Little Dragon ist zurück mit ihrem brandneuen Album „New Me, Same Us“.

Albumcover Little Drago – New Me, Same Us – Ninja Tune

Little Dragon – die schwedische Band um die Sängerin Yukimi Nagano, den Multiinstrumentalisten Håkan Wirenstarnd und Fredrik Wallin an Keyboard und Bass und Erik Bodin an Schlagzeug und Perkussion begeistert mit ihrem einzigartigen Sound und ihren Melodien, irgendwo zwischen unkonventionellem R & B, elektronischem und energiegeladenem Indie-Pop.

Der Geheimnis ihres harmonischen Flows ist ihre langjährige tiefe Freundschaft. Sie spielen seit ihrer Schulzeit in Göteborg zusammen, wo sie sich nach dem Unterricht zum Jammen trafen und Platten von Künstlerinnen und Künstlern wie A Tribe Called Quest und Alice Coltrane hörten. (Foto: Ellen Edmar).

Die lange Freundschaft funktioniert nur weil die Bandmitglieder, obwohl Yukimi und Håkan sicherlich hervorstechen, alles teilen und gleichberechtigt sind. Alle opfern die gleiche Zeit für das Projekt Little Dragon und haben somit den gleichen Verdienst, so erklären Yukimi und Håkan in einen Interview mit Blogrebellen. Mit „New Me, Same Us“ ist die Band wieder an Ihre Wurzeln zurückgekehrt, als die gemeinsame Freude an der Musik wichtiger war und wieder ist, als die Sorge, ob man das Richtige tut. „Dieses Album war für uns die bisher beste Zusammenarbeit untereinander.“, erklären sie, „was vielleicht ein bißchen komisch klingt, wenn man bedenkt, dass wir all die Jahre zusammen Musik gemacht haben. Aber wir haben hart daran gearbeitet, ehrlich zu sein, den Mut zu finden, unsere Egos hintenanzustellen, um stattdessen lieber Teile von etwas Größerem zu sein.“.

„New Me, Same Us“ ein weiteres Kapitel in der kontinuierlichen Entwicklung von Little Dragon. 

Die Lead-Single, „Hold On“, ist eine Botschaft über das Wegbrechen und Weitermachen, „Rush“ handelt von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe, „Another Lover“ beschreibt einen herzschmerzerfüllten Tagtraum: „I can’t understand what I’m doing / don’t understand where we going“, klagt Yukimi in den ersten Zeilen. Das Video dazu feierte gestern Premiere.

In „Sadness“ geht es darum, dass jemand, den du magst, über die Zeit sein anderes Gesicht zeigt. Das Lullaby „Where You Belong“ ist ein Lied über die Angst vor Verlust und Tod. Aber es gibt auch Raum für Optimismus! „New Fiction“ sucht nach diesem Ort, an dem du neue Narrative und eigene Wege finden kannst, und „Are You Feeling Sad“ , die Zusammenarbeit mit Kali Uchis, fordert auf, sich nicht zu viele Sorgen zu machen: “you’re gonna be alright / don’t worry don’t worry / things gonna turn out fine ”. Etwas Eskapismus kann man zur Zeit gebrauchen.

Übrigens: „New Me, Same Us“ ist das sechste Album von Little Dragons und ihr Debütalbum auf Ninja Tune!

Record Release Konzert via YouTube

Da sämtliche Konzerte der Band derzeit nicht stattfinden können, werden Little Dragon als Trost am 27.03. um 20 Uhr ein Record Release Konzert via YouTube geben. 

Little Dragon Record Release Konzert Live Stream: https://youtu.be/mYgBIKIFwdE

Gestatten: Der SILK MOB

SILK MOB rollen mit ihrem selbstbetitelten Album einen optimal entschleunigten Soundteppich aus (VÖ: 27.03.2020)

Man könnte meinen SILK MOB seinen Propheten, denn sie   liefern den perfekten Soundtrack für die aktuelle Quarantäne-Zeit. „Heute ned“ fordert dazu auf, einfach mal alles abzusagen, daheim zu bleiben und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Auch die zweite Single „Fenster zu“ widmet sich dem Innehalten und Zuhause bleiben, „Ich sitze fest, ich geh nicht raus, die Türe zu, die Fenster auch“, lautet das Motto, das jetzt überraschend zutreffend die Lage der Welt beschreibt.

„Der Silk Mob, den man getrost als Untergrund-Supergroup No.1 beschreiben kann, (…) setzt auf Entspannung und hält wenig von Hektik, egal ob in den Lyrics oder im Beat.“

Juice

SILK MOB, das sind fünf talentierte Künstler aus Wien, die mit dem üblichen Deutschrap -Zeug aus der Hitparade nichts zu tun haben. Die neue Supergroup aus Austria setzt sich aus den Untergrund-Ikonen Donvtello und Opti Mane, Wiens Harmonien-Champion Jamin und den über jeden Zweifel erhabenen Producern Lex Lugner und Fid Mella zusammen. Am Freitag (27.03.2020) wird ihr selbstbetiteltes Album erscheinen. Uns erwarten fünf Tracks mit analog eingespielte Gitarren, Keys und Drums und Lyrics, die vom guten Leben, ausuferndem Genuss und Chill-Hideouts fernab aller Hektik erzählen.

Link: INSTAGRAM | SPOTIFY

THE ANIMEN -Same Sun / Different Light

Cover: The Animen – Same Sun / Different Light – Label: Two Gentlemen

Das neue Album der Rock’n’Roller aus Genf befriedigt das Bedürfnis nach guter Gitarrenmucke

Mit Hilfe eines PC oder Mac oder mit eine Laptop gelingt es heute, als Solo-Künstler*in sehr gute und hörenswerte Musik zu produzieren. Dafür gibt es zur Zeit viele, sehr gute Beispiele, insbesondre von jungen Frauen. Das diese Musik elektro-lastig ausfällt, ist aufgrund der technischen Gegebenheiten klar. Wie das Leben so spielt, gibt es aber auch den Pendelausschlag in die Gegenrichtung. Offenbar gibt es wieder ein verstärktes Bedürfnis nach E-Gitarren und Rockmusik und Bands wie die Strokes oder Mando Diao tauchen wieder auf.

Foto: Mehdi Benkler

Wer Lust auf elegante Gitarrenverzierungen, elastische Basslinien, robuste rhythmische Reliefs hat, der wird von den Schweizer THE ANIMEN aufs Beste bedient. Die vier Jungs sind nach hunderten von Konzerten robuste Pfeiler der europäischen Rockszene.

Ihr Album trägt den passenden Titel „Same Sun / Different Light“. Zwar bestrahlt die universellen Sonne des Rock’n’Roll alle die 11 Tracks gleich, doch wie ein Prisma reflektieren sie das Licht in unterschiedlichen (Musik-)Farben. Da ist der bissige Enthusiasmus auf The Absence, die Psychedelika von Greetings from El Matador, der herrliche Lo-Fi des nonchalanten Mourning Sun oder das taumelnde, ausgemergelte Kabarett von Woe Is Me und die Stones-haften Refrains in Two-Armed River, das bluesige From Thr Get-Go

sowie das kraftvolle Kill Your Darlings.

THE ANIMEN schaffen es, den guten alten Rock’n’Roll zeitgemäß leuchten zu lassen.

KOKO komplettieren mit „Tell Me Do You Care“ ihre erste EP „Follow“

Plötzlich waren sie da. KOKO überzeugten mit hypnotisierenden Beats und eingängigen Hooks der Debütsingle „Freak“ und den Nachfolgern „Eyes So Wide“ und „Follow“ sämtliche Streamingplattformen (New Music Friday, Indie-Radar, Global Rising, Off Pop…) und Indie-Radiostationen (YouFM, N-Joy, Fritz, FluxFM, Das Ding, egoFM, PULS, DLF Nova, MDR Sputnik…). “Follow”ist der Song, der jetzt auch der Debüt-EP ihren Namen gibt, auf der die genannten drei Songs zu hören sind. Komplettiert wird die EP durch den 4. Track „Tell Me Do You Care“, zu dem KOKO ihr erstes Video gedreht haben.

Dieser Song ist etwas anders als seine drei Vorgänger. „Wenn Berghain auf Boyband trifft“, titelt das Noizz Magazin und meint, der Song sei eine Mischung aus Hip-Hop und Elektro, aber im Refrain erinnere alles ein bisschen an eine coole Version der Backstreet Boys. Diesen Vergleich lehnt KOKO nicht ab.

Wenn Berghain auf Boyband trifft (Noizz)

Zur Entstehungsgeschichte von „Tell me Do You Care“ sagt der Lead-Gitarrist Ashley C.: „Dieser Song ist anders entstanden. Eigentlich freestylen wir immer zu irgendwelchen Beats, aber ‚Tell Me Do You Care‘ hat auf dem Klavier angefangen. Ollie sang ein paar verschiedene Sachen darüber. Dieses Lied sollte bereits schön sein, wunderschön, bevor wir überhaupt über die Produktion nachdenken wollten,“  und fügt hinzu: „Es geht um die Momente, wenn du emotional verwundbar bist. Wenn du am Tiefpunkt ankommst und dich mit Drogen und Alkohol beschäftigst, um das irgendwie zu verstecken. Der Titel ist eine Frage, die ich mir selbst jeden Tag gestellt habe, als ich genau an diesem Punkt war…“ Eine vorsichtige Frage, die durch KOKOs allererstes Musikvideo visualisiert wird. 

„Possession“das neue Album von Joywave steht ab Freitag bereit

Joywave – Foto: Mary Ellen Matthews

Joywave, das sind Songwriter und Multiinstrumentalist Daniel Armbruster (Gesang), Paul Brenner (Schlagzeug), Joseph Morinelli (Gitarre) und Benjamin Bailey (Keyboards, Gitarre, Gesang). Nach ihrer Gründung landete die New Yorker Band Joywave 2013 schon als Featuregast von Big Data mit „Dangerous“ (feat. Joywave) einen indirekten Gold-Hit. Seitdem haben sie zwei Alben herausgebracht und sind bekannt für ihren ultrazeitgenössischen Sound mit Indie- und Electroeinflüssen.

In den zurückliegenden Monaten haben Joywave  mit

„Blank Slate“,

„Obsession“

und

„Like A Kennedy“,

schon eine ganze Serie von Albumvorboten veröffentlicht.

Für den britischen Guardian war „Like A Kennedy“ ganz klar der „Hottest Track Of The Week“

Mit ihrem neuesten Werk „Possesion“ nehmen sie durch den abwechselnden Blick auf Individuum und Gesellschaft eine neue Perspektive ein und halten der Gesellschaft damit einen Spiegel vor Augen. „Possession“ kann man mit Besessenheit übersetzen, in dem Sinne, dass eine fremde Macht von einer Person Besitz ergriffen hat. Der Albumtitel bezieht sich laut Joywave auf Themen wie Kontrolle bzw. Kontrollverlust ( einen Track mit dem Titel “Obsession”, also Zwangsstörung gibts auch), die immer wieder auftauchen im Verlauf der insgesamt 12 Tracks.

„Uns rauchen die Köpfe. Jeder Tag ist noch verrückter als der davor. Jeder Bildschirm, an dem wir vorübergehen, schreit uns förmlich an, fordert unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Die Kontrolle über das eigene Leben befindet sich in einem permanenten Belagerungszustand“

Daniel Armbruster-

Indem sie ihren Blick abwechselnd aufs Individuum und die gesamte Gesellschaft richten, kann man „Possession“ als Versuch bezeichnen, eine neue Perspektive zu eröffnen – wie ein vertonter Zoom-Out, der das große Ganze wieder sichtbar macht.

Das Album-Artwork inspiriert von der Voyager Golden Record

Eine riesigen Perspektivwechsel hat die Wissenschaft mit den Raumsonden Voyager 1 + 2 vollzogen. Diese sind seit 1977 im Weltraum unterwegs und im August 2012 als erste von Menschen erzeugte Objekte unser Sonnensystem verlassen. Mit Hilfe der Sonden können die Menschen erstmals von außen auf unser Planetensystem blicken. Die Voyager-Sonden also Symbole für neue Perspektiven. Wahrscheinlich das Album-Artwork deshalb von der „Voyager Golden Record“  inspiriert. Eine Golden Record ist jeweils auf einer Voyager-Sonde und enthält Bild- und Audio-Informationen über die Menschheit. Nicht nur das, auch Samples und Field Records spielen bei den Produktionen von Joywave eine große Rolle. Im Verlauf von „Possession“ sind Audiopassagen von den legendären „Voyager Golden Records“ zu hören.

Joywave liefern mit auf Possesion einen dichten Sound zwischen Indie- und Electro-Einflüssen, Gitarren und massiven Synthesizer. Dazu gibt es tiefgründige Texte, wobei allerdings das Augenzwinkern nicht vergessen wird.

Tycho – Simulcast ( Album)

Album Artwork Tycho Simulcast @ Mom + Pop x Ninja Tune

Tychos Signatur ist ein instrumentaler organisch-melodiöser Ambientsound mit warmen Synthi-Klängen, tiefen Bässen und weiten Klanglandschaften. 2019 überraschte Scott Hansen, der Mastermind von Tycho, die Fangemeinde mit dem Album „Weather„, welches nicht rein instrumental war. Die Sängerin Saint Sinner verlieh der elektronischen Musik ein zusätzliches eigenständiges Element. „Simulcast“ enthält nun maßgeschneiderte instrumentale Bearbeitungen von „Weather“-Albumtiteln, die zuvor von Saint Sinner gesungen wurden. Tycho hat die Essenz der Originale übernommen und neue, alternative Versionen der beliebten Tracks geschaffen.

Scott Hansen erklärt den Albumtitel: „Ein Simulcast ist die Übertragung eines Programms über verschiedene Medien und in verschiedenen Sprachen. Mit diesen beiden Alben wollte ich die gleichen Ideen in zwei Sprachen präsentieren, eine wörtlicher und die andere offener für Interpretationen. ‚Simulcast‘ erweitert die in ‚Weather‘ dargelegten Konzepte, verlagert sich aber mit instrumentalen Klanglandschaften an Stelle von Texten ins Abstrakte, eröffnet einen visuellen Raum und übersetzt die Botschaft in eine neue Sprache.“

Man kann sich also ein ganz besonderes Klangerlebnis verschaffen und auch sein Gehör schulen, indem man „Weather“ und „Simulcast“ gegeneinander hört. Da die Titelnamen und die Reihenfolge der Track unterschiedlich sind, gibt es hier eine Liste der Transformationen. Die Liste stammt aus einem Instagram-Post von Scott Hansen.

1. Weather

2. Alright / For How Long

3. Outer Sunset / Skate

4. Into The Woods

5. Easy

6. PCH / Pink & Blue

7. Cypress / Japan

8. Stress / No Stress

Weather

Simulcast

ELIAS veröffentlicht heute seine EP „HIM“ und die Single „I Need You Now”

Pressefoto@universalmusic

Er ist erst am Anfang 20 und hat eine Stimme, die einzigartig und unvergesslich ist. Diese Stimme eignet sich besonders Soul, Gospel und R & B. Elias kombiniert dies mit Pop- und Urban-Sounds und bringt Tiefe, Melancholie und Nachdenklichkeit in seine Songs. Inspiration findet ELIAS in der Musik seiner Kindheit und Künstler wie die Soul Queens Nina Simone und Roberta Flack. Vergleiche tun sich auf zu aktuellen Künstlern auf, wie Anohni, James Blake und Li Ning – also starke Stimmen, genau wie seine eigene. Bereits im Herbst 2019 präsentierte ELIAS die Vorläufer-Songs „I Give You The Best“ und „Neon Lights“ seiner 5-Track-EP „HIM“. Die heutige Fokus-Single „Need You Now“ wurde von Jamie Scott (Ed Sheeran, Justin Bieber, Jessie Ware u.v.m) produziert. Beim dazugehörigen Video führte Daniel Eskils  (Boys Noize, Mando Diao etc.) Regie.

Cover@universalmusic

 Mit der aktuelle EP “HIM” legt ELIAS sein Innerstes offen, was für ihn durchaus eine Herausforderung darstellt: „Ich habe dabei gelernt mich zu öffnen. In den Songs der EP geht es um die Widrigkeiten und Gegensätze, die das moderne Leben heute ausmachen.

Einerseits geht es dabei natürlich um mich selbst, auf der anderen Seite, geht es mir darum, dem Zuhörer genügend Spielraum zu lassen, sich selbst darin wieder zu finden und sich mit meinen Texten zu identifizieren. den meisten Texten geht es um Selbsterkenntnis und darum, sich von den Vorstellungen und Erwartungen anderer frei zu machen.“