Im Doppelpack: Die Freunde Simon Frontzek und Rudi Maier produzieren gegenseitig ihre neuen Alben und veröffentlichen gleichzeitig

Burkini Beach – Best Western/ Sir Simon – Repeat Until Funny

Der Urlaub ist nun vorbei. Die Hoffnung,im Urlaub mehr Zeit um Schreiben im Blog zu finden, hat sich nicht erfüllt. Das Gegenteil war der Fall. Deswegen gibt es einiges nachzuholen. So wurde am 27.08.2021 bei Thees Uhlmanns Label Grand Hotel van Cleef zur gleichen Zeit die Alben Best Western von Burkini Beach und Repeat Until Funny von Sir Simon veröffentlicht. Und das nicht ohne Gründe.

Die beiden Musiker, Songwriter und Produzenten Simon Frontzek (aka Sir Simon) und Rudi Maier (Burkini Beach) haben gemeinsam das letzte Thees Uhlmann Album „Junkies und Scientologen“ co-produzierten und mitgeschrieben. Die beide sind auch Mitglieder in Uhlmanns Liveband. Darüber hinaus gibt es vom Humor bis zur Kreativität jede Menge Gemeinsamkeiten. So beschlossen beide Musikerfreunde, gegenseitig ihre Soloalben zu produzieren. Das Ergebnis sind zwei wundervolle, behutsame Indie-Rock-Platten die so gar nicht deutsch klingen. Vielmehr fühlt man sich an Musiker*innen aus den USA oder Kanada erinnert.

Burkini Beach – Best Western

Mein absoluter Lieblingssong auf “ Best Western “ ist „Crying At The Soundcheck“. Er beschreibt mit drastischen Woten die Leiden des Musikers während des Tourlebens. Im Kontrast zum negativen Text klingt die Gitarrenmelodie herlich nach cruisen auf einer amerikanischen Küstenstraße. Der Gesang könnte von Conor Oberst mit Phoebe Bridgers oder gar Lindsey Bucckigham mit Stevie Nicks kommen. Die zweite Stimme neben Rudi Maier stammt von der wunderbaren schwedischen Sängerin Emma Elisabeth. Überhaupt klingt das ganze Album wie eine fette Produktion aus einem Monsterstudio in L.A. und nicht nach einem Kreuzberger Hinterhofstudio.

Sir Simon – Repeat Until Funny

Auch bei Sir Simons Album möchte ich gleich auf einen meiner Lieblingstracks hinweisen. Der Song „A Little Less Bored“ macht gleich zu Beginn deutlich, wo der Hase lang läuft. Es erwartet uns bester Indie Pop/Rock mit weiten offenen Melodien. Die Song sind teils sehr flott, zum Teil aber auch durchaus romantisch arrangiert. Als Beispiel für das letztere mag mein weiteres Highlight „Say No“ gelten. Zusammen mit der zweiten Stimme von Maria Taylor schafft Sir Simons Gesang den perfekten  Death Cab For Cutie-Einschlag.

Gemeinsamer Song

Ein Beleg für die Freundschaft der beiden Künstler und die gemeinsame Arbeit ist der gemeinsame Song „Not Coming Home“, der sich jeweils als letzter auf beiden Platten befindet. Der Harmoniegesang von Rudi Maier und Simon Frontzek zu Akustikgitarren fügt sich wunderbar in die jeweiligen Werke ein.

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