Mister Me am 19.11. im Sputnik Café in Münster

Seine Headliner-Tour begann Mister Me ausgerechnet an einem Dienstag, für mich glücklicherweise in meiner Heimatstadt Münster. Die Location war für einen Wochentag gut gewählt. Das Sputnik Café ist ein relativ kleiner Club neben der größeren Sputnikhalle. Mister Me erwartete selbst nicht  viele Besucher. So war der Club mit ca. 50 bis 60 erwartungsvolle Besuchern angenehm gut gefüllt.

Support erhielt Mister Me von Sophia Wahnschaffe aus Köln. Sie präsentierte zusammen mit einer Bassistin ihr Soloprojekt Wahnschaffe und sorgte mit ihrer R&B-lastige deutschsprachigen Musik für genau die richtige Eröffnung. Zu ihrer beeindruckenden Performance komme ich in einem besonderen Beitrag.

Mister Me und seine vierköpfige schon gut eingespielte Begleitband traten ganz in schwarz gekleidet auf. Gleich nach dem getragene  Eröffnungssong “Raum” aus dem neuen Album “Das Ende vom Hass” sprach Micha Meißner, wie Mister Me im wirklichen Leben heißt, das Publikum an und nahm es mit auf eine Reise in seine Gedankenwelt. Diese Kommunikation setzte sich jeweils zwischen den Songs fort, war wie wie seine Songs hochemotional und gesellschaftskritisch auf der Höhe der Zeit, also richtig Emo, was sehr  glaubwürdig rüber kam. Man nahm es ihm ab, das in jeder Aussage ein selbsterlebter Kern steckte.

Musikalisch ging richtig die Post ab. Nicht nur an seinen Bewegungen merkte man, das Mister Me seine Wurzel im Hip-Hop hat. Der Mann weiß auch um den Flow seiner Rhymes. Und er war ständig in Bewegung, keine Sekunde Stillstand, der Schweiß floss in Strömen. Das übertrug sich von Beginn an auf das Publikum. Es wurde getanzt in Münster. Überhaupt das Publikum, es war überraschend textsicher. Klar, erste Reihe wurde von einer weiblichen Fanbase beherrscht, die ein paar hundert Kilometer Anreise auf sich genommen hatten.

Die Setlist war gut gemischt aus älteren Stücken und denen vom aktuellen Album. Für mich am schönste der Song “Grace” mit dem wundervollen Sample von Super 700 und “Utopie” bei dem die Band zum Ende  frei los jammte.

Im persönlichen  Gespräch am Merch erwies sich Micha Meißner als sehr sympathisch.

So radelte ich nach einem wundervollen Konzert am sehr späten Dienstagabend beglückt durch den münsteraner Regen nach Hause.

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