ELIAS – I Give You The Best

Jetzt wird es hymnisch. ELIAS heißt das 20-jähige Musiktalent mit der außergewöhnlichen Stimme. In Schweden gehört ELIAS zu den hoffnungsvollsten Newcomern und war mit seinem Debütalbum, das im vergangenen Jahr erschienen ist, bereits für den Schwedischen Grammy nominiert. Mit dem eindringlichen Song “I Give You The Best” präsentiert der schwedische Sänger und Songwriter sein Universal Music-Debüt. Der Song verbindet Soul, Gospel und R&B, Pop und Urban Sounds zu einem wundervollen Mix.

Mando Diao – Long Long Way

Musik aus Skandinavien

Credit: Viktor Flumé

Bei unserem Wochenendtrip in die skandinavische Musikwelt treffen wir auf alte Bekannte. (Den Spruch mit den alten Schweden verkneif ich mir.) Die schwedischen Alternative-Rocker Mando Diao mussten sich nach der Trennung  in 2015 von Gustaf Norén, ihrem zweiten Frontmann neben Björn Dixgård, praktisch neu erfinden. Mit dem Album „Good Times“ aus dem Jahr 2017 haben sie  die Freude an raueren Gitarren wieder für sich entdeckt. In der Kritik kam „Good Times“ nicht so gut weg. Zur Freude aller Fans von erdiger, direkter und dreckiger Gitarrenmusik lassen sie sich davon offenbar nicht beirren.

Neues Album „Bang“ erscheint am 18.10.

Ein neues Album mit dem entsprechenden Titel „Bang“ ist angekündigt und es geht Schlag auf Schlag. Nachdem sie erst kürzlich mit „One Last Fire“ die erste neue Single veröffentlicht haben, schieben sie bereits eine Woche später die zweite Single „Long Long Way“ inklusive Videoclip hinterher. Mir gefällt natürlich, dass ein tanzender Wolf die Hauptperson in dem Video ist. Dieser muss einige unangenehme Situationen überstehen. In dem Filmchen zeigen übrigens die Bandmitglieder ihre schauspielerischen Fähigkeiten.

Live sind Mando Diao bei folgenden Terminen zu erleben, von denen erste bereits ausverkauft sind bzw. nur noch Restkarten verfügbar sind:

22.11. Hamburg – Sporthalle
23.11. Wiesbaden – Schlachthof (Restkarten)
24.11. AT-Wien – Arena
26.11. CH-Zürich – X-Tra
28.11. Dresden – Alter Schlachthof
29.11. München – Tonhalle (Ausverkauft)
30.11. Köln – Palladium
01.12. Berlin – Columbiahalle

Musik aus Skandinavien

Anna Ternheim – You Belong With Me

Weiter geht es in unserem kleinen Skandinavien -Special mit der schwedischen Sängerin Anna Ternheim. Sie ist eine alte Häsin im Musikbusiness. Seit 2003 dabei, hat sie schon sieben Alben veröffentlicht. Ihre Produktionen klingen sehr international, so als hätten Coldplay Chris Martin gegen Dido ausgetauscht. Fernsehern ist Anna Ternheim möglicherweise aus der TV-Serie Wallander bekannt, in der ihr Song Quiet Night vorkam.

Der schöne Song You Belong With Me weist auf Anna Ternheims kommendes Album  A Space For Lost Time hin. Übrigens “You belong with me” ist grammatikalisch richtig. Ich stamme aus Ruhrgebiet und da kann man ohne weiteres “Du gehörst mit mir” sagen, was übersetzt heißt: “Wir ziehen zusammen los”

Musik aus Skandinavien

Moyka – All The Things That We Forgot

An diesem Sonntag gibt es eine Extraportion  skandinavische Popmusik auf die Ohren. Los geht es mit der jungen Monika Engeseth aus Norwegen, die sich Moyka nennt.

Foto: Anne-Lise Nygaard

An der Uni in Bergen schrieb Moyka sich für ein Studium der Musikproduktion ein. Bergen ist schon seit vielen Jahren für elektronische  Pop-Phänomene wie Röyksopp, Anni, Aurora oder Sigrid bekannt. In dieser Tradition steht auch Moyka. Des Sound erinnert tatsächlich etwas an Aurora, hört sich aber etwas geerdeter an. Vielleicht  liegt es an dem kleinen Tal Halingdal, irgendwo zwischen Bergen und Oslo, in dem sie aufgewachsen ist. Moyka sagt, dass sie ein sehr visueller Mensch sei und sie Bilder von Landschaften und Träume in ihrer Musik verarbeitet.

Nominiert für den Anchor-Award

In diesem Jahr ist Moyka für den Anchor-Award nominiert. Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award ist ein 2016 ins Leben gerufenes internationales Prädikat für aufstrebende Musik-Talente. Vergeben wird der Preis alljährlich auf dem renommierten Reeperbahn Festival in Hamburg. Drei Tage lang spielen die Nominierten in zwei Locations vor Festivalbesucher*innen und einer prominenten Jury um den ANCHOR, der anschließend im Rahmen einer Gala am Festivalsamstag ( 21.09.2019) verliehen wird. Auf die Ohren wünscht Moyka viel Erfolg.

Fragments of the 5th Element – Magic Pie’s lang erwartetes Album erscheint heute

Wer klassischem Prog und 70er-Jahre-Hardrock von Bands wie Dream Theatre, Genesis, Pink Floyd, Kansas, Deep Purple, Ja, usw. mag, der ist bei der schwedischen Band Magic Pie gut aufgehoben. Die Band um Bandleader und Gitarrenmaestro Kim Stenberg ist  bekannt für ihren epischen, energischen, melodischen und manchmal schweren Prog-Rock mit großartigen Vokalharmonien.

Magic Pie ist ein bekannter Name für Prog-Fans auf der ganzen Welt

Fragments of the 5th Element ist das lang erwartete 5. Album von Magic Pie.Das Album besteht aus 5 Tracks und bietet fast fünfzig Minuten lang eingängige Keyboards, unglaublich lebendige Gitarren, eine aus Stein gemeißelte Rhythmussektion und harmonisierte Vocals.

Das Warten hat sich gelohnt

Auf dieser Platte haben Magic Pie versucht, sich von steriler Perfektion fernzuhalten und einen ungeschliffenen, bissigen  Sound angestrebt. Vom bombastischen Opener The Man Who Had It All bis zum epischen 23-minütigen The Hedonist ziehen Magic Pie mit diesem Album alle Register! Man kann mit Sicherheit sagen, dass sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat.

Tracklist
1. The Man Who Had It All
2. P&C
3. Table For Two
4. Touched By An Angel
5. The Hedonist 

Weiterführende Links
Official: www.magicpie.no
Facebook: www.facebook.com/MagicPie
Official Bandcamp: https://magicpie.bandcamp.comI
nstagram: www.instagram.com/magicpiebandLabel: www.karismarecords.no


Moyka- Bones

Foto Anne-Lise_Nygaard

Norwegen ist auch ein gutes Pflaster für elektronische Tanzmusik. Dies zeigen Musikacts wie  Royksopp, Highasakite und Aurora. Das sind genau die Idole, der die norwegische Newcomerin Moyka nacheifern wollte. Zweieinhalb Jahre ist es her, dass sich Moyka für ein Studium der Musikproduktion in Bergen einschrieb. Die Zeit nutzte sie, um durch die Arbeit mit Cubas, Soft-Synths und Samples ihr eigenes mystisches, synthie-basiertes Universum zu erschaffen. Mit ihrer Debütsingle “Colder” schaffte sie es ins norwegische Fernsehen Punkt. Ihre zweite Single Bones folgt den aktuellen Trend, auf die Musik der 80er Jahre Bezug zu nehmen.

Bones is about that urge to create, and feeling like that is taken away,” sagt sie. “When I wrote it in 2017, it felt like I couldn’t quite get anything right, I was trying really hard and it all turned out bad. I was saying, ‚I’ve got this big love for you and it seems like you’re disappearing…‘”

Einar Stray Orchestra – Hot Salted Wind

Pressefoto Christian Zervos

Eine Lieblingskategorie bei „Auf die Ohren“ ist „Musik aus Skandinavien“. Warum? Weil es die Skandinavier draufhaben, gute Musik zu produzieren. So habe ich heute die bei Sinnbus frisch erschienene Melodie Hot Salted Wind von EINAR STRAY ORCHESTRA hören dürfen.

Einar Stray Orchestra ist eine Indie-Pop- und Post-Rock-Band aus Skandvika, einer kleinen Gemeinde südwestlich von Oslo, die – wie gesagt- bei Berliner Label Sinnbus unter Vertrag ist. Sie nennen sich nicht von ungefähr Einar Stray Orchestra, denn unverwechselbaren ist ihr orchesterhafter Sound. Der Name geht auf den Gründer Einar Stray (p, git, voc) zurück, die weitreren Mitglieder sind Ofelia Østrem Ossum (clo, p, voc), Maja Gravermoen Toresen (vl, voc), Lars Fremmerlid (dr, voc), Steinar Glas (b, git, voc),

MELBY – Dancer

Auf die Ohren streckt die Lauscher gerne nach Skandinavien aus, weil da einfach gute Musik herkommt. Melby ist eine aus Stockholm. Ihr dynamischer Sound verbindet Einflüssen aus Folk, Psych, Indie und Pop. Der leichte, halbpsychedelische Folk-Pop des Quartetts baut auf der bezaubernden Stimme von Matilda Wiezell auf. Die anderen Bandmitglieder tragen die schönen schwedischen Namen Are Engen Steinsholm (Gitarre), David Jehrlander (Bass) und Teo Jehrlander (Schlagzeug).

Kurz bevor ihr Debütalbum None Of This Makes Me Worry bei Sinnbus erscheint, schicken Melby noch ein Stück vorweg: „Dancer“ beschreibt laut Sängerin Matilda das Rumhängen mit Leuten als eine Abwärtsspirale kurz vor dem Crash.

Konradsen – Baby Hallelujah

Es lohnt sich immer wieder, seine Sinne Richtung Norwegen zu richten. Nicht nur, dass die Gletscher eine fantastische Landschaft geformt haben, die es dem Meer erlabut mit seinen Armen tief in das Gebirge zu greifen, auch was die kreativen norwegischen Menschen in Sachen Popmusik auf die Ohren bringen ist allemal wert, genauer zuzuhören. Das Osloer Paar Eirik und Jenny machte im letzten Jahr unter dem Namen  Konradsen mit einer jazzigen Single „Never Say A“ auf sich aufmerksam.

Der neue, im Februar erschienene Track „Baby Halleluja“ – ist einfach nur schön. Zwar minimalistisch instrumentiert,  hat er dennoch eine hymnische Qualität. Ein Lied, das aus dem Chaos des Lebens gehauen ist. Piano und Gesang werden unterstützt  durch Samples von Umgebungsgeräusche, etwa Papierrascheln oder  gedämpften Gesprächsfetzen, vielleicht von Freunden oder Familienmitgliedern. Man hört das das Lied und fühlt sich so wohl, als säße man mit vertrauten Menschen gemütlich im Wohnzimmer.

“Baby Hallelujah is about dealing with the aftermath of life. It’s simple and honest. Just piano, vocals and samples of the people we love.” – Konradsen

Wy – Pavements

Wy sind das Duo Ebba Ågren und Michel Gustafsson aus Schweden. Mit dem Album Okay haben sie 2017 ein schönes Dreampop-Album geliefert, womit sie in einer Liga mit Slowdive oder Cigarettes After Sex spielen.

Die jetzt nachfolgende Single namens Pavements ist recht kampflustig. Ebba Ågren sagte zum Song und zum Video:“ Ich denke, das Boxen fängt das Gefühl des Songs perfekt ein, besonders weil ich nicht wirklich boxen kann. Es gibt dem eine Eigentümlichkeit, die ich mag.“