Grimes – So Heavy I Fell Through the Earth

Heute gab es die Veröffentlichung eines neuen Songs vom Grimes. Den Song So Heavy I Fell Through the Earth gibt es gleich in mehreren Versionen, den sechseinhalbminütigen vollständigen „Art-Mix“ und den kürzeren und den kürzeren „Algorithm Mix“ gibt es auf Spotify zu hören. Auf YouTube gibt es einen sechsminütigen Visualizer. Die Lyrics sind einfach gehalten. Es dreht sich um die Zeilen “So heavy I fell through the earth/ Cus I’m full of love for you.” Das wesentliche ist der Sound. Grimes präsentiert ein ein dunkles und gleichzeitig luftiges Klagelied. Grimes weist darauf hin, dass man den Song am besten unter einem Kopfhörer oder mit einem guten Soundsystem hören soll, weil der Bass wesentlich ist.

Zugleich gab Grimes auf allen zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken bekannt, dass ihr sechstes Studioalbum „Miss Anthropocene“ 21. Februar 2020 auf 4AD veröffentlicht wird.

Odd Beholder- Transatlantic Flight

Cover

Odd Beholder ist das Projekt der in Zürich lebenden Musikerin Daniela Weinmann. Am 02.12. erwarten wir Odd Beholder zu einem Konzert in der Pension Schmidt in Münster. Mehr Infos dazu gibt es h i e r.

Nach der Veröffentlichung des Debütalbums „All Reality Is Virtual“ im Herbst 2018 ist Transatlantic Flight der erste Vorbote vom kommenden Album von Odd Beholder. 

Daniela Weinmann sagt über TRANSATLANTIC FLIGHT:
„Stell dir vor, du bist in einem Flugzeug. Es ist sehr still. Alle sind hellwach. Niemand spricht. Niemand bewegt sich. Eine Stewardess geht vorbei. Oh, der Luxus, eine Tasse Kaffee in der Luft zu trinken. Das Flugzeug schwebt über ein saures Meer hinweg. Der Bildschirm spiegelt dein blasses Gesicht wider und du liest dort: „Thank you for flying Unf Air.“ Es kommt dir in den Sinn, dass die Natur großartig war, und dass die Natur wieder großartig sein wird, aber du wirst nicht da sein, um Gedichte darüber zu schreiben. Es ist Zeit zu gehen und du wünschst dir einfach, du könntest dich zum besseren verändern. Sind das noch Wolken oder ist es schon Rauch? Du bereitest dich auf den Aufprall vor.“

ÄTNA – Try

ÄTNA, das Dresdner Electronica/Independent-Duo Inez Schaefer und Demian Kappenstein waren wieder mit dem Erfolgsproduzenten Moses Schneider, der schon ihre ersten EPs produziert hat, im Studio, um ihr Debüt-Album aufzunehmen. Jetzt ist die zweite Single Try daraus erschienen. Inez treibt mit ihren Keyboards dramatisch nach vorn, bis zur überraschenden Wendung zum Schluss. Unbedingt zu Ende hören.

Yeah But No – I Still Keep Love For You

Morgen erscheint Demons, das zweite Album des Berliner Electro Pop / Wave – Duos YEAH BUT NO. Mehr Infos dazu gibt es am Wochenende unter der Rubrik „Alben der Woche“. Versprochen. Vorab sei aber schon einmal verraten, das auf dem Album gefühlvoller Elektro-Pop zu hören ist, der sich bestens als Soundtrack für emotionale Kurzfilme oder Dokumentationen eignen würde. So wundert es nicht, dass das Video zu der Albumauskopplung I Still Keep Love For You wie ein emotionsgeladener Kurzfilm daherkommt.

Yeah But No – „I Still Keep Love For You“ (official music video) VÖ 16.10.2019

Im Video von Regisseur Jacob Sauermilch wird ein Mann auf einem Roadtrip mit seiner Freundin an seine Beziehung zu seiner früheren Partnerin erinnert. In den Rückblenden wird ihm wieder gegenwärtig, was er verloren hat, und eine unbestimmte Sehnsucht nach vergangenen Zeiten erwacht. Die Gedanken, die ihn überwältigen, werden durch den zeitgenössischen Tanz repräsentiert, der zum Ende hin immer stärker und wilder wird.

Bodi Bill – Better Than Reality

Foto: Katia Wik

Wer auf elektronische Indie-Mukke steht, sollte das Berliner Trio Bodi Bill im Auge behalten. Bodi Bill waren Vorreiter eines modernen musikalischen Eklektizismus aus Techno, Folk und Indie, haben dann aber 7 Jahre nichts mehr zusammen gemacht, sondern sich jeweils eigenen musikalische Projekten gewidmet. Jetzt sind sie allerdings mit einer neuen Single ( die dritte in kurzer Zeit ) und einer Tour wieder da.

/// Bodi Bill – Hands-On Tour
20.10.2019 – DE – Köln, Club Bahnhof Ehrenfeld* 
21.10.2019 – DE – München, Ampere*
22.10.2019 – DE – Nürnberg, Stereo*
24.10.2019 – DE – Frankfurt, Horst*
25.10.2019 – DE – Hannover, Musikzentrum*
26.10.2019 – DE – Dresden, Scheune
27.10.2019 – DE – Jena, Kassablanca
28.10.2019 – DE – Dortmund, FZW Club*
29.10.2019 – DE – Bremen, Lagerhaus*
31.10.2019 – DE – Hamburg, Mojo Club*
02.11.2019 – DE – Berlin, Säälchen – sold out!*
04.11.2019 – DE – Berlin, Säälchen – sold out!**

* mit Odd Beholder
**  mit Albertine Sarges & The Sticky Fingers

Bilderbuch cruisen wieder – Kitsch

Foto: Frederic Fisch

Schon im Video zu „Maschin“ machte es sich der Bilderbuch-Frontmann Maurice in einem schnittigen Flitzer bequem. Und auch sechs Jahre später wirft er sich in einem Sportwagen geschmeidig in Pose – dieses Mal im Clip zur neuen Single „Kitsch„, die heute am 11.10. erscheinen ist. 

Und wieder dominiert die funkige Gitarre, die den coolen Sound der Austro-Popper ausmacht. Das geht soweit, dass die Stimmen wie zusätzliche Gitarren wirken. Auch textlich bleibt Maurice seinem übergroßen Selbstbewusstsein treu, was ihm so gut steht. „Kein rich kid ja / aber white jeans an / und immer Eau de Cologne„, heißt es etwa in der ersten Strophe, deren Message vom Refrain auf den Punkt gebracht wird: „Ich war nie rich, aber cool mit Kitsch„.

Mary Komasa – Degenerate Love

Ein Vorgriff auf den Tatort am kommenden Sonntag (29.09.).Die in Berlin lebende und in Polen geborene Singer-Songwriterin Mary Komasa veröffentlicht am 11. Oktober 2019 ihr neues Album „Disarm“ . Vier Songs aus dem. neuen Album sind im neuen „Tatort Hüter der Schwelle“ zu hören, unter anderem die neue Single Degenerate Love. Tatort trifft auf Mystery, dazu passt die Musik von Mary Komasa ausgezeichnet.

Mary Komasa wuchs in einer künstlerischen Familie in Warschau auf und erlernte von frühester Kindheit an klassische Musik, darunter Orgel, Piano, Cembalo und Operngesang. In ihren späten Teenagerjahren zog sie nach Paris, um eine Karriere in der Mode und Musik anzustreben. In dieser Zeit arbeitete sie unter anderem mit Künstlern der lokalen Hip-Hop-Szene zusammen und kollaborierte mit dem Modehaus Rue du Mail. Es folgte der Umzug nach Berlin, wo wie begann, an ihren eigenen Musikprojekten zu arbeiten.

Emel Mathlouthi – Rescuer

Was für ein Song, was für eine Stimme. ByteFM schreibt über Emel Mathlouthis Song Rescuer: „’Rescuer‘ ist ein Track, der ungeteilte Aufmerksamkeit will. Und sie sich deshalb auch verschafft.“  Für das Online- Magazin Groove ist Emel Mathlouthi “inzwischen schon so etwas wie die Björk der (nicht nur) arabischen Popwelt.“ 

In Rescuer hören wir trotz englischer Lyrics eine Stimme, die ihre arabische Herkunft nicht verstecken will.  Moderne Synths und schwere Beats sind von den traditionellen arabischen Instrumenten, wie Kamanga und Tablas inspiriert. Es entsteht eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, zwischen World- und elektronischer Musik und zwischen Ost und West.

Wer ist Emel Mathlouthi

(Fotos: James Mountford)

Sang eine Hymne für den Arabischen Frühling

Die in Tunesien geborene und in New York lebende experimentelle Sängerin erlangte Berühmtheit, nachdem ein Video, in dem sie ihren Song „Kelmti Horra (My Word is Free)“ performte, millionenfach während der Revolution in Tunesien 2011 angesehen wurde. Das Lied wurde eine Hymne für den Arabischen Frühling, gab ihrem Debütalbum „Kelmti Horra“ seinen Namen. Beim Friedensnobelpreis-Konzert im Jahr 2015 führte sie das Lied unter tosendem Applaus auf. Ihr folgendes Album „Ensen“ (2017) wurde mit Valgeir Sigurðson (Sigur Ros, Feist, Bjork) produziert und fand große Beachtung bei NPR Music, Pitchfork, The Fader, The Guardian, Brooklyn Magazine, Nowness, WNYC und vielen anderen. Kürzlich erst wurde Mathlouthi in NPR Music’s „200 Best Songs By 21st Century Women“ vorgestellt.

Neues Album und Tour -Termine in Dresden, Hamburg und Berlin.

Album-Cover

Rescuer ist ein Track  Stück vom dritten  Album Everywhere We Looked Was Burning, welches heute erschienen ist. Es entstand in den Catskill Mountains und bei  Session in London und Frankreich.

Emel Mathlouthi wird im Oktober in Europa auf Tour gehen. Es sind 3 Konzerte in Deutschland dabei.

23.10.19 – AT – Wien, Salam Orient Festival

24.10.19 – DE – Dresden, Jazzclub Tonne

25.10.19 – DE – Berlin, Frannz Club

26.10.19 – DE – Hamburg, Kampnagel

29.10.19 – FR – Paris, Cafe de La Danse

01.11.19 – NL – Amsterdam, Melkweg

02.11.19 – NL – Den Haag, Crossing Border Festival

03.11.19 – BE – Brussels, Botanique

05.11.19 – UK – London, Hoxton Square Bar & Kitchen

Musik aus Skandinavien

Moyka – All The Things That We Forgot

An diesem Sonntag gibt es eine Extraportion  skandinavische Popmusik auf die Ohren. Los geht es mit der jungen Monika Engeseth aus Norwegen, die sich Moyka nennt.

Foto: Anne-Lise Nygaard

An der Uni in Bergen schrieb Moyka sich für ein Studium der Musikproduktion ein. Bergen ist schon seit vielen Jahren für elektronische  Pop-Phänomene wie Röyksopp, Anni, Aurora oder Sigrid bekannt. In dieser Tradition steht auch Moyka. Des Sound erinnert tatsächlich etwas an Aurora, hört sich aber etwas geerdeter an. Vielleicht  liegt es an dem kleinen Tal Halingdal, irgendwo zwischen Bergen und Oslo, in dem sie aufgewachsen ist. Moyka sagt, dass sie ein sehr visueller Mensch sei und sie Bilder von Landschaften und Träume in ihrer Musik verarbeitet.

Nominiert für den Anchor-Award

In diesem Jahr ist Moyka für den Anchor-Award nominiert. Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award ist ein 2016 ins Leben gerufenes internationales Prädikat für aufstrebende Musik-Talente. Vergeben wird der Preis alljährlich auf dem renommierten Reeperbahn Festival in Hamburg. Drei Tage lang spielen die Nominierten in zwei Locations vor Festivalbesucher*innen und einer prominenten Jury um den ANCHOR, der anschließend im Rahmen einer Gala am Festivalsamstag ( 21.09.2019) verliehen wird. Auf die Ohren wünscht Moyka viel Erfolg.

June Cocó – Neptune’s Daughter

Die sozialen Netzwerke, in diesem Fall Instagram, sind mitunter eine erfreuliche Quelle, um auf Künstler aufmerksam zu werden. So erging es mir mit June Cocó, einer Sängerin und Pianistin aus Leipzig, mit einer faszinierenden Stimme. Sie studierte Jazz und spielte kontinuierlich Konzerte in Bars und kleinen Clubs. Zwar wird sie mit Künstlerinnen wie Agnes Obel, Regina Spektor oder Kate Bush verglichen, sie hat aber ihren ganz eigenen Stil mit selbst geschriebenen Songs zwischen Retrosound und Elektro-Pop entwickelt.

Der träumerischen Song „Neptune’s Daughter“, ist der  ersten Vorbote auf ihr im November erscheinendes  zweites Album. Das Album wird über Crowdfunding finanziert. Eine Unterstützung ist hier möglich.

Support this project