B O K E H – Options

In dem Dance-Pop- Track trifft Atmosphäre auf packende Synthies gepaart mit einer starken Stimme der Sängerin. Das musikalische Wirken von Chloë Lewer gefällt uns schon, seit die aus Südafrika stammende, in Neuseeland aufgewachsene und nun in Berlin lebende Sängerin zusammen mit den Neuseeländer Elliott McKee in den Berliner Straßenmusikprojekt Charity Children mit feinstem Indie-Folk verzauberte. Auf der Facebookseite von Charity Children sieht man, dass die beiden wieder imStudio sind und ich hoffe, dass bald was neues zu hören sein wird.

Als Solokünstlerin ist Chloë Lewer vielseitig tätig. Ihr Musikprojekt trägt den Namen BOKEH. Außerdem wirkt sie als professionelle Songwriterin und Musikerin, als auch als Filmemacherin, Schauspielerin und Regisseurin. Über das Musikvideo zu Options führte sie selbst Regie.

Im Musikvideo durchlebt der Darsteller (Daniel Asamoah) einen Findungsprozess. Er versteckt seine wahre Leidenschaft, das Tanzen sowie seine Sexualität. Einmal in der Woche mietet er sich ein Tanzstudio, um dort alleine mit sich selbst um seine Identität, seinen Gender und um seine Sexualität zu ringen. Letztendlich verliert er seine Hemmungen und Ängste und entdeckt sich selbst neu. 

Mary Komasa – Degenerate Love

Ein Vorgriff auf den Tatort am kommenden Sonntag (29.09.).Die in Berlin lebende und in Polen geborene Singer-Songwriterin Mary Komasa veröffentlicht am 11. Oktober 2019 ihr neues Album „Disarm“ . Vier Songs aus dem. neuen Album sind im neuen „Tatort Hüter der Schwelle“ zu hören, unter anderem die neue Single Degenerate Love. Tatort trifft auf Mystery, dazu passt die Musik von Mary Komasa ausgezeichnet.

Mary Komasa wuchs in einer künstlerischen Familie in Warschau auf und erlernte von frühester Kindheit an klassische Musik, darunter Orgel, Piano, Cembalo und Operngesang. In ihren späten Teenagerjahren zog sie nach Paris, um eine Karriere in der Mode und Musik anzustreben. In dieser Zeit arbeitete sie unter anderem mit Künstlern der lokalen Hip-Hop-Szene zusammen und kollaborierte mit dem Modehaus Rue du Mail. Es folgte der Umzug nach Berlin, wo wie begann, an ihren eigenen Musikprojekten zu arbeiten.

JEREMIAS – Diffus

JEREMIAS sind vier Jungs im Alter zwischen 18-21 Jahren aus Hannover. Sie machen luftigen, überaus tanzbaren Indie-Disco-Funk. Die Blaupause dafür könnte Spillers Groovjet aus dem Jahr 2002 sein. Dass diese Musik ankommt, haben z.B. die Parcels aus Australien gezeigt. Jeremias versehen diese fröhliche Musik mit deutschen Texten, die im Kontrast dazu eine gewisse Melancholie vermitteln. So geht es in Diffus darum, dass bei aller anfänglicher Euphorie und Zuversicht der Werdegang (der Beziehung) doch nicht so durchsichtig und einleuchtend, diffus halt, erscheint.

Die Band selbst sagt über den Song „Diffus ist ein labiler Tanz mit Tendenz zur Eskalation. Dort, wo andere an Zukunftsängsten verzweifeln, wird die Ahnungslosigkeit zelebriert und in dancigen 70s Synthies eingebettet.

Ihre Debüt-EP „Du musst an den Frühling glauben“(VÖ 04.10.2019) haben sie im vergangenen Herbst gemeinsam mit Produzent Tim Tautorat (Annenmaykantereit, Faber, OK KID) in den Hansa-Studios Berlin aufgenommen.

(Foto: Martin Köhler)

Debüt-EP„Du musst an den Frühling glauben“ kommt am  04.10.2019

Nach einem ausgedehnten Festivalsommer, in dem die Jeremias zahlreiche namhafte Festivalbühnen bespielen und verschiedene Supportshows (u.a. für Klan und Giant Rooks) geht es damit im Februar 2020 auf große Deutschlandtour quer durch die Clubs der Republik. Ihre wachsende Fangemeinde kann sich auf begeisternde Konzerte, viel musikalische Leidenschaft und den ganz besonderen extrem tanzbaren Sound dieser spannenden jungen Band freuen.

Live:

17.08.19 Bremen – Horn to be wild

24.08.19 Bonn – PopCamp Sommerkonzert

31.08.19 Kiel – Beauty & the Beats Open Air

14.09.19 Ratingen – Jetzt & Immer Festival

21.09.19 Ulm – Roxy

04.02.20 · Köln – Yuca

05.02.20 · Düsseldorf – Tube

06.02.20 · Darmstadt – 28qm

07.02.20 · Stuttgart – Im Wizemann Studio

08.02.20 · Würzburg – Cairo

13.02.20 · Göttingen – Musa

14.02.20 · Nürnberg – Club Stereo

15.02.20 · München – Milla

18.02.20 · Mainz – Schon Schön

19.02.20 · Bamberg – Live Club

20.02.20 · Erfurt – Engelsburg

21.02.20 · Leipzig – Neues Schauspiel

22.02.20 · Dresden – Altes Wettbüro

26.02.20 · Osnabrück – Kleine Freiheit

27.02.20 · Hamburg – Nochtwache

28.02.20 · Hannover – Musikzentrum

29.02.20 · Berlin – Musik & Frieden

Saverne – High On Pomelo

Hier kommt tanzbare elektronische Rockmusik aus Ungarn. Der Titelsong der heute bei Motor Musik erschienenen EP High On Pomeloh ist in ein Video  verpackt, welches wie ein erotischen 70s Thriller daher kommt.

Saverne wurde 2013 gegründet und besteht aus drei Musikern, die die Intensität von Live-Rockshows in die elektronische Tanzmusik einfließen lassen. Der Sound von Saverne ist energisch und knackig. Als Einflüsse nennen sie “Justice“, „Flume“, „Gorillaz“ und „Jack White“.Schon ihre erste Single Hendrix war ein Mid-Tempo-Stomper, der von einem eingängigen Gitarrenriff angetrieben wurde. Damit und mit den melodischen Vocals von Frontmann Bence Kocsis geht es in den vier Tracks der neuen EP Hidh on Pomelo weiter.

Moyka- Bones

Foto Anne-Lise_Nygaard

Norwegen ist auch ein gutes Pflaster für elektronische Tanzmusik. Dies zeigen Musikacts wie  Royksopp, Highasakite und Aurora. Das sind genau die Idole, der die norwegische Newcomerin Moyka nacheifern wollte. Zweieinhalb Jahre ist es her, dass sich Moyka für ein Studium der Musikproduktion in Bergen einschrieb. Die Zeit nutzte sie, um durch die Arbeit mit Cubas, Soft-Synths und Samples ihr eigenes mystisches, synthie-basiertes Universum zu erschaffen. Mit ihrer Debütsingle “Colder” schaffte sie es ins norwegische Fernsehen Punkt. Ihre zweite Single Bones folgt den aktuellen Trend, auf die Musik der 80er Jahre Bezug zu nehmen.

Bones is about that urge to create, and feeling like that is taken away,” sagt sie. “When I wrote it in 2017, it felt like I couldn’t quite get anything right, I was trying really hard and it all turned out bad. I was saying, ‚I’ve got this big love for you and it seems like you’re disappearing…‘”

Georgia – About Work the Dancefloor

Die in London lebende Songwriterin und Produzentin Georgia Barnes begann ihre Karriere als Session-Drummerin. Ihr 2015 veröffentlichte selbstbetiteltes Debütalbum enthielt eine Sammlung nicht besonders eingängiger experimenteller Popsongs. Aber im letzten November kam sie mit der Hit-Single „Started Out “ heraus, die den Electro-Pop von CHVRCHES mit groovigen House-Basslines zusammenbringt.

Musik zum Tanz in den Mai

Georgias neue Single „About Work the Dancefloor“ bewegt sich zwischen Clubmusik und Pop. Der pochende Synth-Pop erinnert an die schwedische  Elektropop-Queen Robyn. Das ist nich die schlechteste Referenz.

Titel und Text des Songs sind grammatisch unlogisch: „Ich habe gerade darüber nachgedacht, über die Tanzfläche zu arbeiten.“ Möglicherweise ergibt sich der Sinn daraus, dass die Logik der Gedanken schwindet, wenn auf der Tanzfläche die Beats durch den Körper strömen. (So jedenfalls die Deutung von Michelle Kim von Pitchfork).

Das ist genau die richtige Musik zum Tanz in den Mai und damit ein würdiger Abschluss füe die April-Playlist.

Neu & Gut: Ex:Re- Romance

Einer der erfolgreichsten Songs des Jahres 2013 kam von Daft Punk zusammen mit Pharrell Williams und hieß „Get Lucky“. Ähnlich wie das ebenfalls 2013 von Pharrell Williams gesungene „Happy“ verbreitete der Song ordentlich gute Laune. Soviel Glückseligkeit und Fröhlichkeit kann einem auch ganz schön auf den Keks gehen, dachten offensichtlich „Daughter“ und brachten kurz nach Daft Punk eine wesentlich dunklere Coverversion von Get Lucky heraus.

Elena Tonra, die Sängerin von Daughter, kündigte Ende November mit der Single „Romance“ ein Album als Solokünstlerin an. Sie gibt sich dabei den Künstlernamen ex:re und betitelt so auch ihr Werk. Es geht also um Ex-Relationship, also um eine vergangene Beziehung.

„Romance is dead and done“ singt sie in diesem“wahrscheinlich traurigsten Dance-Track“ des Jahres (laut.de). Dabei können wir ihr zu einem unaufdringlichen Beat in das rote Licht eines Clubs folgen.

Damit findet die ohnehin sehr melancholisch angehaucht Dezember Playlist ihren würdigen Abschluss. Es sollte mich wundern, wenn es Silvester noch eine gute Neuveröffentlichung geben sollte.