Agnes Obel – Island Of Doom

Mit Island Of Doom kündigt Agnes Obel ihr neues Album an. Das wird den Titel „Myopia“ tragen und am 21.02.2020 erscheinen. Es wird veröffentlicht beim renommierten Klassik- und Jazzlabel Deutsche Grammophon. Man kann sich gut vorstellen, dass die minimalistischen Klaviermelodie in ihrer schlichten Schönheit auch bei Klassik- und Jazzliebhabern gefallen findet. Bei der Aufname hat Agnes Obel ihre eigene Stimme verfremdet, sodass wundervolle Gesangsharmonien entstehen.

Die Dänin Agnes Obel lebt in Berlin. Seit frühester Kidheit spielt sie Klavier. Als musikalische Einflüsse nennt sie  Roy Orbison und die französischen Komponisten Claude Debussy, Maurice Ravel und Erik Satie.

Die Alben der Woche

CLOSE TALKER – How Do We Stay Here? IMMERSION Live Album

Die Aufnahmen zum Livealbum How Do We Stay Here? wurden bei den IMMERSION Konzerte mitgeschnitten. Dabei handelte es sich um sehr spezielle Konzerte, die Close Talker in ihrer Heimat Kanada in Kunstgalerien, Studios und anderen einzigartigen Orten spielten, bei denen für das Publikum mit Kopfhörern ein immersives 360-Grad-Erlebnis geschaffen wurde. Mehr Infos gibt es h i e r.

Pumarosa – Devastation

Wer ist Pumarosa? Die Londoner Postunk- Band besteht aus Sängerin Isabel Muñoz-Newsome, Bassist Henry Brown, Drummer Nicholas Owen, Gitarrist Jamie Neville und Multiinstumentalist Tomoya Sukuzi (Saxofon, Keyboards). Im Jahr 2017 fielen sie mit dem Album „Witches“ und dem Hit Priestess auf. Schwere Gitarren gepaart mit der Stimme vom Isabel. Das neue Album Devastation ist weniger gitarrenlastig und elektronischer. Spannend sind diel vielfältigen Variationen der Eletrobeat von dunkel bedrohlich (Fall Apart) bis hypnotiisch tanzbar (Heaven)

BJRG – Skin Deep

Hier entstehen die Intrumente im Kopf des Hörers. Es ist kaum zu glauben. Man hört keine Elektronik und eine Musikinstrumente. Tatsächlich nur mit der nackten Stimme, zwei Mikrofonen, einem Delay-Pedal und einer Loopstation erschafft BJRG eine komplexe Musik, in die man tief eintauchen kann. Mehr dazu h i e r.

Mando Diao – Don’t Tell Me

Aus dem vor fast einem Monat  veröffentlichten Album BANG der schwedischen Rocker erschien nun das Video zum Track Don’t Tell Me. Wie auch schon in dem Video zu „Long Long Way“ wird auch diesmal eine kleine Geschichte erzählt.

Ein wenig nackte Haut im neuen Video

Es geht um eine Art Sekte um einen dominanten Sex-Guru und ihre Riten. Parallel dazu wird der Sektenführer von einer TV-Journalistin interviewt und leugnet,  in bester Trump & Co. Manier, alles was sie ihn fragt, bis das ganze eskaliert.

Der Regisseur Gustav Hugo Olsson und Mando Diao geben dazu folgendes Statement ab:

”We wanted to explore the absurdity, danger, and madness that occurs when a group of people gathers and together blindly devote themselves to a specific belief system that is preached by a hypocritical leader. This can be political, religious and social.”

Director Gustav Hugo Olsson & Mando Diao

Recht haben sie.

Was zusätzlich auffällt, ist dass das Video auf YouTube nur mit Altersbeschränkung zu sehen ist. In dem Beitrag auf der Auf die Ohren Facebookseite wird von FB die Einbettung des YouTube Videos unterbunden. Das hat nichts mit Jugendschutz zu tun, sondern ist einfach nur prüde.

Mando Diao 2019
Mando Diao 2019 by GUSTAF ELIAS

Grimes – So Heavy I Fell Through the Earth

Heute gab es die Veröffentlichung eines neuen Songs vom Grimes. Den Song So Heavy I Fell Through the Earth gibt es gleich in mehreren Versionen, den sechseinhalbminütigen vollständigen „Art-Mix“ und den kürzeren und den kürzeren „Algorithm Mix“ gibt es auf Spotify zu hören. Auf YouTube gibt es einen sechsminütigen Visualizer. Die Lyrics sind einfach gehalten. Es dreht sich um die Zeilen “So heavy I fell through the earth/ Cus I’m full of love for you.” Das wesentliche ist der Sound. Grimes präsentiert ein ein dunkles und gleichzeitig luftiges Klagelied. Grimes weist darauf hin, dass man den Song am besten unter einem Kopfhörer oder mit einem guten Soundsystem hören soll, weil der Bass wesentlich ist.

Zugleich gab Grimes auf allen zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken bekannt, dass ihr sechstes Studioalbum „Miss Anthropocene“ 21. Februar 2020 auf 4AD veröffentlicht wird.

BJRG – Skin Deep

Heute rscheint Skin Deep, das Debütalbum des italienischen Experimental/Pop – Projektes BJRG.

DieseAufnahme ist etwas besonderes. Es ist kaum zu glauben. Man hört keine Elektronik und eine Musikinstrumente. Tatsächlich nur mit der nackten Stimme, zwei Mikrofonen, einem Delay-Pedal und einer Loopstation erschafft BJRG eine komplexe Musik, in die man tief eintauchen kann.

BJRG ist ein reines Solo-Stimmenprojekt.

Hinter BJRG verbirgt sich der Experimental-Musiker Luca Nistler. Nistler ist auch Voice-Sound Designer und bildender Künstler innerhalb der Performance Gruppe ‚I Figli di Marla‘. Im April 2019 traten sie beim DO DISTURB Festival im Palais de Tokyo in Paris auf, zusammen mit Künstler*innen von Tate Modern, Moma, Biennale Venezia.

Das Konzept

Die Reihenfolge der Stücke nicht zufällig. Jeder Titel eines jeden Songs nimmt ein Wort aus dem vorherigen mit und erkundet es. So ergibt sich aus den Stücken auf dem Album der Satz:

– out in the flesh nothing but skin is unseen firework –

Eine Referenz zur Quantenphysik, nach der wir nie ewtas wirklich berühren. Was wir als Berührung empfinden, ist einfach nur eine elektromagnetische Abstoßung der Elektronen unserer Hautzellen.

Das erste Stück des Albums heißt „out“ und nimmt das Wort „out“ aus dem letzten Song der vorangegangenen EP „Solastalgia“. 

Der zweite Song „in the“ handelt vom elektromagnetischen Feld zwischen den Atomkernen unserer Haut. Tastsinn ist eine Illusion. Aber macht es das weniger schön? Die Musik von „in the“ ist gekennzeichnet durch Stimmen-Funken: „Quantenklänge“, Stimmpartikel. Diese Stimmfunken sind über das gesamte Album verteilt. 

„flesh“ ist ein sehr nacktes Lied darüber, dass unsere Haut in erster Linie ein natürlicher und grundlegender Genussrezeptor ist. Straight, queer? No fear.

„nothing“ ist dieses kleine, unberührte Vakuum zwischen zwei Atomkernen. Dieses Lied ist auch eine Ode daran, nichts zu tun gegen die hoch funktionale Angst.

„but“ ist in der englischen Grammatik definiert als eine ‚adversative conjunction‘. In diesem Song geht es um den südafrikanischen Helden Steve Biko. Biko war eine extrem intelligente, lustige und sanfte Seele. Er hat nicht GEGEN etwas gekämpft. Er kämpfte FÜR die meisten, um seinen eigenen Leuten das Gefühl der Unterlegenheit zu nehmen. Das ist seine Herausforderung. Deshalb wurde seine Slogen „black ist beautiful“ in den 70er Jahren so populär. Warum nun aber der Titel „but“? Denn er lebte in Verbindung (conjunction) mit seinen Leuten, und führte sie in eine sanfte, aber gegensätzliche (adversative) Richtung: die der Abschaffung der Apartheid.

„skin“ ist ein Lied gegen den politischen Nihilismus, es spielt mit John Lennons ‚Working Class Hero‘. Die Wahrheit ist, dass irgendwo etwas verloren gegangen ist. Die Menschen verloren den Kontakt zueinander. Aber es gibt unglaublich schöne Ausnahmen: Amerikanische Kriegsveteranen zum Beispiel, die sich dem Kampf gegen den Bau einer Ölpipeline Seite an Seite mit den Native Americans im Reservat der Standing Rock Sioux anschließen. 

„is“ ist es ein wildes digitales Tier, es ist das Akronym für Infraschall.

Bei „unseen“ geht es darum, sich unsichtbar zu fühlen und den Kontakt zum eigenen Selbst zu verlieren.

„firework“ schließlich ist der letzte Song des Albums und beschreibt, wie schön es sich anfühlt, verliebt zu sein, obwohl manchmal Gefühle nicht zurückgegeben werden. Liebe kann auch einfach bedeuten, aus der eigenen Haut zu kommen: „I stopped being mine“.

CLOSE TALKER – How Do We Stay Here? IMMERSION Live Album

foto: Ben Giesbrecht

Das kanadische Indie/Pop/Edel-Shoegaze CLOSE TALKER ist in diesem Jahr mit vielen sehr schönen Singles und Videos und mit ihrem Album How Do We Stay Here? aufgefallen. Also nicht nur diesem unbedeutenden Blog, Probs kamen auch von NPR, Billboard, Clash, Spin, Q Magazine und Consequence of Sound. Mit dem Album war die Band dann auch in Europa auf Tournee.

Zu How Do We Stay Here? gibt es nun ein wundervolles Live-Album. Die Aufnahmen wurde während der IMMERSION Konzerte mitgeschnitten. Dabei handelte es sich um sehr spezielle Konzerte, die Close Talker in ihrer Heimat Kanada in Kunstgalerien, Studios und anderen einzigartigen Orten spielten, bei denen für das Publikum mit Kopfhörern ein immersives 360-Grad-Erlebnis geschaffen wurde.

Das Live Album gibt es digital auf Bandcamp:

How Do We Stay Here? (Live in Canada) by Close Talker

Wie sich die Band live anhört, kann in dem Video mitverfolgen, welches in Berlin auf dem Dach von sinnbus records gedreht wurde.

Close Talker – The Making of IMMERSION

Konzertempfehlung: DER HERR POLARIS

Am 24.11. stellt DER HERR POLARIS in Münster in der Pension Schmidt seine musikalische Fotoausstellung „Die Tiefen Als Lichter“ vor. 

sinbus Pressefoto

Es ist mehr als ein Konzert, was uns am 24.11. in der Pension Schmidt erwartet. Hinter DER HERR POLARIS steckt der Augsburger Musiker Bruno Tenschert. Aber DER HERR POLARIS war immer mehr als Musik: Fotos und Videos waren schon immer Weggefährten der abwegig schönen Songs. Mit „Die Tiefen als Lichter“ wagt er ein anderes Format. Statt eines Albums veröffentlichte er sieben Fotografien als Singles auf allen Streaming- und Downloadplattformen, sowie als jeweils auf 10 Exemplare limitierte 7″ Vinyl inkl. Fotoprint des Covers.

Seine Konzerte macht DER HERR POLARIS zur Wanderausstellung seiner Fotos, sucht besondere Orte, lädt zur Vernissage, spielt seine Lieder und erzählt die Geschichten dahinter.

Links:
www.facebook.com/derHerrPolaris
www.instagram.com/derherrpolaris

http://bit.ly/DerHerrPolaris-Videos

Weitere Tour-Termine:

12.11.19 – DE – Mannheim, Capitol
22.11.19 – DE – Köln, Weltempfänger
23.11.19 – DE – Witten
24.11.19 – DE – Münster, Pension Schmidt
13.12.19 – DE – Deggendorf Cafe Holler

Golden Ticket
www.golden-ticket.de

Odd Beholder- Transatlantic Flight

Cover

Odd Beholder ist das Projekt der in Zürich lebenden Musikerin Daniela Weinmann. Am 02.12. erwarten wir Odd Beholder zu einem Konzert in der Pension Schmidt in Münster. Mehr Infos dazu gibt es h i e r.

Nach der Veröffentlichung des Debütalbums „All Reality Is Virtual“ im Herbst 2018 ist Transatlantic Flight der erste Vorbote vom kommenden Album von Odd Beholder. 

Daniela Weinmann sagt über TRANSATLANTIC FLIGHT:
„Stell dir vor, du bist in einem Flugzeug. Es ist sehr still. Alle sind hellwach. Niemand spricht. Niemand bewegt sich. Eine Stewardess geht vorbei. Oh, der Luxus, eine Tasse Kaffee in der Luft zu trinken. Das Flugzeug schwebt über ein saures Meer hinweg. Der Bildschirm spiegelt dein blasses Gesicht wider und du liest dort: „Thank you for flying Unf Air.“ Es kommt dir in den Sinn, dass die Natur großartig war, und dass die Natur wieder großartig sein wird, aber du wirst nicht da sein, um Gedichte darüber zu schreiben. Es ist Zeit zu gehen und du wünschst dir einfach, du könntest dich zum besseren verändern. Sind das noch Wolken oder ist es schon Rauch? Du bereitest dich auf den Aufprall vor.“

Konzertankündigung

Odd Beholder, das zur Band gewachsene Projekt der Schweizer Musikerin Daniela Weinmann kommt am 02.12. nach Münster in die Pension Schmidt. 

Foto KatiaWik

Odd Beholder ist das Projekt der in Zürich lebenden Musikerin Daniela Weinmann. Ihre Musik klingt, als flöge man leicht berauscht dem pastellfarbenen Horizont entgegen. Nur um mitten in den zarten Klangwolken auf dem harten Boden der Tatsachen aufzuschlagen. In der präzisen, unprätentiösen Musik, in ihrer Version umarmender Electronica und melancholischer Popmusik befasst sich Odd Beholder mit den unangenehmen Wahrheiten, spendet Trost und ermutigt digitale Eskapist*innen, real zu bleiben. Auf dem Debütalbum “All Reality Is Virtual” dreht sich alles um Digitalisierung – um das unheimliche Sammeln unserer Daten, aber auch um die spirituelle Wichtigkeit des Aushaltens von Einsamkeit. Es erzählt von Momenten ohne Vernetzung und von der Stärke, die eben daraus erwächst, sich den Herausforderungen im physischen Leben zu stellen. 

Foto : Odd Beholder

Vor dem Debütalbum veröffentlicht Odd Beholder mit „Lighting“ (2016) und „Atlas“ (2017) zwei eindrückliche EPs. Dazu gehörend erscheint 2018 mit „Remixes“ eine geschmackvoll zusammengestellte EP, zu der u.a. The/Das, Fejká oder Hundreds ihre Arbeiten beisteuern.

Odd Beholders Musik ist filmisch. Die Arbeiten für die dazu gehörigen Videos sind sorgsam gewählt. Der von den Berliner Filmern Grambow & Kirchknopf in Aserbaidschan in Zusammenarbeit mit der Azerbaijan Social & Modern Dance Association gedrehte Videoclip zur Single „Landscape Escape“ gewann den Jurypreis der „Best Swiss Video Clip“-Awards 2017. Das Stück wurde außerdem im Film „Mario“ verwendet, der sich mit dem schwierigen Umgang mit Homosexualität im Fußball auseinandersetzt. Odd Beholder wurden vom Hamburger Electropop-Duo Hundreds ausdrücklich auf die Tour zu dessen aktuellem Album eingeladen. 

Odd Beholder erhielt Einladungen zu wichtigen Festivals wie Great Escape Festival (UK), Eurosonic Festival (NL) oder das Reeperbahnfestival (D) und tourte in verschiedenen Konstellationen in China, Italien, Deutschland und der Schweiz, und wurden vom Hamburger Electropop-Duo Hundreds wie auch aktuell von Bodi Bill explizit gebeten, deren jeweilige Tour zu begleiten.

Momentan tourt Weinmann mit ihrem Produzenten und Multiinstrumentalisten Martin Schenker durch Deutschland und wird anschließend weiter an der Musik für das zweite Album arbeiten, das 2020 erscheinen wird.

Weitere Videos von Odd Beholder

Weitere Tour-Termine

26.11.2019 – DE – Dresden – Hole Of Fame
27.11.2019 – DE – Chemnitz – Atomino
28.11.2019 – DE – Berlin – Schokoladen
29.11.2019 – DE – Leipzig – Noch Besser Leben
30.11.2019 – DE – Erfurt – Franz Mehlhose
01.12.2019 – DE – Würzburg – Viertelkultur
02.12.2019 – DE – Münster – Pension Schmidt
03.12.2019 – DE – Köln – Die Wohngemeinschaft
04.12.2019 – DE – Hamburg – Astra Stube
05.12.2019 – DE – München – Wohnzimmerkonzert

Die Alben der Woche

Allen Stone -Building Balance

R & B und Soul sind richtige Musik, die hilft, bei den vielen Anforderungen des Lebens, nicht ins Wanken zu geraten. Um den Spagat zwischen dem Bewältigen der Vergangenheit und dem Meistern der Gegenwart, zwischen Karriere und Familie und zwischen brillanten Höhen und entmutigenden Tiefen zu schaffen und die Balance zu halten. Dieser Meinung ist offensichtlich Allen Stone und liefert mit seinen neuen Album den Soundtrack für den Balanceakt.

Marius Müller-Westernhagen Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock Recordings Vol. 1)

Vierzig Jahre nach Erscheinen von Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, hat Marius Müller-Westernhagen das Album ganz neu und ganz anders aufgenommen. „Die Lieder gehen heute viel tiefer, weil sie besser verstanden sind“, beschreibt Marius Müller-Westernhagen seine Erfahrung mit der Aufnahme. Mehr dazu lest ihr

h i e r.

Bishop Briggs-Champion

Die britische Sängerin Sarah Grace McLaughlin, die sich nach dem Herkunftsort ihrer Familie Bishopbriggs nennt, fällt nicht nur durch ihr Äußeres auf. Nach ihrem Debütalbum “Church of Scars” hat Bishop Briggs sich von ihren Zöpfen getrennt und sieht nun mit kurz geschorenen Haaren sehr kämpferisch aus. Das passt zu ihrer kraftvolle Stimme und dem Power-Indie-Pop von Champion.