June Cocó – Fantasies and Fine Lines

Album Cover

Heute veröffentlicht die in Leipzig beheimatete Sängerin und Pianistin June Cocó ihr zweites Album Fantasies & Fine Lines.

Für June Cocó ist Fantasies & Fine Lines  eine Liebeserklärung an ihr liebstes Instrument, das Klavier: „Das klingt groß, aber ich würde wirklich sagen, dass das Klavier die Liebe meines Lebens ist. Seit ich als Kind bei einer Freundin hörte, wie jemand darauf ‚Für Elise‘ spielt, wollte ich das auch können und habe dann schon früh Unterricht genommen. Ich habe in letzter Zeit viele Solokonzerte nur mit Klavier spielt und habe dadurch wieder und noch deutlicher gemerkt, wie wichtig es mir ist.“ 

(Foto: Jörg Singer)

Weil das Klavier für sie so wichtig , wurden die Songs hörbar auf dem Klavier komponiert und für das Klavier arrangiert. Ob mit mit dezenten Streichern instrumentier oder sanfter Elektronik unterlegt, das Klavier bleibt das Hauptinstrument. Da drängen sich natürlich Vergleiche mit internationalen Größen wie Regina Spektor oder Amanda Palmer auf, die June Cocó aber nicht scheuen muss, zumal sie sich auf ihre ausgebildete Stimme und auf die Erfahrung vieler Konzerte verlassen kann

Der Albumtitel ist gut gewählt. Mit feine Linien werden Fantasiewelten, wie etwa das Reich von Neptun’s Daughter unter Wasser gezeichnet. In meiner Fantasie tauchten beim ersten Abhören Bilder alter schwarz-weiß Filme auf.

(Foto: Jörg Singer)

Das Album enthält bei aller Romantik aber auch andere Facetten, wie etwa geheimnisvoll dunkle Arrangements bei Letter . Ready for Love ein gut im Ohr bleibender Popsong.

Alben der Woche

Leif Vollebekk – New Ways

Was braucht man, um ein Album zu produzieren, das den Hörer mit auf den „Transatlantic Flight“ zum „Apalachee Plain“ nimmt oder auf eine Reise ins Innerste der Seele. Wenn man so eine Stimme wie der kanadische Songschreiber Leif Vollebekk hat, dann reichen Gitarre, Piano, Bass, dezentes Schlagzeug. Mit Groove und viel Soul geht es auf den Weg, bzw. die neuen Wege. Die 10 Titel auf dem Album „New Ways“ verweben Indie, Folk, Soul und Pop.

Cold War Kids – New Age Norms, Vol. 1

Man kann die kalifornische Band um Sänger Nathan Willett und Bassist Matt Maust  durchaus als Indie-Veteranen bezeichnen. 15 Jahre sind Cold War Kids schon im Geschäft. Das neue Album hört sich aber alles andere als School of 2005 an. Vielmehr ist ein tiefgründiges modernes Popalbum gelungen. Mehr dazu gibt es

h i e r.

Michael Kiwanuka – Kiwanuka

2o16 war Michael Kiwanuka mit LOVE & HATE ein opulentes Soul-Album gelungen. Wer einmal das zehnminütige Stück Cold Little Heart gehört hat, der wird es nie vergessen. An die soulige Grundstimmung des Meisterwerk schließt der britische Sänger mit seinen neuen Album, das ganz selbstbewusst seinen Namen trägt, unmittelbar an, wie etwa dass siebenminütige psychedelische Hard To Say Goodbye zeigt.

Es geht aber auch klanglich optimistischer wie etwa bei You Ain’t The Problem.

L_TASHINA – Dibs On Your Lips

Premiere auf YouTube am 01.11.2919 um 18:00 Uhr

Sexy, provokant und mit einem selbstbewussten Grinsen im Gesicht präsentiert L_Tashina ihre Debütsingle „Dibs on your Lips“. Lasziv dunkle Vocals, aggressive Elektrosounds und eine gehörige Portion Rock erschaffen den Rahmen für eine exzentrische Verführungsnummer gewürzt mit einem Augenzwinkern. Mit dieser Single erscheint L_Tashina nicht einfach auf der Bildfläche – sie tritt keck die Tür der internationalen Musikszene ein und fordert dazu auf, gleichzeitig zu headbangen und sexy die Hüfte zu schwingen.

Frischer geht es nicht

Das Video zur Single ist heute ab 18:00 Uhr auf YouTube zu sehen.

Naima – Funken

Foto: Katharina Trudzinsky

Das Album Funken von Naima Husseini ist eine Perle deutschsprachiger Popmusik. Fans der Musik von Die höchste Eisenbahn, Moritz Kremer oder Alin Coen werden ihre Freude daran haben. Die heute (natürlich) in Berlin lebende Musikerin wuchs in Hamburg in einer hochmusikalischen Familie auf. Zu ihrem Namen gaben ihr ihre Eltern nach einem Stück von John Coltrane und es scheint als hätten sie damit en Flow ihrer späteren Musik festgelegt. Erfahrung sammelt in Hamburg mit ihrer ersten Band Silvester an der Seite von Valeska Steiner (heute Boy). In Berlin produzierte sie ihre Debüt-Platte in in enger Zusammenarbeit mit Olaf Opal. Sie tourte mit Cäthe und Alin Coen.

Die Musik für ihr neues Album Funken hat Naima Husseini mit ihrer Band größtenteils live aufgenommen und gesungen. Es wird von Hand gespielt. Elektronische beigemischte Signale sind nicht hörbar. Die Musiker ergießen über den gesamten 10 Stücke umfassenden Longplayer die Töne in einem funkelnden, leicht dahin sprudelnden Fluss, in den man wohlig eintauchen möchte.

Lyrisch geht es um das das auf und ab von Beziehungen, aber nicht nur. Mir gefällt besonders der Song, indem sie die aus Tropfen bestehende Wolke beschreibt oder die Zerrissenheit der eigenen Persönlichkeit, die sich wie ein Mosaik darstellt. Sehr schön ist auch der Titel Bienlein, der ohne Text auskommt. Das Album Funken ist auf Spotify abrufbar .

Die Alben der Woche

YEAH BUT NO – Deamons

YEAH BUT No aus Berlin – das sind Douglas Greed und Fabian Kuss. Sie haben sich der elektronische Musik verschrieben. Dabei zielen sie weniger auf den Dancefloor als auf den genussvollen Hörgenuss, gerne auch unter Kopfhörern. Man merkt der Musik an, dass hier ein Techno-Produzent (Greed) und ein Sänger und Songschreiber (Kuss) zusammengefunden haben. Die 11 Stücke des neuen Albums „Demons“ kreisen um innere und äußere Konflikte und Gegensätze.  Musikalisch deutlich song-orientiert, beschäftigen sich Yeah But No mit Brüchen und zu überwindenden Widrigkeiten, mit Vergangenheit und alten Gewohnheiten – und wie man mehr darüber stolpert, statt daran zu wachsen. Aus einer persönlichen Perspektive kommentiert die Band globale Herausforderungen wie die Klimakrise (I Don’t Want To Know), die überall projizierte Angst oder die permanente Unruhe und Unzufriedenheit dieser Zeit, wie auch die ganz privaten Dämonen, die unser Leben bestimmen. 

Vagabon – Vagabon

Foto: Tonje Thilesen

Die in Kamerun geborene und in New York lebende Künstlerin Lætitia Tamko, die unter dem Namen Vagabon aufnimmt, hat ihr zweites Album veröffentlichen. Die LP sollte ursprünglich “All The Women In Me” heißen. Dies war ein Verweis auf einen Gedichtsband von Nayyirah Waheed. Die Poetin hat zwar sehr viele Follower auf Instagram, über ihre Biographie ist dennoch so gut wie nichts bekannt. Als Tamko erfuhr, dass Waheed es vorzog, nicht zitiert zu werden, änderte sie den Titel auf Vagabon. Was Waheed dazu bewogen hat, die Verwendung ihrer Gedichte zu verbieten, wissen wir nicht. Es dürfte nicht an der Qualität der zehn Songs liegen, denn Vagabon ist eine außerordentlich selbstbewusstes Werk gelungen, bei dem sie fast alle Songs selbst produziert hat. Es ist keine Genre eindeutig zuzuordnen. Sie probiert sich Folk-Sängerin, Popstar und Bedroom-Indie-Rockerin aus. Schimmernde Synthiesounds unterstützen Vagabon Stimme. Den Song Every Woman lässt Vagabon in den untersten Teil ihres Registers versinken, während sie Please Don’t Leave the Table mit einem entspannten Falsett schweben lässt. Water Me Down ist ein Hit.

Mando Diao – Bang


,Mando Diao ist eine Band, die ähnlich wie die Strokes, die gerne als Referenz herangezogen werden, ihre großen Erfolge in den 00-Jahren hatte. Es ist schwierig für eine Band, sich über so lange Zeit immer neu zu erfinden und dabei die Fans nicht zu verlieren. Das ist Mando Diao nach dem Album “Give Me Fire” mit dem Überhit „Dance With Somebody“ nicht mehr so recht gelungen. Zudem musste die Trennung von Frontmann Gustaf Norén verwunden werden. Während aber die hochgelobten Strokes ihr letztes Album vor 6 ½ Jahren veröffentlicht haben, schaffen es die Schweden jetzt  mit Bang an glorreiche Zeiten anzuknüpfen. Catchy Rockriffs, tighte Drums, coole Basslinien und rotziger Gesang ergeben krachenden, tanzbaren Indie-Rock. Den Fans wird es gefallen. Den Verriss im Musikexpress muss man ja nicht lesen.

June Cocó – Ready For Love

Foto: Jörg Singer

Die in Leipzig beheimatete Sängerin und Pianistin June Cocó veröffentlicht am 29.11. ihr zweites Album „Fantasies & Fine Lines“ . Wie es sich für eine Pianistin gehört, wird auf dem Album das Klavier als Hauptinstrument zu hören sein. Als Appetitanreger erschien bereits am Freitag der Titel Ready For Love  als zweite Auskopplung ihres Albums Fantasies & Fine LinesJune Cocó will das Lied als Aufforderung verstanden wissen, sich auch einmal zu großen Gefühlen und echter Liebe zu bekennen. Für einen Menschen, aber auch zu sich selbst – oder vielleicht auch für das liebste Instrument: „Das klingt groß, aber ich würde wirklich sagen, dass das Klavier die Liebe meines Lebens ist. Seit ich als Kind bei einer Freundin hörte, wie jemand darauf ‚Für Elise‘ spielt, wollte ich das auch können.“ Auf alle Fälle ist ihr ein sehr schöner poppiger Song gelungen, mit großem Refrain, einem fantastischen Chor und schönen Pianomelodien.

Start ihrer Europatour

Nachdem June Cocó gerade eine Reihe Konzerte in Schweden und Litauen absolviert hat, wird sie auch in den nächsten Monaten ausgiebig durch Deutschland und Europa unterwegs sein, darunter auch ein Konzert in Münster :

18.10.19 FR-Paris – MaMA Festival
01.11.19 CZ-Prag – Palac Akropolis
09.11.19 Leipzig – naTo
13.11.19 Erfurt – Museumskeller
15.11.19 Plauen – Malzfabrik
18.11.19 Jena – Paradies Cafe
19.11.19 München – Orangehouse
20.11.19 Dresden – Jazzclub Tonne
21.11.19 Schwabach – Bürgerhaus
22.11.19 Greiz – Alte Papierfabrik
23.11.19 Altenburg – Paul-Gustavus-Haus
26.11.19 Münster – Jovel
27.11.19 Marburg – Q
28.11.19 Köln – Lichtung
29.11.19 Hamburg – Hebebühne
30.11.19 Berlin – Privatclub
26.02.20 Göttingen – Apex
27.02.20 Magdeburg – Moritzhof
28.02.20 Rostock – Helgas Stadtpalast
02.03.20 Mainz – Schick & Schön
04.03.20 Tübingen – Sudhaus
05.03.20 Stuttgart – Club Cann
06.03.20 Heidelberg – Karlstorbahnhof
07.03.20 Bonn – Waschsalon

Die Alben der Woche

Big Thief Two Hands

Big Thief haben einem Lauf. Es ist erst ein paar Monate her, dass Big Thief  mit U.F.O.F. ihr letztes Album vorlegten. Die Alben sind als gegensätzlich Zwillinge anzuhören. Während U.F.O.F. überwiegend mit fein gepicktem Folk-Minimalismus das Luftige präsentierte, dominiert auf TWO HANDS das Erdige, die Enge und das Bedrückende. Elektrische Gitarren ergänzen sich mit Adrianne Lenkers Stimme, die immer wieder schafft, uns an ihren Emotion teilhaben zu lassen, als wäre man in einem dunklen Wald in einer engen Hütte eingesperrt.

Mister Me – Das Ende vom Hass

Foto. Tamara Eder

Wer rettet sie denn jetzt eigentlich, die deutschsprachige Popmusik? An dem einen Ende brechen HipHop-Acts Streaming-Rekorde, am anderen dudeln Schnulzen-Songwriter. Dazwischen findet Mister Me seine Nische und macht alles richtig. Lese die ausführliche Beschreibung hier.

Elbow – Giants of All Sizes

Wer sich ein neues Album von Peter Gabriel erhofft, der sollte sich das das neue Album Giants of All Sizes von Elbow anhören ( und die sieben Vorgänger ebenso). Es ist nicht nur die Stimme von Frontmann Guy Garvey, die stark an die des jungen Peter Gabriel erinnert. Es sind der Aufbau und die Dynamik jeden einzelnen Song, mit teils unerwarteten Wendungen, aber auch des gesamten Albums, die den Vergleich zum Altmeister erlauben. Die neun Titel von Giants of All Sizes wechseln zwischen laut, rau, schnell, dunkel und weich, sanft, langsam, hell. Man findet orchestrale Passagen, sägende E-Gitarren und Streicher, die einen warmen melancholischen Schimmer verleihen. Das verbindende Element is Garveys Stimme. Gewiss, es fehlen radiotaugliche Tracks oder markanter Einzelstücke. Allein der Opener Dexter & Sinister ist mit sieben Minuten viel zu lang fürs Radio. Vielleicht ist aber Elbow die Band, die das Albumformat rettet.

Preisausschreiben zur Reframing -Tour von L’AUPAIRE

Anlässlich der Reframing-Tour von L’AUPAIRE verlost Auf die Ohren einen wahnsinnig tollen Preis.

Gewinnspielfoto

Universal hat ein wertvolles Paket geschnürt und als Preis zur Verfügung gestellt.

Das Paket besteht aus einer limitierte Vinyl-Edition (Nr. 14/ 500). Es enthält  eine 180G Vinyl mit 10 Albumtracks und eine farbige 101 Inch Vinyl mit Coverversionen und einem kleinen Ölgemälde.

 Wie kannst du gewinnen?

Möglichkeit 1: Like die  Facebookseite Adohr Auf die Ohren (http://tinyurl.com/y3saha3u) und kommentiere das dort befindliche  Gewinnspielfoto (http://tinyurl.com/y5g726lc)

Möglichkeit 2: Schicke eine Mail mit dem Betreff „L’AUPAIRE“ an media@wolff.muenster.de . (Dies darfst du auch, wenn du bereits über Facebook mitgemacht hast.)

Teilnahmeschluss ist Freitag , der 04.10.2019.

Die Ermittlung des Gewinners erfolgt per Zufall. Der Preis wird nur innerhalb Deutschlands verschickt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Preisausschreiben ist unabhängig von Facebook.

Viel Erfolg!

L’AUPAIRE – Reframing Tour

Di., 08.10.2019-Leipzig, Naumann’s


Mi., 09.10.2019- Münster, Gleis 22


Fr., 11.10.2019- Erfurt, Kalif Storch


Sa., 12.10.2019- Köln, Luxor (Nachholshow)


So., 20.10.2019- AT-Wien, Chelsea


Di., 22.10.2019- Stuttgart, Im Wizemann


Mi., 23.10.2019- Mainz, KUZ 


Fr., 25.10.2019- Essen, Zeche Carl

Das Album 

Fast drei Jahre vergingen zwischen Robert Lauperts Debütalbum „Flowers“ und seinem zweiten Werk. Auf „Reframing“ (VÖ 23.08.2019) erzählt uns L‘aupaire, so Roberts Künstlername, wie es ihm in der Zwischenzeit ergangen ist. L‘aupaire ist erwachsen geworden , inzwischen 30 und Vater einer Tochter.

„Reframing“ besteht neben wunderschönen Balladen auch aus äußerst tanzbaren Songs wie „Cinderella“.

„Reframing“, das bedeutet Umgestaltung, „aus etwas Schlechtem etwas Gutes machen“. „Das geht wirklich“, findet L‘aupaire, „weil wir vieles selbst beeinflussen und Dinge verändern können, wenn wir das nur wollen“. So hat er den Rausch der Jahre, in denen er aus dem Koffer lebte und mit seinem ersten Album „Flowers“ von Auftritt zu Auftritt zog, hinter sich gelassen. Vorbei die Zeit, in der er auf der Bühne den ekstatischen Entertainer gab, aber nach der Show zu nichts mehr zu gebrauchen war und ins Bett ging, während seine Band um die Häuser zog. In den vergangenen drei Jahren, in denen er kein einziges Mal aufgetreten ist, hat er die für ihn persönlich „krasseste Entwicklung“ vollzogen, indem er gelernt hat, „bei mir selbst zu bleiben und mich von Meinungen abzuschotten“. Dem Berliner Radiosender FluxFM erzählte er, dass er das Malen für sich entdeckt hat, als es zu viel mit der Musik wurde und er die Pause brauchte.

Die Aufnahmen für „Reframing“ entstanden nicht nur in Berlin, sondern auch in Mannheim, Heidelberg und sogar auf Island. Unterstützung holte sich L’aupaire bei gut befreundeten Musikern.

Den Song „Whole Wide World“, eine ruhige, nur von Klavier begleiteten Ballade, schrieb er zusammen mit der irischen Songwriterin Wallis Bird. „Für mich ist das der persönlichste Song“, bekennt L‘aupaire freimütig, „ich beschreibe da eine Zeit in meinem Leben, in der ich an einem Tiefpunkt angekommen war. An dem es nicht mehr weiter ging“. Zeit für einen Perspektivwechsel.

Den Song „Truth“ -ein kunstvolles, elegisches Stück- nahm er in Island mit seinem dort lebenden Freund, dem Gitarristen Omár Gudjonsson auf. Bei dem eher ruhigen und sehnsuchtsvollen „Whoever You Are“arbeitete er L’aupaire mit dem schwedischen Indie-Sänger und Gitarristen Petter Ericson Stakee zusammen. Den Song widmete er seiner einjährigen Tochter.

Musikalisch klingt „Reframing“ nach einer Mischung aus Folkpop und Americana, auch sehr tanzbare Stücke wie „Cinderella“ sind darunter. Produziert hat L’aupaire „Reframing“ mit dem Mannheimer Jules Kalmbacher, der einer seiner besten Freunde ist. Und in allen Songs ist sein über hundert Jahre altes Klavier zu hören, das er in einem Laden in Berlin entdeckt hat. „Ich habe es gesehen, eine Note angeschlagen und gewusst: das ist der Klang, den ich haben will“. Und als es dann in seiner Wohnung stand, dieses alte Klavier, da war ihm klar, „dass es das Hauptelement meines neuen Albums sein wird“.

Dass das Leben nicht nur schwarz und weiß, sondern sehr komplex ist und dass Tiefe manchmal nur durch den Gegensatz zwischen Freude und Trauer entsteht, das sind zentrale Themen, die sich durch „Reframing“ ziehen. Und so hat L‘aupaire sich mit „Reframing“ tatsächlich eine eigene Welt erschaffen, nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch und visuell, weil er fast alles selbst gemacht hat: so hat er beispielsweise das Cover selbst gestaltet und auch die Song zum großen Teil selbst geschrieben und co-produziert. „Man kann durch das Album in meine Welt reinschlüpfen“, sagt er, und das ist ein Angebot, das man nun wirklich nicht ablehnen sollte.

June Cocó – Neptune’s Daughter

Die sozialen Netzwerke, in diesem Fall Instagram, sind mitunter eine erfreuliche Quelle, um auf Künstler aufmerksam zu werden. So erging es mir mit June Cocó, einer Sängerin und Pianistin aus Leipzig, mit einer faszinierenden Stimme. Sie studierte Jazz und spielte kontinuierlich Konzerte in Bars und kleinen Clubs. Zwar wird sie mit Künstlerinnen wie Agnes Obel, Regina Spektor oder Kate Bush verglichen, sie hat aber ihren ganz eigenen Stil mit selbst geschriebenen Songs zwischen Retrosound und Elektro-Pop entwickelt.

Der träumerischen Song „Neptune’s Daughter“, ist der  ersten Vorbote auf ihr im November erscheinendes  zweites Album. Das Album wird über Crowdfunding finanziert. Eine Unterstützung ist hier möglich.

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