Röyksopp – Were You Ever Wanted? (feat. Lykke Li)

Röyksopp sind Svein Berge und Torbjørn Brundtland aus Tromsø/Norwegen. Das Duo hat erheblichen Einfluss auf die elektronischen Musik Norwegens und im Prinzip der ganzen Welt. Röyksopp haben mit vielen skandinavischen Sänger*innen zusammengearbeitet, z.B.  sehr erfolgreich mit Robyn.

Zusammenarbeit mit Lykke Li

Were You Ever Wanted?“ ist eine Zusammenarbeit mit der schwedischen Sängerin Lykke Li. (Ihr bekanntester Song ist I Follow Rivers). Es entstand 2008 für das Album „Junior“ , schaffte es aber nicht, darin aufgenommen zu werden. Röyksopp haben den Track gelegentlich mit Lykke Li auch live aufgeführt. Die nun vorliegende Version ist jedoch die erste / originale, die im Studio aufgenommen wurde. „Were You Ever Wanted?“ wurde bisher nur in Japan veröffentlicht.

Interessanterweise bekommt man „Were You Ever Wanted?“ nicht in physischer Form, sondern nur als Stream in der Playlist “ Lost Tapes“. Röyksopp erklären:

„Bei der Renovierung unseres arktischen Schlosses hier im trostlosen Norden stießen wir auf eine alte Seekiste mit einer Fülle seltener B-Seiten, exklusiver und sogar bisher unveröffentlichter Spuren. Wir dachten, das einzig richtige wäre, diese „schwer zu

„Lost Tapes“ nur als Stream

findenden“ Tracks für diejenigen unter euch verfügbar zu machen, die es vorziehen, Musik zu streamen. Aus diesem Grund haben wir eine Wiedergabeliste mit dem Namen „Lost Tapes“ erstellt. Die Wiedergabeliste wird aktualisiert, stellen Sie sicher, dass Sie sie abonnieren. Alle dunklen Spuren werden irgendwann das Licht der Welt erblicken.“

GEORGIA – Feel It

Pressefoto: Sam Napper

Willkommen im Musikjahr 2020, das wieder viel gute Musik verspricht. Schon wenn man die in den nächsten Monaten geplanten Veröffentlichungen anschaut, darf man einiges erwarten. Bereits am 10.01.2020 wird das zweite Album Seeking Thrills von Georgia Barnes, bekannt einfach als Georgia, veröffentlicht werden. Die Tochter von Neil Barnes* hat sich einen Namen als Sängerin/ Songschreiberin, Musikproduzentin und Schlagzeugerin gemacht. Vorab brachte sie nun die Single „Feel It“ heraus.

„Feel It“, enthält einfachen Botschaft: „Wer auch immer du bist oder wo immer du herkommst, wir alle teilen Rhythmus und Musik und die gesteigerten Gefühle. Wenn du eine Schlagzeugerin sind, habe keine Angst, dich auszudrücken, nimm deine Stöcke und spiele“, sagt Georgia. Im Video sieht man dementsprechend verschiedene Frauen und Mädchen sowie Georgia selbst, die alles zusammentrommeln.

*Neil Barnes war Gründungsmitglied von Leftfield. Die englische Gruppe Leftfield war stilbildend für die elektronische Popmusik der 90’Jahre.

CARIBOU – Zwei Songs kündigen ein neues Album an

In der Zeit zwischen den Jahren gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter den Tisch gefallen ist.

„Home“ – Mit souligen Vibes zum Comeback

Im Oktober veröffentlichte  Dan Snaith aka Caribou seinen ersten Track seit fünf Jahren – das soulige und süchtig machende „Home“. Der Track basiert auf einem Sample des gleichnamigen Songs der Soul-Sängerin Gloria Barnes aus dem Jahr 1971. 

Sample Von Gloria Barnes

Das gelungene Comeback führte natürlich dazu, dass die Fans sich nach mehr sehnen. Snaith befriedigte diese Sehnsucht und kündigte für den 28. Februar 2020 ein neues Caribou-Album mit dem Titel Suddenly an welchesüber City Slang veröffentlicht wird.

Zweite Single „You and I“

Mit der Ankündigung erschien die neue Single „You and I„.

Dan Snaith sagte dazu, dass You and I  einer der ersten Tracks war, die er auf dem Album angefangen und einer der letzten, die er fertiggestellt habe. Dr Track habe sich während des gesamten Aufnahmeprozesses verändert und fange auch den

Caribous Album „Suddenly“ kommt am 28.02.2020

Titel des Albums ein. Ein Track ändert sich plötzlich (suddenly) und unvorhersehbar, wie eine Veränderung in Snaiths  Leben, die aus heiterem Himmel geschehen sei.

Tourdaten in Deutschland

Caribou hat auch eine ausgedehnte Tour angekündigt, die ihn im Frühjahr 2020 auch nach Deutschland führen wird.

21.04.20 Hamburg – Große Freiheit 36
22.04.20 Leipzig – Werk 2
25.04.20 München – Muffathalle
28.04.20 Köln – E-Werk
15.08.20 Berlin – Zitadelle

KOKO – Freak

In der Zeit vor Weihnachten gibt es in dem hier bevorzugten Bereich der Independent-Musik nicht so wahnsinnig viele Veröffentlichungen. Die Musikindustrie überlässt das Feld den Weihnachtsplatten von Robbie Williams oder Helene Fischer oder (Grusel) beiden zusammen. So bleibt Zeit sich der guten Musik zu widmen, die in den letzten Wochen in diesem Blog etwas unter den Tisch gefallen ist.

KOKO ist ein ein junges Trio aus Bristol, bestehend Oliver Garland (vocals) Harry Dobson (bass, synth) and Ashley C (synths, lead guitar) . Ihre Debütsingle „Freak“ ist ein düsteres, funkelndes Stück elektronischer Popmusik. Es geht darum, ab und an den Freak aus dir rauszulassen und dich nur an deine eigenen Regeln zuhalten. „We’re telling you to be whoever, or whatever, you want. Embrace individuality.“ erklären KOKO.

Lea Porcelain – Sink Into The Night

Foto: Peter Kaaden

Um Lea Porcelain ins rechte Licht zu setzen, lohnt sich ein kleiner Ausflug in die Radiowelt Amerikas. Dort gibt es über 800 freie und hörerfinanzierte Radiosender. Die Finanzierung über Spenden und Förderbeiträge garantiert Unabhängigkeit und hat innovative Radioformate hervorgebracht. Einer der interessantesten Sender ist KEXP, die Radiostation der University of Washington  in Seattle. KEXP ist als Livestream im Internet zu empfangen in stellt sowohl in sehenswerten Live-Sessions, als auch in verschiedenen Podcasts neue Künstler und Bandprojekt vor, die nach Ansicht von KEXP Musik von Bedeutung machen (Music That Matters). Was bei KEXP vorgestellt wird, hat wirklich Extraklasse.

Dem Duo Julien Bracht und Markus Nicolaus, die zusammen als Lea Porcelain ihre Musik in ihrem Studio im Berliner Funkhaus produzieren, widmete KEXP seit dem erscheinen ihres Debütalbums „Hymns to the Night“ schon vier Beiträge, zuletzt über „I Am OK“ aus der in diesem Frühjahr veröffentlichten EP „Love Is Not An Empire“.

Lea Porcelain überzeugen die Perlensucher von  KEXP

Kein Wunder, denn Lea Porcelain überzeugen jeden Indie-Pop-Fan mit ihrem warmen melancholischen Sound aus wabernde Gitarren, Elektronik und Synthesizern und dem hypnotischen Gesang von Markus Nicolaus
Einen ersten Vorgeschmack auf Leas zweites Album zwei bietet nun die erste Single „Sink Into The Night“. dazugehörige Video  wurde in schwarz-weiß auf 16mm Film in Warschau gedreht. 

Grimes – So Heavy I Fell Through the Earth

Heute gab es die Veröffentlichung eines neuen Songs vom Grimes. Den Song So Heavy I Fell Through the Earth gibt es gleich in mehreren Versionen, den sechseinhalbminütigen vollständigen „Art-Mix“ und den kürzeren und den kürzeren „Algorithm Mix“ gibt es auf Spotify zu hören. Auf YouTube gibt es einen sechsminütigen Visualizer. Die Lyrics sind einfach gehalten. Es dreht sich um die Zeilen “So heavy I fell through the earth/ Cus I’m full of love for you.” Das wesentliche ist der Sound. Grimes präsentiert ein ein dunkles und gleichzeitig luftiges Klagelied. Grimes weist darauf hin, dass man den Song am besten unter einem Kopfhörer oder mit einem guten Soundsystem hören soll, weil der Bass wesentlich ist.

Zugleich gab Grimes auf allen zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken bekannt, dass ihr sechstes Studioalbum „Miss Anthropocene“ 21. Februar 2020 auf 4AD veröffentlicht wird.

Odd Beholder- Transatlantic Flight

Cover

Odd Beholder ist das Projekt der in Zürich lebenden Musikerin Daniela Weinmann. Am 02.12. erwarten wir Odd Beholder zu einem Konzert in der Pension Schmidt in Münster. Mehr Infos dazu gibt es h i e r.

Nach der Veröffentlichung des Debütalbums „All Reality Is Virtual“ im Herbst 2018 ist Transatlantic Flight der erste Vorbote vom kommenden Album von Odd Beholder. 

Daniela Weinmann sagt über TRANSATLANTIC FLIGHT:
„Stell dir vor, du bist in einem Flugzeug. Es ist sehr still. Alle sind hellwach. Niemand spricht. Niemand bewegt sich. Eine Stewardess geht vorbei. Oh, der Luxus, eine Tasse Kaffee in der Luft zu trinken. Das Flugzeug schwebt über ein saures Meer hinweg. Der Bildschirm spiegelt dein blasses Gesicht wider und du liest dort: „Thank you for flying Unf Air.“ Es kommt dir in den Sinn, dass die Natur großartig war, und dass die Natur wieder großartig sein wird, aber du wirst nicht da sein, um Gedichte darüber zu schreiben. Es ist Zeit zu gehen und du wünschst dir einfach, du könntest dich zum besseren verändern. Sind das noch Wolken oder ist es schon Rauch? Du bereitest dich auf den Aufprall vor.“

ÄTNA – Try

ÄTNA, das Dresdner Electronica/Independent-Duo Inez Schaefer und Demian Kappenstein waren wieder mit dem Erfolgsproduzenten Moses Schneider, der schon ihre ersten EPs produziert hat, im Studio, um ihr Debüt-Album aufzunehmen. Jetzt ist die zweite Single Try daraus erschienen. Inez treibt mit ihren Keyboards dramatisch nach vorn, bis zur überraschenden Wendung zum Schluss. Unbedingt zu Ende hören.

Yeah But No – I Still Keep Love For You

Morgen erscheint Demons, das zweite Album des Berliner Electro Pop / Wave – Duos YEAH BUT NO. Mehr Infos dazu gibt es am Wochenende unter der Rubrik „Alben der Woche“. Versprochen. Vorab sei aber schon einmal verraten, das auf dem Album gefühlvoller Elektro-Pop zu hören ist, der sich bestens als Soundtrack für emotionale Kurzfilme oder Dokumentationen eignen würde. So wundert es nicht, dass das Video zu der Albumauskopplung I Still Keep Love For You wie ein emotionsgeladener Kurzfilm daherkommt.

Yeah But No – „I Still Keep Love For You“ (official music video) VÖ 16.10.2019

Im Video von Regisseur Jacob Sauermilch wird ein Mann auf einem Roadtrip mit seiner Freundin an seine Beziehung zu seiner früheren Partnerin erinnert. In den Rückblenden wird ihm wieder gegenwärtig, was er verloren hat, und eine unbestimmte Sehnsucht nach vergangenen Zeiten erwacht. Die Gedanken, die ihn überwältigen, werden durch den zeitgenössischen Tanz repräsentiert, der zum Ende hin immer stärker und wilder wird.

Bodi Bill – Better Than Reality

Foto: Katia Wik

Wer auf elektronische Indie-Mukke steht, sollte das Berliner Trio Bodi Bill im Auge behalten. Bodi Bill waren Vorreiter eines modernen musikalischen Eklektizismus aus Techno, Folk und Indie, haben dann aber 7 Jahre nichts mehr zusammen gemacht, sondern sich jeweils eigenen musikalische Projekten gewidmet. Jetzt sind sie allerdings mit einer neuen Single ( die dritte in kurzer Zeit ) und einer Tour wieder da.

/// Bodi Bill – Hands-On Tour
20.10.2019 – DE – Köln, Club Bahnhof Ehrenfeld* 
21.10.2019 – DE – München, Ampere*
22.10.2019 – DE – Nürnberg, Stereo*
24.10.2019 – DE – Frankfurt, Horst*
25.10.2019 – DE – Hannover, Musikzentrum*
26.10.2019 – DE – Dresden, Scheune
27.10.2019 – DE – Jena, Kassablanca
28.10.2019 – DE – Dortmund, FZW Club*
29.10.2019 – DE – Bremen, Lagerhaus*
31.10.2019 – DE – Hamburg, Mojo Club*
02.11.2019 – DE – Berlin, Säälchen – sold out!*
04.11.2019 – DE – Berlin, Säälchen – sold out!**

* mit Odd Beholder
**  mit Albertine Sarges & The Sticky Fingers