MELBY – Dancer

Auf die Ohren streckt die Lauscher gerne nach Skandinavien aus, weil da einfach gute Musik herkommt. Melby ist eine aus Stockholm. Ihr dynamischer Sound verbindet Einflüssen aus Folk, Psych, Indie und Pop. Der leichte, halbpsychedelische Folk-Pop des Quartetts baut auf der bezaubernden Stimme von Matilda Wiezell auf. Die anderen Bandmitglieder tragen die schönen schwedischen Namen Are Engen Steinsholm (Gitarre), David Jehrlander (Bass) und Teo Jehrlander (Schlagzeug).

Kurz bevor ihr Debütalbum None Of This Makes Me Worry bei Sinnbus erscheint, schicken Melby noch ein Stück vorweg: „Dancer“ beschreibt laut Sängerin Matilda das Rumhängen mit Leuten als eine Abwärtsspirale kurz vor dem Crash.

Konradsen – Baby Hallelujah

Es lohnt sich immer wieder, seine Sinne Richtung Norwegen zu richten. Nicht nur, dass die Gletscher eine fantastische Landschaft geformt haben, die es dem Meer erlabut mit seinen Armen tief in das Gebirge zu greifen, auch was die kreativen norwegischen Menschen in Sachen Popmusik auf die Ohren bringen ist allemal wert, genauer zuzuhören. Das Osloer Paar Eirik und Jenny machte im letzten Jahr unter dem Namen  Konradsen mit einer jazzigen Single „Never Say A“ auf sich aufmerksam.

Der neue, im Februar erschienene Track „Baby Halleluja“ – ist einfach nur schön. Zwar minimalistisch instrumentiert,  hat er dennoch eine hymnische Qualität. Ein Lied, das aus dem Chaos des Lebens gehauen ist. Piano und Gesang werden unterstützt  durch Samples von Umgebungsgeräusche, etwa Papierrascheln oder  gedämpften Gesprächsfetzen, vielleicht von Freunden oder Familienmitgliedern. Man hört das das Lied und fühlt sich so wohl, als säße man mit vertrauten Menschen gemütlich im Wohnzimmer.

“Baby Hallelujah is about dealing with the aftermath of life. It’s simple and honest. Just piano, vocals and samples of the people we love.” – Konradsen

Wy – Pavements

Wy sind das Duo Ebba Ågren und Michel Gustafsson aus Schweden. Mit dem Album Okay haben sie 2017 ein schönes Dreampop-Album geliefert, womit sie in einer Liga mit Slowdive oder Cigarettes After Sex spielen.

Die jetzt nachfolgende Single namens Pavements ist recht kampflustig. Ebba Ågren sagte zum Song und zum Video:“ Ich denke, das Boxen fängt das Gefühl des Songs perfekt ein, besonders weil ich nicht wirklich boxen kann. Es gibt dem eine Eigentümlichkeit, die ich mag.“

Oh Land – Brief Moment

Nanna Øland Fabricius wurde das Gefühl für Musik in die Wiege gelegt, die in Dänemark stand. Ihre Eltern sind die Opernsängerin Bodil Øland und der Organist Bendt Fabricius. Eine Rückenverletzung verhinderte ihre Karriere als Balletttänzerin. Unter dem Pseudonym Oh Land widmete sie sich daraufhin erfolgreich der Popmusik als Sängerin und Komponistin.

Oh Land hat gestern einen neuen Song veröffentlicht, Brief Moment. Das Lyric Video dazu ist wunderschön.

Die geometrischen Formen auf dem Meeresgrund, die in dem Video zusehen sind, sind bis zu zwei Meter groß. Die geheimnisvollen Baumeister der Sandskulpturen sind männliche Kugelfische der Gattung Torquigener. Das kleine Fischchen, das ebenfalls in dem Video zu sehen ist, ist nur zwölf Zentimeter lang. Es macht das alles, um paarungswillige Weibchen anzulocken, also der Liebe wegen.

Ach ja, der Song stammt aus dem neuen Album von Oh Land . Family Tree kommt am 03. Mai raus

Anna Of The North – Leaning On Myself

Manchmal muss man selbst für sich sorgen und sich von Menschen trennen, die man zwar liebt, die einem aber nicht gut tun. Diese Erkenntnis liegt nach Anna Lotteruds eigener Aussage dem Song „Leaning On MyselF“ zugrunde.

Mit ihrem neuen Song und dem neuen Viedeo schließt die Norwegerin an ihre Debüt-LP aus dem Jahr 2017 an. Mir ist immer noch die Single „Oslo“ aus dem letzten Jahr im Ohr (wg Oslo -Marathon).

Kakkmaddafakka – Naked Blue

Kakkmaddafakka soll, vom norwegischen ins deutsche übersetzt, soviel wie Partlöwe heißen? Da haben sich die Brüder Axel und Pål Vindenesmit mit ihren Schulfreunden Stian Sævig und Jonas Nielsen einen prima Namen ausgedacht, der auch andere Assoziationen zulässt. Jedenfalls lief es für die Band aus Bergen seit ihrer Gründung im Jahr 2007 erfolgreich. Das haben sie nicht zuletzt ihren häufigen europaweiten Auftritten auf Festivals und Konzerten zu verdanken.

Mit dem fröhlichen Popsong Naked Blue kündigen sie sie ihr im Frühjahr 2019 erscheinendes neues Album an.