Interview mit der Band glu: zur Veröffentlichung ihrer ersten EP „Fireflies“ am 30.07.2021

glu: nennt sich ein im Jahr 2020 gegründetes Quartett aus Leipzig. Der Name ist Lautschrift und bedeutet Leim. Sängerin Charlotte (Lotti) Vogel , Max Schäfer (Git/Synth), Tim Schönherr (Bass) und Philipp Berger (Drums) legten schnell ihre ersten Singles „WYAR“ und „Circles“ vor. In den vergangenen 12 Monaten entstanden drei weitere Songs samt Videos. Liebevoll in Eigenregie produzierter Pop mit 80’s Patina. Nun gehen die Vier mit ihrer ersten EP „Fireflies“ an den Start. Im Interview erzählen sie uns, wie sie zusammen gekommen sind und beschreiben, wie ihre Musik entstanden ist.

Adohr: Hallo Lotti, Max, Tim, Philipp, am Freitag erscheint eure erste EP „Fireflies“. Wir wollen natürlich wissen, wer hinter glu: steckt und uns mit diesen schönen Melodien beglückt. Wie seid ihr zur Musik gekommen und was ist der Leim, der glu: zusammenhält, also wie habt ihr zueinander gefunden?

Lotti: Ich habe damals ein Gesuch auf Facebook gestellt und dann hat sich auch gleich Max gemeldet. Max und Tim machten schon vorher zusammen Musik und idealerweise war ein Proberaum schon vorhanden. So ging alles recht schnell und die Kennlernprobe verlief so gut, dass wir entschieden weiter Musik zu machen.

Tim: Max und ich suchten nach unserem vorherigen Projekt Flynn nach neuem musikalischen Input und dann hat sich das mit Lotti super schnell ergeben und direkt gefunkt. Als für uns feststand, dass wir das gern gemeinsam probieren wollten, stand eine erste Live-Gelegenheit in Form eines Tocotronic-Cover-Konzerts im Ilses Erika Leipzig an. Dafür haben wir dann noch jemanden am Schlagzeug gesucht und Max kam auf seinen alten Schulkameraden Philipp.

Max: Der hatte glücklicherweise Lust und die ersten Proben, die eigentlich ausschließlich für das Cover-Konzert sein sollten, liefen so, dass wir Philipp gefragt haben, ob er denn nicht dauerhaft mit uns Musik machen will.

Adohr: Mit Lotti als Sängerin und Max, Tim und Phillip an den Instrumenten habt ihr eine Besetzung, wie man sie auch bei London Grammar oder Wolf Alice findet. Was sind eure musikalischen Vorbilder und Einflüsse? Ihr habt ja auch ein tolles Cover von Don Henleys 80erJahre-Hit „Boys of Summer gemacht.

Lotti: Wir alle haben denke ich verschiedene Einflüsse. Max vor allem Roosevelt, Tim hat die alten Platten seiner Mama neu zu schätzen gelernt und ich habe schon immer viel Yazoo und Stevie Nicks gehört. Der 80s Sound kommt aber auch einfach wieder. Wir versuchen den alten Sound in einem modernen Gewand zu präsentieren.

Philipp: Wir nutzen auch einige der Synthesizer aus der Zeit im Songwriting-Prozess und das beeinflusst natürlich auch den Sound, der dann dabei rauskommt.

Adohr: Wie entstehen eure Songs? Gibt es jemanden, der den Hut beim Schreiben auf hat oder entstehen die Songs im Kollektiv?

Lotti: Es ist eigentlich immer eine gemeinsame Arbeit aber mit einem unterschiedlichen Anfang. Bei ‘No Tears’ haben wir zum Beispiel einen alten Song von meiner Singer Songwriter Vergangenheit genommen und den neu interpretiert. Im Gegensatz dazu stand bei ‘Porch’ vorher das Instrumental, welches Max noch von 2018 rumliegen hatte. Dann bringt jeder seine Ideen ein und wirkt so am Ergebnis mit.

Adohr: Die EP „Fireflies“ besteht aus 5 sauber abgemischten Songs und zu jedem Song gibt es schön anzuschauendes Video. Wer euch bei den hochwertigen Produktionen zur Seite gestanden?

Lotti: haha ja danke! … Max der Meister-Mischer hat eigentlich das Meiste an Arbeit gehabt, da er unsere Songs produziert und mischt.

Max: Die gehen dann noch für das Master an Flo Siller nach Hamburg. Mit ihm haben wir nun schon länger zusammengearbeitet und seine Ergebnisse waren immer top.

Lotti: Bei ‘Circles’ ‘WYAR’ und ‘Porch’ haben wir die Videos auch selber gestaltet. ‘No Tears’ hingegen wurde von Johannes Beese gedreht, der hat ein echtes Händchen für Ästhetik.

Tim: Unsere Fotos macht alle unser guter Freund Christian und so bleibt das eben alles noch nah bei uns, so dass wir auch guten Einfluss darauf haben können und es eben so wird, wie wir uns das vorstellen.

Adohr: Wir Musikkonsumenten haben unglaublich die Konzerte vermisst, mit anderen gemeinsam Bands und Solist:innen live zu erleben. Wie ist es euch in der Pandemie ergangen? Ihr konntet ein Konzert in den Cammerspielen Leipzig geben.

Philipp: Wir haben die Pandemie hauptsächlich fürs Songwriting genutzt. Da lief dann neben den regulären Proben in den Phasen mit etwas gelockerten Bestimmungen auch viel über Microsoft Teams und Zooms ab. Umso mehr haben wir uns dann über die Gigs bei den Cammerspielen und dem DRAN Fest, ein Konzert von unserem Label, gefreut. Und natürlich freuen wir uns nun auch auf das, was noch so ansteht.

Adohr: Eure EP ist ja nun fertig gestellt. Was sind Eure nächsten Pläne?

Lotti: Bei uns stehen noch ein, zwei Konzerte auf dem Plan, zum Beispiel am 26.07.2021 als Support-Act für KARO LYNN auf der Sommerbühne der Moritzbastei Leipzig. Da es nun hoffentlich zunehmend wieder mehr möglich sein wird, freuen wir uns auch auf noch mehr Konzerte in der Zukunft!

Und hier sind die fünf Tracks der der EP „Fireflies“

Eine schöne Mischung aus Verträumtheit, Pep, Melancholie, Swing und Glamour.

Fireflies (live)

WYAR
No Tears
Porch

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