Anoki – Geister

Mit „Geister“ veröffentlicht Anoki die letzte Single aus seiner kommenden  EP „Irgendwann wird alles leichter“ (VÖ 08.04)

Anoki liebt Musik, denn die Musik gibt ihm viel. Aufgewachsen ist er in Süddeutschland als Sohn eines in Indonesien geborenen Vaters mit amerikanischem Pass und einer deutschen Mutter. Die gemeinsame Leidenschaft für Musik, vom Radio auf Kassette aufgenommen, war die Verbindung zur alleinerziehenden Mutter und weckte den Wunsch, selbst Gitarre zu spielen. Die Bühnen der Punk-Bands, mit denen er auftrat, standen in Jugendzentren der kleinen Industriestadt. Die Plattensammlung des älteren Bruders erschloß ihm die Welt des Hip Hops. Musik gab ihm die Kraft, aus dem süddeutschen Kleinstadtmief abzuhauen. Berlin wird die Wahlheimat und sein Talent wird erkannt. Er spielt Supportshows für Dendemann und Neufundland. OK KID nehmen ihn auch mit auf Tour.

Foto oben: Janos Götze

Deutsch-Pop im Genre-Mix

Anoki in eine Genre-Schublade zu stecken, gelingt nicht. Er macht Sprechgesang, keinen Rap. Irgendwo zwischen Indie, Soul und Pop positioniert sich der Songwriter mit einer weich knisternden und wohlig kratzigen Version moderner deutschsprachiger Poesie, die von Resignation und Aufbruch erzählt. Auf seiner neuen EP „Irgendwann wird alles leichter“ verarbeitet Anoki seine eigene Geschichte und setzt sie in einen kulturellen Kontext, was auch zu gesellschaftskritischen Ansagen führt. Dabei ist ein Song wie „Is OK“ durchaus radiotauglich. Das gilt auch für die neuste Single „Geister“. Mit einem an die die Strokes erinnernden Instrumental, begleitet von modernen Rap Lyrics, erweckt „Geister“ ein hoffnungsvolles Gefühl von Aufbruch.

Ein paar Worte zum Krieg

Es fällt zur Zeit schwer an diesem Blog zu schreiben. Die Ereignisse in der Ukraine, die Bilder von den Zerstörungen in den Dörfern und Städten machen mich traurig. Wieviele unschuldige Mensch sind dabei wohl um Leben gekommen? Ebenso ergreifen die Bilder von den flüchtenden Frauen und Kindern und den Abschieden von den Männern. Wollen diese Männer alle wirklich kämpfen, töten und getötet werden? Wütend machen die zynischen Ansprachen aus dem Kreml. Warum dieser tödliche Angriff auf die Freiheit? Die Wut richtet sich nicht gegen die Bevölkerung in Russland, sondern gegen den Despoten Putin und alle, die ihn unterstützen. Sie wird gespeist aus dem Gefühl der Hilflosigkeit. Unsere Regierung und die Verbündete verhalten sich richtig, wenn sie die Ukraine so viel wie möglich unterstützen, aber selbst keine Kriegshandlungen vornehmen. Eine Gratwanderung beim Tanz auf dem Vulkan.

Seid solidarisch mit den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten. Geldspenden helfen. Spenden kann man bei der NOTHILFE UKRAINE.

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