YOUNG CHINESE DOGS veröffentlichen am 03.05 ihr drittes Album „The Quiet & The Storm“

Großstadtfeeling und Lagerfeuer-Intimität. Das sind Geist und Seele der Band YOUNG CHINESE DOGS. Mit ihrem letzten Album ‚Great Lake State‘ sind sie direkt nach Veröffentlichung in die deutschen TOP 100 Album-Charts eingestiegen. Am 3. Mai 2019 wird mit ‚The Quiet and the Storm‘ das sehnlichst erwartete dritte Album der Band erscheinen. Bereits am 29. März 2019 veröffentlichten sie ihre Single ‚Hey there‘ samt Video. Vom 31.Mai – 13.Juni sind die Vier deutschlandweit auf Tour.

Auf dem neuen YOUNG CHINESE DOGS-Album verbinden sich mit Leichtigkeit frische Einflüsse und musikalische Entwicklungen mit dem, was die Fans seit jeher lieben: mehrstimmigen Gesang, akustische Gitarren und Ohrwurm- Melodien.

ALICE PHOEBE LOU am 12.04. 2019 beim POPSALON9 in Osnabrück

Bild .Thomas Wolff

Der Popsalon, der in diese Jahr bereits zum 9. Mal stattfand, ist ein Clubfestival in Osnabrück. Von Donnerstag bis Samstag in diversen Locations werdenin der Innenstadt Konzerte aus dem Bereich Alternative und Indie geboten. Der intressierte Musikfreund hat die Möglichkeit, ohne weiteres drei Acts an einem Tag zu besuchen. Am Freitag den 12.04.2019 stand Alice Phoebe Lou mit Ihrer Band auf der Bühne. Die gebürtige Südafrikanerin und Wahlberlinerin hatte gerade ihre Tour in in Kanada und den USA beendet. Ihre Deutsclandtour, mit der sie ihr neues Album Paper Castels promotet, läuft jetzt.

Alice Phoebe Lou ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Der Song „She“ aus ihrem Debüt ist der Soundtrack zum Dokumentarfilm „Geniale Göttin: Die Geschichte von Hedy Lamarr“. Dafür war „She“ shortlisted für den ACADEMY AWARD (Oscar) in der Kategorie “Best Original Song”. Mit etwas Glück kann man sie in Berlin an der U-Bahn Station Warschauer-Straße bei Straßenkonzerten erleben. Bewusst  entschied sie sich gegen Angebote einiger namhafter Plattenfirmen für das  kleine  Label „MOTORMUSIC“ und gegen einen festen Plattenvertrag, weil sie gegen die Kommerzialisierung ihrer Musik ist.   Mit diesem Wissen und ihr neues Album „ Paper Castels“ vorgehört, freute ich mich auf das Konzert am späten Freitagabend in Osnabrück. Ich wurde nicht enttäuscht.

Spannungsbogen zwischen Malancholie und Party

Pünktlich um 22:00 Uhr betrat Alice Phoebe Lou mit ihren Mitstreitern die Bühne. Ihre Band bestand aus Basser, Schlagzeuger, Keyborder und einem Saxophonisten. Eindeutig Mittelpunkt stand aber Alice Phoebe Lou. Das machte auch die Beleuchtung klar, die die Band mehr im Halbdunkelen ließ. Alice Phoebe Lou ist eine kleine zierliche Person mit blonden langen Haaren und einer unglaublich eloquenten Engelsstimme. Sie hatte ihre ihre Gibson-Gitarre umgeschnallt, der sie diese wunderbaren jazzigen Töne entlockt.

Nach einen kurzen Intro zum Einspielen ging es mit dem zarten Liebeslied „Somthing Holy“ und dem melancholische „Girl On An Island“ aus dem Vorgänger Album Orbit los. Es folgte der an die Mammas and Papas erinnerde Ohwurm „Nostagia“ und eine ruhige Coverversion von „Hot Dreams“ der kanadische Indie-Folkband Timber Timbre. Die Band wurde von der Bühne geschickt und Alice verkündete, dass Sie für das folgende Solo jetzt Lust hatte etwas auf dem E-Piano zum Besten zu geben.

Danach nahm sie wieder ihre Gitarre zur Hand und es folgte eine ergreifende Interpretation von Angel Olsens „Acrobat“ und man konnte erfahren, dass Ange Olson ein Vorbild für Alice Phoebe Lou ist.

Ihr Lied über ihre Kindheit und Heimat „Fynbos“ brachte sie zusammen mit dem Keyborder. Die Band kam auf ie Bühne zurück.

An dieser Stelle muss ich noch von einer unangenehmen Störung berichten, die aber gerade wie die Faust aufs Auge zum nächsten Song passt. Als Alice Phoebe Lou sich für das Solo zum Piano begab und das Mikrofon einrichtete, musste ein Mann aus dem Publikum lauthals fordern, das das schneller gehen sollte. Der Typ hat sich auch zuvor und nachher durch laute Zwischenrufe hervor getan und fand das witzig. Ich frage mich, warum muss ein Mann unbedingt lauter sein wollen, als die Frau auf der Bühne, der doch der Moment gehört . Genau mit dieser Thematik, dass Männer Frauen durch solches, vielleicht als harmlos angesehenes Manplanning bis hin zu sexuellen Übergriffen unterdrücken, befasste sich sich der nächste Song auf der Setlist „Skincrawl“. Sowas gehört verbrannt, singt sie. Als Therapie bot Lou Tanz an, den sie als Showeinlage sogleich vorführte. Mit „Skincrawl“ und dem übernächsten Song „My Outside“, über weibliche Körperlichkeit, packt Alice Phoebe Lou relevante feministisch Themen an und zeigt Standing.

Zwischen „Skincrawl“ und „My Outside“ gab eine Interpretation von „Papercastles“ mit einem wahnsinnig guten Zusammenspiel mit dem Saxophon. Nach New Song wandelte sich das Konzert zur Party. Bekanntermaßen mag Alice Phoebe Lou nicht das Ritual der Zugabe, sondern kündigte die letzten beiden Songs (die ja sonst, machen wir uns nichts vor, Zugabe geworden wären), als die letzten beiden Songs an. Bei dem psychedelischen ‚Galaxies“ und dem großartigen „She“ einmal von der Leine gelassen, zeigte die Band mit Bassläufen und Schlagzeug-solo, dass sie so richtig rocken können.

Ich war zuvor schon Fan von Alice Phoebe Lou. Nachdem Konzert bin ich es erst recht . Wenn sie demnächst in deiner Stadt ist, geh zum Konzert, es lohnt sich.

PS.: Inspiriert durch das Konzert habe ich die Originalsong von Timba Timbre und Angel Olsen sowie das unglaubliche She in die Spotify Playlists gepckt. Falls dir dieser Beitrag gefallen hat. Freue ich mich über ein Like. Wenn du meine FB-Seite oder meinen Blog abonnierst wirst du regelmäig über hörenswerte Musik abseits des Mainstreams informiert. Keine Musik aus den Achtzigern, Neunzigern und keine Hits von heute.

Charly Bliss – Hard To Believe

Es ist immer interessant, wie Musiker ihr akustisches Werk visualisieren. Denn ohne ein gescheites Video auf Youtube geht im Prinzip gar nichts. Manchmal gibt es einfach nur schöne Bilder zu sehen, etwa Landschaften, Wasserwelten usw. Oft wird entsprechend zum Text des Liedes eine Geschichte verfilmt, manchmal hat der Film auch nichts mit dem Text zu tun, sondern Steht eidgenstädig für sich. Es gibt auch die schöne Variante, dass in dem Video der Musiker oder die Band beim Musizieren auf der Bühne oder im Studio gezeigt werden. Charly Bliss haben sich in dem Video von Henry Kaplan für eine Mischvariante entschieden. Die Band um die Sängerin Eva Hendricks wird beim performen ihres neuen Songs Hard To Believe gezeigt. Gleichzeitig wird erzählt, wie die Musiker durch Kleinigkeiten abgelenkt werden. „Gezeigt wird eine etwas fantastische, aber letztlich realistische Darstellung einer typischen Bandpraxis. Während wir Songs spielen, hat jedes Bandmitglied normalerweise seinen eigenen inneren Monolog, entweder mit Dingen, von denen es abgelenkt wird, oder von Dingen, die sie lieber tun würden. Dieses Video fühlt sich extrem uns an“, sagt Eva Hendricks.

KEØMA – Lovers

Neues von der umtriebigen Kat Frankie . Die australische Wahlberlinerin ist Teil des Indie-Pop Duos KEØMA (nur echt mit dänischem Ø !), benannt nach einem klassischen Italowestern aus den 1970er Jahren. Gegenpart ist der Kölner Rockmusiker Chris Klopfer. Kat Frankie ist die Produzentin von KEØMA. Auf ihrer Website heben sie hervor, dass weibliche Producer selten im Popbetrieb sind und Kat Frankie auch als Producerin mit ihrem sprichwörtlichen Perfektionismus und Herzblut zugange ist, so dass KEØMA zu keinem Moment wie das Nebenprojekt zweier ansonsten ohnehin gut ausgelasteten KünstlerInnen klingt, sondern ausgereift und perfekt arrangiert, im besten Sinne erwachsene Musik voller Ideen und Erfahrung.

KEØMA nahmen 2016 am ESC-Vorentscheid Unser Lied für Stockholm mit dem Titel Protected teil. Sie belegten nur Platz 8 von 10 Teilnehmern. In meinen Augen ist das ein Qualitätsmerkmal. In diesem Jahr zeigt das Abschneiden von Lilly Among Clouds, dass gute MusikerInnen für den ESC eben nicht gewählt werden.

Mit der Singel Lover kündigen Kat und Chris übrigen ihr zweitees Albunm mit dem Titel Saudade an (VÖ 07. Juni 2019) Saudade ist portugiesisch und lässt sich mit „Traurigkeit“, „Wehmut“, „Sehnsucht“, „Fernweh“ oder „sanfte Melancholie“ annähernd übersetzen.

WEYES BLOOD – Neues Album: Titanic Rising

EVERYDAY – Wes Craven lässt im Video grüßen

Eine Melodie, wie aus einem Song der Kinks. Eine Stimme, die an Karen Carpenter erinnert. Jedoch im Gegensatz zu den Carpenters, deren Songs sich mit Liebesbeziehungen und Trennungsschmerz befassten, explodiert Natalie Mering vor Begierde , wenn sie für sich wahre Liebe an jeden Tag fordert. Wenn sie „I need a love everyday, I need“ singt, hat man keine Zweifel, wonach sie sich sehnt. Dazu ein schwarzhumoriges Video, das sich an den Scream-Filmen von Wes Craven orientiert. Das sind die Zutaten, die Natalie Mering bei dem Track Everyday gekonnt zusammen gefügt hat.

Als Künstlerin nennt sich Natalie Mering WEYES BLOOD. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum The Outside Room. Seitdem hat sie drei Alben veröffentlicht.

Everyday ist der lebhaftesten Track auf ihrer vierten LP Titanic Rising. Typischer für das Werk der elegische Track Movies, den Natalie Mering in einem Video präsentiert, bei dem sie selbst Regie geführt hat.

WEYES BLOOD — MOVIES

Die 10 Songs sind eine Hommage an den schönen und großartigen Pop der 70er Jahre, große Arrangements, Streicher, Dramatik, Sentimentalität. Trotzdem ist es ein moderner Sound aus den hier und jetzt. Bei allem Weltschmerz versprechen die Harmonien Hoffnung. Der Titel sagt es aus. Nach der Katastrophe der Titanic folgt ihr Aufstieg. Ein großartiges Album.

James Blake – Barefoot In The Park (feat. Rosalía)

Die Musikalität liegt in der Familie des James Blake.Vater James Litherland ist Songwriter. James studiert am renommierten Londoner Goldsmiths College „Contemporary/popular music“. 2010 begann die Karriere des damals 21-Jährigen. Die Coverversion des Feist-Songs „Limit To Your Love“ wurde vom BBC 1 Radio-DJ Zane Lowe gar zum ‚Hottest Record in the World‘ gekürt. Atmosphärische Tonfolgen, verstörende Geräusche und melancholische Harmonien bilden den Grundtenor seines Klang-Universums.

im Januar 2019 veröffentlichte James Blake seine dritte LP Assume Form. Drauf gibt es eine Menge Kooperationen mit jungen Künstlern. Die nunmehr erfolgte Auskoppelung Barefoot In The Park  ist ein wunderschönes Duett mit der spanischen Newcomerin Rosalía.

ROSALÍA – MALAMENTE 

Rosalia ist in ihrem Heimatland schon bekannt und steigt derzeit bei den Hispanos auf dem amerikanischen Kontinent auf . Mit ihrem letztjährigen Album El Mal Querer hat sie den so auf seine Traditionen bedachten Flamenco ins Hier und Jetzt katapultiert.

The National – Light Years

The National wollen am 17. Mai ihr neues Album I Am Easy to Find veröffentlichen. Die Platte, so das Versprechen der Band, soll „anders als alles andere“ zu sein, während sie „völlig im Einklang mit dem ist, was sie für einen Großteil ihrer Karriere geschaffen haben.“

Die erste Single „You Had Your Soul with You“ demonstrierte dies bereits. Ab der Hälfte des Songs erklingt die Stimme der langjährigen David Bowie-Bandkollegin Gail Ann Dorsey – nicht als Hintergrundgesang, nicht als Hookline, sondern um Matt Berninger zu verdrängen das Lied zu übernehmen.

Jetzt haben The National mit Light Years einen weiteren Trck aus dem Album ausgekopplt. Der neue Track passt sicherlich zu einigen der düstereren Momente der Arbeiten von The National in der Vergangenheit, jedoch verleiht die hier leider nicht namentlich genannte Sängerin der Musik eine neue Textur. „Light Years“ schmeichelt sich mit wiederholenden Klavierlinie und den Stimmen von Matt Berninger und seiner Co-Sängerin in unseren Gehörgang.

Zeitgleich zum Album wird ein gleichnamiger Kurzfilm mit Musik der Band veröffentlicht. Regie führte der Oscar-nominiertem Regisseur Mike Mills. Eine Hauptrolle spielt Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander. Das Video zu Light Years verwendet Szenen.