KEØMA – Lovers

Neues von der umtriebigen Kat Frankie . Die australische Wahlberlinerin ist Teil des Indie-Pop Duos KEØMA (nur echt mit dänischem Ø !), benannt nach einem klassischen Italowestern aus den 1970er Jahren. Gegenpart ist der Kölner Rockmusiker Chris Klopfer. Kat Frankie ist die Produzentin von KEØMA. Auf ihrer Website heben sie hervor, dass weibliche Producer selten im Popbetrieb sind und Kat Frankie auch als Producerin mit ihrem sprichwörtlichen Perfektionismus und Herzblut zugange ist, so dass KEØMA zu keinem Moment wie das Nebenprojekt zweier ansonsten ohnehin gut ausgelasteten KünstlerInnen klingt, sondern ausgereift und perfekt arrangiert, im besten Sinne erwachsene Musik voller Ideen und Erfahrung.

KEØMA nahmen 2016 am ESC-Vorentscheid Unser Lied für Stockholm mit dem Titel Protected teil. Sie belegten nur Platz 8 von 10 Teilnehmern. In meinen Augen ist das ein Qualitätsmerkmal. In diesem Jahr zeigt das Abschneiden von Lilly Among Clouds, dass gute MusikerInnen für den ESC eben nicht gewählt werden.

Mit der Singel Lover kündigen Kat und Chris übrigen ihr zweitees Albunm mit dem Titel Saudade an (VÖ 07. Juni 2019) Saudade ist portugiesisch und lässt sich mit „Traurigkeit“, „Wehmut“, „Sehnsucht“, „Fernweh“ oder „sanfte Melancholie“ annähernd übersetzen.

WEYES BLOOD – Neues Album: Titanic Rising

EVERYDAY – Wes Craven lässt im Video grüßen

Eine Melodie, wie aus einem Song der Kinks. Eine Stimme, die an Karen Carpenter erinnert. Jedoch im Gegensatz zu den Carpenters, deren Songs sich mit Liebesbeziehungen und Trennungsschmerz befassten, explodiert Natalie Mering vor Begierde , wenn sie für sich wahre Liebe an jeden Tag fordert. Wenn sie „I need a love everyday, I need“ singt, hat man keine Zweifel, wonach sie sich sehnt. Dazu ein schwarzhumoriges Video, das sich an den Scream-Filmen von Wes Craven orientiert. Das sind die Zutaten, die Natalie Mering bei dem Track Everyday gekonnt zusammen gefügt hat.

Als Künstlerin nennt sich Natalie Mering WEYES BLOOD. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum The Outside Room. Seitdem hat sie drei Alben veröffentlicht.

Everyday ist der lebhaftesten Track auf ihrer vierten LP Titanic Rising. Typischer für das Werk der elegische Track Movies, den Natalie Mering in einem Video präsentiert, bei dem sie selbst Regie geführt hat.

WEYES BLOOD — MOVIES

Die 10 Songs sind eine Hommage an den schönen und großartigen Pop der 70er Jahre, große Arrangements, Streicher, Dramatik, Sentimentalität. Trotzdem ist es ein moderner Sound aus den hier und jetzt. Bei allem Weltschmerz versprechen die Harmonien Hoffnung. Der Titel sagt es aus. Nach der Katastrophe der Titanic folgt ihr Aufstieg. Ein großartiges Album.

Bodi Bill – Kiss Operator

Das Berliner Trio Bodi Bill ist passenderweise   bei dem Berliner Label Sinnbus unter Vertrag. Bodi Bill sehen sich Vorreiter eines modernen musikalischen Eklektizismus aus Techno, Folk und Indie. Nach dem letzten erfolgreiche Album „What“ gab es gut sieben Jahre lang gab es keine neue Musik. Andere Experimente waren interessanter und wichtiger. Seit 2012 befördern Fabian Fenk und Anton Feist das Projekt „The/Das“, während Alex Stolze sowohl mit UNMAP als auch unter eigenem Namen urbaner Popmusik produziert.

Nach einige Ankündigungen in den sozialen Medien, öffnet sich mit Kiss Operator ein erster Blick auf die neuen Stücke der Band.

„Ich denke, gemeinsam sein Leben kreativ mitzugestalten, ist schon eine wichtige Motivation fürs Musik machen,“ sagt Fabian Fenk. „Davon sollte die Musik im besten Falle ja auch zeugen. Nicht um Egos zu streicheln, sondern einfach um Gleichgesinnte kennen zu lernen. Und coolen shit zu machen.“

Grimes – Pretty Dark

Ebenfalls lange hat man musikalisch nichts von Claire Boucher aka Grimes gehört. Vielmehr befassten sich die Schlagzeilen mit ihrer Beziehung zu Elon Musk (Zeit online: Grimes und Elon Musk Über Beziehungen in Zeiten von Trump). Ihr letztes AlbumArt Angels erschien bereits 2015. Nun aber steht ein neues Album in den Startlöchern. Es soll Miss_Anthropecene heißen.

Der Titel ist ein interessantes Wortspiel aus Misanthrop, also Menschenhasser, und Anthropozän, der Bezeichnung für das Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Das neue Werk der Kanadierin soll ein Konzeptalbum über den Klimawandel werden.

Den neuen Sonng Pretty Dark , der das Album ankündigt, bezeichnet Grimes nicht als Single, sondern als Demo. Es ist ein sehr schöner, eingängiger und hoffnungsvoller Popsong geworden.

TAME IMPALA – PATIENCE

Nach langer Zeit erscheint ein neuer Song von Tame Impala

Die großartige Platte „Currents„, mit dem Hit „The Less I Know the Better„, ist schon vier Jahre alt. Der Erfolg des Albums machte Kevin Parker zum gefragten Produzenten, sodass für das eigene Bandprojekt Tame Impala offenbar keine Zeit blieb. Jedoch erschien heute wie aus dem Nichts ein neuer Song. Patience knüpft mit seinem Pycho-Pop- Disco-Funk nahtlos an die Hit-Qualität von „The Less I Know the Better“ an und könnte zum Indie-Sommerhit avancieren.

Wye Oak – Evergreen

Wye Oak ist ein US-amerikanisches Indie-Rock-Duo aus Baltimore, Maryland. Die Band besteht aus Andy Stack (Schlagzeug, Keyboard, Backupgesang) und Jenn Wasner (Gesang, Gitarre, Bass). Jenn Wasner singt als Frontfrau und spielt elektrische oder akustische Gitarre oder Bass, während Stack das Kunststück fertig bringt, zugleich Schlagzeug und Keyboard zu spielen, Schlagzeug mit den Füßen und der rechten Hand und Bass/Keyboard mit der linken Hand. Adult Swim ist ein amerikanischer Comedy-Sender. Auf seiner Website kann man jede Woche eine Single kostenlos streamen. Wye Oak haben ihren neuen Song „Evergreen“ für die Singles-Serie von Adult Swim veröffentlicht.

Jenn Wasner und Andy Stackbezeichnen den Song als „Schalldokumentation ihrer saisonalen Depression“

Lieblingsstück: Wye Oak – The Louder I Call, The Faster It Runs (Live on KEXP)

Im letzten Jahr haben Wye Oak das hörenswerte Album „The Louder I Call, The Faster It Runs“ herausgebracht. Davon gibt es eine Live-Einspielung , die man sich bei KEXP ansehen kann. Hier das Titelstück:

Sasami – Jealousy

Am letzten Samstag kamen wir beim Lauftraining, mal wieder auf das Thema neue Musik zu sprechen. Uli berichtete, er habe ein wenig bei Apple-Musik gestöbert und sei bei einem Reggae-Stück hängen geblieben.“Könnte dir auch gefallen, ist aber keine Sängerin „. Ja stimmt, habe ich gedacht, dein Blog, in dem bis jetzt auch noch kein Reggae vorkam, befasst sich überdurchschnittlich häufig mit weiblichen Acts. Warum? Weil diese zur Zeit einfach die hörenswertere (Indie-)Musik auf die Ohren geben. In der hörenswerten Liga von Mitski, Japanese Breakfast und St. Vincent spielt auch Sasami.

Sasami sagte, das Video sei von einer Szene „Bruce und der Schokoladenkuchen“ aus der Verfilmung von Roald Dahls Matilda aus dem Jahr 1996 inspiriert. „Ich wollte, dass es wie eine Filmversion ist Ich bin eine Hexenkreatur. und tanze mit meinem Kumpel Gobby in unserer gemalten Kulisse eine Beschwörung. Zum Glück haben unsere Verwünschungen ein befriedigendes Ende, wenn die Verzauberten von ihren sozial erwarteten Ritualen und selbst auferlegten Obsessionen befreit werden. Ich wollte natürlich etwas Groteskes, Gruseliges und Lustiges machen. „

Hier ist die genannte Szene