Moyka- Bones

Foto Anne-Lise_Nygaard

Norwegen ist auch ein gutes Pflaster für elektronische Tanzmusik. Dies zeigen Musikacts wie  Royksopp, Highasakite und Aurora. Das sind genau die Idole, der die norwegische Newcomerin Moyka nacheifern wollte. Zweieinhalb Jahre ist es her, dass sich Moyka für ein Studium der Musikproduktion in Bergen einschrieb. Die Zeit nutzte sie, um durch die Arbeit mit Cubas, Soft-Synths und Samples ihr eigenes mystisches, synthie-basiertes Universum zu erschaffen. Mit ihrer Debütsingle “Colder” schaffte sie es ins norwegische Fernsehen Punkt. Ihre zweite Single Bones folgt den aktuellen Trend, auf die Musik der 80er Jahre Bezug zu nehmen.

Bones is about that urge to create, and feeling like that is taken away,” sagt sie. “When I wrote it in 2017, it felt like I couldn’t quite get anything right, I was trying really hard and it all turned out bad. I was saying, ‚I’ve got this big love for you and it seems like you’re disappearing…‘”

Georgia – About Work the Dancefloor

Die in London lebende Songwriterin und Produzentin Georgia Barnes begann ihre Karriere als Session-Drummerin. Ihr 2015 veröffentlichte selbstbetiteltes Debütalbum enthielt eine Sammlung nicht besonders eingängiger experimenteller Popsongs. Aber im letzten November kam sie mit der Hit-Single „Started Out “ heraus, die den Electro-Pop von CHVRCHES mit groovigen House-Basslines zusammenbringt.

Musik zum Tanz in den Mai

Georgias neue Single „About Work the Dancefloor“ bewegt sich zwischen Clubmusik und Pop. Der pochende Synth-Pop erinnert an die schwedische  Elektropop-Queen Robyn. Das ist nich die schlechteste Referenz.

Titel und Text des Songs sind grammatisch unlogisch: „Ich habe gerade darüber nachgedacht, über die Tanzfläche zu arbeiten.“ Möglicherweise ergibt sich der Sinn daraus, dass die Logik der Gedanken schwindet, wenn auf der Tanzfläche die Beats durch den Körper strömen. (So jedenfalls die Deutung von Michelle Kim von Pitchfork).

Das ist genau die richtige Musik zum Tanz in den Mai und damit ein würdiger Abschluss füe die April-Playlist.

Neu & Gut: Ex:Re- Romance

Einer der erfolgreichsten Songs des Jahres 2013 kam von Daft Punk zusammen mit Pharrell Williams und hieß „Get Lucky“. Ähnlich wie das ebenfalls 2013 von Pharrell Williams gesungene „Happy“ verbreitete der Song ordentlich gute Laune. Soviel Glückseligkeit und Fröhlichkeit kann einem auch ganz schön auf den Keks gehen, dachten offensichtlich „Daughter“ und brachten kurz nach Daft Punk eine wesentlich dunklere Coverversion von Get Lucky heraus.

Elena Tonra, die Sängerin von Daughter, kündigte Ende November mit der Single „Romance“ ein Album als Solokünstlerin an. Sie gibt sich dabei den Künstlernamen ex:re und betitelt so auch ihr Werk. Es geht also um Ex-Relationship, also um eine vergangene Beziehung.

„Romance is dead and done“ singt sie in diesem“wahrscheinlich traurigsten Dance-Track“ des Jahres (laut.de). Dabei können wir ihr zu einem unaufdringlichen Beat in das rote Licht eines Clubs folgen.

Damit findet die ohnehin sehr melancholisch angehaucht Dezember Playlist ihren würdigen Abschluss. Es sollte mich wundern, wenn es Silvester noch eine gute Neuveröffentlichung geben sollte.