Buntspecht – Draußen im Kopf

Buntspecht-Pressefoto_Credit Mona Mour.

Hier kommt Musik aus Österreich, die sich überhaut nicht einordnen lässt. Ist das altmodisch oder hochmodern, Chanson oder Balkanpop, Wienerlied (wie Hans Moser), Swing oder Indie -Rock.

Buntspecht sind:

Lukas Klein – Gesang, Gitarre, Klavier
Florentin Scheicher – Melodica,Trompete, Gesang
Jakob Lang – Kontrabass, E-Bass, Chorgesang
Florian Röthel – Schlagzeug, Perkussion
Roman Gessler – Altsaxophon, Baritonsaxophon, Querflöte
Lukas Chytka – Cello

Mir gefällt die Mischung aus Folk, Jazz und Chanson, weil sie mit einer Punk-Attitude vorgetragen wird, die den Sound eigenwillig macht und hervorhebt.

Am 17.05.2019 erscheint „Draußen im Kopf“

Es handelt sich um das zweite Album des Sextett aus Wien-Bande Buntspecht, deren Repertoire alle Genregrenzen sprengt.

Angie McMahon – Pasta + Missing Me

In die Playlist für den Monat Mai muss unbedingt noch der Song Pasta der sympathischen Singer-Songwriterin Angie McMahon aus Melbourne rein. Ihre gewaltige Stimme hat sie als Sängerin der neunköpfigen Soulband The Fabric aus ihrer Heimatstadt trainiert. Man muss schon ordentlich laut singen können, wenn man sich gegen 3 Blasinstrumente durchsetzen muss. In dem Video zu Pasta zeigt Angie McMahon, wie wichtig unser bester vierbeiniger Freund ist, um aus der Trägheit herauszukommen, wenn man nur müde ist und nur Pasta essen will. Das Video bitte unbedingt bis zum Ende ansehen, denn ab der Hälfte gibt es zum einen noch viel mehr drollige Hunde, zum anderen wechselt das Tempo und Angie zeigt, dass sie eine richtig gute  Rockmusikerin ist.

Angie McMahons Debütalbum wird mit Spannung erwartet. Bereits bekannt ist, dass die Platte „Salt“ heißen wird und im Sommer erscheinen soll. Als weiterer Teaser ist ein Video zum Track Missing Me erschienen . Der Clip besteht aus privaten Familienfotos von Angies Lieblingsorten in ihrer australischen Heimat. Wieder fällt ihre kraftvolle Stimme und die rockige Gitarre auf.

Melby – Debütalbum „None Of This Makes Me Worry“

Weiter geht es in der Kategorie „Musik aus Skandinavien“ Melby aus Stockholm bringen leichten und semi-psychedelischen Folk-Pop auf die Ohren. Sie haben bei Sinnbus ihr Debütalbum „None Of This Makes Me Worry“ veröffentlicht. Tonspion nennt ihr Album „Psych-Pop aus Schweden, der mit schwindlig machenden Melodien zwischen Indie und Folk bezaubert“ und NEØLYD meint: „Zwischen Happy und I hate myself and i want to die erstrecken sich emotionale Galaxien. Melby aus Stockholm sind als Beobachter losgezogen, die geometrische Mitte beider Pole auszuloten.“

Hör dir VCR an. Es hat was beatlehaftes. Mir kam Strawberry Fields oder Lucy in The Skies in den Sinn.

YOUNG CHINESE DOGS veröffentlichen am 03.05 ihr drittes Album „The Quiet & The Storm“

Großstadtfeeling und Lagerfeuer-Intimität. Das sind Geist und Seele der Band YOUNG CHINESE DOGS. Mit ihrem letzten Album ‚Great Lake State‘ sind sie direkt nach Veröffentlichung in die deutschen TOP 100 Album-Charts eingestiegen. Am 3. Mai 2019 wird mit ‚The Quiet and the Storm‘ das sehnlichst erwartete dritte Album der Band erscheinen. Bereits am 29. März 2019 veröffentlichten sie ihre Single ‚Hey there‘ samt Video. Vom 31.Mai – 13.Juni sind die Vier deutschlandweit auf Tour.

Auf dem neuen YOUNG CHINESE DOGS-Album verbinden sich mit Leichtigkeit frische Einflüsse und musikalische Entwicklungen mit dem, was die Fans seit jeher lieben: mehrstimmigen Gesang, akustische Gitarren und Ohrwurm- Melodien.

MELBY – Dancer

Auf die Ohren streckt die Lauscher gerne nach Skandinavien aus, weil da einfach gute Musik herkommt. Melby ist eine aus Stockholm. Ihr dynamischer Sound verbindet Einflüssen aus Folk, Psych, Indie und Pop. Der leichte, halbpsychedelische Folk-Pop des Quartetts baut auf der bezaubernden Stimme von Matilda Wiezell auf. Die anderen Bandmitglieder tragen die schönen schwedischen Namen Are Engen Steinsholm (Gitarre), David Jehrlander (Bass) und Teo Jehrlander (Schlagzeug).

Kurz bevor ihr Debütalbum None Of This Makes Me Worry bei Sinnbus erscheint, schicken Melby noch ein Stück vorweg: „Dancer“ beschreibt laut Sängerin Matilda das Rumhängen mit Leuten als eine Abwärtsspirale kurz vor dem Crash.

YOUNG CHINESE DOGS – As Long As I Can Sing

Birte Hanusrichter und Oliver Anders Hendriksson bringen mit ihrer Band YOUNG CHINESE DOGS eine neue Platte raus

Im Jahr 2011 gründete Nick Reitmeier zusammen mit Oliver Anders Hendriksson und Birte Hanusrichter.in München die Band YOUNG CHINESE DOGS. Birte Hanusrichter ist als Titelrolle der Fernsehserie ‚Jenny – echt gerecht!‘ zwischenzeitlich zu einem bekannten Gesicht avanciert.  Außerdem betreiben Birte Hanusrichter und Oliver Anders Hendriksson das Nebenprojekt Snowfall.

Dass die Musik der YOUNG CHINESE DOGS international locker mithält, haben sie schon mit ihrem Debütalbum ‚Farewell to Fate‘ bewiesen. Die Platte erregte Aufmerksamkeit von Deutschland bis in die USA. Mit ihrem zweiten Album ‚Great Lake State‘ legten sie sehr stark nach: Opulenterer Sound, der aber trotzdem nie jene Folk-Wurzeln verrät, mit denen die YOUNG CHINESE DOGS gestartet sind. Mit „As Long As I Can Sing“ geben sie einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Platte., die The Quiet & The Storm heißen wird (VÖ: 03.05.19)

Alice Phoebe Lou – Neues Album Paper Castles

Im Jahr 2016 debütiere Alice Phoebe Lou mit dem Album Orbit, das ihr viel Lob von Seiten der Medien und Kritiker einbrachte. Alice Phoebe Lous Song „She“ schaffte es als Soundtrack für den Film „Geniale Göttin: Die Geschichte von Hedy Lamarr“ auf die Shortlist für den Oscar in der Kategorie „Best Original Song“. Alice Phoebe Lou war außerdem nominiert für den VUT Indie Award als „Beste Newcomerin“ sowie für den Preis für Popkultur als „Beste Solokünstlerin“.
Heute erschien Alice Phoebe Lous zweites Album Paper Castles, produziert von Noah Georgeson (Joanna Newsom, Adam Green). Nicht zufällig hat sie den Internationalen Frauentag als Veröffentlichungsdatum für ihr neues Album gewählt, denn sie singt über Feminismus und Weiblichkeit, über Freiheit und Unabhängigkeit, über Erwartungen und Selbstbestimmung.

“I don’t need to have a prince at my ball. How about right now I’m my own prince” (Skin crawl).

Alice Phoebe Lou baut sich ihre eigenen Schlösser. Sie sind leicht und offen und lassen sich an jedem Ort der Welt aufstellen. Sie lassen sich ebenso schnell umbauen und wieder einreißen und neu aufbauen und können manchmal sogar fliegen. Das ist wichtig, denn festlegen und einsperren würde sich Alice nie. Mitunter kann auch eine Baumkrone aus Erinnerung an ihre Kindheit in Südafrika ein Schloss sein.

„I can still smell the fynbos after a nights rain and the fairies and the magic that blossom from our brains and there’s a child in the tree tops is she still me” (Fynbos)

Alice Phoebe Lou spielt nicht nach den Regeln des Musikbusiness. Sie spielt noch nicht einmal nach den Regeln einer Gesellschaft, die immer nach größer, schneller, erfolgreicher strebt. Sie sagt den großen Plattenlabels ab und bleibt unabhängig. Sie möchte sich nicht verkaufen. Sie macht nur das, wo sie mit ganzem Herzen dahinterstehen kann. Die Musikpresse bezeichnet das gerne als authentisch. Das macht ihren Charme aus, ihre Glaubwürdigkeit, ihren „Spark“. Der Funke, der überspringt, sobald man die ersten Takte ihrer Musik hört: ihre durchdringende, helle Stimme, die sich über jazzige Folk-Akkorde legt.

“Didn’t wanna be told what I’m supposed to look like. Didn’t wanna be told what makes a woman look right.” (My outside)

Ich bin ganz verzaubert von dieser Sängerin und ihrer Musik. Es fällt schwer, sie einzuordnen, zwischen Old- Fashion-Jazz und modernem Indie-Pop. Aber genau diese Unschärfe ergibt den Reiz.

The Slow Show – Sharp Scratch

Es gibt Bands, da ist die Stimme mehr als nur ein Bestandteil des Ganzen, sondern das wichtigste und prägendste Instrument. Man denke da nur an die Editors mit Tom Smith oder The National mit Matt Berninger. In diese Reihe gehört auch The Slow Show aus Manchester, für die der Bariton von Rob Goodwin von zentraler Bedeutung ist. Mir ist noch der tolle Song Ordinary Lives aus dem Jahr 2016 im Ohr, danach war die Band allerdings vom Schirm.

Nun tauchen The Slow Show mit dem beeindruckenden Comeback-Track Sharp Scratch wieder auf. Und es gibt immer noch die Stimme Robert Goodwins, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt. The Slow Show wissen, wie man ein Lied spannend aufbaut. Sharp Scratch beginnt recht langsam und steuert dann auf den Höhepunkt zu, um sanft auszuklingen.

2019 soll ein Album erscheinen.

Big Thief – U.F.O.F.

Big Thief kündigen ein neues Album „U.F.O.F.“ an und veröffentlicht eine erste gleichnamige Single. Aus den Anfangszeilen des Songs wird klar, dass UFOF für „Unidentified Flying Object Friend“ steht. Adrianne Lenker singt: „To my UFO friend / Goodbye, goodbye / Like a seed in the wind / She’s taking up root in the sky.“

Big Thief haben mit 2016 Masterpiece und 2017 Capacity einige meiner Lieblingsmusikstücke der letzten drei Jahre gemacht.

U.F.O.F. kommt am 3. Mai heraus.

Lucy Dacus – La Vie En Rose

Ein Song zum Valentinstag

Im Jahr 2017 ist Lucy Dacus besonders aufgefallen Zu Anfang der Jahres kam ihr hervorragende Album „Historian“ mit dem wunderbaren Track „Nightshift“ heraus. Dann erfolgte die Zusammenarbeit mit Julien Baker und Phoebe Bridgers als Supergroup „boygenius„.

Lucy Dacus hat sich entschlossen, 2018 kein neues Album zu veröffentlichen. Stattdessen hat sie eine neue Single-Serie mit gecoverten Liedern angekündigt. Das besondere ist, dass die Veröffentlichungen zu ausgesuchten Feiertagen erfolgen sollen, zum Muttertag, zum Unabhängigkeitstag, zu Halloween, zu Weihnachten und zu Neujahr. Auch der Geburtstag von Bruce Springsteen am 23. September soll bedacht werden.

Den Anfang der Reihe macht zum Valentinstag  Édith Piafs Erkennungslied „La Vie En Rose“. Es war das erste Lied , welches die Piaf selbst komponiert hat. Es wurde schon von vielen Künstlern gecovert . Im Ohr ist die Version von Grace Jones. Lucy Dacus verpackt das Valentinsgeschenk in eine minimalistisches Indie-Pop-Klarsichtfolie. Ihre fast geflüsterte Alt-Stimme steht im starken Kontrast zu Piafs überlebensgroßem Gesang und erzielt damit eine ganz neue überraschende Interpretation. Es funktioniert, je öfter man es hört.