Odd Beholder- Transatlantic Flight

Cover

Odd Beholder ist das Projekt der in Zürich lebenden Musikerin Daniela Weinmann. Am 02.12. erwarten wir Odd Beholder zu einem Konzert in der Pension Schmidt in Münster. Mehr Infos dazu gibt es h i e r.

Nach der Veröffentlichung des Debütalbums „All Reality Is Virtual“ im Herbst 2018 ist Transatlantic Flight der erste Vorbote vom kommenden Album von Odd Beholder. 

Daniela Weinmann sagt über TRANSATLANTIC FLIGHT:
„Stell dir vor, du bist in einem Flugzeug. Es ist sehr still. Alle sind hellwach. Niemand spricht. Niemand bewegt sich. Eine Stewardess geht vorbei. Oh, der Luxus, eine Tasse Kaffee in der Luft zu trinken. Das Flugzeug schwebt über ein saures Meer hinweg. Der Bildschirm spiegelt dein blasses Gesicht wider und du liest dort: „Thank you for flying Unf Air.“ Es kommt dir in den Sinn, dass die Natur großartig war, und dass die Natur wieder großartig sein wird, aber du wirst nicht da sein, um Gedichte darüber zu schreiben. Es ist Zeit zu gehen und du wünschst dir einfach, du könntest dich zum besseren verändern. Sind das noch Wolken oder ist es schon Rauch? Du bereitest dich auf den Aufprall vor.“

Die Alben der Woche

Allen Stone -Building Balance

R & B und Soul sind richtige Musik, die hilft, bei den vielen Anforderungen des Lebens, nicht ins Wanken zu geraten. Um den Spagat zwischen dem Bewältigen der Vergangenheit und dem Meistern der Gegenwart, zwischen Karriere und Familie und zwischen brillanten Höhen und entmutigenden Tiefen zu schaffen und die Balance zu halten. Dieser Meinung ist offensichtlich Allen Stone und liefert mit seinen neuen Album den Soundtrack für den Balanceakt.

Marius Müller-Westernhagen Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock Recordings Vol. 1)

Vierzig Jahre nach Erscheinen von Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, hat Marius Müller-Westernhagen das Album ganz neu und ganz anders aufgenommen. „Die Lieder gehen heute viel tiefer, weil sie besser verstanden sind“, beschreibt Marius Müller-Westernhagen seine Erfahrung mit der Aufnahme. Mehr dazu lest ihr

h i e r.

Bishop Briggs-Champion

Die britische Sängerin Sarah Grace McLaughlin, die sich nach dem Herkunftsort ihrer Familie Bishopbriggs nennt, fällt nicht nur durch ihr Äußeres auf. Nach ihrem Debütalbum “Church of Scars” hat Bishop Briggs sich von ihren Zöpfen getrennt und sieht nun mit kurz geschorenen Haaren sehr kämpferisch aus. Das passt zu ihrer kraftvolle Stimme und dem Power-Indie-Pop von Champion.

AWOLNATION – The Best

Aaron Brunos, der Mastermind von AWOLNATION ist schon ein krasser Typ und echter Musikfreak. Mit seiner ersten Band Under The Influence Of Giants hatte er schon einen Vertrag mit einem Major-Lable in der Tasche.

Der Deal platzte, als die Firma von einer anderen übernommen wurde. Ohne Vertrag und Band musste sich Aaron als Auftragsschreiber für andere Künstler durchschlagen. Er steckte aber den Kopf nicht in den Sand, sondern legte mit dem Soloprojekt AWOLNATION los. Und nach vielen fleißigen Touren gelang 2011 mit seinem Genremix aus Pop, Funk, Hip Hop und Punk der Erfolg mit dem Album „Megalithic Symphony“ und

insbesondere dem Überhit „Sail“, der sich besonders als Soundtrack für (Horror-)Filme und Werbung eignete und reichlich verwendet wurde.

Gestern veröffentlichte AWOLNATION  mit „The Best“ die erste Single ihres für 2020 geplanten, vierten Studioalbums. „The Best“ erhebt den Anspruch als legitimer Nachfolger von „Sail“ eingestuft werden. Wie auch schon „Sail“ ist „The Best“ mit einem gelungenen Video verbunden. Die bereits für Girlpool tätige Regisseurin Amalia Irons gestaltete die  visuelle Umsetzung als Cosplay zwischen Märchen und Sience Fiction. Die Video-Ästhetik besaß Aaron Bruno eine klare Zielsetzung: „I wanted to make a video that felt like some of my favorite childhood adventure movies and create something that has a magical feeling of the autumn season„.

HAIM – Now I’m In It

Alle warten auf das dritte Studioalbum vom Haim. Immerhin haben die drei Haim-Schwestern Danielle, Este und Alana nach der Ende July veröffentlichten Single „Summer Girl“ jetzt „Now I’m In It“ nachgelegt.

In dem neuen Song geht es um Depressionen. Im Text bezieht sich das Trio auf ihre eigenen Erfahrungen. Das Thema ist allerdings nicht in eine traurige Ballade verpackt, vielmehr treibt eine pochende Bassline „Now I’m In It“ an und eine Synth-Kulisse macht den Song dancefloor-tauglich. Die Musik stellt demnach eher den manischen Anteil einer Depression dar.

Cold War Kids – 4th of July

Am 01.11. haben Cold War Kids  mit „New Age Norms, Vol. 1“ den 1. Aufschlag zu einer Album-Trilogie gemacht und sind damit bei den Top-Alben der Woche gelandet (jedenfalls nach meinem Geschmack).
Zum auf dem Album enthaltenen Song „4th of July“ haben die Cold War Kids nun ein Video mit der Schauspielerin und Komödiantin Jade Catta-Preta in der Hauptrolle vorgelegt. Sie spielt hervorragend ein oberflächliches Luxusleben, in welchem der 4. July einfach nur ein zusätzlicher Urlaubstag ist, weit weg von dem Gedanken Kennedys:

Ask not what your country can do for you – ask what you can do for your country.

ÄTNA – Try

ÄTNA, das Dresdner Electronica/Independent-Duo Inez Schaefer und Demian Kappenstein waren wieder mit dem Erfolgsproduzenten Moses Schneider, der schon ihre ersten EPs produziert hat, im Studio, um ihr Debüt-Album aufzunehmen. Jetzt ist die zweite Single Try daraus erschienen. Inez treibt mit ihren Keyboards dramatisch nach vorn, bis zur überraschenden Wendung zum Schluss. Unbedingt zu Ende hören.

BJRG-Skin

Foto: Paolo Ermanno

Hinter BJRG verbirgt sich der Experimental-Musiker Luca Nistler. Nistler ist auch Voice-Sound Designer und bildender Künstler innerhalb der Performance Gruppe ‚I Figli di Marla‘. Im April 2019 traten sie beim DO DISTURB Festival im Palais de Tokyo in Paris auf. Eine Eindruck vom Festival kann man sich h i e r verschaffen.

Ein reines Solo-Stimmenprojekt

Skin  ist zusammen mit dem Video des Videokünstler Paolo Ermanno eine Single-Auskopplung aus dem am am 15.11.2019 erscheinenden Debütalbums von BJRG mit dem Titel „Skin Deep“. Das besondere an dem Album ist, dass wir keine Musikinstrumente und keine Elektronik hören. BJRG ist ein reines Solo-Stimmenprojekt. Nur die nackte Stimme, zwei Mikrofone, ein Delay-Pedal und eine Loopstation. Das ist eine spannende Sache und hört sich auch über Albumlänge super an. Mehr dazu nach der Veröffentlichung des Albums (VÖ 15.11.2019) an dieser Stelle.

Neufundland am 26.10.2019 in Osnabrück – Kleine Freiheit

Auf der Tour zu Ihrem im Mai erschienenen zweiten Album mit dem schlichten Titel Scham gastierte die Kölner Indie- Rockband um die beiden Sänger, Songschreiber und Gitarristen Fabian Mohn und Fabian Jung am Samstagabend in der Kleinen Freiheit hinter den Osnabrücker Hauptbahnhof. Im im Publikum waren viele Fans. Sehr zu deren Freude hatten Neufundland nicht nur die besten Songs aus ihrer neuen Produktion im Gepäck, sondern auch Stücke aus dem etwas rockigeren Vorgängeralbum Wir werden niemals fertig sein, aus der Liebe-EP und sogar aus der selbstbetitelten Debüt-EP von 2015 im Gepäck. Der letztgenannte Song mit dem Titel Rückenwind Pt.2 war live gespielt ein ein besondere Kracher, den sich die Band als letzten der Zugabe aufgehoben hatte.

Über den Sound gab es nichts zu meckern. Die beiden Fabiane sind ein eigespieltes Gesangsteam. Die die eingängigen Gitarrenriffs krachten. Das Publikum dankte es mit guter Stimmung. Besonders schön war das Intro zu Disteln, welches die Band auf dunkler Bühne spielte.

Bei Neufundland sind ja die Texte nicht ohne Bedeutung. Daher waren die in lässiger Form vorgebrachte Zwischenansagen von Fabian Jung willkommen, zumal, trotz gesellschaftskritischer Text, ein erhobener Zeigefinger nicht ansatzweise zum Vorschein kam. Unfassbar die Aktualität beim Song Nagelbombe, der u.a. die NSU-Attentate in Köln verarbeitet. Fabian berichtete, dass sie einen Gig in Halle spielten, 2 Tage nach dem dortigen Attentat eines Rechtsradikalen.

Krönenden Abschluss bildeten natürlich die eingeforderten Zugaben. Hier spielten sie neben dem erwähnten Rückenwind Pt.2, dem poppigen Hit Viva la Korrosion auch ein sehr schönes Solostück von Fabian Jung: Tschüss. Tschüss Neufundland, gerne bis zum nächsten Mal.

Quirliger Support aus Berlin: Anoki

Im Vorprogramm wurde Neufundland unterstützt von Anoki und seinem für die Beats zuständigen musikalischen Partner. Anoki schafften es mit Hip Hop und atemraubenden Tanzeinlagen sowie einer positiven Grundhaltung das Publik vom ersten Ton an, in den Griff zu bekommen.

Naima – Funken

Foto: Katharina Trudzinsky

Das Album Funken von Naima Husseini ist eine Perle deutschsprachiger Popmusik. Fans der Musik von Die höchste Eisenbahn, Moritz Kremer oder Alin Coen werden ihre Freude daran haben. Die heute (natürlich) in Berlin lebende Musikerin wuchs in Hamburg in einer hochmusikalischen Familie auf. Zu ihrem Namen gaben ihr ihre Eltern nach einem Stück von John Coltrane und es scheint als hätten sie damit en Flow ihrer späteren Musik festgelegt. Erfahrung sammelt in Hamburg mit ihrer ersten Band Silvester an der Seite von Valeska Steiner (heute Boy). In Berlin produzierte sie ihre Debüt-Platte in in enger Zusammenarbeit mit Olaf Opal. Sie tourte mit Cäthe und Alin Coen.

Die Musik für ihr neues Album Funken hat Naima Husseini mit ihrer Band größtenteils live aufgenommen und gesungen. Es wird von Hand gespielt. Elektronische beigemischte Signale sind nicht hörbar. Die Musiker ergießen über den gesamten 10 Stücke umfassenden Longplayer die Töne in einem funkelnden, leicht dahin sprudelnden Fluss, in den man wohlig eintauchen möchte.

Lyrisch geht es um das das auf und ab von Beziehungen, aber nicht nur. Mir gefällt besonders der Song, indem sie die aus Tropfen bestehende Wolke beschreibt oder die Zerrissenheit der eigenen Persönlichkeit, die sich wie ein Mosaik darstellt. Sehr schön ist auch der Titel Bienlein, der ohne Text auskommt. Das Album Funken ist auf Spotify abrufbar .

Pauls Jets feat. Die Situps – Los Angeles

Ja Panik, Mavi Phönix, Soap&Skin, Bilderbuch, Wanda…Die Liste ausgezeichneter österreichische Musiker ist bereits lang. Und die nächste Generation steht schon in den Startlöchern. Mit Paul Buschnegg betritt ein 21-jähriges Wunderkind die Bühne. Poet, Soundfrickler und Punk in einem. Bassistin Romy Park und Drummer Xavier Plus runden die Jets ab, verleihen dem Ganzen das solide Fundament einer verschworenen Bandgemeinschaft, heben Pauls Jets über den Status eines weirden Leftfield-Projekts hinaus, sorgen für Funkiness und Coolness. Beim Song Los Angeles erhalten die Jets Unterstützung durch die Die Situps (Tobias Bamborschke & Nicole Stieben). Tobias Bamborschke, der im Video seiner Situps-Bandkollegin Nicole Stieben und dem Paul Buschnegg seine coolsten Skateboard-Tricks vorführt, ist außerdem Sänger bei Isolation Berlin.

Pauls Jets
veröffentlichen „Vier neue Songs“

Los Angeles ist auf der EP Vier neue Songs erschienen (VÖ: 27.09.), welche eben noch drei weitere Songs enthält (der fünfte ist ein Remix vom ersten und darf daher nicht mitgezählt werden).

Pauls Jets – live

08.10. Mainz – Kulturclub Schon Schön

09.10. Düsseldorf – Kassette

10.10. Freiburg – Swamp Freiburg

05.11. Dresden – Ostpol

06.11. Rostock – Helgas Stadtpalast

07.11. Leipzig – TANZCAFÉ ILSES ERIKA

08.11. Berlin – Kantine am Berghain

09.11. Passau – Jugendzentrum Zeughaus Passau

10.12. Konstanz – Kulturladen

11.12. Stuttgart – clubCANN

12.12. Regensburg – Alte Mälzerei

13.12. Karlsruhe – Kohi

14.12. Köln – Stereo Wonderland