Alice Phoebe Lou – Neues Album Paper Castles

Im Jahr 2016 debütiere Alice Phoebe Lou mit dem Album Orbit, das ihr viel Lob von Seiten der Medien und Kritiker einbrachte. Alice Phoebe Lous Song „She“ schaffte es als Soundtrack für den Film „Geniale Göttin: Die Geschichte von Hedy Lamarr“ auf die Shortlist für den Oscar in der Kategorie „Best Original Song“. Alice Phoebe Lou war außerdem nominiert für den VUT Indie Award als „Beste Newcomerin“ sowie für den Preis für Popkultur als „Beste Solokünstlerin“.
Heute erschien Alice Phoebe Lous zweites Album Paper Castles, produziert von Noah Georgeson (Joanna Newsom, Adam Green). Nicht zufällig hat sie den Internationalen Frauentag als Veröffentlichungsdatum für ihr neues Album gewählt, denn sie singt über Feminismus und Weiblichkeit, über Freiheit und Unabhängigkeit, über Erwartungen und Selbstbestimmung.

“I don’t need to have a prince at my ball. How about right now I’m my own prince” (Skin crawl).

Alice Phoebe Lou baut sich ihre eigenen Schlösser. Sie sind leicht und offen und lassen sich an jedem Ort der Welt aufstellen. Sie lassen sich ebenso schnell umbauen und wieder einreißen und neu aufbauen und können manchmal sogar fliegen. Das ist wichtig, denn festlegen und einsperren würde sich Alice nie. Mitunter kann auch eine Baumkrone aus Erinnerung an ihre Kindheit in Südafrika ein Schloss sein.

„I can still smell the fynbos after a nights rain and the fairies and the magic that blossom from our brains and there’s a child in the tree tops is she still me” (Fynbos)

Alice Phoebe Lou spielt nicht nach den Regeln des Musikbusiness. Sie spielt noch nicht einmal nach den Regeln einer Gesellschaft, die immer nach größer, schneller, erfolgreicher strebt. Sie sagt den großen Plattenlabels ab und bleibt unabhängig. Sie möchte sich nicht verkaufen. Sie macht nur das, wo sie mit ganzem Herzen dahinterstehen kann. Die Musikpresse bezeichnet das gerne als authentisch. Das macht ihren Charme aus, ihre Glaubwürdigkeit, ihren „Spark“. Der Funke, der überspringt, sobald man die ersten Takte ihrer Musik hört: ihre durchdringende, helle Stimme, die sich über jazzige Folk-Akkorde legt.

“Didn’t wanna be told what I’m supposed to look like. Didn’t wanna be told what makes a woman look right.” (My outside)

Ich bin ganz verzaubert von dieser Sängerin und ihrer Musik. Es fällt schwer, sie einzuordnen, zwischen Old- Fashion-Jazz und modernem Indie-Pop. Aber genau diese Unschärfe ergibt den Reiz.

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