Biffy Clyro – The Myth of the Happily Ever After

Das schottische Trio veröffentlichen am 22. Oktober 2021 sein neues Album

Die drei Herren von Biffy Clyro überraschen uns mit einem neuen Album. „The Myth of the Happily Ever After erscheint nur rund 14 Monate nach ihrem letzten Langspieler „A Celebration Of Endings„. Die Band versteht ihr neues Werk als quasi geerdetes Gegenstück zum Vorgänger. „Es ist ganz klar unsere Reaktion auf A Celebration of Endings“, kommentiert Simon Neil (Gesang, Gitarre). „In dem neuen Album steckt eine richtige Reise: All die Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die wir in den letzten 18 Monaten hatten, kollidieren in diesen Stücken. A Celebration hatte diese innere Kraft, aber dieses Mal geht es uns vielmehr um Verletzlichkeit: wie verwundbar wir als Band und als Menschen doch sind in dieser schrägen Phase unseres Lebens. Sogar der Titel ist das exakte Gegenteil. Darin steckt die Frage: Legen wir uns diese Narrative einfach nur selbst zurecht, um uns etwas sicherer zu fühlen – obwohl ja doch keiner von uns sagen kann, was uns letzten Endes erwartet?“ Die Selbstbesinnung hängt vielleicht auch damit zusammen, dass Biffy Clyro das Album aufgrund des Lockdowns zwangsläufig ihrer der Heimat an der rauen schottischen Westküste aufnehmen mussten. Das Studio in Los Angeles, wo „A Celebration…“ entstand, war unerreichbar. So bauten die Brüder James (Bass) und Ben Johnston (Schlagzeug) in bester DIY-Manier ein altes Bauernhaus zum Studio um.

Auf The Myth…“ finden einige experimentelle Songs, die mir sehr gut gefallen. Zu nennen ist der der empfindsamen Slowburner „Existed“, mit dem die Biffys ihre Selbstzweifel vertonen. Größtenteils aus soften Synthesizer-Samples (basierend auf Simons Gesangsstimme) gestrickt, markiert „DumDum“ einen Bruch mit dem Biffy Clyro Rock. „Slurpy Slurpy Sleep Sleep“ kommt als Schlusstitel ziemlich durchgeknallt daher. Der klassische Biffy-Rocksound kommt aber nicht zu kurz. So wird das wütende „A Hunger In Your Haunt“, das stadiongroße „Errors In The History Of God“ oder das unglaublich eingängige „Witch’s Cup“ den Fans gefallen. Das epische sechs Minuten lange „Unknown Male 01“ ist vollgepackt mit Biffy Clyro Trademarksound.

Zu „Unknown Male 01“ und „A Hunger In Your Haunt“ gibt es ein über 10minütigen opulenten Doppel-Musikvideo hier zu sehen.

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