Vagabon feat. Courtney Barnett- Reason to Believe

Lætitia Tamko alias Vagabon ist uns schon mit ihre ersten selbstbetitelten Album und ihrem Hit „Water Me Down“ wegen ihrer hervorragenden Stimme aufgefallen. Die aus Kamerun stammende und in New York City lebende Musikerin lässt sich auf kein Genre festlegen und hat auch keine Angst vor Americana und Folk-Songs ihrer Wahlheimat. Für die Coverversion des Folksongsongs „Reason to Believe“ von Karen Dalton aus dem Jahr 1966 (ursprünglich von Tim Hardin), hat sie sich mit der australischen Sängerin und Gitarristin Courtney Barnett zusammen getan.

„Ich habe kürzlich zum ersten Mal die Karen Dalton-Version von ‚Reason to Believe‘ entdeckt“, sagte Lætitia in einer bei Pitchfork bekannt gegebenen Pressemitteilung. „Ich war besessen und einige Tage danach nahm ich ein Cover davon in meiner Garage auf. Die Entscheidung, Courtney mit mir singen zu lassen, kam, nachdem wir es am Valentinstag 2020, einen Monat vor dem Lockdown, live im Palace Theatre in Los Angeles aufgeführt hatten. Courtney kam kurz nach der Show vorbei und wir nahmen ihre Parts auf.“ Courtney Barnett fügte hinzu: „Ich bin ein großer Fan von Vagabon und Karen Dalton, also war dies ein Traum. Sie haben beide eine Stimme, die mich absolut aus dem Konzept bringt. Ich bewundere Lætitia wirklich und bin ständig von ihrem Songwriting, ihrer Produktion und unseren sporadischen FaceTime-Chats inspiriert.“

Und hier zum Vergleich die Karen Dalton-Version.

The Crooked veröffentlicht ein Video ihres Covers von Billy Talents „Fallen Leaves“

The Crooked ist  eine alternative Rockgruppe mit Sitz in Toronto, der größten Stadt der kanadischen Provinz Ontario.  Seit 2017 haben sie zwei EPs, „First Place Silver“ und „The Shoebox Sessions„, veröffentlicht und sind im In- und Ausland getourt. Auf ihren Konzerten haben sie gerne Songs anderer alternativer Rockbands  zum Besten zum gegeben. Die in deutsch gesungene Coverversion von Grauzones NDW-Hit “Eisbär” wurde bereits hier vorgstellt. Für 2020 hatten The Crooked eine große Europa-Tournee geplant. Daraus wurde aus den bekannten Gründen nichts.  Sie haben daraufhin beschlossen, die gewonnene Zeit zu nutzen, um eine spezielle Serie unter  dem Titel  Lockdown-Covers zu veröffentlichen. Als erstes haben sie sich den Songs „Bulls On Parade“ von Rage Against The Machine vorgenommen, als Protest gegen Gewalt, Polizeibrutalität und fette Militärbudgets.

Jetzt heißt es Happy Lockdown #2 . The Crooked präsentieren den zweiten Teil ihrer Cover-Serie, nämlich  eine Abwandlung des Pop-Punk-Hits “Fallen Leaves” von Billy Talent. Ob Zufall oder Absicht, die Band Billy Talent kommt ebenfalls aus Ontario. Da die Produktion während der Pandemie 2020 stattfand, nahmen The Crooked ihre Parts einzeln in Kanada, Deutschland und den Niederlanden auf. Deshalb sieht das Video ein bisschen wie eine Zoom-Session aus. Schaut selbst.

Erstes Album soll 2021 erscheinen

Dem Vernehmen nach sind noch mehr Cover z. B. auch eines von Stevie Wonder geplant. Außerdem arbeitet The Crooked an einen Album, das nächstes Jahr kommen soll.

World Brain – Dance II (Discovery Zone Cover)

Die New Yorkerin JJ Weihl ist Gründungsmitglied der Berliner Band Fenster, die uns mit groovenden, psychedelischen und hypnotischen Popklängen erfreut. Genauso groovy , vielleicht einen Tick experimenteller, präsentiert sich JJ Weihl mit ihrem Soloprojekt Discovery Zone,. Das Debütalbum „Remote Control“ von Discovery Zone erschien im Juni diesen Jahres. Daraf befindet sich der Song Dance II, der mit seinem Techno-Rhythmus zum Tanzen einlädt. Der Franzosen Lucas Ufo, Keyborder bei Fenster und Solo als World Brain unterwegs, hat sich den Song vorgenommen und eine dreamige, sehr schönes Coverversion geschaffen.

Es lohnt , beide Songs zu hören.

Hier das Original:

Phoebe Bridgers & Maggie Rogers – Iris

Im Jahr 1998 brachten die Goo Goo Dolls die wunderbar romantische Ballade „Iris“ heraus, die seitdem ca. 50 mal von verschiedensten Sänger*innen gecovert wurde ( u. a. von Ronan Keaton). Am 3. November twitterte Phoebe Bridgers, dass sie „Iris“ ebenfalls covern wird, wenn Trump die Wahl verliert. Maggie Rogers erklärte sich bereit, bei Harmonien zu helfen, und siehe da, die USA und der Rest der Welt sind nicht nur diesen unsäglichen und brandgefährlichen Spinner los, gleichzeitig wurde ein Super-Duo wurde geboren.

Desperate Journalist – The Fear (Pulp cover)

Im März 1998 brachte Pulp, die Gitarrenband des genialen Jarvis Cocker, den Song „The Fear“ heraus. 22 Jahre später veröffentlicht eine andere geniale englische Gitarrenband, Desparate Journalist, ein Cover dieses großartigen Song. Den Aufschlag machte fierce panda, das Plattenlable von Desparate Journalist. Als es im Frühjahr 2020 zum Lockdown kam, bat das Lable seine Acts, eine Lieblingsmelodie einer anderen Band zu wählen, mit der sie in Lockdown rocken könnten. Diese Cover werden zu den Covid Version Sessions, zusammengestellt. Es sind alles Home-Recordings, die die beunruhigende Stimmung des Augenblicks einfangen. Diese Aufnahmen sehen den ganzen Herbst über der digitalen Veröffentlichung entgegen. Desperate Journalists Version von ‚The Fear‚ ist die zweite Veröffentlichung einer fierce panda Covid Version nach Moon Panda, die “ Call It Fate, Call It Karma “ von The Strokes coverten. Weitere CV-Songs von Ghost Suns, Jekyll, China Bears und National Service folgen in Kürze.

„Wir sind alle Fans von Pulp in der Band, aber mein persönliches Lieblingsalbum ist This Is Hardcore, erklärt Desperate Journalists charismatische Sängerin Jo Bevan. „Hier trifft Jarvis ‚Talent großartige Beobachtungslyrik auf Risse in seiner schriftstellerischen Fassade. Die Gegensätze zwischen all der ungewöhnlich persönlichen Angst in den Liedern und der damaligen Britpop-Party-Kultur in Großbritannien treten zu Tage und bilden ein erhabenes melancholisches und zuordenbares Ganzes.“

„Es ist meine Hangover-Platte, also kenne ich sie wie meine Westentasche, „sagt Bassist Simon Drowner. „Wie auch immer, unser Freund Kevin schlug immer wieder vor, dass wir ab und zu ein Cover von ‚The Fear‘ machen, und es machte schließlich im April Sinn, als die ganzen Welt langsam in Vergessenheit geriet und wir alle in unseren Häusern eingeschlossen waren. Wir versuchten es, weil es sonst nichts zu tun gab.“ (Bilder: Thomas Wolff)

„Anlegen“ – Children covern Oehl

Foto: Alexander-Gotter

Cover-EP „Im Spiegel“- Mitmach-Aktion für Fans und Kolleg*innen

Vor Kurzem kündigte das isländisch-österreichische Duo Oehl sein Cover-Projekt „Im Spiegel“ an. Via Social Media rufen Ariel Oehl und Hjörtur Hjörleifsson alias Oehl ihre Fans und andere Musiker*innen dazu auf, die Songs ihres Debütalbums „Über Nacht“ neu zu interpretieren und zu filmen. Ariel Oehl meint dazu: „Man brütet monatelang über den Songs und wenn das Album da ist geht man normalerweise damit auf Tour, lässt sie aus dem Nest, schaut, wie sie vor Publikum ankommen. Da wir momentan aber nicht auf Tour gehen können, möchten wir zumindest unsere Songs in die Welt schicken und sehen was Freunde und Fans draus machen.“ 

Zusätzlich zu dieser Aktion kündigten sie die gleichnamige EP „Im Spiegel“ an, auf der sieben befreundete Künstler*innen aus Deutschland, Island und Österreich ihre eigenen Interpretationen der Oehl-Songs präsentieren. Nach der „Tausend Formen“-Interpretation von Culk erscheint heute eine Coverversion von „Anlegen“ von Children.

Erscheinen ist bereits „Tausend Formen“, das von der der Wiener Post-Punk Band Culk um die außergewöhnliche Sängerin Sophie Löw in eine ganz eigene Version umgewandelt wurde.

„Im Spiegel“ erscheint Ende Juli

Die gesamte EP soll Ende Juli erscheinen und mit dabei sind die Künstlerinnen Mira Lu Kovacs, Culk, Lylit, Children, Oska, Mynth und Brynja. 

Black Sea Dahu – Guinevere (Cover)

Das Woodstock  Open-Air-Musikfestival gilt als Höhe- und gleichzeitig Endpunkt der im Mainstream angekommenen Hippiebewegung in den USA. Das Festival endete jedoch am Morgen des 18. August 1969. Was ist geblieben von der Hippie-Ära? Eine Dokumentation des Kultursenders 3Sat vom 17.08.2019 blickte anlässlich des 50. Jahrestages mit einer neuen Musiker-Generation – je einer Band aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – auf deren musikalische Vorväter.

Für die Dokumentation hat die Band aus der Schweiz, Black Sea Dahu, den Song Guinevere von Crosby, Stills &Nash gecovert. 

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Black Sea Dahu-Sängerin Janine Cathrein holt in der Dokumentation die Hippie-Ära in die Jetzt-Zeit. „Ich finde, das gehört schon auch sehr zum Hippie-Sein, dass du nicht die Erde kaputt machen willst“, sagt sie. „Und ich mache ganz viel: Foodsharing und Zerowaste, das ist so wie das moderne Hippieleben. Scheiß auf Plastik.“

AnnenMayKantereit + Parcels -Can’t Get You out of My Head, Kylie Minogue Cover

Dass Christopher Annen, Henning Mai, Severin Kantereit und Malte Huck, der es leider nicht in den Bandnamen geschafft AnnenMayKantereit geschafft hat, 80’Jahre Disko-Pop zum Besten geben, kann man sich eigentlich nicht so recht vorstellen. Sie haben es dennoch getan und imSommer bei ihrem „AnnenMayKantereit und Freunde“-Konzert  „Can’t get you out of my head“ von Kylie Minogue gecovert. Für das Disko-Feeling haben sie sich allerdings die absolut passende Hilfe geholt. Der Disco-Vibe der fünf australischen Wahlberliner von den Parcels ist absolut makellos, der Sound mindestens so Retro wie ihre Klamotten. Das im Tropenhaus Berlin aufgenommene Video macht daher Spass, auch wenn Henning Mai wohl eher zu der Fraktion zählt, die in der Disko an der Bar und nicht auf der Tanzfläche zu finden ist.

Tiny Changes. Ein besonderes Cover-Album

Frightened Rabbit ist eine schottischen Band, gegründet von Scott Hutchinson und seinem Bruder Grant. Kennzeichnend sind die  authentische Texte des Sängers Scott Hutchison. Nebel und Regenwetter der schottischen Heimat und seine (letztendlich tragische) Introvertiertheit sorgten für die nötige Melancholie.  Das zweite Album der Band „The Midnight Organ Fight„, welches im April 2008 erschien, landete in den Top 100-Albumcharts des Jahrzehnts beim NME. Zum 10-jährigen Jubiläum gingen Frightened Rabbit  mit „The Midnight Organ Fight“ nochmal auf Tour und planten eine besondere Neuveröffentlichung. 

Um den 10. Geburtstag unseres Albums ‚The Midnight Organ Fight‚ zu feiern, haben wir versucht die üblichen Vorgänge wie zu vermeiden, wie die Neupressungen des Vinyls, die Neuveröffentlichung des Albums mit neuem Artwork und mit Bonus-Songs oder Demos, die sowieso niemals für andere Ohren bestimmt waren als unsere eigenen. Wir haben dafür ein paar Freundinnen und Freunde gefragt, ob sie nicht ihre eigenen Interpretationen der Songs des Albums aufnehmen möchten” erläutern Frightened Rabbit.

Am 10. Mai 2018 nahmen die Planungen eine tragische Wendung. Scott Hutchinson wurde vermisst. In einer Twitter-Meldung hatte er seinen Suizid angekündigt. Auf die von seiner Familie und der Polizei initiierten Suche  wurde sein Leichnam in der Nähe von Port Edgar in Edinburgh gefunden . Scotts Familie und seine Band riefen die Charity-Einrichtung „Tiny Changes“ ins Leben, um Kindern und Erwachsenen mit seelischen Problemen zu helfen. „Tiny Changes“ heißt nunmehr auch das Cover-Album von “The Midnight Organ Fight”, an dem viele befreundete Künstler wie Biffy Clyro, Daughter, Aaron Dessner (The National) & Lauren Mayberry (Chvrches) und Julien Baker, um nur einige zu nennen, mitgewirkt haben.

Nochmal Frightened Rabbit dazu: „Scott hatte einen großen Anteil daran, dass dieses Album realisiert wurde. Er arbeitete daran mit großer Begeisterung und steckte eine Menge Enthusiasmus in das Projekt. Er hörte sich jeden einzelnen Song genau an und hat mit uns gemeinsam jedes Stück freigegeben. Er hatte auch bereits mit dem Artwork begonnen, dass ihr sehen könnt, wenn ihr euch die Platte kauft.

‚Tiny Changes‘ ist eine Zelebrierung eines Albums, das tausende von Leuten mit Scott verband und tausende von Menschen untereinander verband und dies auch immer noch tut. Scott würde an dieser Stelle vermutlich einen Witz machen, dass das Album ‚The Midnight Organ Fight‘ bald in die Pubertät käme und anfinge sich rebellisch zu verhalten, in dem es Gras rauche und sich piercen lasse. Wir – Grant, Andy, Simon und Billy – sind nicht so witzig wie Scott. Also lasst uns einfach das Glas erheben, die Kerzen auspusten und uns was wünschen.

Tiny Changes“ erscheint am 12. Juli 2019. Zwei wunderbare Tracks sind bereits vorab erschien.Poke von Daughter

und  The Modern Leper von Julien Baker

Lucy Dacus – La Vie En Rose

Ein Song zum Valentinstag

Im Jahr 2017 ist Lucy Dacus besonders aufgefallen Zu Anfang der Jahres kam ihr hervorragende Album „Historian“ mit dem wunderbaren Track „Nightshift“ heraus. Dann erfolgte die Zusammenarbeit mit Julien Baker und Phoebe Bridgers als Supergroup „boygenius„.

Lucy Dacus hat sich entschlossen, 2018 kein neues Album zu veröffentlichen. Stattdessen hat sie eine neue Single-Serie mit gecoverten Liedern angekündigt. Das besondere ist, dass die Veröffentlichungen zu ausgesuchten Feiertagen erfolgen sollen, zum Muttertag, zum Unabhängigkeitstag, zu Halloween, zu Weihnachten und zu Neujahr. Auch der Geburtstag von Bruce Springsteen am 23. September soll bedacht werden.

Den Anfang der Reihe macht zum Valentinstag  Édith Piafs Erkennungslied „La Vie En Rose“. Es war das erste Lied , welches die Piaf selbst komponiert hat. Es wurde schon von vielen Künstlern gecovert . Im Ohr ist die Version von Grace Jones. Lucy Dacus verpackt das Valentinsgeschenk in eine minimalistisches Indie-Pop-Klarsichtfolie. Ihre fast geflüsterte Alt-Stimme steht im starken Kontrast zu Piafs überlebensgroßem Gesang und erzielt damit eine ganz neue überraschende Interpretation. Es funktioniert, je öfter man es hört.