Tim Schou – Mad Love

Ein richtig schöner Pop Song kommt von unseren nördlichen Nachbarn, aus Dänemark. Tim Schou (Fotos: Bjarne Hyldgaard) lebt, jetzt wieder, in Kopenhagen. Den Ohrwurm ” hat er zusammen mit der englischen Sängerin und Songschreiberin Ella Henderson komponiert und mit der der dänischen Sängerin SOWFY im Duett eingesungen. Im Video ist das dänische Model Saba Lykke Oehlenschlæger zu sehen.

7 Jahre als reisender Sänger, Vagabund, Couchsurfer und Songwriter münden in dem Debütalbum „HERO/LOSER“

Der Song stammt aus Tims  Debüt-Album Hero/Loser. Zu dem Album gibt es eine Entstehungsgeschichte. Tim erzählt: „2014 verkaufte ich meine Wohnung in Kopenhagen und zog in die Welt hinaus, um alles in meinen Traum zu investieren, von meiner Musik leben zu können, in der Hoffnung, mir eines Tages wieder meine eigene Wohnung kaufen zu können, dann aber zu 100 % finanziert durch meine eigene Musik. Das war der Traum. Das war das Ziel. In den letzten 7 Jahren habe ich die Nächte auf so ziemlich jedem Untergrund verbracht, von einem Fußboden in einem Einkaufszentrum bis zu einer kalten Bank in Chicago – und nicht zuletzt auf verdammt vielen Sofas in euren Wohnungen.

Alles mit dem Ziel, meine eigene Musik zu erschaffen, zu schreiben und aufzunehmen, die eines Tages veröffentlicht und obendrein gut genug sein würde, um daraus eine professionelle Musikkarriere zu formen. Jetzt spulen wir ins Jahr 2021 vor. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in meiner neuen kleinen Wohnung in Kopenhagen. und bezahlt von meinem eigenen Geld, angespart über die letzten 7 Jahre als Couchsurfer, auftretender Musiker und Songwriter. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, an einem Ort zu bleiben und dort glücklich zu sein, während meine Kreativität weiter sprießt und gedeiht. Ihr alle habt mir geholfen, an diesen Punkt zu kommen und ich will einfach nur ‚Danke’ sagen! An alle, die das Gefühl haben, Teil meiner Reise gewesen zu sein: Danke für eure Geduld, danke für euren Support und danke für die Liebe entlang des Weges.“ 

ELEPHANTS ON TAPE – ELECTRONS

Aus Leipzig kommt die Indietronica/Dreampop-Band ELEPHANTS ON TAPE. Am 23.04. 2021 erwarten wir ihr zweites Album “Every Structure’s Dislocated« der Sound-Architekt*innen, die sich mit einfachen Songstrukturen nicht zufrieden geben. Ihre Tracks entwickeln sich immer zu komplexen Gebilden, die einerseits sehr technisch daherkommen, aber andererseits voller tiefer Emotionen stecken. Als zweiter Vorbote auf das Album erschien jüngst die zweite Single ELECTRONS. 

Das zweite Elephants On Tape Album Every Structure´s Dislocated kommt am 23.04.

Electrons“,so die Band-Info zu der neuen Single, “findet Parallelen zwischen dem physikalischen Phänomen der Magnetisierung und zwischenmenschlicher Anziehung. Der Text beschreibt eine plötzliche Veränderung der eigenen Realität, ausgelöst durch eine andere Person. Electrons spiegelt den Zeitgeist der digitalen Müdigkeit wider, gekleidet in Synthie-Muster und unprätentiöse Indie-Gitarren.” 

Dazu gibt es seit heute (12.04.) ein großartiges Musikvideo, das den Schauspieler Hagen Ritschel inmitten von Exponaten der letzten digitalen Jahrzehnte im Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda zwischen Realität und Wahnsinn taumeln lässt. 

Das zweite Elephants On Tape Album Every Structure´s Dislocated kommt am 23.04. digital und auf Vinyl beim bandeigenen Label Schatulle Bömm und als limitierte Tape-Edition über ALLMYGHOSTS

Kafka Kaya -As We Were Silent in the Dark (EP)

Kafka Kaya sind  Schweizer, die es nach Berlin verschlagen hat. Sie beschreiben sich in ihrer elektronischen Pressemappe so: leicht größenwahnsinnig und chronisch unterfinanziert, weswegen wir nicht nur unsere Musik, sondern auch alles darum herum selber machen – Musikvideos, Artworks, Promotion – mit tatkräftiger Unterstützung eines unbeirrbaren Freundeskreises.  Das hört sich sich erstmal sehr unabhängig und sehr sympatisch an. Ankommen muss dann allerdings die Musik … und die die überzeugt mit abwechslungsreichen elektronischen Klängen, pochendem Schlagzeug, verstärkenden Basslines und durchaus tanzbaren Rhythmen. Dazu werden in bester Singer/Songwriter Manier Geschichten erzählt. Der Falsettgesang erinnert vielleicht an Bon Iver. So kann man die fünf Tracks der brandneuen EP “As We Were Silent in the Dark” ohne weiteres in einer Reihe mit Songs von Bon Iver, Alt-J, Jamie XX oder Interpol abspielen.

Anpieltipp: Kyrie Eleison

Videopremiere: Alice Merton -Vertigo

Das Video geht heute um 21:00 Uhr online

Nach dem überraschenden Erfolg  ihres Debüt-Albums „MINT“ mit soche Hits wie „No Roots“ oder „Why So Serious„war etwas ruhiger um die Wahlberlinerin Alice Merton geworden. Deshalb freuen wir uns nun sehr über ein neues musikalisches Lebenszeichen von ihr. Mutig ist, dass sie nicht auf Nummer sicher geht und an ihr bekanntes Hitschema anküpft, sondern mit einer ruppigen von Gitarren getriebenen Nummer überrascht.  „Vertigo“ ist ein kraftvolles Indie-Pop-Arrangement mit verzerrte Gitarren und Bläser, das an British Invasion erinnert. Dazu gibt es ein dystopisch anmutendes Video. (Fotos von Paper Plane Records International)

Auf die Ohren – Playlists

Folge „Auf die Ohren“ auf Spotify mit einem Klick

Indie Love

Öffentlich-rechtliche und private Radiostationen unterscheiden sich in ihrer Musikauswahl so gut wie gar nicht. In der Rotation wiederholen sich nur Hits der Majorlabels. Hier kannst du andere Musik von Alternative-Rock bis Indie-Pop genießen. „Indie Love

Ohrwurm

Abseits des Mainstreams gibt sehr viel gute deutsch gesungene Musik. Viel Vergnügen mit “Ohrwurm”. Hier gibt es ständig aktuelle Musik von Deutsch-Pop bis zu deutschem Hip-Hop.

Bassline

Gib mir Bass. Bass schont den Gehörgang, den er wird mit dem ganzen Körper gehört. „Bassline“ bietet alles von Electronia bis R&B. Haptsache der Bass groovt.

Debüt-EP von CoppiCat aus Berlin

Hörempfehlung für Freunde deutscher Indie-Rock-Klänge

Rafael Triebel aka CoppiCat (Foto: Valerie Euler) hat eine mit seiner EP, die auch CoppiCat heißt,  eine Song-Trilogie nostalgischer Lieder veröffentlicht. Gemeint ist mit Nostalgie in diesem Falle nicht eine musikalische Rückwendung. Ganz im Gegenteil hören wir hier Indie-Rock mit deutschen Texten auf der Höhe der Zeit. Die zeitgemäße Abmischung der Song garantierte an den Reglern Tom Hessler, sonst Produzent und Sänger der Band Fotos. Die spannenden Videos dazu, wurden von Sophie Euler umgesetzt. 

Song-Trilogie gegen Gentrifizierung

Nostalgie ist hierzu verstehen im Sinne eines Unbehagen mit gegenwärtigen Zuständen, welches zu einer unbestimmten Verklärung der Vergangenheit führt.  Ob damals in den 90er Jahren im Berlin seiner Jugend, über das Triebel in „An der Stelle, an der die Mauer stand“ singt, alles besser war, sei dahin gestellt.  Es ist wie bei einer alten Liebe, die sich nicht mehr so anfühlt, wie sie früher war und man weiß, dass es nie wieder so sein wird. Es ist von CoppiCat im Song Unsere alte Liebefein erzählt, wie die  Veränderungen der Stadt um ihn herum in einen Kontext zu seinem Beziehungsleben gestellt werden. Das Unbehagen, welches Triebel umtreibt, hat einen ganz konkreten Grund. Es ist  die Gentrifizierung seiner Heimatstadt Berlin. Hiervon war er unmittelbar betroffen. Dreizehn Jahre lang arbeitete er in seinem selbst ausgebauten Musikstudio in Berlin Lichtenberg, als er vom Vermieter eiskalt vor die Tür gesetzt wurde, um ein Laden für Tauchausrüstung Platz zu machen. da schlägt die Nostalgie in Gesellschaftskritik um. Es ist kein Platz mehr für uns“, heißt es im Song „In der Coppistraße“. „Wir müssen uns geschlagen geben!“ Damit meint CoppiCat nicht nur sich selbst und die vielen befreundeten Musiker*innen, die bei ihm ein und aus gingen, sondern auch alle anderen, vornehmlich finanziell weniger gut gestellte  Menschen, die „lernen müssen loszulassen“

Danger Dan- Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

Habt ihr auch so die Schnauze voll von Typen wie  diesem Verleger Götz Kubitschek, der Strategien entwickelt, die Nazi-Ideologie zu verharmlosen, um sie in die bürgerliche Mitte zu bringen, oder solchen wie Alexander Gauland, Jörg Meuthen, Bernd Höcke und den anderen AfD-Fuzzies, die durch ständige sprachliche Grenzüberschreitungen es sogar geschafft haben, das neu-rechte Gedankengut bis in die deutschen Parlamente zu tragen (und damit genau nach Kubitscheks Stratedie handeln). Dann ist die nagelneue Solo- Single von Danger Dan, Mitglied der Antilopen Gang, genau das richtige Labsal für euch. Danger Dan nutzt, nur begleitet von seinem Keyboard, auf höchst künstlerische, humorvolle Weise das Mittel des Bogen-Überspannens, also genau das Mittel der identifizierten Gegner, um klar zu machen, ein Nazi bleibt ein Nazi, egal welche bürgerliche Maske er trägt. Mit diesem Song schließt Danger Dan an die Kunst des politischen Liedes eines Konstantin Wecker, Hannes Wader oder Dieter Syverkrüp an. (Foto oben: Jao Suffner)

Jürgen Elsässer ist Antisemit 
Kubitschek hat Glück, dass ich nicht Bogen schieß‘
An Reptilienmenschen glaubt nur der, der wahnsinnig ist
Gauland wirkt auch eher wie ein Nationalsozialist
Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein
Man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt
Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat
Weil der Verfassungsschutz den NSU mit aufgebaut hat
Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war
Weil sie Oury Jalloh gefesselt und angezündet hab’n
Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst
Ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz
(Danger Dan in "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt)

Das er den Bogen nicht überspannt, weiß Danger Dan genau, und erklärt den von ihm gedissten Neurechten spöttisch:

„Juristisch wär die Grauzone erreicht. Doch vor Gericht machte ich es mir wieder leicht./ Zeig mich an und ich öffne einen Sekt./ Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.“   

Hanna Batka „Mitten in Berlin“ [Album]

VÖ: 19.03.2021


Die Fernsehwerbung nutzt nicht nur unseren visuellen Wahrnehmungskanal, um unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen. Um das beworbene Produkt nicht nur ins rechte Licht zu setzen, sondern ihm auch Gehör zu verschaffen, setzt die Werbung  gerne auf schöne Pop-Melodie. Manch Künstler*in ist durch Werbung für Telekom, Vodafon oder Apple bekannt geworden. Auch die Deutsche Bahn setzt auf Popsongs und so googelte manch einer, wem die schöne glasklare Stimme der DB-Werbekampagne “We are..” aus dem Jahr 2019 gehört.

Sie gehört der jungen Berliner Sängerin Hanna Batka, die in der nächsten Woche ihr in deutsch gesungenes Debüt-Album „Mitten in Berlin“ heraus. Die 11 akustisch gefärbten Popsongs, die on minimalistischem Gitarrenspiel bis hymnischer Popmusik alles zu bieten haben. Ihre sehr persönlichen Texte drehen sich (Liebes-)Beziehungen und kommen absolut authentisch rüber. Man nimmt ihr ab, dass sie die Geschichten von Liebe und Trennung selbst erlebt, hat oder erlebt haben könnte Besonders ergreifend ist der Song „Mutter“ , den Hanna Batka von ihrem Förderer und Mentor Udo Lindenberg geschenkt bekommen hat.

Letztlich geht es bei allem, auch bei den schwierigen Themen, an denen man ja wächst, um  Self-Empowerment, wie man so schön neudeutsch sagt. Hanna Batka bringt mit ihrer Musik, ihren Aussagen, eine positive Ausstrahlung und Energie  rüber. Wir hören eine jungen Frau, der nach ihren Coming Out nichts so schnell was anhaben kann, oder wie sie es selbst ausdrückt , in “Drachenblut” gebadet hat.

Hanna Batka – O-Töne über ihre Singles aus dem Album „Mitten in Berlin“

Komet

„Mein Song „Komet“ beinhaltet eine ganz wichtige Message. Es gibt so viele Leute die unzufrieden mit sich selbst sind und an sich zweifeln. Und meistens vergessen sie dann alle tollen Dinge an sich und sehen nur das Schlechte. Mit meinem Song „Komet“ würde ich gern allen die Augen öffnen, das Tolle an sich zu entdecken und zu sehen, was einen besonders macht. Also wenn’s dir mal schlecht geht. Dann nimm allen Mut zusammen und geh nach draußen, lass dir nicht die Decke auf den Kopf fallen…mach die Augen auf und entdecke wie schön die Welt und du selber bist. Und dann zeig allen, wie toll du bist!“

Im Regen küssen

„Wenn man wirklich verliebt ist, es egal ob es warm, kalt oder regnerisch ist oder es stürmt, wenn man der richtigen Person einen Kuss gibt, dann ist es immer perfekt. Es ist einfach immer das Richtige! Genau wie ein Schoko-Crêpe im Winter oder ein Freibad im Sommer. Das passt immer.“

Einfach Glück

„Ich kann mich noch genau daran erinnern, was für ein crazy Gefühl das war, als ich zum ersten Mal verliebt war. Ich war 15 und es war der Wahnsinn….und dann hatte ich dieses Gefühl bis ich 20 war leider nicht mehr. Da habe ich meine jetzige Freundin getroffen. Da war es dann wirklich wie damals, mit „total aufgeregt sein“, schwitzigen Händen, Herzinfarktgefahr, wenn man eine Nachricht bekommt und einfach dieses „kranke“ Bauchkribbeln, nur wenn man sich angesehen hat. Gleichzeitig spüre ich jetzt aber auch nach einiger Zeit Beziehung, wie sicher ich mich fühle und wie zu Hause. Das macht einfach den Unterschied zwischen „“verknallt sein“ und „bedingungslos lieben“. Deshalb ist der Song „Einfach Glück“ für mich von der ersten bis zur letzten Zeile aktuell. Weil echtes Glück zeitlos ist. „

Mitten in Berlin

„Der Song „Mitten in Berlin“ ist entstanden, weil ich eine besondere Begegnung hatte, und ich glaube was mir da passiert ist, ist schon vielen passiert. Man ist unterwegs und auf einmal begegnet man jemand völlig Fremden aber ist von der Person total hingerissen und überlegt, was man tun kann, um die Person anzusprechen und eh man sich versieht ist es zu spät und man hat sich nicht getraut den ersten Schritt zu machen. Genau das ist mir auch passiert. Im Nachhinein habe ich mich echt geärgert das ich nicht mutig genug war und hab noch viel über diese Begegnung nachgedacht. Manchmal kann halt eine Sekunde, in der du Mut zeigst, dein ganzes Leben verändern. In dem Song „Mitten in Berlin“ mache ich mich gemeinsam mit euch auf die Suche nach dieser fremden Person.“ 

June Cocó -Métamorphoses

Die erste  Idee war naheliegend. June Cocó singt französisch. Der Gesang,  das Klavierspiel und das Songwriting der  in Leipzig lebenden Künstlerin könnte auch von einer in Paris lebenden Chansonette stammen. June hat es getan und ein Lied in Französisch aufgenommen. Dazu hat sie „Métamorphoses“ des Pariser Electro-Pop Duos Ravages. gecovert. Dabei ist es ihr gelungen, den Popsong in ein Chanson zu verwandeln, wie es schöner auch nicht von Mylène Farmer interpretiert werden könnte. Ravages revanchieren sich , indem sie ihrem Hit  „Heavy Heart“ in einen Electro-Pop-Song im 80er Jahre-Sound verwandelten.

June Cocó teilt ein außergewöhnliches Re-Work ihres Erfolgsalbums „Fantasies & Fine Lines“

Nun kann man sich vorstellen, wie bei June die nachfolgende Idee entstanden ist, Songs ihres letztes Album Fantasies & Fine Lines von anderen Künstler*innen aus ihrem Freundeskreis regelrecht umwandeln zu lassen.So entstanden  gefühlvolle Songwriter-Balladen von Jake Nicks (Ready for Love) und  Max Ashner (Letter). Arden gab mit ihrer Harfe dem “Wasserlied” Neptune’s Daughter zusätzlichen Glitzer..  Die größten Verwandlungen erreichten die Produzenten Micronaut (Circles) und die Berliner-Techno-Instanz Phonique (Hope und Paradise zusammen mit Fairplay),  die ihren Remixen die  kühle Schönheit von  Electro-Tracks verliehen, die auch im Club funktionieren können.

Song-Metamorphosen

June Cocó hat ihr Album dann auch „Métamorphoses“ genannt. Ein Titel, der passender nicht sein könnte, denn es ist weder ein reines Cover-Album, noch eine Re-Work-Kollektion, sondern es ist  vielmehr eine Sammlung von acht außergewöhnlichen Song-Metamorphosen entstanden.

Alben und EPs in der 9. KW

WaldskinClarity Before The Crash

Schön und körnig ist die Musik von von Aurèle Louis (Ex-Marey), Maryam Hammad (Ex-Marey) und Nathan Gros (Ex-Hybris,Ex- Fensta), die sich erst im im Jahr 2020 zum Trio Waldskin zusammengefunden haben. Eine komplexe Mischung aus Reinheit und Unvollkommenheit, aus Ruhe und latenter Gewalt. Durch eine heterogene Besetzung (Schlagzeug, Synthesizer, Cello, Geräusche und Gesang) präsentiert Waldskin einen einzigartig düsteren Musikstil, der zwischen Pop Art und Electronica oszilliert und seine Einflüsse bei Massive Attack, Portishead, Nine Inch Nails, Moderat und Radiohead findet. Das Debütalbum Clarity Before The Crash trägt das Gefühl der Ohnmacht schon im Titel. Dir geht ein Licht auf, jedoch zu spät.  Der  Crash ist nicht mehr aufzuhalten.

Blu DeTiger – How Did We Get Here?

Auch In der Modewelt machte Blu DeTiger sich einen Namen, indem sie bei Shows von Chanel, Valentino, Christian Dior, Louis Vuitton, Miu Miu und Maison Margiela auftrat und bei der KidSuper NYFW Show sogar auf dem Laufsteg unterwegs war.

Bassist*innen sind in der Regel nicht diejenigen, die im Vordergrund stehen. Anders ist das bei der jungen Bu DeTiger. Das liegt, au8er an ihren Fähigkeiten als ist eine Multi-Instrumentalistin, Sängerin, Songwriterin, Produzentin, DJ, Performerin und Bassistin, auch an ihrer Erscheinung. Ihre  Debüt-EP How Did We Get Here?“. ist eine sieben Tracks umfassende Sammlung von Hymnen, die ihr die Kontrolle über ihre eigene Geschichte gibt und Geschlechterstereotypen innerhalb der Musik und Jugendkultur in frage stellt. Mit ihrer Fähigkeit, die Basslinien auf jedem Track so meisterhaft zu spielen, mischt Blu, zusammen mit ihrem Bruder Rex DeTiger, mühelos Funk, Disco und Alt-Pop. Erfolgreiches Schwester/Bruder-Team? Da war doch kürzlich was…

Jungstötter – Massifs Of Me

Wie wir alle, ist auch der Berliner Künstler Jungstötter seit der Pandemie mit einer neuen Form der Zurückgezogenheit konfrontiert. Deswegen lässt er die Arbeit an seinem zweiten Studioalbum für eine kurze Zeit ruhen, um eine Veröffentlichung zu schaffen, die als Bindeglied zwischen seinem Debüt ‚Love Is‘ (VÖ 01.02.2019) und dem neuen, in Produktion befindlichen Werk gesehen werden kann. In „Massifs of Me“ werden zwei Soloversionen von Songs des ersten Albums zwei neuen Stücken gegenübergestellt. Eine Dualität, die auch das Soundgewand der EP beschreibt: Lediglich Jungstötters warme Stimme und ein gedämpftes Klavier tragen uns durch das eröffnende Titelstück.. Das Pochen des dämpfenden Filzes, die Artefakte, die er von umliegenden Saiten mitnimmt, sowie spielende Finger sorgen für eine Intimität und Mystik, die das besungene Eintauchen in einen Traum für den Hörer spürbar machen.