Album 1: Pam Pam Ida – Frei

Die sechs Bandmitglieder von Pam Pam Ida stammen aus Sandersdorf in Oberbayern. Sänger Andreas Eckert bietet seinen Gesang in Mundart, also Bairisch dar. Es kommen Instrumente zum Einsatz, wie Blockföte, Handtrommel und Blasinstrumente. (Foto: Maria Bayer)

Was uns zum Glück, bei diesen Ingredienzen, nicht erwartet ist volkstümliche Musik. Dass uns Pamm Pam Ida mit etwas völlig anderem beglüchen, haben wir ja schon bei den Singles „Hoaßer Droht“ und „Anderer Stern“ erleben dürfen. Vielmehr ergibt nämlich die Kombination der traditionellen Instumente mit Synthezisern, angezerrten funky Gitarren wie bei Prince und Streichern wie in der 70er Disko und coolen Gesang, gern auch mehrstimmig, eine unvergleichliche Mischung aus Indie, Funk, Soul, Emo und sogar Rap (zusammen mit dem Mundart-Rapper Bbou). Die Texte sind durchaus (selbst)ironisch lustig, sparen aber auch ein so ernstes Thema wie Kindesmißbrauch nicht aus („Die Nacht“).

Einen Tag vor erscheinen des Albums „Frei“ haben Pam Pam Ida noch schnell ein Video zur Single „No ned soweit“ herausgebracht, mit Engelschor.

Album 2: SoeckersKopfkarussell

Um Lokalkolorit geht es auch beim zweiten Album der Woche. Die Indiepopband Soeckers ist in Münster beheimatet, bzw Ahaus nahe bei Münster. In der Studentenstadt Münster wird gern gefeiert. Wenn es, wie zur Zeit, im Club nicht geht, dann gerne auch unter freiem Himmel mit mitgebrachtem Bier am Aasee oder in der Altstadt, etwa in der von den Soeckers besungene Jüddefelder-Straße. (Foto. Luis Engels)

„Kopfkarussell“ ist roher, direkter, mitreißender Garagenpop ein bisschen Libertines und Strokes, eine Prise Arctic Monkeys, aber mit deutschen Texten. Damit liefern Soeckers die perfekte Mucke zum ausgelassenen Feiern, bis die Polizei kommt, wie das Video zu „Gute alte Zeit“ zeigt.

Album 3: Marie Davidson & L’Œil NuRENEGADE BREAKDOWN

Apropos Club und Clubmusik. Für diese ist die Kanadierin Marie Davidson bekannt und ausgezeichnet (mit dem Polaris-Award) und hat die Schattenseiten der Szene-die u.a. Schlaflosigkeit, Desorientierung und weitere Auswirkungen auf die Gesundheit,  am eigenen Leib erlebt. (Foto: Madison Dinelle)

Einen Absprung vom Club will Marie mit mit einem neuen Album, einer neuen Band und einem  neuen Sound erreichen. „Renegade Breakdown“ trägt musikalischen Einflüssen von Fleetwood Mac über Kraftwerk bis hin zu Jazzklassikern wie Billie Holiday und Chet Baker und will ein breiteres Publikum erreichen. Es ist aber immer noch elektronisch und tanzbar genug.

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