Kamaal Williams – Wu Hen

Album der Woche II

Der Tasteninstrumentalist und Produzent Kamaal Williams (Foto: Glauco Canalis) aus Südostlondon gilt als eine der aktivsten Figuren der jungen Szene des UK-Jazz. Sein neues Werk „Wu Hen“ (nach dem Spitzname, den seine taiwanesische Großmutter ihm gab) groovt zwischen Jazz, Funk, Rap und R&B. Allein schon wegen der Instrumentierung mit Harfe und Streichern lohnt sich ein Einlassen auf diese ungewöhnliche und schöne Produktion. Zu den Musikern auf dieser Platte gehören Greg Paul (vom Kalayst Collective) am Schlagzeug, Rick Leon James am Bass, Quinn Mason am Saxophon und an der Harfe Alina Bzhezhinska. Das Multitalent Miguel Atwood-Ferguson (der bereits mit Ray Charles, Flying Lotus, Dr. Dre, Mary J. Blige und Seu Jorge zusammengearbeitet hat) steuert die Streicher bei. Kamaal Williams beschreibt, ganz bescheiden, sein Album so:

„Dies ist eine Revolution des Geistes. Eine spirituelle Rebellion: Um neue Höhen zu erreichen, müssen wir uns von der materiellen Welt trennen und Kraft in dem finden, was nicht greifbar ist. Dafür ist Musik und Kunst da – ob es sich um eine primitive Emotion oder etwas Tiefes handelt, Sie spüren es. Und es gibt ein unterschwelliges Element, das in meiner Arbeit mitschwingt. Wenn du malst, malst du was du dabei fühlst. Und die Person, die sich dieses Kunstwerk ansieht oder diese Musik hört, kann es auch fühlen, weil es aufrichtig ist. „

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