Alben der Woche (Teil 1)

Common – „A Beautiful Revolution Pt. 1.“

Foto: Armin Ramzy

In den USA treibt der politische Lagerkampf auf einen Höhepunkt zu. Bei der Präsidentschaftswahl am kommenden Dienstag geht es um nichts weniger als die Entscheidung, ob der liberale Teil der amerikanischen Gesellschaft  wieder die Oberhand gewinnt oder das Land noch tiefer in einen reaktionären Nationalismus, geprägt von weißen Männern, abrutscht. Sollten Trump/Pence an der Macht bleiben, ist nicht erkennbar, dass irgendwas geschieht, um die massive Benachteiligung von Minderheiten z. B. bei der Krankenversorgung oder durch Rassismus zu beseitigen. Gewinnen Biden/Harris besteht immerhin ein Funken Hoffnung auf Änderung.

„Beautiful Revolution Pt. 1. ist Bestätigung. Es ist Anerkennung. Es ist Erhebung. Es ist Musik, die zu einer Bewegung passt. Denn die Wahrheit ist, gibt es noch so viel zu tun. Unabhängig vom Wahlergebnis müssen wir sicherstellen, dass die Dinge nicht zum Status quo zurückkehren. Die Absicht der Musik ist es, all unseren Schmerz und unsere Empörung in etwas Produktives, Inspirierendes und Gutes zu lenken. Es soll helfen, eine Bewegung in unsere nächste Phase der zu erledigenden Arbeit zu führen.“

Common

Genau in dieser Situation kommt der Rapper Common, ein Hip Hop-Urgestein, Grammy-, Emmy- und Oscar-gekrönten Künstler, mit dem durch und durch politischen Album „A Beautiful Revolution Pt. 1. „. In sieben Tracks eingeraht von einem Intro und einem Outro beschreibt er die desolaten gesellschaftlichen Bedingungen für seine schwarze Community, aber auch ihre Forderungen und Hoffnungen. Musikalisch ist die Mischung aus Rap, Hip Hop, R&B und Jazz genau so hochkarätig, wie die Band, die er um sich geschart hat. Zur Band des Albums gehören Robert Glasper (Keyboards), Karriem Riggins (Schlagzeug), Burniss Travis (Bass), Isaiah Sharkey (Gitarre) und PJ (Gesang), sowie die Gäste Black Thought (The Roots) und Lenny Kravitz.

Das Cover-Bild von A Beautiful Revolution Pt. 1’s“ (s.o.) basiert auf der Fotografie des Ghanaischen Fotografen und Künstlers Derrick Boateng

Common ruft nicht zur blutigen Revolution auf. „A beautiful Revolutiom“ findet im Innern statt, beginnt mit Veränderungen des Denkens und der Einstellungen und kommt ohne Gewalt aus, wie er im Outro deutlich macht. Der Track “A Place In This World“ ist Teil von Michelle Obama’s Initiative “When We All Vote”, in der sie zur teinahme an der Wahl aufruft. Die früheren First Lady hebt dies auf Instagran hervor: https://bit.ly/2HFI8KB

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