in Richtung Krautrock – punkig rockig. „Du schaltest dich ab“ und „und Lässt dich erstrahlen“ gehen sowohl musikalisch als auch textlich (der einzige Text ist die Nennung der beiden Songtitel) fast nahtlos ineinander über, bevor der Rhythmus erneut anzieht und vorbereitet auf den nächsten Titel. „Diskotomie“ ist ein Synthpop-Diamant über den hochansteckenden Virus der Diskotomie (wie passend gerade in letzter Zeit) der eine Diskonacht in den 80ern wieder lebendig werden lässt. Nachdem „Unverrückt“ über das Leben philosophiert, schließt der wieder sehr rockige Titel „passion is fashion“, dessen Text lediglich aus dem provokativ eingesungen Titel besteht, das Album gekonnt ab. 

>>non<< ist ein sehr abwechslungsreiches und doch sehr rundes Album, das sich zwischen New Wave, Synth-Pop und Krautrock bewegt. Diese spannende Zusammenspiel lässt beim Hören keine Langweile zu und macht Lust auf mehr.