Miu -The Reminder

„Ihr tragt keine Schuld für das was passiert ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn es euch nicht interessiert“

Esther Bejarano

Mit ihrem Ihrer Klavierballade „The Reminder“ setzt die Hamburger Künstlerin Miu (Foto oben: Blue Eyed Soul) ein Statement gegen das Vergessen und Relativieren. Sie wendet sich damit gegen aktuellen gesellschaftspolitische Entwicklungen. Das ist wichtig, denn Aussagen, wie die nachfolgenden Zitate, hört man leider viel zu oft in letzter Zeit:

„Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“

AfD- Ehrenvorsitzender Alexander Gauland

„Ja, hallo, ich bin Jana aus Kassel, und ich fühle mich wie Sophie Scholl, seit Monaten hier im Widerstand. Ich bin 22 Jahre alt, genau wie Sophie Scholl, bevor sie den Nationalsozialisten zum Opfer fiel.“

Querdenkerin Jana aus Kassel

„The Reminder“ soll deutlich machen, dass ein Vergleichen unserer Zeit mit dem Leiden beispielsweise in der NS-Zeit nicht nur grundlegend falsch ist, sondern auch dazu beiträgt, die wahre Grausamkeit der damaligen Verbrechen verblassen zu lassen.
„Wir möchten verdeutlichen, dass der bewusste Kontext- entfremdete Einsatz geschichtsträchtiger Symbole und die Einbindung von Personen für gegenteilige Zwecke zu einer Relativierung einer Zeit führt, die nie wiederkehren darf.’The Reminder‘ ist aus dem tiefen Gefühl entstanden, zum Nachdenken anzuregen, Geschichte festhalten und uns den damit verbundenen Schmerz bewusst zu machen.“ sagt Miu über das Projekt, was sie zusammen mit Fotograf Ingo Stahl umsetzte.

Gemeinsam mit der Zeitzeugenbörse Hamburg entstand zu dem Song auch ein Video und eine Portraitserie von Zeitzeugen. Die Erlöse des Songs werden an die Amadeu Antonio-Stiftung gespendet, denn hier geht es wirklich um die Botschaft.  „Uns ist bewusst, wenn die letzen Zeitzeugen ihre Geschichten nicht mehr erzählen, müssen wir den kommenden Generation den Schmerz und das Leid aus dieser Zeit bewusst machen. Wir tragen Verantwortung, dass ein Erinnern nie aufhören darf.“ 

Das Projekt wird von der Amadeu-Antonio-Stiftung, Laut gegen Nazis e.V. sowie der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein unterstützt.

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