Woodkid – Goliath

Woodkid, bei dem Namen klingelt es doch sofort. Nein es ist kein Klingeln , sondern vielmehr der Sound eines apokalyptischen Schlagwerk-Trommelfeuers begleitet von Streichern, Hörnern und Trompeten. Es ist sieben Jahre her, dass der französische Musiker Yoann Lemoine alias Woodkid mit diesem pathetischen Soundmix auf seinem ersten Album „The Golden Age“ für Furore sorgte und kommerzielle Erfolge feierte (800.000 verkaufte Exemplare weltweit, Platinzertifikate in Frankreich und Deutschland, 200 Shows auf der ganzen Welt, 2 Grammy-Nominierungen und eine Auszeichnung der französischen Musikakademie, um nur einige zu nennen). In den vergangenen sieben Jahren war Lemoine nicht untätig, sondern war in verschiedenen kreativen Bereichen sehr aktiv. Er hat u.a. für Nicolas Ghesquière die Musk Louis Vuitton Works One produziert, zusammen mit dem französischen Künstler JR komponierte er “Les Bosquets” für das NYC Ballet, ebenfalls um Ballet ging es bei der Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui , Jonas Cuaron kollaborierte er, um den Original-Soundtrack von Desierto zu schreiben.

Nun kehrt Woodkid mit dem brandneuen Titel „Goliath“ zurück, mit dem er sein lang erwartetes zweites Album ankündigt. Und wieder ist viel Pathos im Spiel. Das episches Werk ist nach dem biblischen Riesen Goliath benannt, als ein Sinnbild für die herrschenden Machtverhältnisse, die aber nicht unüberwindbar sind.

Woodkid selbst über „Goliath“: „Ich glaube, es geht hier um meine gefährliche Faszination für Macht und Größe. Um die massiven Herausforderungen, denen ich mich in den letzten Jahren stellen musste, und um das wachsende Gefühl der Unsicherheit angesichts der Last der Dinge, die ich im Laufe der Zeit aufgebaut habe. Ich habe mein erstes Album produziert, mit dem Gedanken, ich wüsste alles. Mein neues Album habe ich mit der Erkenntnis geschaffen, dass ich sehr wenig weiß. Ich komponierte diese Platte als eine Akzeptanz meiner Zerbrechlichkeit, meiner falschen Entscheidungen, um Licht zu erreichen, als ein intimes Heilmittel, irgendwie. Hier bin ich, wahrscheinlich nicht so stark, wie ich vorgab zu sein. Vielleicht geht es hier um alle Formen von Gift, um die Umwelt, vielleicht geht es um die Geschwindigkeit der Information und die Wut der Musikindustrie, vielleicht geht es darum, wie ich versuche, dadurch meinen eigenen Frieden und meine eigene Zeitlosigkeit zu finden. Es geht definitiv um die individuelle und kollektive Verantwortung bei der Schaffung des Monströsen und darum, wie man es hoffentlich besiegen kann. Hier ist das erste Lied dieses Stückes. Es bezieht sich offensichtlich auf den Mythos von David und Goliath. Ich wünschte, es würde die derzeitige Situation in der Welt nicht so stark widerspiegeln.“

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