Hyäne Fischer – Im Rausch der Zeit

Was macht eigentlich Schlager und sogenannte volkstümliche Musik so unerträglich? Helene Fischer, Andreas Gabalier und andere leben super davon. Auf Konzerten rasten die Fans aus, da kommt mancher Rockstar nicht mit . Es sind eingängige Melodie und Rhythmen ( eigentlich immer die gleichen) und simple Texte, die eine Sehnsucht nach Geborgenheit, Heimat und glorifizierter Vergangenheit wiederspiegeln. Genau dies wird von Hyäne Fischer ( schon der Name: Twelve Points for Austria) genial persifliert. Um nicht auf falsche Fährte zu kommen, muss man berücksichtigen , dass hinter dem Projekt  wahrscheinlich die Wiener Anti-Burschenschaft „Hysteria“ steckt. Die Feministinnen – sie fordern unter anderem eine Einschränkung des Männer-Wahlrechts – hatten ihre Gruppe als satirischen Gegenentwurf zu den Männer-Burschenschaften gegründet. Genaues weiß man aber nicht. Besonders das Video und zeigt,das die ganze Rückwärtsgewandheit, die zur Zeit immer mehr Zeitgenossen, nicht nur Schlagerfans, ergriffen hat, eine Vergangenheit verherrlicht, die ganz schön viele braune Flecken hat.

Beim ORF ist eine Bewerbung für den ESC eingegangen, der nächstes Jahr (ausgerechnet ) in Israel stattfinden wird. Es wird befürchtet, dass die Satire nicht erkannt wird und die falschen jubeln werden. Ich finde die Aktion aber gelungen. Die  Identitären klauen ständig die Ideen der Spontis, um auf sich aufmerksam zu machen, also ist legitim, wenn Linke den Nazi-Style und Obersalzberg-Herrlichkeit kapern, um vorzuführen, wie weit die Kompassnadel in unserer Gesellschaft inzwischen nach rechts gewandert ist. 

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