Miya Folick – Premonitions

Miya Folick gehöhrt in die Reihe der Sängerinnen mit asiatischen Wurzeln. Die Kalifornien ist halb japanisch und halb russisch. Ihre Debut-EP, Strange Darling, brachte die Singer-Songwriterin und Gitarristin im Dezember 2015 heraus. Mit ihrer im September 2018 erschienenen großartigen Single „Stop Talkig“

gibt sie Anreiz, sich das im Oktober erschienene Album „Premonitions“ in voller Gänze zu Gemüte zu führen. Anspieltipp,  mit “ Deadbody“ hält sie durchaus einem Vergleich mit Florence and the Machine stand.

Hitverdächtig ist auch „Stock Image“

Miya Folick hat alles am Start, was es braucht, um im Rennen um den Indie-Pop-Folk-Rock-Album-des-Jahres-Titels ein gehöriges Wörtchen mitzureden.(MusikBlog )

Qeer: Hayley Kiyoko -Curious

Wenn man sich die 80′ und 90′ Jahre im Hinblick auf queere Künstler anschaut, fällt eine Dominanz von Männern auf. Das ändert sich derzeit.

Die japanischstämmige Schauspielerin Hayley stammt aus Los Angeles. In Amerika wurde sie schon in jungen Jahren durch Fernsehproduktionen bekannt. Seit 2013 ist sie auch Sägerin und hat 3 EPs, sowie 2018 das Album Expectations veröffentlicht. In ihren Texten und Videos bringt die LGBT-Aktivistin offen ihrer Homosexualität zum Ausdruck.

Qeer: St. Vincent- Fast Slow Disco

Wenn man sich die 80′ und 90′ Jahre im Hinblick auf queere Künstler anschaut, fällt eine Dominanz von Männern auf. Das ändert sich derzeit.

Die US-amerikanische Multiinstrumentalistin, Sängerin und Songwriterin Anni Clark tritt unter dem Namen St Vincent auf. Mit dem Ex-Talking Head David Byrne  veröffentlichte sie das Album Love This Giant

Ihre Beziehung mit dem Model Cara Delevigne und später mit der Schauspielerin Kristen Stewart wurden in der Klatschpresse ausgeschlachtet. Obwohl Clark eine sehr private Person ist, betont sie in Interviews, dass sie ihre Sexualität nicht kategorisiert. Sie identifiziere sich nicht mit Begriffen wie homo- oder heterosexuell. Vielmehr glaube sie an sexuelle und genderbezogene Fluidität.

Auf ihrem Album Masseducation gibt es den langsamen Track Slow Disco. Für die Party besser geeignet ist die schnelle 2018-Version Fast Slow Disco. Das Video zu Fast Slow Disco zeigt sie tanzend in einem Schwulen-Club zwischen leicht bekleideten und schwitzenden Männern. Mir gefällt die Performance  bei Later… with Jools Holland auf BBC Two besser-

 

Aurora – Queendom

Running With The Wolves“ kann man aus dem TV-Spot  des Telekom-Konzerns kennen. Aurora Aksnes heißt  die Sängerin, die unter ihrem Vornamen auftritt. Sie stammt aus Bergen in Norwegen. „Aurora weckt mit ihrem teils zarten, teils kraftvollen Gesang die Vorstellung von norwegischen Wäldern, Fjorden und Naturschauspielen zum Leben“(laut.de).

Anna of the North – Oslo

Electro-Pop-aus Norwegen. Als wir mit Freunden im letzten Jahr beim Oslo-Marathon gestartet sind, war uns Annas Song über ihre wunderschöne Stadt ein musikalischer Begleiter.

Anna Lotterud geboren in Gjøvik, wo immer das in Norwegen liegen mag, nennt sich Anna of the North. Sie lebt in der norwegischen Hauptstadt. Während eines Studiums in Melbourne (Australien) lernte den neuseeländischen Produzenten Brady Daniell-Smith  kennen und nahm  mit ihm über Skype ihre erste Single „Sway“ auf. So funktioniert Pop-Musik in Zeiten des Internets.

Ätna – Live im Gleis 22, Münster

Samstag, 27.10.2018

Die Bühne im  Gleis 22  wird dominiert von einer großen schwarzen Scheibe vor einem hellen Vorhang. Man fühlt sich an die schwarze Mondscheibe vor der Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis erinnert. Hinter dem Vorhang leuchtet ab und an das farbige Licht einer reduzierten Lichtshow auf. Ätna sind auf Promo-Tour zu ihrer neuen EP ÄTNA – EP im Gleis in Münster gelandet. Rechts und links im Halbdunkel sitzen, ganz in schwarz gekleidet, die beiden Akteure hinter ihren Instrumenten, Inez hinter ihrem schwarzen Keyboard und Demian hinter den Drums. Sie schauen nicht ins Publikum, sondern sind einander zugewandt. Dies schafft eine Intimität zwischen den beiden, welche der hypnotischen Musik zugute kommt. Der Wechsel zwischen ruhigen Keyboardmelodien mit minimalistischen Beats fesselt das Publikum vom den ersten Tönen an und saugt es förmlich in den Fluss der Melodien. Oft setzt das Keybord aus, um den Drums Raum zu schaffen und anders herum. Das Duo ist sehr gut aufeinander eingespielt. Wir sind halt eine Band, wird Inez später im Gespräch wie selbstverständlich feststellen und meint damit nicht nur ihren Drummer, sondern auch den Mann am Mischpult, der auch heute Abend für den richtigen Sound sorgt, und den Mann an den Lichtreglern. Prägend für das ganze musikalische Geschehen ist Inez markante Stimme, die sie, mal leise und dann wieder in kraftvollen Eruptionen, hin und wieder mit einem Effektgerät verändert, wie ein Musikinstrument einsetzt. Ihre ganze Körperspannung legt sie in diese Stimme. Oft ist es, als wolle sie mit Händen den Gesang festhalten, um ihn dann wieder in den Raum zu entlassen. Man kann sich dem Zauber nicht entziehen, Gefühl pur. In den Zwischenansagen wenden sich die beiden dem Publikum zu . Im familiären Tonfall, fast etwas schüchtern berichten sie von ihrer Heimatstadt Dresden und von ihren Reisen, bei denen auch die tollen Musikvideos entstanden sind. So erfährt man die Geschichte von der russischen Stehauf-Puppe, die Demian im folgenden Sück als Rassel einsetzt.

Als Support kam zuvor die junge Band One Oak zum Einsatz. Sie hatte offenbar ihre mitsingende Fanbase dabei unnd sorgten schonmal für gute Stimmung Die drei Dortmunder Jungs ( Keyboard, Gitarre, Schlagzeug) bildeten mit tanzbaren Indie-Pop und mit ihrem quirligen Keyboarder (Nerd am Nord) und Sänger den weniger porofessionellen aber hoch ambitionierten Kontrast zu dem, was dann folgte.

Fazit: Ein wundervoller Abend, auch wenn das Gleis 22 etwas voller hätte sein können. Ätna hat mit Sicherheit den Erfolg noch vor sich. Wenn sie demnächst wieder im Gleis Station machen, wird sich das auch in Münster herumgesprochen haben.