Sunflower Bean – Moment In The Sun

Sunflower Bean ist ein Trio aus New York bestehend aus aus Julia Cumming (Bass- und Lead-Gesang), Nick Kivlen (Lead-Gitarre und Gesang) und Jacob Faber (Schlagzeug). Sie machen ganz selbstbewust quitschbunten Psychedelia, gemischt mit einem Hauch von jangly Post Punk / New Wave und wogenden Gitarrentexturen.

Ich brauche kein Geld
Ich muss nicht cool sein
Ich würde es für einen Moment in der Sonne mit Dir tauschen

Am 17.09. feierte die neue Single . „Moment In The Sun“ ihre Premiere in der Radio-Show „Hottest Record in the World“ von Annie Mac bei BBC Radio 1. Zu dem Gute-Laune-Liebeslied haben sich Sunflower Bean selbst wie folgt geäußert: „Moment In The Sun“ handelt davon, endlich zu erkennen, was im eigenen Leben wichtig ist, mit welchen Menschen du es verbringen möchtest. All diese Dinge lenken uns ab, das unendliche Klettern auf der Karriereleiter, das Streben nach finanziellem Erfolg und die Hoffnung, dass du nach all den Bemühungen endlich cool werden könntest. All das ist bedeutungslos im Vergleich zu einem großartigen Tag, einer Stunde oder einem Moment mit jemandem, den du wirklich liebst. “

LABOR.VI – Opium

Lässiger Art-Pop aus Münster mit einem Video, das den Charme alter Industriebauten einfängt

„Smart und eingängig, ehrlich und verspielt trägt uns ein Sound aus der Gleichgültigkeit und fügt sich störrisch ein zwischen Erwartung und Erkenntnis. 5 Musiker*innen aus Münster haben ihn gebraut und dabei alle etwas von ihrer eigenen Würze in den Reagenztopf geworfen. Deutschsprachiger Art-Pop dampft daraus empor, mit lässiger Power, Kombinationsfreude und einer ganz eigenen Sprache. In seiner Brise wittern wir den Duft von etwas Größerem – etwas, von dem wir unbedingt mehr wollen, ohne jemals fertig zu sein.“

Labor.VI

Das gelungene Video zu Opium wurde unter anderem in einem alten Wasserturm gedreht. Wer sich ein bisschen in Münster auskennt, erkennt auch  die Halle des Titanick-Theaters im Hawerkamp, ein kulturell genutztes altes Industriegelände, und die Viertel-Kneipe “Boheme Boulette” wieder.

EP „Nabelschnurkabelsalat“ am 25.09.2020

LABOR.VI haben  sich  vor 2 Jahren zusammen gefunden. Als nächstes stehen der Release der  EP mit dem interessanten Titel „Nabelschnurkabelsalat“   (VÖ 25.09.2020) und erste Konzerte an. Wir sind gespannt.

Waldskin – Odonata

Waldskins Musik bewegt sich zwischen Art Pop und Electronica. Die Einflüsse von Massive Attack, Portishead, Nine Inch Nails, Moderat, Radiohead, sind wahrnehmbar, ohne die Eigenständigkeit in Frage zu stellen. Allein die Instrumentierung ist besonders (Schlagzeug, Synthesizer, Cello, Gitarren, Geräusche und Gesang)  und erlaubt eine hybride Produktion aufbauend auf Elektronik-Elementen und konventionelleren Instrumenten.

 

Waldskins zweite Single, nach de ebenso düsteren „The Shore„, heißt „Odonata“ , also Libelle. Die Lyrics lauten am Ende:

Ich habe eine Libelle. Ich habe sie direkt unter meiner Haut. Ich muss sie rausschneiden. Ihr helfen, ihre Flügel zu öffnen

Libellen würden natürlich nie in einen menschlichen Körper eindringen, um das Blut auszusagen. Die Vorstellung ist aber schön gruselig. Das gruselige Insekt soll den Größenwahn, die Tyrannei und chronische Gier krimineller Herrscher symbolisieren. Diese düsteren Imaginationen haben Waldskin musikalisch überzeugend umgesetzt.

Martin Kohlstedt – PAN

Martin Kohlstedt lebt und arbeitet in Weimar. Seine bisherigen Alben TAG, NACHT, STROM, STRÖME und deren Begleiter in Form von Reworks z.B. von Ätna erhielten internationaleAnerkennung und führten den Komponisten und Pianisten auf Konzertreisen in derganzen Welt.

Kohlstedt bezeichnet seine Art des Arbeitens als modulares Komponieren, die Stücke sind ständig in Bewegung und folgen auch im Konzert keiner festgelegten Form. Improvisation ist zwingend Teil des Schaffens des 1988 geborenen Musikers, ebensowie Augenhöhe mit dem Publikum, der Mut zu Scheitern und die Interaktion mit Raum, Menschen und Kontext.

Am 27.11.2020 wird Martin Kohlstedts neues Album FLUR erscheinen, welches er in seiner Wohnung in Weimar solo am Klavier aufgenommen hat. Die erste Single daraus, „PAN“ kam vorab mit einem Musikvideo. Über den neuen Track sagt Martin Kohlstedt: „Kaum ein Stück auf FLUR steht so sehr für dieses Album wie PAN. Es wird zum Schlüsselmoment, weil die Ruhe, die Schönheit und das Innehalten von PAN zum Assoziationsraum Wald werden, der FLUR ausmacht. Weil es gar nicht so sehr um den Schritt selbst geht, sondern um den Moment davor.

Interview mit der britischen Indie-Rockband “Everything Everything” anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung ihres neuen Albums “Re-Animator” (VÖ 11.09.)

„Re-Animator“ ist das fünfte Album von Jonathan „Jon“ Higgs (Gesang, Gitarre), Jeremy Pritchard (Bass), Alex Robertshaw (Gitarre, Keyboard) und Michael Spearman (Schlagzeug). Die vier Briten, ehemalige Studenten der Musikwissenschaft, formierten ihre Band Everything Everything im Jahr 2007.  Die ersten beiden Wörtern des Radiohead-Songs “Everything In Its Right Place” ergaben den Bandnamen. Mit ihrer wunderschönen, provozierenden, ja gebildeten Musik waren Everything Everything immer Lieblinge der Medien und kamen bei ihren Konzerten gut an. Ihr Debutalbum “Man Alive” wurde für den Mercury Prize 2011(Auszeichnung für die besten Alben der Jahres in UK) in die engere Wahl gezogen.

Erfolgsgeschichte

Einen Großteil der Jahre 2017 und 2018 verbrachten Everything Everything auf Tournee, darunter ihre bisher umfangreichste Amerika-Konzertreise und ihre größten Shows in Großbritannien – inklusive einer epischen Nacht im 10.000 Zuschauer fassenden Londoner Alexandra Palace. Das letzte  Album „A Fever Dream” brachte ihnen 2018 die zweite Nominierung für den Mercury Prize ein. „A Fever Dream“ zeichnet sich durch seine gesellschaftskritische Haltung aus, insbesondere in der Auseinandersetzung mit den Folgen der Digitalisierung.

Brand im Bandquartier

Auch Everything Everything haben mit dem  Corona-bedingten Lockdown zu kämpfen, wobei zusätzlich an dem Tag, als die Sperrung angekündigt wurde, ihr Bandquartier durch ein Feuer zerstört wurde. Die Band berichtete, das neben technischen Equipment mehrere  Gitarren zerstört wurden, die wegen der verbundenen Erinnerungen auch ideelle Werte darstellten. Wegen Corona und den damit verbundenen Auftrittsverboten verschoben Everything Everything die eigentlich für August geplante Veröffentlichung des Albums. Aber nun wird “Re-Animator” am 11. September und ich freue mich, dass mir Jon Higgs, der Kopf der Band, aus diesem Anlass ein Interview gegeben hat.

Interview mit Jon Higgs

Adohr: Everything Everything hat sich nie gescheut gesellschaftlich relevante Themen, wie z.B. die dunklen Seiten der Digitalisierung aufzugreifen. Der Titel eures neuen Albums Re-Animator eröffnet viele Assoziationen. Auch wenn das Album vor dem Lockdown entstanden ist, denkt man jetzt daran, dass die Welt nach dem Lockdown reanimiert werden muss. Viele verknüpfen damit die Hoffnung, dass bei der Re-Animation der Gesellschaften stärker auf den Schutz der Natur und des Klimas geachtet wird, Was ist eure Meinung dazu und welchen Einfluss hatte die Themen Schutz der Umwelt und Klimakatastrophe auf euer neues Album.

Jon Higgs: Ja, das ist eine Lesart von Re-Animator, da sich der Titel auf etwas bezieht, das dich wieder zum Leben erweckt, etwas, das dich wieder lebendig fühlen lässt. Ich denke, viele Menschen gehen durch das Leben, als würden sie in einer Endlosschleife feststecken, denken nicht wirklich, fühlen sich nicht wirklich mit irgendetwas verbunden, existieren nur. Ein Re-Animator ist etwas, das dich aus diesem Zustand herausholt – vielleicht die Geburt deines Kindes oder das Verlieben oder eine Nahtoderfahrung oder den Verlust eines Elternteils – große Lebensereignisse, durch die du plötzlich fühlst, dass du lebst, eher ein lebendes, atmendes Tier, als ein Zombie. Ich denke, man könnte sagen, dass die Pandemie für viele Menschen ein groß angelegter Re-Animator ist. Es gab viel Selbstreflexion und Überdenken, wie die Dinge sind und wie wir leben. Der Klimawandel steht immer im Hintergrund unserer Alben, und ich erwähne ihn normalerweise jedes Mal bei mindestens einem Song. Es ist nur eine von vielen Ängsten bei Re-Animator und eine, die ich aus der Sicht eines Teenagers gewählt habe, der nicht wirklich die Verantwortung für die Reparatur der Welt haben will und die Generationen hasst, die ihn dazu zwingt.


Adohr: Wenn ein Mensch reanimiert wird, wird er vom er vom Tod ins Leben zurückgeholt. Ihr steht in der Mitte eures Lebens und seid als Band sehr erfolgreich, seid bereits zweimal für den Mercury Prize nominiert worden, habt große Tourneen und riesige Konzerthallen bespielt. Wie geht ihr mit der Gewissheit um , dass das alles mal enden wird? Ein Song auf Re-Animator befasst sich mit dem Tod. In diesem Zusammenhang, welche Bedeutung haben für euch zum eine Erinnerungen die bei einer Re-Animation oft verloren gehen, aber auch materielle Werte? (Ihr habt von der Presse von einem Feuer in eurem Studio berichtet)

Jon Higgs: Ich finde es cool, wenn alles eines Tages endet und wenn wir etwas unnatürlich verlängern, ist es normalerweise für niemanden gut. Ich bin ziemlich schlecht in Erinnerungen – mein Gedächtnis ist in Ordnung, aber ich kann schlecht zurückblicken – ich mag keine Nostalgie. Es gibt einen Song auf dem Album, in dem ich singe: „Ich schaue nicht zurück und ich freue mich nicht, weil ich das Gefühl nicht mag.“ Ich spreche über genau diese Sache, es macht mir Angst, Schudgefühle zu haben oder  das Leben geht vorbei ohne Glück  in der Vergangenheit oder Gegenwart. 

Ich mag einige materielle Dinge, aber nur, wenn sie mit sentimentalen Gefühlen verbunden sind, sonst ist es mir egal – ich bin keiner für ausgefallene Gitarren oder ähnliches. Ich mag Technologie, die ich verwenden kann, Laptops oder solche Sachen, und ich mag Software! Gott, das ist lahm, aber es ist wahr, einige Software-Teile haben mir mehr Freude bereitet als jede andere materielle Sache, die mir einfällt. Wenn sie überhaupt materiell sind …


Adohr: Vor oder während der Aufnahmen von Re-Animator hast du dich mit Julian Jaynes und seinem Werk über den Bicameral Mind beschäftigt. Dies führt zu meiner letzten und vielleicht schwierigsten Frage. Wie ist dein Verhältnis zur Religion? Wenn man den Gedanken des Bicameral Mind konsequent zu Ende denkt, dann hat nicht Gott den Menschen erschaffen, sondern Gott war ein Gedanke in einer Gehirnhälfte, der von der andren als göttlich wahrgenommen wurde. Also erschuf der Mensch Gott.

Jon Higgs: Ja, ich bin fasziniert von den philosophischen Fragen, die in der Theorie enthalten sind, dass die „Stimme Gottes“die ganze Zeit  ich  selbst war, ich bin mein eigener Gott. Sehr interessant zu denken. Die Idee von vielen verschiedenen Göttern mag ich auch, Götter mit Fehlern und Persönlichkeiten, anstatt eines Mega-Gottes, der perfekt ist und all diese seltsamen Widersprüche und Paradoxien hat. Im Allgemeinen mag ich organisierte Religion nicht, aber ich mag auch die meisten organisierten Gruppen von Menschen nicht wirklich – wir neigen dazu, schreckliche Dinge zu tun, wenn genug von uns zusammenkommen. Mein Gott ist die Natur und das Universum, ob das nun ein spiritueller „Glaube“ ist, den ich nicht kenne, es schien mir immer, dass die Sonne das einzige ist, was es Sinn macht, anzubeten, und das war das erste, was alle Kulturen taten.

„Re-Animator“- Musik und Philosophie

Zum Schreiben der 11 Songs, die auf “Re-Animator” vereint sind, haben sich Everything Everything über ein Jahr Zeit genommen, Ideen zu sammeln, Songs zu schreiben und Demos zu erstellen. Der belesene und vielseitig an ernsten Themen Interessierte Haupttexter Jon Higgs fand eine Inspirationsquelle, als er über die Theorie der bikameralen Psyche stolperte, die 1976 von dem Psychologen Julian Jaynes aufgestellt wurde.

Nach dieser Theorie waren in der Frühphase der menschlichen Evolution die beiden Seiten des Gehirns getrennt, was zu einem gespaltenen Bewusstsein geführt hat, etwa so wie heute in der Psychiatrie die Schizophrenie erklärt wird. Eine Gehirnhälfte nahm die andere als Stimme wahr, die zu ihr wie Gott oder ein verstorbener Vorfahre gesprochen hat. So erklärte Jaynes die Entstehung von Religionen.

Die Faszination der Idee, von Gott in einem selbst, schlug sich unmittelbar in den Songs ‟In Birdsong” und „Planets“ nieder, die das Staunen über die Wunder der Natur thematisieren, und ‟Arch Enemy”, der mit einem elegant gewundenen Art-Funk-Rhythmus die Anbetung der falschen Götter Gier und Verschwendungssucht geißelt, die letztlich für der Klimawandel verantwortlich ist. Das Thema Doppelebene spiegelt sich auch im Song ‟Big Climb” wieder. Während der dunkle Text zum Innehalten zwingt, stürmt die Musik geradewegs auf die Tanzfläche. Die einfassende Klammer wird durch den Opener ‟Lost Powers” und das sich steigernde Finale ‟Violent Sun” gebildet. ‟Lost Powers” ist ein prächtiger Pop-Moment, in dem Higgs seinen Falsettgesang so wohlklingend wie nie zuvor zum Einsatz bringt. Das euphorische und laute “ Violent Sun”, das bestimmt live hervorragend funktioniert, setzt den grandiosen Schlusspunkt des Albums, das unter der Leitung des für seine früheren Arbeiten mit Künstlern wie St. Vincent, Sharon Van Etten, Angel Olsen und Future Islands bekannten Produzenten John Cogleton aufgenommen wurde.

Robert Glasper – Better Than I Imagined

Robert Glasper beschert uns zusammen mit H.E.R. & Meshell Ndegeocello eine kraftvolle schwarze Liebesballade

Das Jahr 2020 mit all seinen durch die Corana Pandemie hervorgerufenen Widrigkeiten für die gesamte Welt offenbart deutlich, wie tief die Gesellschaften gespalten sind. In den USA unterstützen immer noch viele diesen Bad Orange Man, obwohl längst klar sein sollte, dass er mit der Aufgabe hoffnungslos überfordert ist, eine Weltmacht zu führen. Hinzu kommt, dass sich die schwarze Bevölkerung den strukturellen Rassismus und besonders gegen sie gerichtete Polizeigewalt nicht mehr gefallen lassen will. Vom derzeitigen Präsident sind keine Bemühungen um Versöhnung, geschweige denn Lösungen zu erwarten. Er glaubt von der Spaltung der Geselschaft zu profitieren und treibt diese vielmehr voran.

Get Your Knee Off Our Necks !

Vor diesem Hintergrund überbordender gesellschaftlicher Konflikte findet am morgen am 28. August 2020 der Solidaritätsmarsch vom Lincoln Memorial zum Martin Luther King Memorial  zum 57. Jahrestag des historischen Marsches in Washington statt, an dem Martin Luther King Jr. seine Rede „I have a dream“ hielt. Tausende werden unter dem vielsagenden Motto “Get Your Knee Off Our Necks !” teilnehmen und Reden von dem Sohn Martin Luther King III und Michelle Obama hören. Robert Glasper wird neben Derrick Hodge, seinem langjährigen Bassisten , einer der wenigen persönlich anwesenden Musiker sein und live auftreten.

Passend zu diesem Ereignis veröffentlichte Robert Glasper heute die Single  „Better Than I imagined“ . Mit H.E.R. und Meshell Ndegeocello , zwei Frauen mit mächtigen Stimmen ins Boot geholt. Der Song hat eine eindeutige Botschaft. Er ruft zu Liebe statt zu Gewalt auf.

Gleichberechtigte Liebe statt Gewalt

Robert Glasper erklärt die Bedeutung des Songs: „Black lives matter and so does black love.” und weiter. “Niemand möchte ein Leben ohne Liebe, aber wir haben Generationen von Menschen in unserer Gemeinschaft, die nie den Schlüssel zu einer tatsächlich gesunden Beziehungen hatten. Es scheint, als wären die Menschen endlich bereit, ihre Augen für strukturellen Rassismus in diesem Land zu öffnen und wenn wir darüber sprechen wollen, müssen wir auch darüber sprechen, wie sich dies auf unsere Beziehungen auswirkt.”

Das wunderschönen Video wurde von Gianni Lee animiert. „Better Than I Imagined“ ist die erste neue Musik aus dem Black Radio 3-Projekt von  Dinner Party, der musikalischen Supergruppe von Robert Glasper, Terrace Martin, Kamasi Washington und 9th Wonder. Die vier eigenständigen Genies kamen als Freunde und Kollegen zusammen und machten Musik, die Jazz, R & B, Soul und Hip-Hop miteinander verbindet. Black Radio 3-Projekt ist für 2021 angekündigt.

J. Vague -New Life ( Video und 4 Track-EP)

Über das Projekt J. Vague kann ich nicht allzu viel berichten, weil der dahinter stehende Künstler wenig persönliches von sich preis gibt und so ein Mysterium um seine Person aufbaut . Er hat, wie er in seiner Presseinfo schreibt, bereits eine Reihe ziemlich bekannter Independent-Acts veröffentlicht und mit ihnen gespielt, zog sich jedoch zurück, weil er von der Musikindustrie desillusioniert war.

Da er aber nicht von der Musik lassen kann, hat er sich wie in einer Metamorphose neu erschaffen und als J. Vague eine EP beim Berliner Lable Mansions and Millions mit 4 chilligen, R&B angehauchten Tracks veröffentlicht. Seine Art zu singen, erinnert etwas an den jungen George Michael.

Meine Zeit – Lawine

Daniel Gilberg (Gesang, Gitarre), Tilo Hellmann (Schlagzeug), Sebastian Kuck (Keyboard) und Moritz Hippich (Bass) haben mit ihrer Band Meine Zeit mit über 100 gespielten Konzerten in Deutschland, der Niederlande und Großbritannien schon viel Live-Erfahrung gesammelt. Mit Supportshows für namenhafte Größen wie Andreas Bourani, Jupiter Jones, Mando Diao oder Alice Merton sowie zwei Deutschlandtouren mit den Killerpilzen hat sich die hat sich die Band auf großen Bühnen bewährt. Ihr Metier ist der Indie-Rock, wie man auf ihre beiden EP aus 2017 und 2018 gut nach hören kann. Nun ist die Zeit für Veränderungen gekommen. Die letzten zwei Jahre hat die Band genutzt, um an ihrem neuen Sound zu feilen. Mit Lawine ist dabei eine leidenschaftliche Pop-Nummer heraus gekommen, die seit diesem Wochenende auf allen Streaming-Plattformen zu hören ist.

Seit Freitag Gibt es das Video dazu.

Balcony DC – Convinced

Balcony DC (Foto: Frédéric Duval) ist keine typische Synth-Wave-Band mit schwerem Sound und weinerlichen Stimmen, aber mit einem witzigen Sinn für Humor und beruhigenden verspielten Melodien. (Selbstbeschreibung auf Spotify). Das Duo ist der Dreh- und Angelpunkt der neuen Indie-Szene in Leipzig, und sollte deswegen im Auge behalten werden. Außerdem ist die Single der erste Release auf dem brandneuen Label aus dem Berliner Internet Explorer-Umfeld, welches sich INTRNT EXPLRR schreibt. 

Die neue Single “Convinced” der Leipziger Pop-Visionäre dreht sich voll und ganz um die Liebe. Mit absoluter Dringlichkeit verschreibt sich das lockige Duo dem Thema, rennt im dazugehörigen Video (von Frédéric Duval) nicht grundlos dem überwältigenden Gefühl entgegen, entschlossen diesem nicht nur emotional, sondern auch ästhetisch seine wunderschönste Form zu verpassen. Diesem Pressetext ist nichts hinzuzufügen, außer das ich die Leichtigkeit sehr mag. Außerdem gefällt die Selbstironie.