Cold War Kids streben nach neuen Werten und einer besseren Welt

Das siebte Studioalbum „New Age Norms, Vol. 1“ erscheint heute

Wie die zeit vergeht. Das einschneidende Ereignis, dass das Ende des kalten Krieges zwischen Ost und West markiert, der Fall der Berliner Mauer jährt sich am 09.11.2019 zum 30. mal. Die Band, die die Erinnerung an die Zeit des kalten Krieges in ihren Bandnamen aufgenommen hat, Cold War Kids, bestehen nunmehr schon seit 15 Jahren. Die Zeiten haben sich geändert. Vor dem Zusammenbruch des Ostens und dem danach beginnenden und seit Trump eine verschärfte Dynamik aufnehmenden Auseinanderfallen des Westens, wurde im kalten Krieg das atomare Wettrüsten als größte Bedrohung wahrgenommen. Heute bedroht uns die menschengemachte Klimakatastrophe , über die sich jeder beschwert, aber keiner sein Verhalten ändern will, der Wandel von gemeinnützigen Patriotismus zu schädlichen Nationalismus, von gesellschaftlicher Solidarität zu neoliberalem Egoismus.

Cold War Kids haben schon immer gesellschaftspolitische Themen, wie etwa Alkoholismus, zu wütenden Texten verarbeitet. Das passiert auch auf dem neuen Album. So beschäftigen sich Cold War Kids damit, dass am Nationalfeiertag, 4th of July, soheißt auch der Song, , alle in den Urlaub fahren, um ungeniert am Pool ihren Reichtum abfeiern, ohne das jemand an die denkt, die von der Hand in den Mund in Armut leben müssen. Der Song Complainer rechnet mit denen ab, die sich ständig nur beschweren, aber selbst nichts tun.

Sänger Nathan Willett sieht in der Verbindung zwischen politischen Botschaften und Rock ’n‘ Roll, der nicht politisch korrekt sein kann und will die „New Age Norms“, das Streben nach einer besseren Wellt.

Musikalisch ist New Age Norms, Vol. 1 erfrischend abwechslungsreich. Ein Album zum Durchhören. Es sind nur acht Tracks, aber von jedem wird man mitgenommen. Man findet infektiöse funkigen Groove, schmeichelde Gitarren Riffs und Keybards. Fine Fine Fine ist schneller Rock’n’Roll, extrem tanzbar. Waiting for your Love ist eine R’n’B -Nummer, während Beyond the Pale in der Mitte des Albums als hymnische Ballade aufwartet. Bei Dirt in my Eyes überzeugt der groovige Bass und der catchy Refrain. Über all dem thront die charakteristische Kopfstimme von Sänger Nathan Willett.

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