Alben der Woche

Soccer Mommy – Color Theory

Foto: Brian Ziff

Soccer Mommy – die 22-jährige Sophie Allison aus Nashville – veröffentlichte 2018 ihr Durchbruch-Debütalbum Clean. Seitdem tourte sie mit Kacey Musgraves, Vampire Weekend, Paramore, Wilco und Liz Phair, gab ihr Festival-Debüt bei Coachella, Gov Ball und Primavera Sound und unterschrieb bei Loma Vista Recordings. Ihr zweites Album Color Theory thematisiert die Schattenseiten des rekordhaften Aufstiegs für ihre mentale Gesundheit. “My record blowing up and touring a bunch was not great for my brain,”sagt sie. In ihrer Farblehre, nach der das Album aufgebaut ist, stehen die Farben blau für Depressionen, gelb für geistige und körperliche Erkrankungen, grau für Sterblichkeit. Zum Beispiel beschreibt das siebenminütige Stück „yellow is the color of her eyes“ die Erkrankung von Allisons Mutter, die sich in der Gelb-Verfärbung der Augen zeigte. Color Theory ist ein melodiöses, von Gabe Wax sorgfältig produziertes Indie-Rock-Album geworden. Für weitere interessante Einzelheiten empfehle ich den englischsprachigen Podcast Song Explorer. In der Episode über Soccer Mommy nimmt sie selbst „Circle the Drain“ auseinander und erklärt, wie es von Liedern aus ihrer Kindheit beeinflusst wurde.

Tycho – Simulcast

Foto: Misha Vladimirskiy

Nach der Veröffentlichung ihres für den GRAMMY® Award nominierten Albums „Weather“ (2019), sind Tycho mit dem neuen Album „Simulcast“ zurück. „Simulcast“ enthält maßgeschneiderte instrumentale Bearbeitungen von „Weather“-Albumtiteln, die zuvor von der Singer-Songwriterin Saint Sinner gesungen wurden. Mehr Infos h i e r.

Caribou – Suddenly

Dan Snaith alias Caribou vor einem Mural der Künstlerin Amber Elise,  Foto: Thomas Neukum

Dan Snaith alias Caribou sieht nicht glamourös aus, wie man es von einem Popstar erwarten könnte, sondern wie der promovierte Mathematiker, der er ist. Die Themen auf seinem neuen Werk Suddenly sind hochgradig persönlich sowie hochgradig unglamourös. Es geht ums Familienleben, Frau und Kinder, Väter, Mütter, Schwestern und ihre Beziehungen untereinander. Ganz anders ist die Musik auf Suddenly. Eine Pop-Perle reiht sich an die nächste zu einem prätentiösem Schmuckstück. Die Auswahl als abwechslungsreich zu beschreiben, ist völlig untertrieben. Das Album sprudelt voller Ideen. Uns begegnen Synthesizer-Melodie, Gitarrensoli und HipHop-Vocalsamples. Einflüsse aus Funk, Soul, Afrobeat und Fusion Jazz wechseln -nomen est omen- plötzlich.

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