Highlights der Grammy-Verleihung 2019

Den Grammy für den besten Rock-Song bekam St. Vincent zusammen mit dem Produzenten Jack Antonoff für den Titelsong ihres Albums MASSEDUCTION .


„Ich möchte mich hier bei meinem Freund Jack Antonoff herzlich bedanken“, sagte Annie Clark, als sie den Preis entgegennahm. „Wir haben zusammen eine Platte gemacht, auf die ich so stolz bin. Ich denke, es ist das erste Mal, dass ich eine Dankesrede gehalten habe.“

Später in der Show brachte Annie Clark „Masseduction“ auf die Grammy-Bühne und spielte eine abgespeckte Version des Songs mit Gitarre in der Hand. Dua Lipa trat hinter sie und sah aus wie Clarks Doppelgänger, um eine sehr sinnliche Interpretation von Lipas Calvin Harris-Produzent „One Kiss“ zu machen. Sie zollten Aretha Franklin Tribut, indem sie während ihrer Performance den Refrain von „Respect“ hinzufügten. Wenig später gewann Lipa den begehrten Best New Artist Award.St. Vincent wurde ebenfalls für das beste alternative Musikalbum nominiert, verlor jedoch gegen Becks „Colors“. MASSEDUCTION gewann auch das Best Recording Package. Nach der Zeremonie gestern Abend hat St. Vincent ein neues apokalyptisches Video für „Masseduction“ enthüllt.

„This Is America“ waren im letzten Sommer der Song und das Video, welche die meiste Aufmerksamkeit erregten. Insbesondere das Video setzt sich explizit mit Rassismus und Waffengewalt auseinander. Donald Glover, der sich als Musiker den Namen Childish Gambino gegeben hat, gewann damit insgesamt vier Preise, darunter Song of the Year und Record of the Year. „This Is America“wurde der erste Rap-Song, der einen der beiden Preise gewann. Der Song wurde auch für das beste Musikvideo und die beste Rap- / Sung-Performance ausgezeichnet . Glover lehnte Berichten zufolge eine Einladung ab und nahm nicht an der Veranstaltung teil.

Während Janelle Monáe es nicht geschafft hat, mit den beiden Preisen, für die sie nominiert wurde, nach Hause zu kommen, hat sie mit ihrem Auftritt von „Make Me Feel“ von Dirty Computer aus dem letzten Jahr einen ordentlich Aufsehen erregt. Monae verwandelte den Song in ein Gemisch aus Tracks, darunter „Pynk“ und „Django Jane“. Monáe wurde für das beste Musikvideo für „Pynk“ und das beste Album für Dirty Computer nominiert.

Die Country-Sängerin Kacey Musgraves gewann die Best Country Solo Performance für den Song „Butterflies“ und den Best Country Song für „Space Cowboy“, beide aus ihrem vierten Studioalbum Golden Hour, das mit dem Best Country Album und dem Award of All Awards das Album des Jahres gewann.
Kacey Musgraves hat sich mehrfach gegen Homophobie in der Country-Musik geäußert und wir deshalb von einigen Radiostationen boykottiert. This is America too. Gut das die Grammy-Jury mit der Auszeichnung ein Zeichen gesetzt hat.

Lucy Dacus – La Vie En Rose

Ein Song zum Valentinstag

Im Jahr 2017 ist Lucy Dacus besonders aufgefallen Zu Anfang der Jahres kam ihr hervorragende Album „Historian“ mit dem wunderbaren Track „Nightshift“ heraus. Dann erfolgte die Zusammenarbeit mit Julien Baker und Phoebe Bridgers als Supergroup „boygenius„.

Lucy Dacus hat sich entschlossen, 2018 kein neues Album zu veröffentlichen. Stattdessen hat sie eine neue Single-Serie mit gecoverten Liedern angekündigt. Das besondere ist, dass die Veröffentlichungen zu ausgesuchten Feiertagen erfolgen sollen, zum Muttertag, zum Unabhängigkeitstag, zu Halloween, zu Weihnachten und zu Neujahr. Auch der Geburtstag von Bruce Springsteen am 23. September soll bedacht werden.

Den Anfang der Reihe macht zum Valentinstag  Édith Piafs Erkennungslied „La Vie En Rose“. Es war das erste Lied , welches die Piaf selbst komponiert hat. Es wurde schon von vielen Künstlern gecovert . Im Ohr ist die Version von Grace Jones. Lucy Dacus verpackt das Valentinsgeschenk in eine minimalistisches Indie-Pop-Klarsichtfolie. Ihre fast geflüsterte Alt-Stimme steht im starken Kontrast zu Piafs überlebensgroßem Gesang und erzielt damit eine ganz neue überraschende Interpretation. Es funktioniert, je öfter man es hört.

DAKOTA – Four Leaf Clover

DAKOTA  sind Lisa Brammer, Lana Kooper, Jasmine van der Waals und Annemarie van den Born aus Amsterdam. Tritt eine vierköpfige Gitarren-Rock-Band auf, die nur Frauen besteht, dann drängt sich der Vergleich mit den vier Kalifornierinnen von Warpaint auf.

Diesen Vergleich braucht DAKOTA aber nicht zu scheuen, vielmehr sind ihre Kompsitionen mit Indie-Rock-Grooves mit eingängigen Gesängen eigenständiger Dreampop. Heute haben die vier bei dem Berliner Label Sinnbus ihren Debüt-Longplayer veröffentlicht.

Here’s The 101 On How To Disappear

Darauf befindet sich auch „Four Leaf Clover“. Es handelt sich um ein Album, das man in eins durchhören kann und sollte. Es ist einfach schön, wie Lana Koopers klingende Basslinien mit Jasmine Van der Waals Gitarre ineinander greifen und Raum für Lisa Brammers stets etwas melancholischen Gesang lassen.

Das Album hat einen ironisch tragigischen Hintergrund. Bei Noisey Niederlande berichteten die drei anderen Bandmitglieder von der psychischen Problemen, die Lisa Brammer hat. Ihre Depression setzt der Arbeit mit der Band Grenzen. Das Album zeigt zwar nicht , wie man verschwindet. Es könnte aber das letzte gewesen sein, sodass, darin liegt die Ironie, DAKOTA selbst verschwindet.

Laura Stevenson – Livingroom NY

Um Laura Stevenson war seit der Veröffentlichung ihres Albums Cocksure 2015 ziemlich ruhig, bis sie im Dezember letzten Jahres zwei neue Songs herausbrachte. Jetz kündigt sie ein ein neues Album an, The Big Freeze, (VÖ 29.03.2013)

Das ist ein gewaltiger Titel für ein Album. Mit Big Freeze wird folgende Möglichkeit des Endes unseres Universums bezeichnet. Sei dem Urknall driftet das Universum auseinander. Wenn die Expansion irgendwann die Schwerkraft übersteigt, wird das Universumnkalt und leer sein – alles Licht, Wärme und Verbindungen werden verschwinden.

Auf ihrer neuen Single Living Room, NY geht es jedenfalls um fehlende menschliche Wärme. Sie beschäftigt sich mit der Distanz zwischen zwei Personen, sowohl geografisch als auch emotional. „Ich möchte, dass du dich unruhig fühlst / Ich möchte davon aufwachen / Ich möchte, dass du die Decken anstarrst, bis du wieder einschlafen kannst“, singt sie, trauert
um die versäumten, selbst kleinsten Momente in einer Fernbeziehung.

Charly Bliss – Capacity

Michelle Zauner von Japanese Breakfast, scheint in einer kreativen Videodrehphase zu stecken. Nachdem sie erst kürzlich Regie bei dem Video “ Dylan Thomas“ von Better Oblivion Comunity Center geführt, zeigt sie sich nun verantwortlich für das Video Capacity von Charly Bliss.

Charly Bliss ist eine vierköpfige Power-Pop-Band aus Brooklyn, NY. Charly Bliss ist Eva Hendricks (Lead-Gesang, Gitarre), Spencer Fox (Gesang, Gitarre), Sam Hendricks (Schlagzeug) und Dan Shure (Gesang, Bass).

Manchmal ist das Loslassen einer emotionalen Verbindung der einzige Weg, um sich selbst zu schützen. Charly Bliss enthüllt diese Wahrheit in seinem Mini-Diebstahl-Film. „Capacity“, besingt die emotionalen Erschöpfung durch jemanden, den du sehr liebst. Der Power-Popsong ist der erste Vorgeschmack auf das neue Album der Band, Young Enough, das am 10. Mai erscheinen wird.

Manchmal ist das Loslassen einer emotionalen Verbindung der einzige Weg, um sich selbst zu schützen. Charly Bliss enthüllt diese Wahrheit in seinem Mini-Diebstahl-Film. „Capacity“, besingt die emotionalen Erschöpfung, wenn du jemanden zu sehr liebst. Der Power-Popsong ist der erste Vorgeschmack auf das neue Album der Band, Young Enough, das am 10. Mai erscheinen wird.
Michelle Zauner hat sich in einem Cameo-Auftritt in das Video eingebracht, als Reporterin in dem kleinen TV-Gerät im Bad zu sehen. Die Handlung wirft uns mitten in einen offenbar fehlgeschlagenen Überfall. Trotz allem Geld und Alkohol der Welt bleibt der Protagonist elend. „‚Capacity‘ ist ein Lied, in dem es darum geht, deinen inneren Opportunsten (people-pleaser) zu töten,“ schreibt Eva Hendricks von Charly Bliss in einer Pressemitteilung, „und Michelle präsentierte wunderschön ein Parallelkonzept, das vor den Gefahren warnt, vom Bullshit anderer Leute mitgerissen zu werden“

Tiny Ruins- Holograms

Der zweite Track vom anderen Ende der Welt, in diesem Fall Neuseeland, ist etwas ruhiger. Hinter Tiny Ruins steckt die neuseeländische Sängerin und Songschreiberin Hollie Fullbrook. David Lynch und Lorde sind Fans von ihr. Jetzt wird ihr drittes Album Olympic Girls auf Courtney Barnetts Lable Milk erscheinen. Die ausgewählte Single Holograms ist ein luftiger Track, der auf Fullbrooks Gesang basiert. Das Video zeigt ein Mädchen, das versucht, Laternen-Satelliten aufzustellen. Es wurde von Kate Bushs „Cloudbusting“ -Video inspiriert, das ähnliche Einstellungen eines Mannes zeigt, der versucht, einen „Cloudbuster“ zu bauen.

 

 

Fullbrook erklärte das Lied und das Video wie fogt: 

Holograms steht für die Idee, dass Technologie uns immer mehr verbindet. Dass wir nicht nur emotional oder mental miteinander verbunden sind, sondern dass unsere Körper physische und sterbliche Grenzen durch Technologie überschreiten. Dass wir jemanden zurückbringen können. Für das Video wollte ich ein Gefühl der Sehnsucht nach diesem funkelnden, farbenfrohen anderen Bereich, in dem alle miteinander verbunden sind, in Einheit. Der Regisseur Martin Sagadin und ich begannen, uns darüber zu unterhalten, das das Lied ein Gefühl für Science-Fiction fordert, was zu der Idee führte, dass einen Sateliten aus Laternen zu bauen, um durchTechnologie mit einem anderen Bereich der Existenz zu kommunizieren. Aber die Technologie sollte ein bisschen alt sein und nicht ganz „dieser Zeit“ – wir wurden von Kate Bushs „Cloudbusting“ -Video dahingehend inspiriert, dass Technologie nicht mehr funktioniert. Es gibt eine Zeitlosigkeit oder einen Mangel an Spezifität bezüglich der Zeit. Die Idee des Videos ist, dass ich eine Vision von diesem Ort habe, den ich erreichen möchte … Ich sammle bestimmte Objekte, von denen ich glaube, dass sie mich mit diesem Ort verbinden. Aber am Ende ist es vergeblich – ich versuche mit all meiner aufgefahrenen Technologie den Planeten zu erreichen, der durch die Mauer scheint, und … alles bricht vor mir zusammen.

New Video – Better Oblivion Community Center – Dylan Thomas

For all readers in the US, I write this post in English, especially for Michelle Zauner and Phoebe Bridgers or their Lable managers.

After Phoebe Bridgers and Conor Oberst surprisingly announced a collaboration and released an album as Better Oblivion Community Center, they announced the new tour of the project (including 2 dates in Germany: on May 5 in Berlin – Columbia Theater and on 6 May in Cologne – Kantine). There is also a brand new music video for the song „Dylan Thomas“. The song is about amusement and drunkenness, which also destroyed the Welsh poet Dylan Thomas. He has drunk to death in the age of 39 years.

In the video, we follow Oberst and Bridgers to the Better Oblivion Community Center. Here some people evidently indulge in a candlelit occultist ritual that has been transformed into a V.R. Party.

Today, Michelle Zauner shared on Facebook that she has directed the video shoot. With this, Zauner, who heads the band project Japanese Breakfast, proved her creativity in yet another field.

Michelle Zauner has never made a secret of the fact that she finds the songwriting of Phoebe Bridgers pretty good. Also in today’s statement she explains:

Phoebe Bridgers and Conor Oberst are two of my favorite songwriters and lyricists of our time, so it was an honor to get to work with them on the visuals for their new project together. As always I worked with Adam Kolodny, my DP and creative collaborator to bring this cross between an Eyes Wide Shut LA mansion party and the Great Northern Hotel to life.”

Phoebe Bridgers has shown by doing boygenius and now Better Oblivion Community Center that she enjoys collaborating. A musical collaboration of Phoebe Bridgers and Michelle Zauner would be awesome. Please Michelle and Phoebe, do it …. for all your fans.