Alex The Astronaut – I Like To Dance

Alexandra Lynn (* 1995), die als Alex the Astronaut auftritt, ist eine australische Singer-Songwriterin und Gitarristin. Sie hat sich den Namen nicht von ungefähr gegeben, denn sie ist intelligent und sportlich fit. Lynn absolvierte das Pymble Ladies ‚College in Sydney, bevor sie Mathematik und Physik an der Long Island University in New York studierte, einschließlich einer Arbeit über Sonolumineszenz. Gleichzeitig spielte sie für die LIU Post Pioneers Fußball. Das sind eigentlich gute Voraussetzungen, um sich bei der NASA als Astronautin zu bewerben.

In  ihrer am 07.08. erschienenen Single „I Like To Dance“ widmet sich einem ebenso sensiblen wie bedeutsamen Thema: Der häuslichen Gewalt. Alex singt immer sehr deutlich sodass man auch als nicht nativ Englishspeaker ihre Texte gut verstehen kann. Zudem wurde zum Lied ein Lyric-Video erstellt, so dass man den Text  auch auf diese Weise gut nachverfolgen kann.

Aus der Sicht einer Betroffenen wird geschildert, wie eine liebevolle Beziehung zunehmend von Gewalttätigkeiten des Mannes überschattet wird, welche Konsequenzen diese Entwicklung für beide Partner besitzt – und wieso die Bindung dennoch bestehen bleibt und nicht einfach aufgelöst werden kann.

„‚I Like to Dance‘ ist nicht meine Geschichte, aber eine, bei der ich das Gefühl hatte, dass es wichtig wäre, sie zu erzählen„, erläutert Alex The Astronaut ihre Motivation hinter diesem Song. Die Musikerin ist hiervon glücklicherweise nicht persönlich betroffen, jedoch trotzdem davon sehr berührt – von den zahllosen, oft anonymen Schicksalen, die den realen Hintergrund für die fiktive Geschichte bilden, die in „I Like To Dance“ geschildert wird. Zu dem Lied wurde ein Lyric-Video erstellt, das es hier zu sehen gibt:

Lucy Kruger – Digging A Hole

Bildrechte: Unique Records

Lucy Kruger ist eine Singer / Songwriterin aus Kapstadt, Südafrika, die heute in Berlin lebt. Ihre Musik konzentriert sich auf die Essenz der Songs,  psychedelischer Folk, intim und sphärisch, etwas dunkel.. Lucy wird am 27. September ihr zweites Album „Sleeping Tapes for Some Girls“ bei Unique Records veröffentlichen.

Digging A Hole ist die neueste Single daraus und verkörpert die intime und sanfte Natur der Platte. (Bildrechte: Unique Records)

Es geht um ambivalente Gefühle. Der Song entstand , kurz nachdem Lucy Mitte 2018 von Südafrika nach Berlin gezogen war. Die Stadt, die noch fremd ist, wird gleichzeitig zur neuen Heimat. Song beschreibt einen Versuch, sich zu öffnen, gefolgt von einem unvermeidlichen Rückzug. Ein gestrichenes Cello und ein schwankendes Tempo bilden eine langsam treibende, manchmal sinkende Traumlandschaft. Das Video wurde von Lucy Kruger und dem südafrikanischen unabhängigen Filmemacher  Hankyeol Lee produziert.

Lucy Kruger & The Lost Boys werden anlässlich der Veröffentlichung des Albums einige Launch Shows in Deutschland spielen:

25.9 – Djäzz (Duisburg)

26.9 – Kassette (Düsseldorf)

28.9 – Raum 1 (Hamburg)

29.9 – Noch Besser Leben (Leipzig)

01.10 – Roter Salon (Berlin)

Kenneth Minor – Hidden Berries feat. Hannah Paularsen

Kenneth Minor ist kein einzelner Künstler, sondern ein Bandprojekt, das der Sänger und Gitarrist Bird Christiani zusammen mit seinen Mitstreitern Athena Isabella (Vocals), Andreas Lüttke (Bass) und Florian Helleken (Drums) betreibt. Ihr selbst entwickeltes Genre nennen sie”Freak FolK”. Im Song Hidden Berries, der zweiten Single aus dem neuen Album On My Own, das am 20. September 2019 bei Unique Records erschien, nehmen sie sich eines dringlichen Themas an.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm der französischen Schauspielerin Mélanie Laurent „TOMORROW- die Welt ist voller Lösungen“ inspirierte Hauptdarsteller Bird Christiani, die Texte für Hidden Berries zu schreiben. Der Film zeigt verschiedene Projekte und Initiativen weltweit mit alternativen ökologischen, ökonomischen und demokratischen Ideen sowie Lösungen und löst eine unglaubliche Hoffnung und ein angenehmes Gemeinschaftsgefühl aus. Schau dir den Trailer an.

Trotz des des ernsten Themas,dass der Ernst der Klimakrise in der öffentlichen Präsentation bewusst geleugnet oder verharmlost oder beschönigt wird,  ist die Musik locker und humorvoll und gibt damit Hoffnung.

Das Lied wurde mit drei gleich lauten Stimmen aufgenommen (Hannah Paularsen, Athena Isabella, Bird Christiani), Florian Helleken am Schlagzeug, Bird Christiani an der Gitarre, Andreas Lüttke am Bass und Maximilian Schneider (Okta Logue, Fooks Nihil) als weiterer Gast am Klavier. Das Video wurde innerhalb eines Tages von Mike Krebs auf Mallorca gedreht.

Black Sea Dahu – Thaw

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Meine Lieblings-Schweizer-Band Black Sea Dahu hat heute eine neue Single veröffentlicht. Es ist ein trauriges Lied, denn es geht um eine verflossene Liebe. Es is aber auch ein schönes Lied, denn die folkigen Gitarren und vor allem die dunkle warme Stimme von Janine Cathrein  vermitteln ein wohliges Gefühl. Die Musik ist wie eine Bettdecke, in die man sich in kalten Morgenstunden nochmal hinein kuscheln will.

Echoes- Lola Marsh

Echoes heißt  die neue Single des israelischen Pop-Duos Lola Marsh, bestehend aus Sängerin Yael Shoshana Cohen und Multiinstrumentalist Gil Landau.  Shoshana Cohens Stimme erinnert an Lana Del Rey. Dies nutzte sie bei der israelischen Ausgabe der TV‐Sendung The Voice teil und sang »Video Games« von Lana Del Rey so gut das Original. Wie bei Lana Del Rey ist auch der Sound von Lola Marsh immer etwas retro. Bei Echoes ist es die Gitarre, die an Dick Dale & The Del Tones erinnert und damit auf den Soundtrack von Tarantinos Pulp Fiction verweist.

Joseph – Fighter

Es ist immer eine besondere Harmonie, wenn Schwestern miteinander singen. Bestes Beispiel sind die Haim -Schwestern. Auf neues Material von denen, muss man wohl noch etwas warten. “They hope to release new music soon” hieß es im April. Die drei Schwestern der Band Joseph sind da scho ein ganzes Stück weiter. Ihr neues Album Good Luck, Kid ist für den 13. September angekündigt. Fast hätten sich die Schwestern getrennt, was zum Glück nicht passierte. Vielmehr lieferte  das Real-Life -Drama die Inspiration für die tolle Single Fighter.

Bei „Fighter“ geht es nicht darum, gegeneinandereinander zu kämpfen, sondern, wie Bandmitglied Natalie Schepman sagt, „füreinander“

Joseph aus Portland, Oregon besteht aus den Schwestern Natalie Closner Schepman und den Zwillingen Allison und Meegan Closner.Joseph aus Portland, Oregon besteht aus den Schwestern Natalie Closner Schepman und den Zwillingen

Tiny Changes. Ein besonderes Cover-Album

Frightened Rabbit ist eine schottischen Band, gegründet von Scott Hutchinson und seinem Bruder Grant. Kennzeichnend sind die  authentische Texte des Sängers Scott Hutchison. Nebel und Regenwetter der schottischen Heimat und seine (letztendlich tragische) Introvertiertheit sorgten für die nötige Melancholie.  Das zweite Album der Band „The Midnight Organ Fight„, welches im April 2008 erschien, landete in den Top 100-Albumcharts des Jahrzehnts beim NME. Zum 10-jährigen Jubiläum gingen Frightened Rabbit  mit „The Midnight Organ Fight“ nochmal auf Tour und planten eine besondere Neuveröffentlichung. 

Um den 10. Geburtstag unseres Albums ‚The Midnight Organ Fight‚ zu feiern, haben wir versucht die üblichen Vorgänge wie zu vermeiden, wie die Neupressungen des Vinyls, die Neuveröffentlichung des Albums mit neuem Artwork und mit Bonus-Songs oder Demos, die sowieso niemals für andere Ohren bestimmt waren als unsere eigenen. Wir haben dafür ein paar Freundinnen und Freunde gefragt, ob sie nicht ihre eigenen Interpretationen der Songs des Albums aufnehmen möchten” erläutern Frightened Rabbit.

Am 10. Mai 2018 nahmen die Planungen eine tragische Wendung. Scott Hutchinson wurde vermisst. In einer Twitter-Meldung hatte er seinen Suizid angekündigt. Auf die von seiner Familie und der Polizei initiierten Suche  wurde sein Leichnam in der Nähe von Port Edgar in Edinburgh gefunden . Scotts Familie und seine Band riefen die Charity-Einrichtung „Tiny Changes“ ins Leben, um Kindern und Erwachsenen mit seelischen Problemen zu helfen. „Tiny Changes“ heißt nunmehr auch das Cover-Album von “The Midnight Organ Fight”, an dem viele befreundete Künstler wie Biffy Clyro, Daughter, Aaron Dessner (The National) & Lauren Mayberry (Chvrches) und Julien Baker, um nur einige zu nennen, mitgewirkt haben.

Nochmal Frightened Rabbit dazu: „Scott hatte einen großen Anteil daran, dass dieses Album realisiert wurde. Er arbeitete daran mit großer Begeisterung und steckte eine Menge Enthusiasmus in das Projekt. Er hörte sich jeden einzelnen Song genau an und hat mit uns gemeinsam jedes Stück freigegeben. Er hatte auch bereits mit dem Artwork begonnen, dass ihr sehen könnt, wenn ihr euch die Platte kauft.

‚Tiny Changes‘ ist eine Zelebrierung eines Albums, das tausende von Leuten mit Scott verband und tausende von Menschen untereinander verband und dies auch immer noch tut. Scott würde an dieser Stelle vermutlich einen Witz machen, dass das Album ‚The Midnight Organ Fight‘ bald in die Pubertät käme und anfinge sich rebellisch zu verhalten, in dem es Gras rauche und sich piercen lasse. Wir – Grant, Andy, Simon und Billy – sind nicht so witzig wie Scott. Also lasst uns einfach das Glas erheben, die Kerzen auspusten und uns was wünschen.

Tiny Changes“ erscheint am 12. Juli 2019. Zwei wunderbare Tracks sind bereits vorab erschien.Poke von Daughter

und  The Modern Leper von Julien Baker

Leif Vollebekk -Hot Tears

Leif Vollebekk ist ein kanadischer Indie-Folk-Singer-Songwriter aus Ottawa. Er trägt einen so gar nicht kanadisch klingenden Namen, weil seine Familie aus Norwegen stammt. Die Musik von Leif Vollebekk ist nicht überladen, was ihre Qualität ausmacht. Es steht ein Instrument im Vordergrund. Meist ist es die Gitarre und  dazu kommt seine besondere, etwas raue Stimme. Besonders schön sind seine Pianostücke, etwa Elegy aus seinem  zweiten Album Tin Solitude, mit dem er den Juno Award 2018 für das Adult Alternative Album des Jahres abgeräumt hat.   

Ein  solches pianogetragenes Stück ist auch seine neue Single Hot Tears. Das Schlagzeug spielt einen astreinen Blues Shuffle, sodass ich zunächst dacht , ich höre ein neues Stück von Paolo Nutini.

Hot Tears weis auf das Album New Ways hin, welches im Herbst erscheinen wird.

Buntspecht – Draußen im Kopf

Buntspecht-Pressefoto_Credit Mona Mour.

Hier kommt Musik aus Österreich, die sich überhaut nicht einordnen lässt. Ist das altmodisch oder hochmodern, Chanson oder Balkanpop, Wienerlied (wie Hans Moser), Swing oder Indie -Rock.

Buntspecht sind:

Lukas Klein – Gesang, Gitarre, Klavier
Florentin Scheicher – Melodica,Trompete, Gesang
Jakob Lang – Kontrabass, E-Bass, Chorgesang
Florian Röthel – Schlagzeug, Perkussion
Roman Gessler – Altsaxophon, Baritonsaxophon, Querflöte
Lukas Chytka – Cello

Mir gefällt die Mischung aus Folk, Jazz und Chanson, weil sie mit einer Punk-Attitude vorgetragen wird, die den Sound eigenwillig macht und hervorhebt.

Am 17.05.2019 erscheint „Draußen im Kopf“

Es handelt sich um das zweite Album des Sextett aus Wien-Bande Buntspecht, deren Repertoire alle Genregrenzen sprengt.

Angie McMahon – Pasta + Missing Me

In die Playlist für den Monat Mai muss unbedingt noch der Song Pasta der sympathischen Singer-Songwriterin Angie McMahon aus Melbourne rein. Ihre gewaltige Stimme hat sie als Sängerin der neunköpfigen Soulband The Fabric aus ihrer Heimatstadt trainiert. Man muss schon ordentlich laut singen können, wenn man sich gegen 3 Blasinstrumente durchsetzen muss. In dem Video zu Pasta zeigt Angie McMahon, wie wichtig unser bester vierbeiniger Freund ist, um aus der Trägheit herauszukommen, wenn man nur müde ist und nur Pasta essen will. Das Video bitte unbedingt bis zum Ende ansehen, denn ab der Hälfte gibt es zum einen noch viel mehr drollige Hunde, zum anderen wechselt das Tempo und Angie zeigt, dass sie eine richtig gute  Rockmusikerin ist.

Angie McMahons Debütalbum wird mit Spannung erwartet. Bereits bekannt ist, dass die Platte „Salt“ heißen wird und im Sommer erscheinen soll. Als weiterer Teaser ist ein Video zum Track Missing Me erschienen . Der Clip besteht aus privaten Familienfotos von Angies Lieblingsorten in ihrer australischen Heimat. Wieder fällt ihre kraftvolle Stimme und die rockige Gitarre auf.